Gewinner des NRW.BANK.Kunstpreis 2019 stehen fest

  • Insgesamt 30.000 Euro Preisgelder verteilt auf vier Sparten für junge Künstler in NRW
  • Neue Sparte „Performance“ eingeführt
  • Für Publikumspreis über 3.000 Euro kann noch bis zum 19. November abgestimmt werden
  • Ausstellung mit allen Nominierten ist eröffnet 

  

Die vier Gewinner des NRW.BANK.Kunstpreis 2019 stehen fest. Nominiert wurden insgesamt 24 junge Künstler von den Kunstakademien Düsseldorf und Münster, der Folkwang Universität der Künste in Essen sowie erstmalig auch der Kunsthochschule für Medien Köln. Die Auswahl der Preisträger traf eine Jury aus Fachexperten. Übergeben wurden die Preise – dotiert mit insgesamt 30.000 Euro verteilt über vier Sparten – von NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen, die auch Schirmherrin des Preises ist, und dem Vorstandsvorsitzenden der NRW.BANK Eckhard Forst. Der Preis wurde zum dritten Mal von der Förderbank für Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf ausgelobt. Teilnehmen durften Studierende und Absolventen, deren Abschluss nicht länger als zwei Jahre zurücklag.

 

In der Kategorie „Malerei und Grafik“ gewann Elisa Kullmann von der Kunstakademie Münster mit ihrer Wettbewerbsarbeit Serie „STOCK_TAKING1“.

In der Kategorie „Skulptur und Installation“ entschied sich die Jury für Harriet Meyer von der Folkwang Universität der Künste Essen mit ALS WÄRE DER EIGENE KÖRPER NICHT SCHON FREMDE.

Den Preis in der Kategorie „Foto und Medienkunst“ erhielt Dominik Geis von der Kunstakademie Düsseldorf mit BODIES OF POMPEJI.

Erstmalig wurde auch ein Preis in der Kategorie „Performance“ vergeben, den Anna Budniewski von der Folkwang Universität der Künste Essen mit TRANSZENDENT TRÄGE erhielt. Die Preise sind jeweils mit 7.500 Euro dotiert.

 

„Kunst führt uns vor, was Freiheit ist“, sagte Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK. „Und erinnert uns an unsere Fähigkeit, neue Wege zu beschreiten. Auch deshalb loben wir in diesem Jahr erneut den NRW.BANK.Kunstpreis aus. Denn Innovationen zu fördern, die NRW bewegen, ist unsere Aufgabe als Förderbank, und das tun wir auch auf dem Gebiet der Kunst.“ Besonders den künstlerischen Nachwuchs wolle die NRW.BANK stärken, so Forst weiter.

 

Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW sagte: „Es ist eine schöne Ermutigung für die Kunstszene Nordrhein-Westfalens, dass die NRW.BANK die kulturelle Förderung als Teil ihres gesetzlichen Auftrags mit großer Verantwortung und hohem Engagement gestaltet. Damit unterstützt sie als Förderbank für Nordrhein-Westfalen das Land nicht nur bei seinen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben, sondern auch in der Kultur.“

 

Der NRW.BANK.Kunstpreis wird jährlich ausgelobt – die dazugehörige Ausstellung findet im Wechsel in Düsseldorf und Münster statt.

 

Eine Übersicht über alle Kunstwerke finden Sie in unserem Katalog.

Bilder der Preisverleihung finden Sie in der Bildergalerie.

Bilder der nominierten Kunstwerke finden Sie in dieser Bildergalerie.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.nrwbank.de/kunstpreis.

 

Publikumspreis und Finissage

Der Publikumspreis wird im Rahmen der Finissage am Mittwoch, den 20. November 2019 um 18 Uhr vergeben. Er ist mit 3.000 Euro dotiert. Alle Ausstellungsbesucher können ihre Stimme abgeben.

 

Ausstellung:

Die Ausstellung zum NRW.BANK.Kunstpreis mit den Werken aller Nominierten startet ab sofort und läuft bis zum 20. November 2019. Sie befindet sich im Foyer der NRW.BANK, Kavalleriestraße 22, 40213 Düsseldorf. Sie ist öffentlich zugänglich und dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen finden am 22. und 28. Oktober sowie am 7. November jeweils um 18:00 Uhr statt.

 

Weitere Informationen zum NRW.BANK.Kunstpreis:

Ausgelobt wurde der NRW.BANK.Kunstpreis an allen staatlichen Kunsthochschulen in NRW. Teilgenommen haben die Kunstakademien Düsseldorf und Münster, die Folkwang Universität der Künste in Essen sowie die Kunsthochschule für Medien Köln.

