IKK – Energetische Stadtsanierung – Quartiersversorgung

Fördernehmer:
Kommunen & Kommunalverbände; Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen
Förderthemen:
Kommunen; Infrastruktur; Energieeffizienz
Förderart:
Darlehen
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
KfW Bankengruppe

In aller Kürze

Langfristige und zinsgünstige Finanzierung quartiersbezogener Investitionen in den Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • kommunale Gebietskörperschaften,
  • rechtlich unselbstständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften,
  • Gemeindeverbände,
  • Zweckverbände, die gemäß Solvabilitätsverordnung ein Risikogewicht im Kreditrisiko-Standardansatz von Null haben.

Verwendungszweck

Die KfW Bankengruppe unterstützt quartiersbezogene Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz kommunaler Infrastruktur und zur klimagerechten Gestaltung von Quartieren.

Gefördert werden

  • Modul A: Wärme- und Kälteversorgung im Quartier: Förderfähig ist jeweils der Neubau, die Erweiterung oder die Modernisierung der technischen Komponenten zur Wärmenutzung, Wärme- und Kältespeicherung sowie zur Wärme- und Kälteverteilung,
  • Modul B: Energieeffiziente Wasserver- und Abwasserentsorgung im Quartier: Förderfähig ist jeweils der Neubau, die Erweiterung oder die Modernisierung von Komponenten zur Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung,
  • Modul C: Klimafreundliche Mobilität im Quartier: Förderfähig sind Maßnahmen für eine klimafreundliche, quartiersbezogene Mobilität auch durch Vernetzung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr,
  • Modul D: Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel durch grüne Infrastruktur: Förderfähig sind Maßnahmen zur nachhaltigen Gestaltung und Aufwertung von Grün- und Freiflächen sowie der Neubau, die Erweiterung oder die Modernisierung von wassersensiblen Gestaltungselementen im öffentlichen Raum.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: zinsgünstiges Darlehen
  • Förderumfang: bis zu 100% der förderfähigen Investitionskosten
  • Zinssatz: es kommt der am Tag der Auszahlung geltende Programmzinssatz zur Anwendung; für die Dauer von max. 10 Jahren werden die Darlehen aus Mitteln des Bundes im Zins verbilligt; die jeweils geltenden Sollzinssätze können auch negativ sein
  • Kreditlaufzeit/Tilgungsfreijahre:
    • bis zu 10 Jahre Kreditlaufzeit bei bis zu 2 Tilgungsfreijahren
    • bis zu 20 Jahre Kreditlaufzeit bei bis zu 3 Tilgungsfreijahren
    • bis zu 30 Jahre Kreditlaufzeit bei bis zu 5 Tilgungsfreijahren
  • Auszahlung: 100% in einer Summe oder in Teilbeträgen
  • Abruf: der erste Kreditabruf erfolgt nach Vorliegen der Abrufvoraussetzungen.
  • Abruffrist: bis zu 12 Monate nach Darlehenszusage, im Einzelfall um max. 24 Monate verlängerbar
  • Tilgung: 
    • nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre in vierteljährlichen Raten
    • außerplanmäßige Tilgungen gegen Vorfälligkeitsentschädigung
  • Tilgungszuschuss: max. 10% des Zusagebetrages für Modul A, max. 20% des Zusagebetrags für Module B bis D
  • Sicherheiten: die bei Kommunaldarlehen üblichen formalen Voraussetzungen

Kumulation/Kombination

Die Kombination mit anderen öffentlichen Förderprogrammen ist grundsätzlich zulässig, sofern die Summe aller öffentlichen Fördermittel die Summe der förderfähigen Aufwendungen nicht übersteigt. Die Inanspruchnahme anderer Förderprogramme des Bundes für dieselbe Maßnahme ist nicht zulässig.

