Zinsgünstige Darlehen für alle baulichen Modernisierungsmaßnahmen in und an bestehenden Wohngebäuden. Tilgungsnachlässe möglich.

Mietwohnraumförderung - Modernisierung

Fördernehmer:
Privatpersonen; Wohnwirtschaft
Förderthemen:
Modernisierung Mietwohnraum; Energieeffizienz
Förderart:
Darlehen
Fördergeber:
NRW.BANK
Ansprechpartner:
Stadt- oder Kreisverwaltung; NRW.BANK

In aller Kürze

Zinsgünstige Darlehen zur Modernisierung von vorhandenem Wohnraum und zur Verbesserung des Wohnumfelds.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die über eine ausreichende Kreditwürdigkeit verfügen.

Verwendungszweck

Förderfähig sind alle baulichen Modernisierungsmaßnahmen in und an bestehenden Wohngebäuden und auf dem dazugehörigen Grundstück (Wohnumfeld). Die Förderung unterstützt schwerpunktmäßig Modernisierungen, die

  • den Gebrauchswert von Wohnraum oder Wohngebäuden nachhaltig erhöhen und die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessern
  • Barrieren im bestehenden Wohnraum reduzieren
  • die Energieeffizienz von Wohngebäuden erhöhen
  • den Schutz vor Einbruch verbessern
  • bestehenden Wohnraum erweitern und
  • ein attraktiv gestaltetes und sicheres Wohnumfeld schaffen.

 

Instandsetzungsmaßnahmen aufgrund der Modernisierung sowie allgemeine Instandsetzungsmaßnahmen sind förderfähig, soweit sie mit der Modernisierung durchgeführt werden und nicht den überwiegenden Teil der Kosten aller Baumaßnahmen ausmachen.

Förderhöhe

Die Förderung erfolgt mit Darlehen bis zu 100 % der förderfähigen Bau- und Baunebenkosten; höchstens 100.000 € pro geförderter Wohnung.

Darlehensbeträge unter 5.000 € pro Wohnung werden nicht bewilligt.

 

Auf Antrag kann ein anteiliger Tilgungsnachlass (Teilschulderlass) in Höhe von 20% des nach Prüfung des Kostennachweises anerkannten Darlehens gewährt werden.

Bitte beachten Sie, dass der Tilgungsnachlass i.d.R. zu versteuern ist. Sprechen Sie Ihren Steuerberater aktiv auf diese Thematik an.

Konditionen

Mietpreis- und Belegungsbindung: Wahlweise  20 oder 25 Jahre (= Zeitraum der Zinsbindung)

 

  • Zinsen:
    • 0,0% p.a. 10 Jahre fest, danach
    • 0,5% p.a. bis zum Ablauf der Belegungsbindung
  • Nach Ablauf der Belegungsbindung wird das Darlehen marktüblich verzinst.

 

  • Verwaltungskostenbeitrag:
    • Einmalig 0,4%
    • Laufend 0,5% p.a. des Darlehens, nach Tilgung des Darlehens um 50% erfolgt die Berechnung vom halben Darlehensbetrag

 

  • Tilgung: 2% p.a. zuzüglich ersparter Zinsen

 

Der gesamte Tilgungsnachlass wird bei Leistungsbeginn vom gewährten Darlehen abgesetzt. Die Zins- und Tilgungsleistungen sowie der laufende Verwaltungskostenbeitrag werden vom reduzierten Darlehen erhoben und sind halbjährig an die NRW.BANK zu zahlen.

Die nachrangig grundbuchliche Sicherung des Darlehens erfolgt in Höhe der Restschuld (Nominaldarlehen abzüglich Tilgungsnachlass).

 

  • Auszahlung in 2 Raten für Darlehen bis 15.000 €:
    • 50% bei Beginn der Maßnahme
    • 50% nach Fertigstellung und Prüfung des Kostennachweises

 

  • Auszahlung in 2 Raten für Darlehen über 15.000 €:
    • 30% bei Beginn der Maßnahme
    • 70% nach Fertigstellung und Prüfung des Kostennachweises

Voraussetzungen

Nachfolgende Voraussetzungen sind zu beachten,

  • Der Wohnraum muss zum Zeitpunkt des Förderantrags seit mehr als fünf Jahren bezugsfertig sein.
  • Die Gebäude dürfen nicht mehr als fünf Vollgeschosse aufweisen. In Innenstädten und Innenstadtrandlagen sind auch Gebäude mit bis zu sechs Vollgeschossen förderfähig. Für höhergeschossige Gebäude und Großsiedlungen gelten besondere Anforderungen.
  • Ein vorzeitiger Beginn der Maßnahme schließt eine spätere Förderung aus. Als vorzeitiger Beginn ist der Abschluss von Lieferungs- und Leistungsverträgen anzusehen, die der Ausführung zuzurechnen sind.

Mietobergrenze

Für die Dauer der Zinsverbilligung, wahlweise 20 oder 25 Jahre, ist eine Mietpreis- und Belegungsbindung einzuhalten. Die geförderte Wohnung darf bei Neuvermietung in diesem Zeitraum nur an Personen mit gültigem Wohnberechtigungsschein vermietet werden. In den Stadterneuerungsgebieten der Programme „Soziale Stadt“ oder „Stadtumbau West“ entstehen keine Belegungsbindungen.

 

Die Höhe der Miete ist begrenzt und abhängig von dem Bauort (Mietniveau der Gemeinde).

