Aktuelles Wohnungsmarktbarometer der NRW.BANK

Mietwohnungsmarkt bleibt vielerorts angespannt

Der Mietwohnungsmarkt in Nordrhein-Westfalen bleibt angespannt. Das Angebot an preiswerten sowie barrierearmen Wohnungen ist in Relation zur Nachfrage insgesamt weiterhin gering. Aufgrund der hohen Nachfrage und steigender Preise ist der Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum schwierig. Und: Die Corona-Pandemie hat Einfluss auf den Wohnungsmarkt. Diese und weitere Ergebnisse liefert das aktuelle Wohnungsmarktbarometer, das die NRW.BANK jährlich veröffentlicht und zu dem in diesem Jahr landesweit fast 450 Wohnungsmarktexperten befragt wurden.

Nach Einschätzung der Experten nimmt die Marktanspannung der Wohnungsmärkte in Nordrhein-Westfalen seit 10 Jahren kontinuierlich zu. Besonders betroffen sind Wohneigentum sowie Mietwohnungen im unteren und mittleren Preissegment, allerdings gilt dies nicht flächendeckend für das gesamte Bundesland, sondern vor allem für Ballungsräume und Universitätsstädte. Die deutlich höheren Fallzahlen im geförderten Mietwohnungsbau machen sich positiv bemerkbar. In diesem Segment sehen die Experten eine leichte Marktstabilisierung, für eine Entspannung reicht es aus ihrer Sicht noch nicht.

„Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum in Nordrhein-Westfalen. Die Wohnraumförderung des Landes ist ein wichtiges Instrument und lohnt sich für Investoren und Mieter“, erklärt Dietrich Suhlrie, Vorstandsmitglied bei der NRW.BANK. 

Die befragten Experten sehen auch in Zeiten von Covid-19 keine Zurückhaltung bei der Investitionsbereitschaft für Wohnungsneubauprojekte. Doch die größten Hemmnisse für den Wohnungsneubau – trotz deutlicher Anstrengungen des Landes und der Kommunen – seien nach wie vor die derzeitig hohe Auslastung der Bauwirtschaft sowie fehlende bzw. nur schwer aktivierbare Wohnbauflächen. 
Besonders angespannt ist der Markt für kleine Wohnungen unter 60 und größere über 120 Quadratmetern. Die Gründe sind vielschichtig: Die Folgen der Covid-19-Pandemie, beispielsweise ein höherer Wohnflächenverbrauch aufgrund höherer Homeoffice-Anteile, das Ausweichen potenzieller Käufer auf größere Mietwohnungen als Alternative zum Eigentum wie auch demografische Faktoren, zum Beispiel der in den letzten Jahren in einigen Großstädten zu verzeichnende Geburtenüberschuss. 

Drei von vier Experten gehen davon aus, dass Covid-19 die Wohnungsmärkte in den letzten zwölf Monaten verändert hat. Mehr als jeder Vierte sieht eine gestiegene Nachfrage nach Wohneigentum, sowohl durch Selbstnutzer als auch durch Kapitalanleger zur Vermietung. Dies stimmt mit der beobachteten Anspannung in diesem Segment überein. Als weitere Folgen der Pandemie werden gestiegene Wohnkosten und z. B. der höhere Stellenwert von Garten, Balkon oder naheliegenden Grünflächen unter den Wohnungsnachfragern gesehen. Die Covid-19-Pandemie als Ursache für eine stärkere Verlagerung der Wohnungsnachfrage ins Umland der Städte wird von den Experten bisher kaum beobachtet.

Das Wohnungsmarktbarometer wird seit dem Jahr 1995 jährlich durchgeführt und ist ein Stimmungsbild für die Wohnungsmärkte. In diesem Jahr wurden fast 450 Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen wie Wohnungs-, Bau- und Finanzwirtschaft, Kommunen und Kreisen, Wissenschaft und Interessenverbänden befragt. Die Fragen beziehen sich auf die Marktlage und aktuelle Entwicklungen der NRW-Wohnungsmärkte. Die Befragten beurteilen die Marktlage aus Sicht der Nachfrager.

Ansprechpartnerin für Rückfragen:
Birgit Kranzusch, stv. Pressesprecherin, Tel.: 0211 91741-1997

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.nrwbank.de/wohnungsmarktbarometer

Über die NRW.BANK
Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer, das Land NRW, bei dessen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. In ihren drei Förderfeldern „Wirtschaft“, „Wohnraum“ und „Infrastruktur/Kommunen“ setzt die NRW.BANK ein breites Spektrum an Förderinstrumenten ein: von zinsgünstigen Förderdarlehen über Eigenkapitalfinanzierungen bis hin zu Beratungsangeboten. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen. In ihrer Förderung berücksichtigt die NRW.BANK auch bestehende Angebote von Bund, Land und Europäischer Union.

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Düsseldorf/Münster, 28. Mai 2021

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