Zinsgünstige Darlehen für die Neuschaffung von Mietwohnungen durch Änderung/Erweiterung bestehender Wohnungen und Gebäude. Tilgungsnachlässe möglich.

Mietwohnraumförderung - Neuschaffung im Bestand

Fördernehmer:
Privatpersonen; Wohnwirtschaft
Förderthemen:
Neubau & Ausbau Mietwohnraum
Förderart:
Darlehen
Fördergeber:
NRW.BANK
Ansprechpartner:
Stadt- oder Kreisverwaltung; NRW.BANK

In aller Kürze

Zinsgünstige Darlehen für die Neuschaffung von Mietwohnungen durch bauliche Maßnahmen im Bestand.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die über eine ausreichende Kreditwürdigkeit und eine angemessene Eigenleistung verfügen.

Verwendungszweck

Gefördert werden die Änderung, Nutzungsänderung und Erweiterung von Gebäuden zu:

  • Miet- und Genossenschaftswohnungen,
  • Gruppenwohnungen (Nr. 3 WFB),
  • Zur Vermietung bestimmter Eigentumswohnungen,
  • Mieteinfamilienhäusern.

Es müssen Baukosten inklusive Baunebenkosten von mindestens 700 € je m² Wohnfläche entstehen.

Förderhöhe

Die Förderhöhe ist abhängig von:

 Die entsprechenden Darlehensbeträge sind der Tabelle zu entnehmen.

 Darlehenshöhe je Quadratmeter förderfähiger Wohnfläche

Mietniveau

Einkommensgruppe A

Einkommensgruppe B

Tilgungsnachlässe

M1

900 €

410 €

10%

M2

1.050 €

530 €

10%

M3

1.210 €

750 €

15%

M4

1.350 €

900 €

25%

Bonn, Düsseldorf,

Köln, Münster

1.450 €

950 €

25%

Auf alle Darlehenspauschalen kann auf Antrag abhängig vom Mietniveau der Gemeinde gemäß der Tabelle ein anteiliger Tilgungsnachlass (Teilschulderlass)  gewährt werden.

 

Es können zusätzliche Darlehen für folgende Maßnahmen beantragt werden:

  • Wohnungen bis maximal 55 m² Wohnfläche:
  • 5.000 € pro Wohnung für Mieter der Einkommensgruppe A
  • 2.000 € pro Wohnung für Mieter der Einkommensgruppe B
  • Aufzüge: 2.500 € pro geförderter Wohnung, maximal 50.000 € pro Aufzug
  • Aufzüge (Liegendtransport): 3.300 € pro geförderter Wohnung , maximal 65.000 € pro Aufzug
  • Konzeptionelle sozialplanerische Vorleistungen: bis zu 1.000 € je geförderter Wohneinheit
  • Mieteinfamilienhäuser: 10.000 € pro gefördertem Haus
  • Außenanlagen auf dem Baugrundstück oder Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes (z.B. Sinnesgarten, Bolzplatz): 75% der Herstellungskosten, max. 200 € pro m² gestalteter Fläche
  • Alternative barrierefreie Nahmobilitätsangebote auf dem Baugrundstück: 75% der Herstellungskosten, max. 500 € pro m² gestalteter Fläche
  • Passivhausstandard: 100 € pro m² förderfähiger Wohnfläche
  • Gruppenwohnungen: Weitere Zusatzdarlehen z. B. für Brandschutz, Wohn- und Gemeinschaftsfläche.


Diese Darlehen erhöhen die Grundpauschale. Der Tilgungsnachlass kann auf den erhöhten Betrag berechnet wird. 

 

  • Standortaufbereitung: 75% des förderfähigen Anteils der Kosten, max. 20.000 € je geförderter Wohnung

  • Städtebaulich oder denkmalbedingte Mehrkosten: bis zu 600 € je m² förderfähiger Wohnfläche

  • Wohnungen für Rollstuhlnutzer: 4.000 € pro Wohnung
    Türen zum Außenbereich mit Nullschwelle: 1.000 € pro Tür
    Elektrische Bedienung der Türen: 1.500 € pro Tür
    Rollstuhlgerechte Einbauküche: 5.000 €

  • Individuelle Maßnahmen für Schwerbehinderte: max. 40.000 € pro Wohnung

Auf Antrag kann ein anteiliger Tilgungsnachlass (Teilschulderlass) in Höhe von 50% auf diese vier Darlehen gewährt werden.

 

Bitte beachten Sie, dass der Tilgungsnachlass i.d.R. zu versteuern ist. Sprechen Sie Ihren Steuerberater aktiv auf diese Thematik an.

