Zuschüsse zu wissenschaftlich-technischen Forschungsvorhaben, die durch Forschungsvereinigungen von Unternehmen einer Branche oder eines Technologiefeldes gemeinsam organisiert werden.

Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF)

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen; Forschungs- & Bildungseinrichtungen
Förderthemen:
Innovation
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF)
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind rechtlich selbständige, gemeinnützige, industrielle Forschungsvereinigungen, die ordentliche Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) sind und grundsätzlich für alle interessierten Akteure offenstehen.

Unternehmen können über die Forschungsvereinigungen der AiF Projektideen einbringen und werden in die Projektsteuerung sowie gegebenenfalls bei Normungsaktivitäten einbezogen.

Verwendungszweck

Geförderte werden wissenschaftlich-technische Forschungsvorhaben ohne thematische Einschränkung auf bestimmte Technologiefelder oder Branchen, die durch Forschungsvereinigungen als repräsentative Vertretungen von Unternehmen einer Branche oder eines Technologiefeldes gemeinsam und unternehmensübergreifend organisiert werden. Die Förderung richtet sich in erster Linie an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), deren Jahresumsatz nicht größer als 125,0 Mio. € ist.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang: bis zu 100% der förderfähigen Ausgaben
  • Förderdauer: i.d.R. nicht mehr als 3 Jahre

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Forschungsvorhaben müssen unternehmensübergreifend ausgerichtet sein, neue Erkenntnisse vor allem im Bereich der Erschließung und Nutzung moderner Technologien erwarten lassen und insbesondere der Gruppe der KMU wirtschaftliche Vorteile bringen können.
  • Das Forschungsvorhaben muss Vorschläge für den Transfer in die Wirtschaft und Aussagen zur Umsetzbarkeit enthalten.
  • Für Projektauswahl, Projektmanagement und Erfolgskontrolle gelten die Qualitätsstandards für die industrielle Gemeinschaftsforschung gemäß IGF-Leitfaden.
  • Für das Forschungsvorhaben ist ein projektbegleitender Ausschuss aus mindestens 3 Vertretern der Wirtschaft zu bilden, dem mindestens 3 interessierte KMU angehören.
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind Forschungsvorhaben, die bereits aus anderen technologieorientierten Programmen des Bundes, der Länder oder der Europäischen Union gefördert werden.

Antragsverfahren

Anträge können vor Beginn des Projekts unter Verwendung der vorgesehenen Formulare gestellt werden.

Antragstelle ist die AiF.

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31.12.2021.

Quelle

Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 10.08.2017, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 31.08.2017, B1

Weiterführende Informationen

Die Förderung der IGF beinhaltet folgende Fördervarianten:

  • Leittechnologien für KMU: systemrelevante, breit angelegte Vorhaben, die die internationale Wettbewerbsfähigkeit von KMU der jeweiligen Branche nachhaltig stärken. Leittechnologie-Vorhaben werden als mehrteilige Projekte von mehreren Forschungsvereinigungen getragen und von mehreren Forschungseinrichtungen mit unterschiedlichem Profil bearbeitet. Nach besonderer Bekanntmachung, in der die Modalitäten festgelegt werden, können Anträge gestellt werden.
  • PLUS: mehrere thematisch eng zusammenhängende Forschungsvorhaben, die zusammen ein PLUS-Gesamtprojekt bilden und von Vorhaben der Grundlagenforschung bis hin zu Vorhaben zur Umsetzung in Produkte, Verfahren und Dienstleistungen reichen können. Die im Rahmen der IGF zu fördernden PLUS-Vorhaben müssen auch deren Kriterien genügen. Die notwendigerweise in das PLUS-Gesamtprojekt eingebundenen flankierenden Vorhaben der Grundlagenforschung oder zur Umsetzung müssen aus anderen Quellen finanziert werden, letztere vorrangig von der Wirtschaft selbst.
  • CORNET: transnationale Forschungsvorhaben – Collective Research Networking (CORNET-Gesamtprojekte) mindestens mit einer ausländischen Forschungseinrichtung gemeinsam bei denen die gesamten Ergebnisse allen Unternehmen zu jeweils gleichen Bedingungen zur Verfügung stehen. Die IGF-Förderung kann dabei die Finanzierung von Teilprojekten (CORNET-Vorhaben) umfassen, die in Deutschland entsprechend den IGF-Regelungen durchgeführt werden.

Weitere Informationen auf den Internetseiten der AiF:

 

 

Zuletzt aktualisiert am: 18.09.2017

Kontakt

Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF)

Hauptgeschäftsstelle Köln

Bayenthalgürtel 23

50968 Köln

Telefon:0 221 37680-0

Fax:0 221 37680-27

E-Mail:info@aif.de

Internet:http://www.aif.de

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