Darlehen sowie Investitions- und Tilgungszuschüsse für die Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt.

Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (Marktanreizprogramm)

Fördernehmer:
Privatpersonen; Kommunen & Kommunalverbände; Verbände & Vereine; Gewerbliche Unternehmen; Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen; Gemeinnützige Einrichtungen & Unternehmen; Freie Berufe; Wohnwirtschaft; Land-/Forst-/Fischereiwirtschaft
Förderthemen:
Erneuerbare Energien
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA); KfW Bankengruppe
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • Privatpersonen,
  • Angehörige der Freien Berufe,
  • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und kommunale Zweckverbände,
  • Unternehmen,
  • gemeinnützige Organisationen sowie
  • Energiedienstleistungsunternehmen (als Contractoren).

Von der Förderung ausgeschlossen sind der Bund, die Bundesländer und deren Einrichtungen sowie Hersteller von förderfähigen Anlagen oder deren Komponenten (Ausnahme: Contractoren).

Verwendungszweck

Gefördert werden die Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt.

Mitfinanziert werden die Errichtung und Erweiterung von

  • Solarkollektoranlagen,
  • Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse,
  • effizienten Wärmepumpen,
  • Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie,
  • Nahwärmenetzen, die mit Wärme aus erneuerbaren Energien gespeist werden,
  • besonders innovative Technologien zur Wärme- und Kälteerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie
  • Maßnahmen zur Visualisierung des Ertrags erneuerbarer Energien.

Für bestimmte Anlagen, die seit dem 01.01.2016 in Betrieb genommen werden, können auf Basis des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) zusätzliche Zuschüsse gewährt werden.

Umfang und Konditionen

Das Marktanreizprogramms besteht aus zwei Programmteilen: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt Investitionszuschüsse, die KfW Bankengruppe gewährt zinsgünstige Darlehen sowie Tilgungszuschüsse.

Finanzierung und Tilgungszuschüsse der KfW:

  • Förderart: Darlehen
  • Förderumfang: bis zu 100% der förderfähigen Investitionskosten
  • Förderhöhe: höchstens 10,0 Mio € pro Vorhaben

Einzelheiten zur KfW-Förderung finden Sie im KfW-Programm Erneuerbare Energien – Premium.

Investitionszuschüsse des BAFA:

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang und -höhe: abhängig von Art und Umfang des Vorhabens
  • Bonusförderung: zusätzlich zur Basisförderung sind je nach Maßnahme ein Gebäudeeffizienzbonus, ein Bonus für Lastmanagementfähigkeit, ein Kombinationsbonus und ein Optimierungsbonus möglich.

Auf Basis des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) können für Solarkollektoranlagen, kleine Biomasse-Anlagen, effiziente Wärmepumpen sowie die Optimierung der gesamten Heizungsanlage, die ab dem 01.01.2016 in Betrieb genommen werden, zusätzliche Zuschüsse gewährt werden.

Kumulation/Kombination

Die Mittel aus dem Marktanreizprogramm sind grundsätzlich untereinander sowie mit anderen öffentlichen Förderungen kumulierbar, sofern im Einzelnen andere Regelungen nicht getroffen wurden.

Mit einer Förderung aus den im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms aufgelegten KfW-Programmen kann für folgende KfW-Programme kumuliert werden:

Bei Maßnahmen, die in Form von Investitionszuschüssen über das BAFA gefördert werden, darf die Gesamtförderung höchstens das Doppelte des nach diesen Richtlinien gewährten Förderbetrags betragen (insbesondere bei Inanspruchnahme ergänzender Förderprogramme der Bundesländer).

