Vor Corona war die Abflugebene des Flughafen Düsseldorf belebt, in der Krise bleibt sie häufig leer. Um den Airport zu unterstützen, sagte die NRW.BANK ein Darlehen zu (Bild: Andreas Wiese / Flughafen Düsseldorf)

Förderfälle

Vom Start-up bis zum Flughafen

Was haben Nordrhein-Westfalens größter Airport und ein kleines Technologie-Start-up aus Bielefeld gemeinsam? Sie haben wie viele andere Unternehmen von neuen Corona-Förderprogrammen profitiert, die die NRW.BANK aufgelegt hat, um die Wirtschaft im Land zu stabilisieren und zu stärken.

Leere Abflugdisplays, 70 Prozent weniger Flugverkehr als im Vorjahreszeitraum und auf dem Vorfeld mehr geparkte als startende Maschinen: Für den Flughafen Düsseldorf ist die Corona-Krise eine riesige wirtschaftliche Herausforderung. Weil der größte Airport in NRW für die Mobilität in Deutschland systemrelevant ist, durfte er auch im Lockdown keinen Tag schließen. „Wir mussten immer eine Tür offenhalten, um zum Beispiel Rückholflüge aus Risikogebieten oder Frachtflüge mit medizinischen Hilfsgütern zu ermöglichen“, sagt Flughafengeschäftsführer Lars Mosdorf. Einerseits fielen zeitweise bis zu 95 Prozent der Starts und Landungen aus, andererseits blieben dem Airport als Infrastruktureinrichtung hohe Fixkosten, obwohl sämtliche variablen Kosten bestmöglich reduziert werden konnten. Das Ergebnis: Seit Anfang der Pandemie schreibt der Flughafen monatlich Verluste im zweistelligen Millionenbereich.

„NRW.Start-up akut hat uns ermöglicht, Arbeitsplätze zu erhalten.“

Robin Kroll, Gründer des Start-ups IMOGENT

Um ihn zu stützen, hat die NRW.BANK der Flughafen Düsseldorf GmbH im November ein Darlehen über 250 Millionen Euro zugesagt – finanziert aus dem neuen Förderprogramm NRW.BANK.Infrastruktur Corona. Das Besondere daran: Diese Corona-Variante des bestehenden Förderprogramms NRW.BANK.Infrastruktur beinhaltet eine 80-prozentige Haftungsfreistellung für die Hausbanken. Und das Darlehen kann – anders als in „normalen“ Zeiten – für Betriebsmittel eingesetzt werden.

Nothilfe für Innovationstreiber

Auch das Start-up IMOGENT aus Bielefeld hat von einem neuen Förderprogramm der NRW.BANK profitiert. Das 2018 gegründete Unternehmen hat eine Online-Plattform entwickelt, über die Immobilienunternehmen Services und Technologien für die Vermarktung von Immobilien buchen können. „Das reicht von der digitalen Grundrisserstellung bis hin zu virtuellen Rundgängen“, erklärt Robin Kroll, einer der drei Gründer von IMOGENT.

Die Corona-Pandemie machte dem jungen Unternehmen auf mehrere Arten zu schaffen: Zum einen gingen die Immobilienverkäufe während des Lockdowns um 30 Prozent zurück, was Umsatzeinbußen mit sich brachte. Zum anderen trat im Sommer ein Investor von einer bereits zugesagten Finanzierungsrunde zurück. „In dieser Situation stand für uns viel auf dem Spiel“, sagt Kroll. Die Gründer beantragten daraufhin ein Wandeldarlehen aus dem Programm NRW.Start-up akut. „Die Zusage kam schnell und hat uns sehr geholfen“, sagt Kroll. „Das Darlehen hat uns ermöglicht, Arbeitsplätze zu erhalten und den nötigen finanziellen Puffer zu haben, um unsere Kunden weiter professionell bedienen zu können.“

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