In der historischen Apotheke von Mechernich-Kommern entstand eine neue Tagespflegeeinrichtung für Senioren. Fotocredit: Sonnenhof Kommern

NRW.BANK fördert soziale Infrastruktur

Gefördertes Wohnensemble präsentiert sich Architekturfans

Mit Hilfe von Fördermitteln der NRW.BANK hat ein Investor in Mechernich-Kommern eine alte Apotheke zu einer modernen Pflegeeinrichtung umgebaut. Infolge einer stetig alternden Gesellschaft dürfte der Bedarf für solche Angebote künftig weiter steigen.

Mitten im coronabedingten Lockdown stellte die Getawo GmbH, ein Projektentwickler für Alten- und Pflegeimmobilien, ihre neue Tagespflege in Mechernich-Kommern in der Nordeifel fertig. Im Juli konnte das Haus dann schließlich seine Türen öffnen. Mittlerweile kommen an unterschiedlichen Tagen regelmäßig rund 30 Senioren, um hier gemeinsam Sport zu treiben, zu kochen oder sich Gesellschaftsspielen zu widmen.

Rund 1,6 Millionen Euro hat die Getawo GmbH in den Umbau einer denkmalgeschützten Apotheke zum 270 Quadratmeter großen, barrierefreien Tagesangebot für Senioren investiert. Davon finanzierte sie 890.000 Euro mit Mitteln aus dem Förderprogramm NRW.BANK.Infrastruktur.

Stationäres Angebot erweitert

Die Getawo GmbH erweiterte mit der neuen Einrichtung ihr schon vorhandenes stationäres Pflegeangebot für Senioren vor Ort. Direkt gegenüber der umgebauten Apotheke betreibt die Gesellschaft bereits seit mehreren Jahren das Alten- und Pflegeheim Sonnenhof Kommern. Der Vorteil: Die hauseigene Wäscherei und der Kantinenbetrieb des Sonnenhofs können auch von der Tagespflege genutzt werden.

„Das Projekt hat uns als Sanierungsvorhaben, aber auch aus sozialen Gründen überzeugt“, sagt Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK. „Tagespflegen wie in Mechernich-Kommern sind für Senioren wichtige Orte der Begegnung. Gleichzeitig entlasten sie die Angehörigen, die neben der Pflege häufig noch ihren Beruf haben.“

Pflegebedarf wächst bundesweit

Künftig braucht es in Nordrhein-Westfalen wie in ganz Deutschland vermehrt Investoren, die Raum für zusätzliche Pflegeangebote schaffen. Denn infolge des demografischen Wandels steigt die Zahl Pflegebedürftiger bundesweit Jahr für Jahr an, gegenüber der Jahrtausendwende um knapp 70 Prozent. Laut Prognose des Statistischen Bundesamts wird diese Entwicklung auch die nächsten Jahrzehnte anhalten.

Mit dem Programm NRW.BANK.Infrastruktur fördert die NRW.BANK Erhalt und Ausbau von Einrichtungen wie zum Beispiel der Altenpflege sowie von Kindergärten und Krankenhäusern. Wie wichtig diese Infrastrukturen für das Zusammenleben in der Gesellschaft sind, hat Corona noch einmal deutlich vor Augen geführt. Um in der Pandemie entsprechende Angebote besonders zu unterstützen, hat die NRW.BANK im Juli ihr Förderangebot um das Programm „NRW.BANK.Infrastruktur Corona“ sowie Ende August um „NRW.BANK.Gemeinnützige Organisationen“ erweitert.

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