Aktuelles Wohnungsmarktbarometer der NRW.BANK

Wohnungsmärkte in NRW bleiben angespannt

Obwohl sich die Bautätigkeit in Nordrhein-Westfalen auf dem Höchststand der vergangenen Jahre befindet, nimmt die Anspannung der Wohnungsmärkte weiter zu. Die deutlich höheren Förderzahlen im Mietwohnungsbau machen sich positiv bemerkbar, reichen jedoch nicht aus, um den Bedarf im preiswerten und inzwischen auch mittleren Segment zu stillen. Barrierefreie und kleine Wohnungen sind besonders von der Marktanspannung betroffen. Hier ist das Angebot, gemessen an der Nachfrage, meist klein. Diese und weitere Ergebnisse liefert das aktuelle Wohnungsmarktbarometer, das die NRW.BANK jährlich veröffentlicht und zu dem landesweit über 420 Wohnungsmarktexperten befragt werden.

Nach Einschätzung der befragten Experten nimmt die Marktanspannung seit 10 Jahren deutlich zu. Von dieser Entwicklung sind alle betrachteten Marktsegmente betroffen. Die Wohnungsmarktbeobachtung der NRW.BANK zeigt, dass in den vergangenen Jahren die Zuwanderung nach Nordrhein-Westfalen – und hier insbesondere in die Ballungszentren und Universitätsstädte – ein bedeutender Faktor für die Entwicklung des Wohnungsmarktes ist. Das Angebot kann die Nachfrage nach Wohnraum im unteren und mittleren Marktsegment nicht decken. Gerade in den Ballungszentren wird mehr bezahlbarer Wohnraum benötigt.

Die Wohnraumförderung des Landes ist hier ein wichtiges Instrument. Zwar schrumpft das Angebot an geförderten Mietwohnungen. Der Rückgang ist jedoch geringer als in den Jahren zuvor. Neun von zehn der befragten Experten sind aber der Meinung, dass der Neubau geförderter Wohnungen aktuell noch nicht ausreicht. Die Experten sehen die größten Hemmnisse für den Wohnungsneubau – trotz deutlicher Anstrengungen des Landes und der Kommunen – nach wie vor in der derzeitig hohen Auslastung der Bauwirtschaft sowie in den fehlenden bzw. nur schwer aktivierbaren Wohnbauflächen.

„Es zeigt sich, dass der Neubau geförderter Mietwohnungen und der Erhalt preisgünstiger Bestandswohnungen weiterhin sehr wichtig bleiben“, sagt Dietrich
Suhlrie, Vorstand der NRW.BANK. „Als Förderbank für Nordrhein-Westfalen bieten wir ein breites Spektrum an Förderangeboten für Investoren, um preisgünstige Wohnungen zu schaffen sowie zu erhalten und damit Quartiere aufzuwerten.“

Leichte Entspannung bei Eigentumsimmobilien
Der Neubau von Mietwohnungen findet eher im hochpreisigen Segment statt. Die befragten Experten sehen kurzfristig keine deutliche Entspannung im preiswerten und mittleren Preissegment. Allenfalls bei Eigenheimen und Eigentumswohnungen wird eine leichte Entspannung erwartet. Hier werden die Suchräume der Nachfrager größer und dehnen sich stärker in die Region aus. Zudem wird ein hoher Anteil des zunehmenden Geschosswohnungsbaus als Eigentumswohnungen vermarktet.

Das Wohnungsmarktbarometer wird seit dem Jahr 1995 jährlich durchgeführt und ist ein Stimmungsbild für die Wohnungsmärkte. In diesem Jahr wurden mehr als 420 Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen wie Wohnungs-, Bau- und Finanzwirtschaft, Kommunen und Kreisen, Wissenschaft und Interessenverbänden befragt. Die Fragen beziehen sich auf die Marktlage und aktuelle Entwicklungen der NRW-Wohnungsmärkte. Die Befragten beurteilen die
Marktlage aus Sicht der Nachfrager.

Ansprechpartnerin für Rückfragen:
Birgit Kranzusch, stv. Pressesprecherin, Tel.: 0211 91741-1997

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.nrwbank.de/wohnen

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Über die NRW.BANK
Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer, das Land NRW, bei dessen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. In ihren drei Förderfeldern „Wirtschaft“, „Wohnraum“ und „Infrastruktur/Kommunen“ setzt die NRW.BANK ein breites Spektrum an Förderinstrumenten ein: von zinsgünstigen Förderdarlehen über Eigenkapitalfinanzierungen bis hin zu Beratungsangeboten. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen. In ihrer Förderung berücksichtigt die NRW.BANK auch bestehende Angebote von Bund, Land und Europäischer Union.

Düsseldorf/Münster, 1. August 2019

Kontakt

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Gesatzki

Pressesprecherin

Tel.:0 211 91741-1847

Fax:0 211 91741-1260

E-Mail:caroline.gesatzki@nrwbank.de

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