Bewältigung von Schäden in der Landwirtschaft (Förderrichtlinien Naturkatastrophen)

Fördernehmer:
Land-/Forst-/Fischereiwirtschaft
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Land NRW
Ansprechpartner:
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere landwirtschaftliche Unternehmen gemäß KMU-Definition der EU mit Sitz in Nordrhein-Westfalen, deren Geschäftstätigkeit die Primärproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse einschließlich Imkerei und Wanderschäferei umfasst.

Verwendungszweck

Gewährt werden Billigkeitsleistungen und Zuwendungen zur Bewältigung von Schäden in der Landwirtschaft, die durch Naturkatastrophen oder diesen gleichgestellte widrige Witterungsverhältnisse verursacht wurden.

Förderfähig sind landwirtschaftliche Betriebe, die aufgrund von außergewöhnlichen Naturereignissen in ihrer Existenz gefährdet sind.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang: 50% des Gesamtschadens
  • Förderhöhe: max. 150.000 €
  • Bagatellgrenze: 5.000 €

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Das betreffende außergewöhnliche Naturereignis muss von der zuständigen obersten Bundes- bzw. Landesbehörde als ein solches eingestuft worden sein.
  • Zwischen dem Naturereignis und dem entstandenen Schaden muss ein unmittelbarer kausaler Zusammenhang bestehen.
  • Das Unternehmen muss in seiner Existenz gefährdet sein, weil das Einkommen nicht ausreicht, um die verursachten Schäden aus eigener Kraft zu tragen.
  • Nicht gefördert werden natürliche Personen, deren Einkünfte im Durchschnitt der letzten drei Jahre über 90.000 € für Ledige bzw. 120.000 € für Ehegatten/Lebenspartner lagen. Bei juristischen Personen und Personengesellschaften gelten entsprechende Voraussetzungen für die Kapitaleigner.
  • Zuwendungen werden nicht gewährt für
    • mittelbare Schäden,
    • Schäden an Außenanlagen von Gebäuden,
    • Hochwasserschäden an Gewässern und Wasserbauten,
    • Schäden verursacht durch Tierseuchen oder Pflanzenseuchen.
  • Nicht zuwendungsfähig sind Schäden, die wirtschaftlich vertretbar versichert werden können.
  • Zuwendungen von anderen Stellen oder Versicherungsleistungen verhindern oder verringern eine Förderung nach diesem Programm.

Antragsverfahren

Anträge sind  unter Verwendung der Antragsformulare über die Kreisstelle beim Direktor der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen als Landesbeauftragter einzureichen.

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31.12.2020.

Quelle

Runderlass des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vom 06.11.2018, Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen Nr. 30 vom 12.12.2018, S. 687

Kontakt

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Nevinghoff 40

48147 Münster

Telefon:0 251 2376-0

Fax:0 251 2376-521

E-Mail: info@lwk.nrw.de

Internet: http://www.landwirtschaftskammer.de

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