ERP-Regionalförderprogramm

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen; Freie Berufe
Förderthemen:
Wachstums-/Erweiterungsinvestitionen; Markteinführung neuer Produkte/Dienstleistungen; Marketing/Vermarktungsaktivitäten; Unternehmensnachfolge; Betriebsmittel; Beratung; Informations- & Kommunikationsmaßnahmen
Förderart:
Darlehen
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
KfW Bankengruppe

In aller Kürze

Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln kleiner und mittlerer Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Einzelunternehmer sowie Freiberufler in deutschen Regionalfördergebieten.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft gemäß KMU-Definition der EU,
  • Einzelunternehmer sowie
  • Angehörige der Freien Berufe,
die grundsätzlich seit mindestens 5 Jahren am Markt aktiv sind, sowie
  • natürliche Personen und antragsberechtigte Unternehmen, Einzelnunternehmer und Freiberufler unabhängig vom Zeitpunkt der Aufnahme der Geschäftstätigkeit, die Gewerbeimmobilien und/oder gewerblich/freiberuflich genutzte Mobilien vermieten oder verpachten, sofern die Gewinnerzielungsabsicht im Vordergrund steht.

Verwendungszweck

Das ERP-Regionalförderprogramm dient der mittel- und langfristigen Finanzierung von Investitionen in den bundesweiten Regionalfördergebieten. Dazu zählen alle Standorte in den neuen Ländern und Berlin sowie strukturschwache Regionen in den alten Ländern.

Mitfinanziert werden:

  • Erwerb von Grundstücken und Gebäuden,
  • gewerbliche Baukosten,
  • gewerbliche Investitionen zur Barrierereduzierung,
  • Kauf von Maschinen, Anlagen, Fahrzeugen, Einrichtungen,
  • Betriebs- und Geschäftsausstattung,
  • immaterielle Investitionen in Verbindung mit Technologietransfer,
  • Erwerb von Vermögenswerten aus anderen Unternehmen einschließlich Übernahmen und tätiger Beteiligungen,
  • Warenlager sowie
  • Betriebsmittel (einschl. Beratungsleistungen und Kosten für Messeteilnahmen).

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Darlehen
  • Förderumfang: bis zu 100% der förderfähigen Investitionskosten
  • Förderhöhe: höchstens 3,0 Mio € pro Vorhaben
  • Zinssatz: siehe aktuelle Konditionen, kleine Unternehmen im Sinne der KMU-Definition der EU erhalten einen zusätzlich vergünstigten Zinssatz
  • Zinsbindungsfrist:
    • bei Krediten mit bis zu 10 Jahren Laufzeit: festgeschrieben
    • bei Krediten mit mehr als 10 Jahren Laufzeit: festgeschrieben nur für die ersten 10 Jahre
  • Kreditlaufzeit/Tilgungsfreijahre:  2 bis zu 20 Jahre bei höchstens 3 tilgungsfreien Anlaufjahren
  • Auszahlung: 100% des Kreditbetrags
  • Bereitstellungsprovision: 0,15% pro Monat, beginnend 2 Bankarbeitstage und 6 Monate nach Zusagedatum für noch nicht ausgezahlte Kreditbeträge
  • Tilgung:
    • nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre in vierteljährlichen Raten
    • für außerplanmäßige Tilgungen: Vorfälligkeitsentschädigung
  • Sicherheiten: banküblich, Art und Höhe der Sicherheiten sind mit der Hausbank zu vereinbaren
  • Die Förderung wird als De-minimis-Beihilfe oder als Beihilfe unter der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) gewährt.

Kumulation/Kombination

Eine Kombination mit anderen Fördermitteln ist grundsätzlich möglich. Sofern Beihilfen unterschiedlicher Beihilfegeber für dieselben förderfähigen Kosten in Anspruch genommen werden, sind die jeweils relevanten EU-Beihilfehöchstbeträge und Kumulierungsvorschriften einzuhalten.

Für Anlagen zur Stromerzeugung (zum Beispiel Photovoltaik, Windkraftanlagen, KWK-Anlagen) ist die gleichzeitige Inanspruchnahme einer KfW-Förderung und einer Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz für dieselben förderfähigen Kosten nicht möglich.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Das Vorhaben muss in den strukturschwachen Gebieten der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ durchgeführt werden.
  • Das Vorhaben muss mit der Ausschlussliste und den Sektorleitlinien der KfW Bankengruppe vereinbar sein.
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind
    • Baumaßnahmen für Betreutes Wohnen (Wohngebäude),
    • bei der Förderung von Vermietung und Verpachtung: die wohnwirtschaftliche, gemeinnützige und die kommunale Nutzung,
    • Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der EU-Leitlinien,
    • Umschuldungen und Nachfinanzierungen,
    • Treuhandkonstruktionen und stille Beteiligungen ohne Zusammenhang zu tätigen Beteiligungen,
    • In-Sich-Geschäfte sowie
    • Unternehmen, die unter einen beihilferechtlichen Förderausschluss fallen.

Antragsverfahren

Kreditanträge können vor Beginn des Vorhabens unter Verwendung der vorgesehenen Formulare bei jeder Bank oder Sparkasse gestellt werden.

Weitere Informationen erteilen die Beratungszentren der KfW Bankengruppe.

Quelle

Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 10.06.2015; Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 01.01.2020; KfW-Information vom 10.12.2019

Weiterführende Informationen

Bisher war die Finanzierung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien über das ERP-Regionalprogramm ausgeschlossen. Dieser Förderausschluss wurdw zum 01.01.2020 gestrichen. Die Finanzierung für Anlagen, die eine Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz erhalten, ist nur in den beihilfefreien Varianten möglich. Die KfW Bankengruppe empfiehlt, zur Finanzierung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien weiterhin das Produkt Erneuerbare Energien Standard zu nutzen, das über auf die Finanzierungsanforderungen zugeschnittenen Laufzeit- und Zinsbindungsvarianten verfügt.

Die KfW Bankengruppe hat zum 01.10.2019 eine Ausschlussliste und Sektorleitlinien für Vorhaben eingeführt, die mit hohen Umwelt- und Sozialrisiken behaftet oder ethisch besonders kritisch sind.

Konditionenübersicht für Endkreditnehmer der KfW Bankengruppe

Links

ERP-Regionalförderprogramm - Programmüberblick

Programmüberblick auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

ERP-Regionalförderprogramm - Beispiele

Förderbeispiele auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

ERP-Regionalförderprogramm - Häufige Fragen

Häufige Fragen auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

ERP-Regionalförderprogramm - Verfahren

Informationen zum Antragsverfahren auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Downloads

ERP-Regionalförderprogramm - Formulare und Downloads

Formulare, Merkblätter und weitere Downloads auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Hilfen und Anwendungen

KfW - Elektronische Formularsammlung

Elektronische Formularsammlung der KfW Bankengruppe

KfW - Tilgungsrechner

Tilgungsrechner der KfW Bankengruppe

Kontakt

KfW Bankengruppe

Palmengartenstraße 5-9

60325 Frankfurt am Main

Hotline:0800 539-9001

Telefon:0 69 7431-0

Fax:0 69 7431-2944

E-Mail: info@kfw.de

Internet: https://www.kfw.de

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