Zuschüsse zu Maßnahmen der Sozialpartner zur Verankerung der Weiterbildung und Gleichstellung in Unternehmen.

ESF-Bundesprogramm "Fachkräfte sichern: weiter bilden und Gleichstellung fördern" (Sozialpartnerrichtlinie)

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen; Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen; Verbände & Vereine
Förderthemen:
Bildung
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
Regiestelle „Fachkräfte sichern“; Bundesverwaltungsamt (BVA)
Hinweis:
Interessenbekundungen konnten im Rahmen des 4. Interessenbekundungsverfahrens bis zum 13.10.2017 eingereicht werden. Unter Vorbehalt der Zustimmung der Europäischen Kommission soll das Programmbudget aufgestockt werden, sodass ein 5. Förderaufruf umgesetzt werden kann. Konkret ist ein Interessenbekundungsverfahren vom 16.07.2018 bis zum 21.09.2018 geplant. Weitere Informationen erteilt der Ansprechpartner.
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • Tarifvertragspartner,
  • Sozialpartner,
  • juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts sowie
  • rechtsfähige Personengesellschaften mit Betriebsstätte in Deutschland, die in den Regelungsbereich eines Qualifizierungstarifvertrages oder anderer Vereinbarungen der jeweils zuständigen Sozialpartner fallen.

Verwendungszweck

Gefördert werden Projekte der Sozialpartner zur Verankerung systematischer Weiterbildung sowie zur Verbesserung der Chancengleichheit in den Unternehmen in den folgenden Handlungsfeldern:

  • Aufbau von Personalentwicklungsstrukturen,
  • Aufbau von vernetzten Weiterbildungsstrukturen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU),
  • Initiierung von Branchendialogen,
  • Stärkung der Handlungskompetenz betrieblicher Akteure zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern auch im Hinblick auf die Überwindung von Rollenstereotypen,
  • Entwicklung lebensphasenorientierter Arbeitszeitmodelle und Karrierewegplanungen.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderhöhe: bis zu 70% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben
  • Förderdauer: maximal 3 Jahre
  • Die Förderung von Unternehmen wird als Ausbildungsmaßnahme unter der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) gewährt.

Kumulation

Eine Kumulation mit anderen Fördermitteln ist nicht zulässig (Kumulationsverbot).

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Es müssen Maßnahmen in mindestens einem der genannten Handlungsfelder umgesetzt werden, die einen Beitrag zur Anpassung der Beschäftigten und Unternehmen an den demografischen und technologischen Wandel leisten.
  • Für das Projekt sind in den Handlungsfeldern überprüfbare Ziele zu formulieren sowie Verfahren zu benennen, wie diese Ziele erreicht werden sollen.
  • Für die Handlungsfelder Personalentwicklungsstrukturen, Weiterbildungsstrukturen sowie die Initiierung von Branchendialogen muss eine regionale oder branchenbezogene, von den jeweils zuständigen Sozialpartnern getroffene Vereinbarung zur Weiterbildung vorliegen.
  • Mit dem Vorhaben darf noch nicht begonnen worden sein.
  • Die Gesamtfinanzierung des Vorhabens muss sichergestellt sein.
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind:
    • Weiterbildungsmaßnahmen, die zu den Pflichtaufgaben eines Antragstellers gehören,
    • reine Forschungsvorhaben,
    • Ausbildungsvorhaben im Sinne der beruflichen Erstausbildung und
    • reine Qualifizierungsmaßnahmen.

Antragsverfahren

Das Förderverfahren ist zweistufig. Der direkten Antragsstellung ist ein Interessenbekundungsverfahren vorgeschaltet. Im Zeitraum von 2015 bis 2019 erfolgen in Abhängigkeit der Höhe der zur Verfügung stehenden Fördermittel jährlich ca. zwei Aufrufe zur Einreichung von Interessenbekundungen (IB) zur Teilnahme an dem Förderprogramm.

Im Rahmen des 4. Aufrufs konnten Interessenbekundungen beim Bundesverwaltungsamt vom 04.09.2017 bis zum 13.10.2017 eingereicht werden. Für den 5. Aufruf können Anträge vom 16.07.2018 bis 21.09.2018 eingereicht werden.

Für Information und Beratung steht die ESF-Regiestelle „Fachkräfte sichern“ zur Verfügung.

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31.12.2020.

Quelle

Richtlinie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) vom 08.04.2015, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 24.04.2015, B1; Informationen des BMAS, Stand 05/2018

Weiterführende Informationen

Im fünften Aufruf soll kein inhaltlicher, sondern ein regionaler Schwerpunkt (Neue Bundesländer) vorgegeben werden.

Weiterführende Informationen auf den Internetseiten des Europäischen Sozialfonds (ESF):

Zuletzt aktualisiert am: 26.05.2018

Kontakt

Regiestelle „Fachkräfte sichern“

Wichmannstraße 6

10787 Berlin

Telefon:0 30 41749 86-30

Fax:0 30 41749 06-10

E-Mail:info@regiestelle-fachkraefte-sichern.de

Internet:http://www.initiative-fachkraefte-sichern.de

Bundesverwaltungsamt (BVA)

Eupener Straße 125

50933 Köln

Telefon:0 228 99358-0

Fax:0 228 99358-2823

E-Mail:fachkraeftesichern@bva.bund.de

Internet:http://www.bundesverwaltungsamt.de

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