   

Die Jury:

 
  • Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK
  • Nikola Dietrich, Direktorin Kölnischer Kunstverein
  • Kay Heymer, Leiter Abteilung Moderne Kunst, Kunstpalast Düsseldorf
  • Dr. Franziska Kunze, Kuratorin Gegenwartskunst, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster
 

Jurybegründungen:

  

Kategorie „Malerei und Grafik“

Elisa Kullmann, Kunstakademie Münster, Serie „STOCK_TAKING1“

 

In der Kategorie „Malerei und Grafik“ Grafik hat die Jury sich für Elisa Kullmann entschieden. Sie stellt grundlegende Fragen an das so oft schon totgesagte Medium der Malerei und beschäftigt sich mit verschiedenen Kontexten und Techniken der Entstehung von Bildern. Was ihre Arbeit heute interessant und bedeutend macht, sind die Quellen ihrer Bildmotive – Werbung, Blogs oder Online-Marktplätze für gebrauchte Artikel, gefälschte Produkte und vieles andere, das sie oft in aufwendigen Drucktechniken ins Bild bringt. Dort durchlaufen diese Motive einen Umwandlungsprozess, in dem sie teils verfremdet oder in gegenstandslose Formen überführt werden und teils in hyperrealistischer Vergrößerung vergegenwärtigt werden. Zusammen gesehen, entsteht so eine komplexe Bildwelt, die mit handwerklicher Virtuosität elementare Aspekte der Malerei in unsere Gegenwart trägt.

 

Kay Heymer, Kunstpalast Düsseldorf

   

Kategorie „Skulptur und Installation“

Harriet Meyer, Folkwang Universität der Künste Essen, ALS WÄRE DER EIGENE KÖRPER NICHT SCHON FREMDE

 

Die Künstlerin arbeitet mit dem Material, was einem selbst am nächsten ist: der Haut, bzw. dem Körper. Das tut sie mittels von Haut, die sie als skulpturale, körperhafte Elemente im Raum einsetzt oder in Form bewegter Bilder.

Die Uneindeutigkeit der Körperteile in der Projektion – Arme, Beine, Ellbogen, oder doch Schenkel? – mit gleichzeitiger Überlagerung von Skulptur und die eigene Bewegung des Betrachter-Körpers führt zu einem Raum-und Körpergefühl, das Momente der Nähe und Unmittelbarkeit einerseits und der Instabilität und des Schwankens andererseits in sich birgt.

 

Nikola Dietrich, Kölnischer Kunstverein

   

Kategorie „Foto und Medienkunst“

Dominik Geis, Kunstakademie Düsseldorf, BODIES OF POMPEJI.

 

In der Kategorie Foto und Medienkunst hat die Jury Dominik Geis mit seiner Arbeit „Bodies of Pompeji“ ausgewählt. Beim Betrachten der Videoarbeit wurde schnell deutlich, dass der Künstler nicht nur sein Medium, sondern auch sein Handwerk bis ins Detail beherrscht. Mit Pompeji hat er sich ein eindrückliches Motiv ausgewählt, das bei jedem und jeder sofort Bilder im Kopf aufruft. Es entsteht der Eindruck, als hätte Dominik Geis diese Bilder extrahiert und in ihrer Unterschiedlichkeit zusammenkomponiert – diese Komposition sitzt. Das Ergebnis sind knapp über 10 konzeptuell, visuell und auditiv stimulierende Minuten, die die Betrachtenden schon ab Minute eins in ihren Bann ziehen und die Möglichkeiten des Mediums Video gekonnt ausloten.

 

Dr. Franziska Kunze, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster

   

Kategorie „Performance“

Anna Budniewski, Folkwang Universität der Künste Essen, TRANSZENDENT TRÄGE

 

In einem Raum voller Sitzkissen nimmt man Platz; sie sind bereits teilweise besetzt von einigen jungen Menschen, teetrinkend, abwartend – die Leute einer ganz bestimmten Kunst-Community, meint man.

Die Künstlerin trägt einen Text vor. Allzu bekannt sind einem die Anfangsszenen, die sie anspricht – scheinbar autobiografisch – von kunstszenemäßigen Party-Smalltalks, Unwohlsein, Nichtbeachtung. In ihrem Verlauf schildert sie Situationen der jungen Künstlerin namens „Anna“, die den Bogen über das Prinzip Arbeit – Leistung – Produktivität spannen.

Während in der Schilderung der Druck immer größer zu werden scheint – letztendlich aber doch zum Erfolg führt, schweift der Blick des Zuschauers auf die sichtlich in Eigenproduktion entstandenen, handwerklich meisterhaft gefertigten Teetassen und Seidenbezüge der Sitzkissen.

Ein gelungenes Ambiente zur kritischen Reflexion von Leistung, Arbeit, Erfolg!

 

Nikola Dietrich, Kölnischer Kunstverein

  

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Über die NRW.BANK

Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer, das Land NRW, bei dessen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. In ihren drei Förderfeldern „Wirtschaft“, „Wohnraum“ und „Infrastruktur/Kommunen“ setzt die NRW.BANK ein breites Spektrum an Förderinstrumenten ein: von zinsgünstigen Förderdarlehen über Eigenkapitalfinanzierungen bis hin zu Beratungsangeboten. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen. In ihrer Förderung berücksichtigt die NRW.BANK auch bestehende Angebote von Bund, Land und Europäischer Union.

Kontakt

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Gesatzki

Pressesprecherin

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E-Mail:caroline.gesatzki@nrwbank.de

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