Zuschüsse für Vorhaben zur Abwärmevermeidung bzw. -nutzung gewerblicher Unternehmen.

KfW-Energieeffizienzprogramm - Abwärme - Investitionszuschuss

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen; Freie Berufe; Kommunen & Kommunalverbände; Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen
Förderthemen:
Energieeffizienz; Wachstums-/Erweiterungsinvestitionen
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
KfW Bankengruppe

In aller Kürze

Investitionszuschüsse für Vorhaben zur Abwärmevermeidung bzw. -nutzung gewerblicher Unternehmen im Rahmen der „Offensive Abwärmenutzung“ des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE).

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden,
  • Unternehmen, an denen Kommunen beteiligt sind,
  • Angehörige der Freien Berufe,
  • antragsberechtigte Unternehmen, die Contractingdienstleistungen gemäß DIN 8930-5 anbieten und im eigenen Namen und auf eigene Rechnung tätig sind.

Verwendungszweck

Gefördert werden technologieoffen Investitionen in die Modernisierung, die Erweiterung oder den Neubau von Anlagen oder von Verbindungsleitungen zur Vermeidung oder Nutzung von Abwärme.

Mitfinanziert werden folgende Maßnahmen:

  • innerbetriebliche Vermeidung und Nutzung von Abwärme,
  • außerbetriebliche Nutzung von Abwärme,
  • Verstromung von Abwärme, z.B. ORC-Technologie,
  • Abwärmekonzept sowie Umsetzungsbegleitung und Controlling.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang:
    • im Regelfall 30% der förderfähigen Investitions(mehr)kosten
    • 40% für Maßnahmen zur außerbetrieblichen Nutzung von Abwärme (nur soweit die Kosten für Verbindungsleitungen zur Weitergabe an Dritte anfallen)
    • KMU erhalten zusätzlich einen Bonus in Höhe von 10% auf die förderfähigen Investitions(mehr)kosten.
    • Der Investitionszuschuss ist unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Kumulierungsbestimmungen der Höhe nach auf die jeweils einschlägige maximale Beihilfehöchstintensität der zugrunde liegenden beihilferechtlichen Regelung begrenzt.

Kumulation/Kombination

Die gleichzeitige Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln anderer Förderprogramme des Bundes und der Bundesländer für dieselbe Maßnahme (insbesondere KfW-Energieeffizienzprogramm – Abwärme) ist ausgeschlossen. Die Inanspruchnahme einer Energieberatung nach der Richtlinie über die Förderung von Energieberatungen im Mittelstand ist möglich. Eine Doppelförderung des Abwärmekonzepts ist ausgeschlossen. Die jeweils relevanten EU-Beihilfegrenzen sind einzuhalten.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Die technischen Anforderungen sind zu erfüllen.
  • Bei der Finanzierung von Neubau und Modernisierung von Kohlekraftwerken sind die technologischen und klimapolitischen Leitlinien der KfW Bankengruppe zur Kohlekraftwerksfinanzierung einzuhalten.
  • Es ist ein von einer oder einem Sachverständigen erstelltes Abwärmekonzept vorzulegen.
  • Zugelassene Sachverständige im Sinne dieses Förderprogramms sind externe Energieberaterinnen und -berater. Die Energieberaterin bzw. der -berater müssen in der Energieeffizienz-Experten-Liste für Förderprogramme des Bundes geführt sein und für die Kategorie „Energieberatung im Mittelstand (BAFA)“ freigeschaltet sein.
  • Die geförderten Investitionsmaßnahmen müssen auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt werden.
  • Die geförderte Maßnahme muss mindestens 5 Jahre zweckentsprechend betrieben werden.
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind
    • Eigenbausysteme und Prototypen,
    • Maßnahmen, die nach dem Marktanzreizprogramm und nach dem Kraft-Wärrme-Kopplungsgesetz (KWKG) förderfähig sind,
    • die Vermietung und Verpachtung von Anlagen zur wohnwirtschaftlichen, gemeinnützigen oder kommunalen Nutzung sowie zur Nutzung in der landwirtschaftlichen Primärproduktion,
    • Treuhandkonstruktionen und In-Sich-Geschäfte.

Antragsverfahren

Anträge sind vor Beginn des Vorhabens zu stellen.

Antragstelle ist die KfW Bankengruppe.

Geltungsdauer

Die Förderung ist bis zum 31.12.2018 befristet.

Quelle

Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 09/2017; KfW-Information vom 24.08.2017

Weiterführende Informationen

Vorhaben von Unternehmen im Bereich Abwärmevermeidung bzw. -nutzung können bei Vorliegen der jeweiligen Förderbedingungen auch aus dem KfW-Energieeffizienzprogramm – Produktionsanlagen/-prozesse, dem KfW-Energieeffizienzprogramm – Energieeffizient Bauen und Sanieren, dem KfW-Programm Erneuerbare Energien – Premium und dem KfW-Energieeffizienzprogramm – Abwärme gefördert werden. Eine Kombination mit einem Kredit mit Tilgungszuschuss aus dem KfW-Energieeffizienzprogramm Abwärme für das gleiche Vorhaben ist ausgeschlossen.

Zuletzt aktualisiert am: 13.10.2017

Konditionenübersicht für Endkreditnehmer der KfW Bankengruppe

Links

KfW-Energieeffizienzprogramm - Abwärme Investitionszuschuss - Programmüberblick

Programmüberblick auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

KfW-Energieeffizienzprogramm - Abwärme Investitionszuschuss - Verfahren

Informationen zum Antragsverfahren auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Downloads

KfW-Energieeffizienzprogramm - Abwärme Investitionszuschuss - Formulare und Downloads

Formulare, Merkblätter und weitere Downloads auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Kontakt

KfW Bankengruppe

Palmengartenstraße 5-9

60325 Frankfurt am Main

Hotline:0 800 539-9001

Telefon:0 69 7431-0

Fax:0 69 7431-2944

E-Mail:info@kfw.de

Internet:http://www.kfw.de

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