NRW-Wirtschaft gewinnt an Optimismus

NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima September 2018

Düsseldorf/Münster, 5. Oktober 2018

Die nordrhein-westfälischen Unternehmen blicken wieder zuversichtlicher auf das nächste halbe Jahr. Auch ihre derzeitige Geschäftslage beurteilen sie besser als im August. Die positive Entwicklung ist in erster Linie auf die Industrie zurückzuführen. Die Bauwirtschaft bleibt im Höhenflug.

Das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima stieg im September von vormonatlichen 14,6 auf nun 18,4 Saldenpunkte. Die Aufwärtsbewegung resultiert aus beiden Teilindikatoren der Befragung. So bewerten die NRW-Betriebe ihre aktuelle Geschäftslage mit 30,2 Zählern - und damit 1,8 Punkte besser als im August. Die Erwartungskomponente machte einen noch größeren Sprung nach oben und kletterte von 1,7 auf 7,3 Saldenpunkte.  

Nachdem die Industrie zuletzt weniger Optimismus versprühte, revidierte die Branche ihre Einschätzung nun spürbar. Die Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr werden von den Industriebetrieben mit 12,0 statt 1,0 taxiert. Neben besseren Exportgeschäften erwarten die Betriebe in den kommenden Monaten auch Produktionssteigerungen.

„Die Industriekonjunktur hatte zuletzt im Zuge der gestiegenen wirtschafts-politischen Unsicherheiten an Schwung verloren. Die jetzigen Umfrageergebnisse machen Hoffnung, dass die Branche wieder mehr Fahrt aufnimmt“, erläutert Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK. „Die Binnenkonjunktur ist ohnehin intakt, wie das Baugewerbe zeigt.“

Auf den Baustellen in Nordrhein-Westfalen herrscht Hochbetrieb. Das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe stieg von 24,5 auf 26,5 Saldenpunkte und erreichte damit zum dritten Mal in Folge einen neuen Rekordwert. Sowohl der Hoch- als auch der Tiefbau berichten von einer glänzenden Verfassung. Sorgen bereitet der Baubranche allerdings zunehmend der Arbeitskräftemangel.

Hintergrund
Das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima gibt Aufschluss über die wirtschaftliche Entwicklung in Nordrhein-Westfalen. Hierfür werden etwa 1.000 ansässige Unternehmen der Gewerblichen Wirtschaft zu ihrer aktuellen Geschäftslage und ihren Zukunftserwartungen befragt. Ihre Antworten werden exklusiv für die NRW.BANK ausgewertet. Seit April 2018 sind die Antworten der Dienstleistungsunternehmen in dem bundesweiten Indikator integriert. Dies ist für Nordrhein-Westfalen derzeit nicht der Fall. Detaillierteres Zahlenmaterial finden Sie unter www.nrwbank.de/ifo.

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Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer, das Land NRW, bei dessen struktur- und  wirtschaftspolitischen Aufgaben. In ihren drei Förderfeldern „Wirtschaft“, „Wohnraum“ und „Infrastruktur/Kommunen“ setzt die NRW.BANK ein breites Spektrum an Förderinstrumenten ein: von zinsgünstigen Förderdarlehen über Eigenkapitalfinanzierungen bis hin zu Beratungsangeboten. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen. In ihrer Förderung berücksichtigt die NRW.BANK auch bestehende  Angebote von Bund, Land und Europäischer Union.

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