Corona-gerechte Um- und Aufrüstung von raumlufttechnischen Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen; Kommunen & Kommunalverbände; Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen; Verbände & Vereine; Gemeinnützige Einrichtungen & Unternehmen; Forschungs- & Bildungseinrichtungen
Förderthemen:
Betriebsmittel
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • Länder und Kommunen sowie
  • zu mind. 50% vom Bund, von Ländern oder Kommunen finanzierte
    • Unternehmen,
    • institutionelle Zuwendungsempfänger,
    • Hochschulen und
    • Träger von öffentlichen Einrichtungen.

Nicht antragsberechtigt ist der Bund.

Verwendungszweck

Gefördert werden Investitionen in die Um- oder Aufrüstung bestehender raumlufttechnischer Anlagen für Räume, in denen regelmäßig größere Personenansammlungen stattfinden.

Mitfinanziert werden insbesondere:

  • Der Erwerb (bis zu 3 vollständige Filtersätze) und der Einbau von hochwertigen Filtern in bestehende Filterstufen
  • Maßnahmen zur Erhöhung des Frischluftanteils durch die Umrüstung von Umluft- auf Zu-/Abluftbetrieb
  • Umbauten an der RLT-Anlage durch Zubau von Filterstufen oder durch Ergänzung und Optimierung der Regelungstechnik sowie die Erstellung eines Konzeptes zum infektionsschutzgerechten Lüften
  • Begleitmaßnahmen, die den zuvor genannten Maßnahmen eindeutig zugeordnet werden können

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderhöhe: max. 100.000 € pro Anlage
  • Förderumfang: 40% der zuwendungsfähigen Kosten
  • Bagatellgrenze:
    • 2.000 € (Filtermaßnahmen und Maßnahmen zur Erhöhung des Frischluftanteils)
    • 15.000 € (Umbauten)

Kumulierung

Eine Kumulierung mit anderen Investitionsbeihilfen für dieselben beihilfefähigen Kosten ist ausgeschlossen.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Die raumlufttechnische Anlage muss einen Regelvolumenstrom von mind. 1.500 Kubikmeter pro Stunde aufweisen.
  • Die Maßnahmen müssen dazu dienen, das Infektionsrisiko ausgehend von potenziell virusbeladenen Aerosolen durch unzureichende Lüftung in geschlossenen Räumen zu senken.
  • Es dürfen ausschließlich eigens für die Maßnahmen neu erworbene Komponenten verwendet und eingebaut werden.
  • Die Maßnahme muss in Deutschland durchgeführt werden.
  • Antragstellende müssen bestätigen, dass sie in der Lage sind, den gesamten Eigenanteil an den zuwendungsfähigen und nicht zuwendungsfähigen Ausgaben der geförderten Investition zu tragen.
  • Je nach Art der Maßnahme ist diese innerhalb von 4 oder 12 Monaten umzusetzen.
  • Die Maßnahme muss von einem Fachunternehmen ausgeführt werden.
  • Nicht gefördert werden:
    • Neuanschaffung kompletter raumlufttechnischer Anlagen,
    • Erweiterung um nicht infektionsschutzrelevante Komponenten,
    • Maßnahmen zur Instandhaltung oder -setzung bestehender Anlagen,
    • instationäre, tragbare und mobile Anlagen,
    • Eigenleistungen des Antragstellers sowie Technologien und Produkte, die vom Antragsteller selbst hergestellt werden,
    • Umbauten an Gebäuden oder Gebäudeteilen, sofern sie nicht zwingend notwendig sind.

Antragsverfahren

Anträge sind vor Beginn der zu fördernden Maßnahme unter Verwendung der Antragsformulare zu stellen.

Antragstelle ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31.12.2021.

Quelle

Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 13.10.2020, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 19.10.2020, B1

Kontakt

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Referat 515 – Grundsatz MAP, MAP Förderbereich 1

Frankfurter Straße 29-35

65760 Eschborn

Telefon:0 6196 908-1010

Fax:0 6196 908-1800

E-Mail: foerderung-raumluft@bafa.bund.de

Internet: https://www.bafa.de

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