Innovative und energieeffiziente Antriebssysteme
Andreas Roth (Foto: Bernd Pawelzik)

Gründung

Innovative und energieeffiziente Antriebssysteme

Andreas Roth gründete seine eigene Maschinenbaufirma, weil er seine innovativen Ideen als Angestellter nicht umsetzen konnte. Seit 2012 entwickelt er innovative und energieeffiziente Antriebssysteme für den internationalen Markt und beschäftigt inzwischen 14 Mitarbeiter. Sein Ziel ist, Antriebstechnik Roth im europäischen Markt dauerhaft als Premium-Marke zu etablieren.

Herr Roth, warum haben Sie sich selbstständig gemacht?

Während meiner Tätigkeit als Angestellter bin ich immer wieder an die Grenzen des Systems gestoßen, hätte jedoch hinsichtlich Dynamik und Innovation mehr aus den Projekten gemacht. So kam ich mehr und mehr auf die Idee, Antriebe eigenverantwortlich zu entwickeln. Obwohl mir viele von dem Vorhaben abrieten, wollte ich die Herausforderung dennoch annehmen.

Was macht Ihr Unternehmen, welche Produkte oder Dienstleistungen bietet es? Was ist das Besondere, die Idee?

Wir entwickeln Getriebe und Antriebssysteme vorwiegend für europäische Kunden. Oft entscheidet sich erst während der Entwicklung, wer die spätere Serienfertigung durchführt. Dies hängt häufig davon ab, welche Technologien und Prozesse für die von uns entwickelten Produkte dann bei der Fertigung benötigt werden.

Was waren und sind Ihre größten Herausforderungen zu einem erfolgreichen Unternehmertum?

Natürlich war die erste große Hürde, dass Kunden unsere Dienstleistung benötigen und auch bereit waren, diese ausreichend zu honorieren. Eine dringende Frage war: Wie komme ich an den ersten Auftrag? Die zweite, mindestens genauso große Herausforderung war es, ein Team aufzubauen, welches das komplexe Know-how beherrscht und dies dynamisch und langfristig umsetzt. Hierzu habe ich Absolventen und Ruheständler hereingeholt. Alle arbeiten super produktiv zusammen.

Welche Unterstützungsangebote haben Sie genutzt? Welche waren besonders hilfreich?

Die permanente Beratung unseres Steuerberaters war und ist sehr wichtig für uns. Dies wurde zu Anfang teilweise von der IHK unterstützt. Wichtig war und ist für mich immer noch die Beratung und Unterstützung befreundeter Unternehmen und Hochschulen. Diese geben wir natürlich auch anderen Start-ups und Kollegen. Damit baut sich unser Netzwerk positiv aus.

In welcher Form engagieren Sie sich gesellschaftlich oder sozial?

Wir sind noch ein kleines Unternehmen und arbeiten da nicht so medienwirksam. Wir kooperieren ganz eng mit den Schulen in unserem Ort und führen Schülerpraktika durch. Das machen wir auch, weil wir mittelfristig ausbilden wollen. Jedes Jahr spenden wir an SOS-Kinderdorf und UNICEF – allerdings erst am Jahresende, wenn das Ergebnis überschaubar ist. Ich finde es aber noch wichtiger, dass wir als Team fair arbeiten, die Mitarbeiter in ihrer Entwicklung begleiten und ihre Familien unterstützen.

Was ist für Sie der größte Unterschied in Ihrem Arbeitsalltag im Vergleich zu vorher?

Ich arbeite in einem motivierten Team, und wir setzen unsere Projekte sehr zielorientiert um. Wenn mal eine Panne passiert, suchen wir nach der Lösung. Damit sind wir auch sehr produktiv. Ich freue mich auf jeden Arbeitstag – auch montags!

Was hat sich sonst noch verändert? Wie bewerten Sie Ihre Lebensqualität?

Seit meiner Selbstständigkeit arbeite ich sehr viel, und ich weiß, dass ich meine Arbeitszeiten weiter reduzieren muss. Aber ich freue mich über das, was wir in fünf Jahren aufgebaut haben und darüber, dass ich dafür verantwortlich bin. Ich fühle mich damit sehr wohl, und das ist für mich das Wichtigste.

Welche Vision haben Sie für Ihr Unternehmen? Wo stehen Sie in 15 Jahren?

Wir wollen noch wachsen, unsere Kompetenzen noch weiter ausbauen und mehr Dominanz im europäischen Markt entwickeln. Die Vision ist, dass unsere Kunden damit werben, dass der Antrieb von Antriebstechnik Roth entwickelt wurde. Damit würde sich auch Volumen im High-End-Bereich entwickeln. In 15 Jahren wird unser Team das ‚Engineering Business‘ sehr selbstständig und fast ohne mich sehr kompetent und engagiert durchführen.

 

Stand: 25.10.2017

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