Die Gesamtförderung der nach Maßgabe dieser Richtlinien gewährten Förderung darf bei sämtlichen Maßnahmen die zulässigen maximalen Beihilfeintensitäten der Europäischen Union nicht überschreiten.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Bei dem Antragsteller bzw. der Antragstellerin muss es sich um den Eigentümer bzw. die Eigentümerin, Pächter bzw. Pächterin oder Mieter bzw. Mieterin des Grundstücks oder Gebäudes handeln, auf dem die Anlage errichtet werden soll, oder ein von diesen beauftragter Contractor.
  • Die technischen Bestimmungen und Grenzwerte sind einzuhalten.
  • Die Anlagen müssen sich auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland befinden, überwiegend der Wärme- oder Kältebereitstellung dienen und sind mindestens 7 Jahre zweckentsprechend zu betreiben. Davon ausgenommen sind Tiefengeothermiebohrungen.
  • Soweit nicht anders geregelt, müssen die Anlagen Wärme oder Kälte für Gebäude bereitstellen, in denen seit mindestens 2 Jahren ein anderes Heizungssystem installiert ist, das ersetzt oder unterstützt werden soll. Eine Förderung in Neubauten ist nicht möglich. Ausgenommen sind der Bereich der Innovationsförderung und die Förderung durch das KfW-Programm Erneuerbare Energien – Premium.
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind Eigenbauanlagen und Prototypen (bei der Innovationsförderung sind Ausnahmen möglich) sowie gebrauchte Anlagen und Anlagen mit wesentlichen gebraucht erworbenen Anlagenteilen sowie in der Regel Energieerzeugungsanlagen, die eine Vergütung nach dem Gesetz für den Ausbau Erneuerbarer Energien (EEG) oder nach dem Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG) erhalten können.

Antragsverfahren

Anträge müssen vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.

Anträge für Zuschüsse sind online beim BAFA zu stellen.

Darlehensanträge im Rahmen des KfW-Programms Erneuerbare Energien – Premium sind auf den dafür vorgesehenen Vordrucken bei den örtlichen Kreditinstituten (Hausbanken) zu stellen.

Auskünfte erteilen

  • bei Fragen im Zusammenhang mit der Förderung durch Investitionszuschüsse das BAFA,
  • bei Fragen im Zusammenhang mit der Darlehensfinanzierung und Gewährung von Tilgungszuschüssen die KfW Bankengruppe und
  • bei allgemeinen Fragen zur Förderung und zu erneuerbaren Energien der Informationsdienst BINE des Fachinformationszentrums Karlsruhe.

Quelle

Richtlinien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 11.03.2015, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 25.03.2015, B1; geändert durch Bekanntmachung des BMWi vom 04.08.2017, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 14.08.2017, B1; Bekanntmachung des BMWi vom 03.08.2016, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 29.08.2016, B1; Informationen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Stand 01/2018; Meldung des BMWi vom 19.01.2018

Weiterführende Informationen

Ab dem 01.02.2018 werden wieder Anlagen gefördert, die auch über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert werden können. Dies betrifft Biomasseanlagen und Tiefengeothermieanlagen zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung, aber auch Biogasleitungen zur Versorgung von KWK-Anlagen.

Seit dem 01.01.2018 ist die Förderung für Heizungen mit erneuerbaren Energien immer vor Umsetzung der Maßnahme bzw. Vertragsschluss mit dem Installateur zu beantragen. Die Antragstellung beim BAFA erfolgt seit diesem Zeitpunkt ausschließlich online.

Seit dem 01.01.2016 werden durch das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) neue Innovations- und Investitionsimpulse für die Wärmewende im Heizungskeller gesetzt.

Weitere Informationen auf den Internetseiten des BAFA:

 

Zuletzt aktualisiert am: 23.01.2018

Kontakt

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Frankfurter Straße 29-35

65760 Eschborn

Telefon:0 6196 908-1625

Fax:0 6196 908-1800

E-Mail:solar@bafa.bund.de

Internet:http://www.bafa.de

KfW Bankengruppe

Palmengartenstraße 5-9

60325 Frankfurt am Main

Hotline:0800 539-9001

Telefon:0 69 7431-0

Fax:0 69 7431-2944

E-Mail:info@kfw.de

Internet:http://www.kfw.de

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