In der Kronenstraße in Bochum bleiben Senioren und Kinder auch zu Coronazeiten nicht allein – die Bewohner organisieren unter anderem Balkonkonzerte und gegenseitige Unterstützung beim Einkauf. (Foto: Genossenschaft Krone Bochum eG)

Wohnprojekt Kronenstraße in Bochum-Ehrenfeld

Nachhaltiges Wohnkonzept für alle Generationen

Moderne Wohnkonzepte fördern den Zusammenhalt ihrer Bewohner. Wie zum Beispiel das Genossenschaftshaus in der Kronenstraße in Bochum-Ehrenfeld. Seit Sommer 2020 leben hier mehrere Generationen unter einem Dach. Die Hausgemeinschaft greift sich gegenseitig unter die Arme. Mit der öffentlichen Wohnraumförderung des Landes hat die NRW.BANK sechs der 21 neuen Wohnungen gefördert.

Das Projekt Kronenstraße ist ein gutes Beispiel für die neue Wohnphilosophie der Zwanzigerjahre: Leben und Arbeiten finden zunehmend an einem Ort statt. Singles, Paare, Familien mit Kindern, Senioren und Menschen mit Behinderungen wohnen Tür an Tür und unterstützen sich untereinander.

Genossenschaft und Privatwirtschaft bauen gemeinsam

„Das ehemalige Gelände der Möbelfirma Hein de Groot und des Stadtarchivs in Bochum zwischen Schauspielhaus und Innenstadt haben eine Genossenschaft, ein Privatinvestor und ein Projektentwickler mit vereinten Kräften in ein echtes Leuchtturmprojekt für modernes Wohnen verwandelt“, sagt Dietrich Suhlrie, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Das Projekt Kronenstraße zeigt, wie sich mithilfe der öffentlichen Wohnraumförderung mitten in der Stadt generationenübergreifende Wohnkonzepte umsetzen lassen, die dem demografischen Wandel Rechnung tragen und für zusätzlichen bezahlbaren und attraktiven Wohnraum sorgen.“

 

Die NRW.BANK unterstützte die Genossenschaft im Rahmen der Fördermaßnahme „Neubauförderung von Mietwohnungen“ mit einem Darlehen in Höhe von rund 669.000 Euro. Allein der Tilgungsnachlass betrug rund 135.500 Euro.

Raum fürs Zusammensein und die Gartenarbeit

Auf insgesamt 5.700 Quadratmetern gruppieren sich auf der ehemaligen Brachfläche drei vier- bis fünfgeschossige Mehrfamilienhäuser. Sie bieten Miet-, Eigentums- und Genossenschaftswohnungen, eine Einrichtung für eine ambulante Tagespflege, ein Café sowie Räume für eine Logopädiepraxis. Durch großzügige Grünflächen sind diese miteinander verbunden. Zusammen mit dem Spielplatz bietet das Areal allen Generationen viel Raum für das Zusammensein und die Gartenarbeit.

Öffentlich geförderter Wohnraum

6,1 Millionen Euro investierte allein die Genossenschaft Krone Bochum eG in ihr viergeschossiges Mehrfamilienhaus. Ihr gehören 37 Mitglieder an, die Geschäftsanteile für eine der insgesamt 21 Genossenschaftswohnungen erworben haben. Die Ein- bis Vierzimmerwohnungen sind allesamt barrierearm gebaut und teilweise sogar rollstuhlgerecht. Das Haus verfügt zudem über einen Gemeinschaftsraum.

 

Im Februar 2019 war Baubeginn, 16 Monate später war das Genossenschaftshaus bereits fertig. Das Haus der Eigentümergemeinschaft folgte Ende Juli 2020 und in das geförderte Mehrfamilienhaus zogen im Dezember 2020 die ersten Mieter ein. Dass das Konzept des nachbarschaftlich gemeinschaftlichen Wohnprojekts aufgeht, zeigte sich bereits kurz nach dem Einzug. Über einen Chat tauschen sich die Bewohnerinnen und Bewohner über ihre Einkaufswünsche aus, wechseln sich gegenseitig bei der Kinderbetreuung ab und organisieren in der Corona-Pandemie Balkonkonzerte.

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