Katastrophenschutzverfahren der Union (2014-2020)

Fördernehmer:
Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen; Gemeinnützige Einrichtungen & Unternehmen; Verbände & Vereine
Förderthemen:
Infrastruktur
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Europäische Union
Ansprechpartner:
Europäische Kommission
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Einrichtungen bzw. Organisationen des privaten oder öffentlichen Rechts, die im Bereich des Katastrophenschutzes tätig sind.

Die Teilnahme an dem Programm steht neben den EU-Mitgliedstaaten auch den EFTA-/EWR-Staaten, den Beitritts- und Bewerberländern sowie unter bestimmten Voraussetzungen weiteren Staaten sowie internationalen und regionalen Organisationen, die in die Europäische Nachbarschaftspolitik eingebunden sind, offen.

Verwendungszweck

Das Katastrophenschutzverfahren bildet die Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und den Mitgliedstaaten im Bereich des Katastrophenschutzes.

Es umfasst die Zusammenarbeit bei

  • Präventions- und Vorsorgemaßnahmen innerhalb und unter bestimmten Voraussetzungen außerhalb der EU sowie
  • der Bewältigung der unmittelbaren Folgen einer Katastrophe innerhalb oder außerhalb der EU.

Schwerpunkte des Programms sind

  • die Verhinderung oder Verringerung der Auswirkungen von Katastrophen durch Förderung einer Präventionskultur und durch Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteuren,
  • die Verbesserung der Vorsorge auf Ebene der Mitgliedstaaten und der Union,
  • die Ergreifung rascher und wirksamer Maßnahmen, wenn eine Katastrophe eingetreten ist oder einzutreten droht,
  • die Stärkung des Bewusstseins und der Vorsorge der Öffentlichkeit in Bezug auf Katastrophen.

Im Rahmen des Programms wird beim Amt für humanitäre Hilfe und Zivilschutz (ECHO) ein Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen (Emergency Response Coordination Centre, ERCC) eingerichtet.

Umfang und Konditionen

  • Förderart:
    • Die Förderung erfolgt i.d.R. in Form von Zuschüssen.
    • Darüber hinaus können öffentliche Aufträge vergeben und andere Finanzinstrumente eingesetzt werden.
  • Budget: Für die Durchführung des Programms sind für die Jahre 2014 bis 2020 insgesamt 368,428 Mio € vorgesehen.

Antragsverfahren

Die Durchführung des Programms erfolgt auf der Grundlage von Jahresarbeitsprogrammen. Ausgenommen hiervon sind Maßnahmen der Katastrophenbewältigung.

Die Kommission veröffentlicht Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen im Amtsblatt der Europäischen Union sowie im Internet.

Im Fall einer Katastrophe oder drohenden Katastrophe kann der betroffene Staat über das ERCC um Hilfe ersuchen.

Geltungsdauer

01.01.2014 bis 31.12.2020

Quelle

Beschluss Nr. 1313/2013/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17.12.2013, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 347 vom 20.12.2013, S. 924; zuletzt geändert durch Verordnung (EU) 2019/420 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13.03.2019, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. LI 77 vom 20.03.2019, S. 1

Weiterführende Informationen

Die Verordnung wurde am 13.03.2019 geändert, um die neue Kapazitätsreserve rescEU einzurichten als letztes Mittel zur Reaktion auf Überforderungssituationen, wenn die auf nationaler Ebene verfügbaren Kapazitäten und die von Mitgliedstaaten für den Europäischen Katastrophenschutz-Pool bereitgehaltenen Kapazitäten unter den gegebenen Umständen nicht ausreichen, um verschiedene Arten von Katastrophen wirksam bewältigen zu können. Weitere Informationen über rescEU sind im Internet erhältlich.

Weitere Informationen auf den Internetseiten der Europäischen Kommission:

Kontakt

Europäische Kommission

Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (DG ECHO)

Rue de la Loi 86

B-1000 Brüssel

Belgien

Hotline:00800 67891011 (Europe Direct)

Telefon:+32 2 2991111 (Zentrale)

Fax:+32 2 2954544

E-Mail: echo-info@ec.europa.eu

Internet: http://ec.europa.eu/echo

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