Zuschüsse für Errichtung kommunaler Energieeffizienz- und Ressourceneffizienz-Netzwerke und Energieanalysen für öffentliche Abwasseranlagen.

Klimaschutzinitiative - Kommunale Energieeffizienz- und Ressourceneffizienz-Netzwerke sowie Energieanalysen für öffentliche Abwasseranlagen (Kommunale Netzwerke Richtlinie)

Fördernehmer:
Kommunen & Kommunalverbände; Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen; Gemeinnützige Einrichtungen & Unternehmen
Förderthemen:
Kommunen; Energieeffizienz; Ressourceneffizienz; Infrastruktur
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die als

  • Netzwerkmanager (Teil 1) oder
  • Energieberater (Teil 2)

tätig werden. Die Beratung kann in Anspruch genommen werden durch:

  • kommunale Gebietskörperschaften (Gemeinden, Städte, Kreise),
  • rechtlich unselbstständige kommunale Eigenbetriebe,
  • kommunale Zweckverbände,
  • Unternehmen mit mehrheitlich kommunalem Gesellschafterhintergrund,
  • gemeinnützige Organisationsformen und anerkannte Religionsgemeinschaften, die Träger des Beratungsobjekts sind.

Verwendungszweck

Unterstützt werden Kommunen in ihren Aktivitäten zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen.

Gefördert werden:

  • Energie- und Ressourceneffizienz-Netzwerke (Teil 1),
  • Energieanalysen für öffentliche Abwasseranlagen (Teil 2).

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderhöhe:
    • für Netzwerke (Teil 1) in der Gewinnungsphase (bis zu 9 Monate): max. 3.000 € pro Projekt bei einem Schwerpunkt (Energieeffizienz oder Ressourceneffizienz) und max. 6.000 € pro Projekt bei zwei Schwerpunkten (Energie- und Ressourceneffizienz)
    • für Netzwerke (Teil 1) in der Netzwerkphase (bis zu 3 Jahre): im ersten Jahr max. 20.000 €, in den Folgejahren max. 10.000 € pro Netzwerkteilnehmer für ein Netzwerk mit einem Schwerpunkt und max. 30.000 €, in den Folgejahren max. 15.000 € pro Netzwerkteilnehmer für ein Energie- und Ressourceneffizienznetzwerk; bei Teilnahme aller Kommunen eines Landkreises in einem Netzwerk max. 360.000 € für ein Netzwerk mit einem Schwerpunkt und max. 540.000 € für ein Energie- und Ressourceneffizienznetzwerk
    • für Energieanalysen (Teil 2): max. 30.000 €
  • Förderumfang:
    • für Netzwerke (Teil 1) in der Gewinnungsphase (bis zu 9 Monate): 100% der förderfähigen Ausgaben für max. 3 gleichzeitig durchgeführte Projekte
    • für Netzwerke (Teil 1) in der Netzwerkphase (bis zu 3 Jahre): im ersten Jahr max. 70%, in den Folgejahren max. 50% der förderfähigen Ausgaben
    • für Energieanalysen (Teil 2): bis zu 30% des Netto-Beraterhonorars bzw. 80% (ggf. zzgl. weiterer 15% Drittmittel), wenn es sich bei dem Beratenen um eine finanzschwache Kommune handelt

Kumulation

Die Förderung von Maßnahmen in diesem Programm schließt die Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln anderer Förderprogramme des Bundes oder der Bundesländer für gleichartige Maßnahmen aus. Eine Förderung der vorgeschlagenen Investitionen ist hiervon nicht betroffen.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Energie- und Ressourceneffizienz-Netzwerke (Teil 1):
    • Der Netzwerkmanager bzw. die Netzwerkmanagerin muss über ausreichende wirtschaftliche und zeitliche Ressourcen, die erforderliche Zuverlässigkeit sowie die fachliche Kompetenz zum Aufbau und Betrieb eines Energieeffizienz- und/oder Ressourceneffizienz-Netzwerks verfügen.
    • Der Netzwerkmanager bzw. die Netzwerkmanagerin muss bei mindestens 6 teilnahmeberechtigten Kommunen für die Teilnahme an dem aufzubauenden Energieeffizienz- und/oder Ressourceneffizienz-Netzwerk werben.
    • Die Teilnahme von wenigstens 6 und höchstens 12 Kommunen am Netzwerk muss vertraglich gesichert sein.
    • Es muss ein qualifiziertes Netzwerkteam eingesetzt werden.
    • Die Anforderungen an die Netzwerkarbeit müssen erfüllt werden.
  • Energieanalysen für öffentliche Abwasseranlagen (Teil 2):
    • Der Energieberater bzw. die Energieberaterin muss den Abschluss eines Hochschul- oder Fachhochschulstudiums in einer einschlägigen Fachrichtung der Ingenieur- oder Naturwissenschaften oder als staatlich geprüfter Techniker in einer einschlägigen Fachrichtung oder einen Meisterabschluss in einer einschlägigen Fachrichtung nachweisen.
    • Der Energieberater bzw. die Energieberaterin muss mindestens ein Referenzprojekt nachweisen.
    • Der Energieberater bzw. die Energieberaterin muss eine mindestens 3-jährige hauptberufliche Tätigkeit, bei der praxisbezogene Kenntnisse in der Betriebsoptimierung von Abwasseranlagen erworben wurden, nachweisen.
    • Die Energieanalyse muss mindestens den Anforderungen des Arbeitsblatts DWA-A 216 „Energiecheck und Energieanalyse-Instrumente zur Energieoptimierung von Abwasseranlagen“ entsprechen.
    • Die Energieanalyse muss sich über alle der zum Betrieb der Abwasseranlage erforderlichen Anlagenteile erstrecken.
    • Zur Energieeinsparung ermittelte Sofortmaßnahmen sind umzusetzen und die Umsetzung ist nachzuweisen.

Antragsverfahren

Anträge sind vor Beginn des Vorhabens zu stellen.

Antragstelle ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Das BAFA informiert in einem Merkblatt über Art, Umfang und konkrete Inhalte der für die Antragstellung jeweils erforderlichen Unterlagen.

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31.12.2019.

Quelle

Richtlinie vom 01.12.2016, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 19.12.2016, B6

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen auf den Internetseiten des BAFA:

Zuletzt aktualisiert am: 28.06.2018

Kontakt

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Referat 525 – Kältetechnik, Energieeffizienz Kommunen

Frankfurter Straße 29-35

65760 Eschborn

Telefon:0 6196 908-1005

E-Mail:foerderung@bafa.bund.de

Internet:http://www.bafa.de

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