Corona-gerechte Um- und Aufrüstung von stationären raumlufttechnischen Anlagen

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen; Kommunen & Kommunalverbände; Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen; Verbände & Vereine; Gemeinnützige Einrichtungen & Unternehmen; Forschungs- & Bildungseinrichtungen
Förderthemen:
Betriebsmittel
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • Länder und Kommunen sowie
  • zu mind. 50% vom Bund, von Ländern oder Kommunen finanzierte
    • Unternehmen,
    • institutionelle Zuwendungsempfänger,
    • Hochschulen und
    • Träger von öffentlichen Einrichtungen.
  • allgemein- und berufsbildende Schulen,
  • medizinischen Einrichtungen,
  • voll- und teilstationäre Pflegeeinrichtungen,
  • Inklusionsbetriebe sowie Werkstätten, Einrichtungen der Behindertenhilfe, medizinische Behandlungszentren und Blindenwerkstätten,
  • Tageseinrichtungen (z.B. Kindertagesstätten).

Nicht antragsberechtigt ist der Bund.

Verwendungszweck

Gefördert werden Investitionen

  • in die Um- oder Aufrüstung bestehender stationärer raumlufttechnischer Anlagen,
  • für Räume, in denen regelmäßig Personenansammlungen stattfinden.

Mitfinanziert werden insbesondere:

  • Filterumbau oder Filterwechsel in vorhandenen Filterstufen von RLT-Anlagen mit Umluftanteil,
  • Aufrüstung durch Einbau von Schwebstofffiltern (HEPA – H 13 oder H 14),
  • Maßnahmen zur Umluftvermeidung bzw. Umluftreduzierung und zur Erhöhung des Frischluftanteils sowie zur Erhöhung der Frischluftzufuhr bei bestehenden reinen Zu-/Abluftanlagen,
  • Umbauten an der RLT-Anlage zur Reinigung der Umluft durch Einbau infektionsschutzgerechter Filterstufen und Anlagen zur Luftdesinfektion,
  • Erweiterung einer bestehenden RLT-Anlage durch nachträgliche Anbindung einzelner notwendiger Nebenräume,
  • Einbau von Steuerungs- und Regelungstechnik,
  • Maßnahmen zur Optimierung der Lüftungsströmung in den Räumen, die von einer RLT-Anlage versorgt werden,
  • Erstellung eines Konzepts zur infektionsschutzgerechten Lüftung,
  • Begleitmaßnahmen, z.B. bauliche Maßnahmen, Beratungsleitungen und Planungsleistungen und auch Hygienemanagement.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderhöhe: max. 200.000 € pro Anlage (Straßengüterverkehr max. 100.000 €)
  • Förderumfang: 80% der zuwendungsfähigen Kosten
  • Bagatellgrenze:
    • 2.000 € (Filtermaßnahmen und Maßnahmen zur Erhöhung des Frischluftanteils)
    • 5.000 € (Umbauten)

Kumulierung

Eine Kumulierung mit anderen Investitionsbeihilfen ist ausgeschlossen.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Die raumlufttechnische Anlage muss für einen Raum einen Regelluftvolumenstrom von 400 Kubikmetern pro Stunde oder mehr aufweisen.
  • Die Maßnahmen müssen dazu dienen, das Infektionsrisiko ausgehend von potenziell virusbeladenen Aerosolen durch unzureichende Lüftung in geschlossenen Räumen zu senken.
  • Es dürfen ausschließlich eigens für die Maßnahmen neu erworbene Komponenten verwendet und eingebaut werden.
  • Die Maßnahme muss in Deutschland durchgeführt werden.
  • Antragstellende müssen bestätigen, dass sie in der Lage sind, den gesamten Eigenanteil an den zuwendungsfähigen und nicht zuwendungsfähigen Ausgaben der geförderten Investition zu tragen.
  • Je nach Art der Maßnahme ist diese innerhalb von 4 oder 12 Monaten umzusetzen.
  • Die Maßnahme muss von einem Fachunternehmen ausgeführt werden.
  • Nicht gefördert werden:
    • Neuanschaffung kompletter raumlufttechnischer Anlagen,
    • Erweiterung um nicht infektionsschutzrelevante Komponenten,
    • Maßnahmen zur Instandhaltung oder -setzung bestehender Anlagen,
    • instationäre, tragbare oder mobile Anlagen,
    • Eigenleistungen des Antragstellers sowie Technologien und Produkte, die vom Antragsteller selbst hergestellt werden,
    •  Umbauten an Gebäuden oder Gebäudeteilen, sofern sie nicht als förderfähige Begleitmaßnahme in der Anlage „Technisches Merkblatt“ erfasst sind

Antragsverfahren

Anträge sind vor Beginn der zu fördernden Maßnahme unter Verwendung der Antragsformulare zu stellen. Anträge auf Förderung nach der Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020 können nur bis einschließlich 15.12.2021 gestellt werden. 

Antragsteller, die bereits einen Antrag auf Förderung auf Grundlage der am 20.10.2020 in Kraft getretenen Richtlinie gestellt haben, können vor dem Beginn der Maßnahme einen erneuten Antrag auf Verbescheidung nach Maßgabe der am 02.04.2021 in Kraft getretenen Richtlinie unter Rücknahme des zuletzt eingereichten Antrags stellen.

Antragstelle ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31.12.2021. Bei vorzeitiger Ausschöpfung der im Bundeshaushalt ­verfügbaren Haushaltsmittel ist eine frühere Beendigung der Laufzeit möglich.

Quelle

Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 30.03.2021, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 01.04.2021, B4; geändert durch Richtlinie vom 22.04.2021, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 23.04.2021, B2

Kontakt

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Referat 516 – MAP, Heizungslabel

Frankfurter Straße 29-35

65760 Eschborn

Telefon:0 6196 908-1010

Fax:0 6196 908-1800

E-Mail: foerderung-raumluft@bafa.bund.de

Internet: https://www.bafa.de

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