Konditionen

Mietpreis- und Belegungsbindung: Wahlweise 20 oder 25 Jahre (= Zeitraum der Zinsbindung)

  • Zinsen in Gemeinden der Mietniveaus 1 und 2: 0,5% p.a. bis zum Ablauf der Belegungsbindung
  • Zinsen in Gemeinden der Mietniveaus 3 und 4: 0,0% bis zum Ablauf des 10. Jahres, danach 0,5% p.a. für die Dauer der restlichen Belegungsbindung
  • Nach Ablauf der Belegungsbindung wird das Darlehen marktüblich verzinst

 

  • Verwaltungskostenbeitrag:
    • Einmalig 0,4%
    • Laufend 0,5% p.a. des Darlehens, nach Tilgung des Darlehens um 50% erfolgt die Berechnung vom halben Darlehensbetrag

 

  • Tilgung: 1% p.a., auf Antrag 2% p.a. zuzüglich ersparter Zinsen

 

Der gesamte Tilgungsnachlass wird nach Vollauszahlung bei Leistungsbeginn vom gewährten Darlehen abgesetzt. Die Zins- und Tilgungsleistungen sowie der laufende Verwaltungskostenbeitrag werden vom reduzierten Darlehen erhoben und sind halbjährig an die NRW.BANK zu zahlen. Die nachrangig grundbuchliche Sicherung erfolgt in Höhe der Restschuld (Nominaldarlehen abzüglich Tilgungsnachlass).

 

  • Auszahlung in 3 Raten:
    • 20% bei Baubeginn (Fertigstellung der Bodenplatte)
    • 45% bei Rohbaufertigstellung;
    • 35% bei abschließender Fertigstellung oder Bezugsfertigkeit.

Eigenleistung

Eigenleistung muss mindestens in Höhe von 20% der Gesamtkosten erbracht werden.

 Als Eigenleistung kann anerkannt werden:

  • Eigene Geldmittel
  • Wert des nicht durch Fremdmittel finanzierten Baugrundstücks
  • Wert der Selbsthilfe
  • Die Hälfte des Tilgungsnachlasses
  • Im Grundbuch nach den Fördermitteln gesicherte Fremdmittel

Voraussetzungen

Ein vorzeitiger Beginn der Maßnahme schließt eine spätere Förderung aus. Als vorzeitiger Beginn ist der Abschluss von Lieferungs- und Leistungsverträgen anzusehen, die der Ausführung zuzurechnen sind.

Städtebauliche, technische und weitere Fördervoraussetzungen z. B. Wohnflächenobergrenzen können der Anlage 1 der Wohnraumförderungsbestimmungen entnommen werden.

Mietobergrenzen

Die Höhe der Miete ist begrenzt und abhängig von:

 Die anfängliche Mietobergrenze ist der Tabelle zu entnehmen

 

Mietobergrenze je Quadratmeter Wohnfläche

Mietniveau

Einkommensgruppe A

Einkommensgruppe B

M 1

4,60 €

5,45 €

M 2

5,00 €

5,85 €

M 3

5,55 €

6,30 €

M 4

6,20 €

7,00 €

Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster

6,80 €

7,60 €

Mietsteigerungen sind in Höhe von 1,5% bezogen auf die Bewilligungsmiete für jedes Jahr seit der Bezugsfertigkeit möglich.

Weitere Informationen zu den Mietobergrenzen sind in der Nummer 2.4 der Wohnraumförderungsbestimmungen festgelegt. Für Bauvorhaben in Kommunen, die nach der neuen Gebietskulisse herabgestuft wurden, kann die gemäß WFB in der Fassung vom 19.01.2017 im letzten Jahr maßgebliche Bewilligungsmiete angesetzt werden.

Antragsverfahren

Anträge sind bei der Stadt- oder Kreisverwaltung (Bewilligungsbehörde) zu stellen, in deren Bereich das zu fördernde Objekt liegt. Die Bewilligungsbehörde berät zu allen Fragen auch vorab.

Antragsvordrucke erhalten Sie unter dem Reiter „Formulare, Merkblätter und Service“.

 

Zuletzt aktualisiert am: 22.02.2018

Formulare und Merkblätter

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Merkblatt zur Selbstauskunft natürliche Personen - Stand 03/2014

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Stand 05/2018

Kontakt

Stadt- oder Kreisverwaltung

Die Kontaktdaten Ihrer zuständigen Bewilligungsbehörde finden Sie im Reiter „Formulare, Merkblätter und Service“.

NRW.BANK

Hauptsitz Düsseldorf

Kavalleriestraße 22

40213 Düsseldorf

Telefon:0 211 91741-0

Fax:0 211 91741-1800

NRW.BANK

Hauptsitz Münster

Friedrichstraße 1

48145 Münster

Telefon:0 251 91741-0

Fax:0 251 91741-2921

Ihr Ansprechpartner

Jürgen Jankowski

Telefon:0 211 91741-7647

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail: juergen.jankowski@nrwbank.de

Martina Lüdeke

Telefon:0 211 91741-7640

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail: martina.luedeke@nrwbank.de

 

Tim Hegmanns

Telefon:0 211 91741-7691

Fax:0 211 91741-7660

E-Mail: tim.hegmanns@nrwbank.de

Simeane Jakobs

Telefon:0 211 91741-6349

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail: simeane.jakobs@nrwbank.de

 

Georg Krausse

Telefon:0 211 91741-7658

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail: georg.krausse@nrwbank.de

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