Mietobergrenze je Quadratmeter Wohnfläche

 

Mietniveau

Miete

M1

4,60 €

M2

5,00 €

M3

5,55 €

M4

6,20 €

Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster

6,80 €

 

Die Mietobergrenze kann um das Einfache der Energiekostenersparnis überschritten werden.

Mietsteigerungen sind in Höhe von 1,5% bezogen auf die Bewilligungsmiete für jedes Jahr seit der Bezugsfertigkeit möglich.

Weitere Informationen zu den Mietobergrenzen sind in der Nummer 5 der Modernisierungsrichtlinie festgelegt.

Für Mietobjekte in Kommunen, die nach der neuen Gebietskulisse herabgestuft wurden, kann die gemäß RL BestandsInvest in der Fassung vom 19.01.2017 im letzten Jahr maßgebliche Bewilligungsmiete zugelassen werden. Bitte informieren Sie sich bei der zuständigen Bewilligungsbehörde.

Antragsverfahren

Anträge sind bei der Stadt- oder Kreisverwaltung (Bewilligungsbehörde) zu stellen, in deren Bereich das zu fördernde Objekt liegt. Die Bewilligungsbehörde berät zu allen Fragen auch vorab.

 Antragsvordrucke erhalten Sie unter dem Reiter „Formulare, Merkblätter und Service“.

 

 

Zuletzt aktualisiert am: 16.02.2018

Formulare und Merkblätter

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Wohnraumförderung - Selbstauskunft - Gesellschaften

Selbstauskunft - Mietwohnungsbau für Gesellschaften, Genossenschaften und Vereine - Stand 03/2014

Wohnraumförderung - Selbstauskunft - natürliche Personen

Selbstauskunft natürliche Personen Stand 03/2017

Wohnraumförderung - Selbstauskunft - natürliche Personen - Anlage - Kapitalvermögen

Anlage Kaptialvermögen zur Selbstauskunft natürliche Personen - Stand 07/2013

Wohnraumförderung - Selbstauskunft - natürliche Personen - Anlage - Förderobjekte

Anlage Förderobjekte zur Selbstauskunft natürliche Personen - Stand 07/2014

Wohnraumförderung - Selbstauskunft - natürliche - Personen - Merkblatt

Merkblatt zur Selbstauskunft natürliche Personen - Stand 03/2014

Kontakt

Stadt- oder Kreisverwaltung

Die Kontaktdaten Ihrer zuständigen Bewilligungsbehörde finden Sie im Reiter „Formulare, Merkblätter und Service“.

NRW.BANK

Hauptsitz Düsseldorf

Kavalleriestraße 22

40213 Düsseldorf

Telefon:0 211 91741-0

Fax:0 211 91741-1800

NRW.BANK

Hauptsitz Münster

Friedrichstraße 1

48145 Münster

Telefon:0 251 91741-0

Fax:0 251 91741-2921

Ihr Ansprechpartner

Martina Lüdeke

Telefon:0 211 91741-7640

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail: martina.luedeke@nrwbank.de

Jürgen Jankowski

Telefon:0 211 91741-7647

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail: juergen.jankowski@nrwbank.de

 

Tim Hegmanns

Telefon:0 211 91741-7691

Fax:0 211 91741-7660

E-Mail: tim.hegmanns@nrwbank.de

Simeane Jakobs

Telefon:0 211 91741-6349

Fax:0 211 91741-7760

E-Mail: simeane.jakobs@nrwbank.de

Erfolgsgeschichten und Hintergründe

NRW.BANK.Gebäudesanierung

Effektiver Schutz gegen Einbrüche wird von der NRW.BANK finanziell gefördert (Bild: Fotolia.de / Picture-Factory)

Finanzierung von Einbruchschutz

Ein Einbruch ist für Betroffene oft ein Schock: Sachschäden und der Verlust von Geld, Wertgegenständen sowie persönlichen Erinnerungsstücken gehen bei vielen Einbruchsopfern einher mit psychischen Belastungen. Die Erfahrung der Polizei zeigt jedoch, dass man Tätern erfolgreich einen Riegel vorschieben kann. Die NRW.BANK unterstützt diese Maßnahmen zum Einbruchschutz. Die Förderberater Martina Lüdeke und Stephan Kunz erläutern die neuen Möglichkeiten innerhalb der Wohnraumförderung und des Darlehens NRW.BANK.Gebäudesanierung.

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Wohnen

Achim Wiese, stellvertretender Geschäftsführer des Studierendenwerks Münster (Bild: NRW.BANK)

Innovative Passivhaussiedlung für Studierende

„Anstelle der früher von den studentischen Bewohnern liebevoll ‚Boeselburg’ genannten alten Wohnanlage aus den 70er-Jahren, die nach mehr als 40 Jahren Nutzung abgängig war, haben wir mit Fertigstellung 2013 eine der modernsten Passivhaussiedlungen in Europa errichtet“, erklärt Achim Wiese, stellvertretender Geschäftsführer des Studierendenwerks. „Dank der anteiligen Finanzierung des Projektes über die Mietwohnungsbauförderung für Neubauten der NRW.BANK konnten wir in Münster mit der neuen Wohnanlage, die Platz für 535 Studierende bietet, auch einen neuen Maßstab für modernes und richtungsweisend klimabewusstes, studentisches Wohnen setzen.“

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