Eigentumsförderung - Neubau oder Kauf von selbst genutztem Wohnraum

Fördernehmer:
Privatpersonen
Förderthemen:
Neubau & Erwerb Wohneigentum
Förderart:
Darlehen
Fördergeber:
NRW.BANK
Ansprechpartner:
Stadt- oder Kreisverwaltung; NRW.BANK

In aller Kürze

Zinsgünstige Darlehen für den Bau oder Kauf von neuen oder gebrauchten Immobilien zur Selbstnutzung.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Haushalte (auch Lebensgemeinschaften), die bestimmte Einkommensgrenzen einhalten und

  • aus mindestens einer volljährigen Person und einem Kind oder
  • einer schwerbehinderten Person (Grad der Behinderung mindestens 50) bestehen. Hierbei kann es sich auch um einen Einpersonenhaushalt handeln.

 

Mit unserem Chancenprüfer können Sie ihre Fördermöglichkeiten testen.

Wichtig: Entscheidend für die genaue Einkommensprüfung sind die Berechnungen und Feststellungen Ihrer zuständigen Bewilligungsbehörde. Bitte vereinbaren Sie mit dieser Stelle einen Beratungstermin.

Verwendungszweck

Gefördert wird

  • die erstmalige Schaffung eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung in einem neuen selbstständigen Gebäude (Neubau, Aufstockung oder Anbau),
  • die erstmalige Schaffung eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung durch Änderung, Nutzungsänderung eines Gebäudes,
  • der Erwerb von vorhandenen Eigenheimen oder Eigentumswohnungen.

 

Die Immobilien können auch gefördert werden, wenn sie  als Ersterwerb von einem Bauträger erworben werden.

Förderhöhe

Das Darlehen beträgt je nach Kostenkategorie der Gemeinde (K1 bis K4):

  • Grundpauschale K1 – 60.000 € oder
  • Grundpauschale K2 – 70.000 € oder
  • Grundpauschale K3 – 90.000 € oder
  • Grundpauschale K4 - 110.000 €.

zuzüglich

  • Familienbonus 15.000 € je Kind oder je schwerbehinderter Person (soweit nicht bereits als Kind berücksichtigt),
  • 10.000 € Zusatzdarlehen, wenn das Objekt barrierefrei errichtet wird.

 

Auf Antrag kann ein anteiliger Tilgungsnachlass (Teilschulderlass) in Höhe von 7,5% des gesamten Darlehens gewährt werden.

 

Ergänzend können folgende Darlehen, mit einem Tilgungsnachlass bis zu 50%, beantragt werden:

  • Standortaufbereitung: 75% des förderfähigen Anteils der Kosten, max. 20.000 €
  • Individuelle Maßnahmen für Schwerbehinderte: max. 40.000 €

Konditionen

Konditionen für das gesamte Förderdarlehen:

  • Zinsen:
    • 0,5% p.a. 20 Jahre fest
  • Nach Ablauf der 20 Jahre: Einkommensüberprüfung
  • wenn die maßgebliche Einkommensgrenze dann nicht mehr als 40% überschritten wird:  0,5% p.a. für weitere 5 Jahre
  • wird die Einkommensgrenze um mehr als 40% überschritten: Anhebung auf 2%-Punkte p.a. über dem zum Zeitpunkt gültigen Basiszins

 

  • Tilgung:
    • 1% p.a. zuzüglich ersparter Zinsen bei Neubau/Ersterwerb,
    • 2% p.a. zuzüglich ersparter Zinsen bei Kauf gebrauchter Immobilien.

 

  • Verwaltungskosten:
    • einmalig: 0,4% (werden bei Auszahlung einbehalten).  
    • laufend:  0,5% p.a.

 

  • Auszahlung:
    • Neubau oder Neuschaffung:
      • 40% bei Baubeginn
      • 40% nach Fertigstellung des Rohbaus
      • 20% bei Bezugsfertigkeit
    • Ersterwerb oder Kauf einer gebrauchten Immobilie in einer Summe nach Bezugsfertigkeit und Kaufvertragsabschluss.

 

Der Tilgungsnachlass wird bei Leistungsbeginn vom gewährten Darlehen abgesetzt. Die Zins- und Tilgungsleistungen sowie der laufende Verwaltungskostenbeitrag werden vom reduzierten Darlehen erhoben und sind halbjährig an die NRW.BANK zu zahlen.

 

Die Zins- und Tilgungsleistungen sowie der laufende Verwaltungskostenbeitrag sind halbjährig an die NRW.BANK zu zahlen.

Eigenleistung

Eigenleistung muss mindestens in Höhe von 15% der Gesamtkosten erbracht werden. Die Hälfte der Mindesteigenleistung (7,5%) muss durch eigene Geldmittel oder den Wert des nicht mit Fremdmitteln finanzierten Grundstücks erbracht werden. Sofern der Eigenleistungsersatz in Anspruch genommen wird, muss die Hälfte des reduzierten Mindesteigenleistungsanteils durch eigene Geldmittel oder den Wert des nicht mit Fremdmitteln finanzierten Grundstücks erbracht werden. 

15% des gewährten Förderdarlehens können als Eigenleistungsersatz anerkannt werden. Das in diesem Fall wegen der reduzierten Eigenleistung notwendige höhere Fremdmittel kann im Grundbuch im Rang vor den Förderdarlehen besichert werden.

Ergänzungsdarlehen

Zur Deckung der Gesamtkosten kann zusätzlich ein Ergänzungsdarlehen beantragt werden.

