Zuschüsse zu Energieberatungen in Wohngebäuden, die sich auf den baulichen Wärmeschutz sowie die Wärmeerzeugung und -verteilung beziehen.

//Vor-Ort-Beratung

Fördernehmer:
Privatpersonen; Gewerbliche Unternehmen; Verbände & Vereine; Wohnwirtschaft
Förderthemen:
Modernisierung Wohneigentum; Modernisierung Mietwohnraum; Energieeffizienz
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Hinweis:
Anträge können bis zum 28.02.2015 gestellt werden. Für Anträge ab dem 01.03.2015 gilt die neue Richtlinie vom 29.10.2014. Siehe hierzu auch unter Weiterführende Informationen.
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Architektinnen und Architekten, die sich durch ihre berufliche Tätigkeit oder durch zusätzliche Fortbildungsmaßnahmen die notwendigen Fachkenntnisse erworben haben,
  • Absolventinnen und Absolventen der Lehrgänge der Handwerkskammern zur/zum geprüften „Gebäudeenergieberater/in (HWK)“,
  • Absolventinnen und Absolventen geeigneter Ausbildungskurse, deren Mindestinhalte und Eingangsvoraussetzungen in Anlage 3 der Richtlinie festgelegt sind, sowie
  • Berater, die die Voraussetzungen für die Ausstellung von Energieausweisen nach § 21 der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen und zusätzlich eine Weiterbildung nach  Anlage 3 erfolgreich absolviert haben.

Nicht antragsberechtigt sind Beraterinnen und Berater, die bei der Beratung ein wirtschaftliches Eigeninteresse an Investitionsentscheidungen des bzw. der Beratenen haben können.

Als Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer können eine Beratung in Anspruch nehmen:

  • natürliche Personen,
  • rechtlich selbständige kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft gemäß KMU-Definition der EU einschließlich der Wohnungswirtschaft sowie Betriebe des Agrarbereichs mit maximal 1 Mio € Umsatz,
  • juristische Personen und sonstige Einrichtungen, die gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen, sowie
  • Mieterinnen und Mieter oder Pächterinnen und Pächter eines Gebäudes, wenn die schriftliche Erlaubnis der Eigentümerin oder des Eigentümers vorliegt.

Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer können eine Beratung in Anspruch nehmen, wenn sich die Beratung auf das gesamte Gebäude bezieht und die Eigentümergemeinschaft mit der Maßnahme einverstanden ist.

Verwendungszweck

Gefördert werden Energieberatungen in Wohngebäuden (Vor-Ort-Beratungen), die sich umfassend auf den baulichen Wärmeschutz sowie die Wärmeerzeugung und -verteilung unter Einschluss der Warmwasserbereitung und der Nutzung erneuerbarer Energien beziehen.

Ergänzend zur Beratung sind Empfehlungen zur Stromeinsparung und thermografische Untersuchungen förderfähig. Die Beratung erfolgt durch Übergabe und Erläuterung eines schriftlichen Beratungsberichtes.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang: max. 50% der Beratungskosten
  • Förderhöhe:
    • für Ein- und Zweifamilienhäuser 400 €
    • für Wohnhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten 500 €
    • für die Integration von thermografischen Untersuchungen 25 € pro Thermogramm, maximal jedoch 100 €
    • für die Integration von Empfehlungen zur Stromeinsparung 50 €

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Die Beratung muss durch eine bzw. einen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zugelassene Beraterin bzw. Berater durchgeführt werden.
  • Der Bauantrag oder die Bauanzeige für das Gebäude muss bis zum 31.12.1994 gestellt oder erstattet worden sein. Die Gebäudehülle darf aufgrund späterer Baugenehmigungen nicht zu mehr als 50% verändert worden sein. Mehr als die Hälfte der Gebäudefläche muss zu Wohnzwecken ständig genutzt werden.
  • Die Beratung muss sich auf das gesamte Gebäude beziehen.
  • Das Gebäude darf in den letzten 8 Jahren nicht bereits Gegenstand einer geförderten Vor-Ort-Beratung gewesen sein, ohne dass ein Eigentümerwechsel stattgefunden hat.
  • Vor-Ort-Beratungsberichte müssen den Mindestanforderungen der Anlagen 1 und 2 zur Richtlinie entsprechen.
  • Die bewilligte Maßnahme muss innerhalb von 6 Monaten ab Erstellung des Zuwendungsbescheides durchgeführt werden.
  • Mit der Beratung darf vor Antragstellung nicht begonnen werden.
  • Die Beratung muss unabhängig von Anbietern und deren Produkten erfolgen.

Antragsverfahren

Anträge können durch die Beraterinnen und Berater vor Beginn der Beratung ausschließlich mittels eines elektronischen Verfahrens gestellt werden.

Antragsstelle ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Antragsfrist

Anträge können bis zum 28.02.2015 gestellt werden.

Quelle

Richtlinie vom 11.06.2012, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 25.06.2012, B1; geändert durch Bekanntmachung des BMWi vom 29.10.2014, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 12.11.2014, B2; Informationen des BAFA, Stand 11/2014

Weiterführende Informationen

Die ab 01.03.2015 geltende Neufassung der Richtlinie wurde bereits veröffentlicht. Die Zuschüsse für Vor-Ort-Beratungen werden danach erhöht und betragen dann:

  • für Ein- und Zweifamilienhäuser max. 800 € und für Wohnhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten max. 1.100 €
  • für eine zusätzliche Erläuterung des Energieberatungsberichts in Wohnungseigentümerversammlungen oder Beiratssitzungen max. 500 €

Zudem kann der Kunde wählen zwischen der Erstellung eines energetischen Sanierungskonzepts für

  • eine Sanierung des Wohngebäudes (zeitlich zusammenhängend) zum KfW-Effizienzhaus (Komplettsanierung) oder
  • eine umfassende energetische Sanierung in Schritten mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen (Sanierungsfahrplan).

Weitere Informationen auf den Internetseiten des BAFA:

Zuletzt aktualisiert am: 17.11.2014

Kontakt

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Referat 424

Frankfurter Straße 29-35

65760 Eschborn

Telefon:+49 6196 908-1880

Fax:+49 6196 908-1800

E-Mail:energiesparberatung@bafa.bund.de

Internet:http://www.bafa.de

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