Zuschüsse zu Energieberatungen in Wohngebäuden, die sich auf den baulichen Wärmeschutz sowie die Wärmeerzeugung und -verteilung beziehen.

//Vor-Ort-Beratung

Fördernehmer:
Privatpersonen; Gewerbliche Unternehmen; Verbände & Vereine; Wohnwirtschaft; Gemeinnützige Einrichtungen & Unternehmen; Land-/Forst-/Fischereiwirtschaft
Förderthemen:
Modernisierung Wohneigentum; Modernisierung Mietwohnraum; Energieeffizienz
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind unabhängige Berater, die die Voraussetzungen für die Ausstellung von Energieausweisen nach § 21 der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen und zusätzlich eine Weiterbildung erfolgreich absolviert haben.

Nicht antragsberechtigt sind Beraterinnen und Berater, die bei der Beratung ein wirtschaftliches Eigeninteresse an Investitionsentscheidungen des bzw. der Beratenen haben können.

Als Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer können eine Beratung in Anspruch nehmen:

  • natürliche Personen als Eigentümerinnen und Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden,
  • Wohnungseigentümergemeinschaften,
  • rechtlich selbständige kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft gemäß KMU-Definition der EU einschließlich der Wohnungswirtschaft sowie Betriebe des Agrarbereichs,
  • juristische Personen und sonstige Einrichtungen, die gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen, sowie
  • Mieterinnen und Mieter oder Pächterinnen und Pächter eines Gebäudes.

Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer können eine Beratung in Anspruch nehmen, wenn sich die Beratung auf das gesamte Gebäude bezieht und die Eigentümergemeinschaft mit der Maßnahme einverstanden ist.

Verwendungszweck

Gefördert werden Energieberatungen in Wohngebäuden (Vor-Ort-Beratungen), die in einem energetischen Sanierungskonzept

  • die Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus oder
  • einen Sanierungsfahrplan zur umfassenden energetischen Sanierung des Gebäudes durch aufeinander abgestimmte Maßnahmen

aufzeigen und sich auf Wohngebäude in Deutschland beziehen, für die der Bauantrag oder die Bauanzeige bis zum 31.01.2002 gestellt bzw. erstattet worden ist.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang: max. 60% der Beratungskosten
  • Förderhöhe:
    • für Ein- und Zweifamilienhäuser max. 800 €
    • für Wohnhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten max. 1.100 €
    • für zusätzliche Erläuterungen bei Eigentümerversammlungen einmalig bis zu 500 € pro Beratung

Kumulation

Eine Kumulation mit anderen Förderprogrammen des Bundes ist nicht möglich. Bei einer Förderung aus Mitteln anderer Beratungsprogramme dürfen die Fördermittel 90% der Kosten nicht übersteigen.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Die Beratung muss durch eine bzw. einen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zugelassene Beraterin bzw. Berater durchgeführt werden.
  • Der Bauantrag oder die Bauanzeige für das Gebäude muss bis zum 31.01.2002 gestellt oder erstattet worden sein. Die Gebäudehülle darf aufgrund späterer Baugenehmigungen nicht zu mehr als 50% verändert worden sein. Das Gebäude muss überwiegend zu Wohnzwecken ständig genutzt werden.
  • Das Gebäude darf in den letzten 4 Jahren nicht bereits Gegenstand einer geförderten Vor-Ort-Beratung gewesen sein, ohne dass ein Eigentümerwechsel stattgefunden hat.
  • Vor-Ort-Beratungsberichte müssen den Mindestanforderungen der Anlage 1 zur Richtlinie entsprechen.
  • Die bewilligte Maßnahme muss innerhalb von 6 Monaten ab Erstellung des Zuwendungsbescheides durchgeführt werden.
  • Mit der Beratung darf vor Antragstellung nicht begonnen werden.
  • Die Beratung muss unabhängig von Anbietern und deren Produkten erfolgen.

Antragsverfahren

Anträge können durch die Beraterinnen und Berater vor Beginn der Beratung ausschließlich mittels eines elektronischen Verfahrens gestellt werden.

Antragsstelle ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Antragsfrist

Anträge können bis zum 31.12.2019 gestellt werden.

Quelle

Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 29.10.2014, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 12.11.2014, B2; Informationen des BAFA, Stand 02/2015

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen auf den Internetseiten des BAFA:

Zuletzt aktualisiert am: 08.04.2015

Kontakt

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Referat 424

Frankfurter Straße 29-35

65760 Eschborn

Telefon:+49 6196 908-1880

Fax:+49 6196 908-1800

E-Mail:energiesparberatung@bafa.bund.de

Internet:http://www.bafa.de

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