 

 Voraussetzungen:

  • Neben dem Förderdarlehen und der Eigenleistung wird ein weiteres Finanzierungsmittel zur Deckung der Gesamtkosten benötigt
  • Kein Darlehensangebot für ein weiteres Finanzierungsmittel durch eine Hausbank

 

Darlehenshöhe:

  • 2.000 – 50.000 €

 

Konditionen:

  • Zinsen: 1,12% p.a.
  • Tilgung: 2% p.a. zuzüglich ersparter Zinsen
  • Einmalige Verwaltungskosten: 0,4% (werden bei Auszahlung einbehalten).  
  • Laufend Verwaltungskosten:  0,5% p.a.

Voraussetzungen

Eine Förderung ist nur zulässig, wenn die Belastung nicht die wirtschaftliche Existenzgrundlage gefährdet. Die Tragbarkeit muss auf Dauer gesichert erscheinen.

 

Eine Förderung ist nicht möglich, wenn

  • ein Baubeginn bzw. ein Vertragsabschluss vor Erteilung der Förderzusage durch die Bewilligungsbehörde erfolgt ist. Als vorzeitiger Beginn ist der Abschluss von Lieferungs- und Leistungsverträgen anzusehen, die der Ausführung zuzurechnen sind. Der Grundstückserwerb ist unschädlich
  • beim Erwerb gebrauchter Immobilien der notarielle Kaufvertrag vor Antragstellung abgeschlossen wurde
  • die angemessenen Gesamtkosten im Bereich der Bewilligungsbehörde überschritten werden
  • Wohn- und Schlafräume beim Neubau/Ersterwerb kleiner als 10 qm sind
  • die Wohneigentumsanlage nicht ordnungsgemäß instandgehalten oder modernisiert wurde oder keine ausreichende Instandhaltungsrücklage gebildet wurde. 

 

Beim Kauf einer neuen Immobilie vom Bauträger (Ersterwerb) bestehen Sonderregelungen zum vorzeitigen Vertragsabschluss. Bitte beachten Sie die Datei „Rücktrittsrecht für Ersterwerber“ unter dem Reiter "Formulare, Merkblätter und Service".

 

Bitte lassen Sie sich über die genauen Voraussetzungen durch die zuständige Bewilligungsbehörde informieren.

Antragsverfahren

Zuständig ist die Stadt- oder Kreisverwaltung (Bewilligungsbehörde), in deren Bereich das zu fördernde Objekt liegt. Sie bieten Beratung an, nehmen den Förderantrag entgegen und erteilen die Förderzusage.

 

Antragsvordrucke erhalten Sie unter dem Reiter „Formulare, Merkblätter und Service“.

Im Video erklärt

Eigentumsförderung

Formulare und Merkblätter

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Wohnraumförderung - Antrag Eigentumsförderung Neubau/Ersterwerb

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Wohnraumförderung - Antrag Eigentumsförderung Erwerb bestehenden Wohnraums

Stand 03/2019

Wohnraumförderung - Selbstauskunft Eigentumsmaßnahmen

Stand 05/2019

Wohnraumförderung - Rücktrittsrecht für Ersterwerberinnen / Ersterwerber

Hinweise zum Rücktrittsrecht nach den Wohnraumförderungsbestimmungen – WFB

Wohnraumförderung - Einkommenserklärung zum Antrag „Förderung selbst genutztes Wohneigentum“

Stand 07/2019

Wohnraumförderung - Anlage zur Einkommenserklärung

Angaben zum Haushalt - Stand 07/2019

Wohnraumförderung - Hinweise zur Einkommenserklärung

Stand 07/2019

Wohnraumförderung - Selbsthilfeerklärung Eigentumsmaßnahmen

Stand 09/2018

Wohnraumförderung - Kundeninformation zur Vollfinanzierung aus Fördermitteln

Kunden-/Notarinformation zur Vollfinanzierung Ihres Haus-/Wohnungskaufs aus Fördermitteln

Downloads

Wohnraumförderung - Flyer Eigentumsförderung 2019

Stand 04/2019

Wohnraumförderung - Wohnraumförderungsbestimmungen 2019

Runderlass vom 15.02.2019

Wohnraumförderung - Einkommensgrenzen

Einkommensgrenzen im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung des Landes NRW - Stand 01.01.2019 -

Wohnraumförderung - Kostenkategorien der Gemeinden

Stand 02/2019

Konditionen Wohnraumförderung

Darlehenskonditionen (selbst genutztes Wohneigentum) - Stand 02/2019

Hilfen und Anwendungen

Chancenprüfer - Wohneigentum

Ermittlung eines mögliches Förderdarlehens, bezogen auf den Standort des Objektes

Wohnraumförderung - Ihre zuständige Bewilligungsbehörde

Suche nach der zuständigen Bewilligungsstelle

Kontakt

Stadt- oder Kreisverwaltung

Die Kontaktdaten Ihrer zuständigen Bewilligungsbehörde finden Sie im Reiter „Formulare, Merkblätter und Service“.

NRW.BANK

Hauptsitz Düsseldorf

Kavalleriestraße 22

40213 Düsseldorf

Telefon:0 211 91741-0

Fax:0 211 91741-1800

NRW.BANK

Hauptsitz Münster

Friedrichstraße 1

48145 Münster

Telefon:0 251 91741-0

Fax:0 251 91741-2921

Ihr Ansprechpartner

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Telefon:0 211 91741-4500

Fax:0 211 91741-1800

E-Mail: info@nrwbank.de

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