Ruhrgebiet macht Wachstumsrückstand wett

NRW.BANK veröffentlicht Regionalwirtschaftliche Profile 2019

Erstmals seit fünf Jahren ist die Wirtschaft des Ruhrgebiets zuletzt stärker gewachsen als im Landesdurchschnitt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2017 um 3,1 Prozent höher als im Vorjahr (NRW: 3,0 Prozent). Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Industrieumsätzen wider, die sich zuletzt deutlich stärker entwickelten als im Landesdurchschnitt. Das sind zwei Ergebnisse, die die NRW.BANK jetzt in ihren aktualisierten Regionalwirtschaftlichen Profilen veröffentlicht hat.


„Unsere Regionalwirtschaftlichen Profile geben tiefgehende Einblicke in die wirtschaftliche Entwicklung der nordrhein-westfälischen Regionen“, erklärt Dietrich Suhlrie, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Das Ruhrgebiet profitierte im vergangenen Jahr von der soliden Konjunktur, sodass die Industrie ihre Umsätze das zweite Mal in Folge überdurchschnittlich steigern konnte.“


Damit hat das Ruhrgebiet den langjährigen Wachstumsrückstand zum gesamten Bundesland zwar wettmachen können, gleichwohl hinkt die Wirtschaftsregion in vielen Bereichen noch hinterher. So erreicht der Wohlstand, gemessen am BIP pro Kopf, nur 84 Prozent des NRW-Durchschnitts. In keiner anderen Region ist zudem die Arbeitslosenquote (8,8 Prozent) höher. Hintergrund ist der Strukturwandel, der das produzierende Gewerbe im Ruhrgebiet besonders hart getroffen hat. Aktuelle Zahlen zur regionalen Bruttowertschöpfung deuten indes daraufhin, dass die Umbrüche sehr weit fortgeschritten sind. Mittlerweile dominiert in der Region die Dienstleistungsbereiche. Diese machten im Jahr 2017 rund 74,2 Prozent an der Wertschöpfung aus – und damit zwei Prozentpunkte mehr als in NRW. Vor allem die Bereiche öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit sind überdurchschnittlich ausgeprägt.


Die NRW.BANK analysiert regelmäßig auch die Wirtschaftsregionen Aachen, Bergisches-Städtedreieck, Düsseldorf, Köln/Bonn, Münsterland, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen.
Unter www.nrwbank.de/regionale-wirtschaftsprofile stehen alle regionalen Profile zum Download bereit. Hier gibt es außerdem ein Profil für ganz NRW, das einen Vergleich der neun Wirtschaftsregionen miteinander ermöglicht.

Über die NRW.BANK
Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer, das Land NRW, bei dessen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. In ihren drei Förderfeldern „Wirtschaft“, „Wohnraum“ und „Infrastruktur/Kommunen“ setzt die NRW.BANK ein breites Spektrum an Förderinstrumenten ein: von zinsgünstigen Förderdarlehen über Eigenkapitalfinanzierungen bis hin zu Beratungsangeboten. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen. In ihrer Förderung berücksichtigt die NRW.BANK auch bestehende Angebote von Bund, Land und Europäischer Union.

Düsseldorf/Münster, 16. Oktober 2019

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