Eine Kombination mit der Wärmenetz- bzw. Wärmespeicherförderung nach §§ 18–21 bzw. §§ 22–25 KWKG ist möglich, wenn 2 oder mehr förderfähige Maßnahmen gemeinsam durchgeführt werden, für die hierfür vor Antragstellung eine gemeinsame Planung (ggf. auch für mehr als ein Quartier) erstellt wurde.

Nicht aus Mitteln dieses Programms (teil)finanziert werden Anlagen zur Stromerzeugung (zum Beispiel KWK-Anlagen), die nach dem Erneuerbare-Energien- oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (Einspeisevergütung beziehungsweise KWK-Zuschlag) gefördert werden.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Die Maßnahme muss im Einklang mit den Zielen der Stadtentwicklung stehen.
  • Bei Maßnahmen zur quartiersbezogenen Wärme- und Kälteversorgung ist für die Anlage das Kriterium der Hocheffizienz zu erfüllen und bei Antragstellung zu bestätigen.
  • Die quartiersbezogene Versorgung muss sich über die Grundstücksgrenzen der einspeisenden Anlage erstrecken, und mindestens ein Abnehmer muss an das Netz angeschlossen sein, der nicht gleichzeitig Eigentümer oder Betreiber der einspeisenden Anlage ist.
  • Alle förderfähigen Investitionen müssen die Energieeffizienz verbessern und/oder zu einer CO2-Einsparung führen. Dies ist für Maßnahmen der Module A bis C bei Antragstellung zu dokumentieren.
  • Bei der Errichtung oder Erweiterung von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen zur Nutzung von Klär- oder Faulgasen sowie zugehöriger Komponenten muss der erzeugte Strom der Eigenversorgung dienen und darf nicht ins öffentliche Netz eingespeist werden.
  • Das Vorhaben muss mit der Ausschlussliste und den Sektorleitlinien der KfW Bankengruppe vereinbar sein.
  • Von der Finanzierung ausgeschlossen sind
    • Kassenkredite,
    • Umschuldungen bereits abgeschlossener und durchfinanzierter Vorhaben sowie
    • Investitionsvorhaben in Bereichen, in denen kommunale Gebietskörperschaften, deren rechtlich unselbständige Eigenbetriebe oder Gemeindeverbände eine im Widerspruch zum EU-Beihilferecht stehende wirtschaftliche Tätigkeit ausüben.
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind Kassenkredite sowie Umschuldungen bereits abgeschlossener und durchfinanzierter Vorhaben.
    Das Vorhaben muss mit der Ausschlussliste und den Sektorleitlinien der KfW Bankengruppe vereinbar sein.

Antragsverfahren

Anträge können unter Verwendung der vorgesehenen Formulare gestellt werden.

Antragstelle ist die KfW Bankengruppe, Niederlassung Berlin.

Quelle

Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 04/2021; KfW-Information vom 29.03.2021

Weiterführende Informationen

In den Programmen IKK/IKU – Energetische Stadtsanierung – Quartiersversorgung stehen seit April 2021 quartiersbezogene Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen im Fokus. Darüber hinaus wird die Umsetzung investiver Maßnahmen auf Basis integrierter Quartierskonzepte besonders gefördert. Neu sind die Module „Klimafreundliche Mobilität“ und „Grüne Infrastruktur“. Zudem erhöhen sich die Tilgungszuschüsse für die meisten Verwendungszwecke auf 20% des Zusagebetrags.

Konditionenübersicht für Endkreditnehmer der KfW Bankengruppe

Links

IKK - Energetische Stadtsanierung - Quartiersversorgung - Programmüberblick

Programmüberblick auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Downloads

IKK - Energetische Stadtsanierung - Quartiersversorgung - Formulare und Downloads

Formulare, Merkblätter und weitere Downloads auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Kontakt

KfW Bankengruppe

Palmengartenstraße 5-9

60325 Frankfurt am Main

Hotline:0 800 539-9008 (Info-Center)

Telefon:0 69 7431-0

Fax:0 69 7431-2944

E-Mail: info@kfw.de

Internet: https://www.kfw.de

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