NRW.BANK fördert Gründungen und Innovationen mit rund 423 Millionen Euro: Fördervolumen im ersten Halbjahr 2018 liegt bei 4,6 Milliarden Euro

NRW.BANK fördert Gründungen und Innovationen mit rund 423 Millionen Euro

Fördervolumen im ersten Halbjahr 2018 liegt bei 4,6 Milliarden Euro

Düsseldorf/Münster, 31. August 2018

Die NRW.BANK hat im ersten Halbjahr 2018 Fördermittel in Höhe von 4,6 Milliarden Euro vergeben und liegt damit nach den zwei außerordentlich starken Jahren 2016 und 2017 trotz eines Rückgangs von 23 Prozent wieder auf dem guten Niveau des Jahres 2015. Sehr gut nachgefragt wurden die Fördermittel für Existenzgründungen und Innovationen: Hier stieg das Volumen um 27 Prozent auf 423 Millionen Euro.

„Trotz zugenommener Skepsis in der Wirtschaft haben wir ein gesteigertes Interesse an unseren Förderprogrammen in der Gründungs- und Innovationsfinanzierung verzeichnet“, sagt Michael Stölting, Vorstandsmitglied der NRW.BANK. „Das zeigt, dass unser Fokus auf diesem Segment Früchte trägt: Unsere Finanzierungs- und Beratungsangebote für Gründer und innovative Unternehmen kommen gut an.“

Auf das Förderfeld „Wirtschaft“ entfielen 1,8 Milliarden Euro (Vj. 1,9 Mrd. €, -7%), auf das Förderfeld „Wohnraum“ 0,9 Milliarden Euro (Vj. 1,0 Mrd. €, -15%) und auf das Förderfeld „Infrastruktur/Kommunen“ 2,0 Milliarden Euro (Vj. 3,1 Mrd. €, -35%). Nicht in diesen Zahlen abgebildet ist die Beratung, die inzwischen einen deutlichen Anteil des Fördergeschäfts der NRW.BANK einnimmt. Neben den bereits bestehenden Beratungsangeboten hat mit Beginn des zweiten Halbjahres eine zusätzliche Beratungseinheit, das „Beratungscenter Wirtschaftsförderung“, die Arbeit aufgenommen. Hierbei handelt es sich um eine neue Beratungseinheit, die Multiplikatoren und Netzwerkakteuren eine über die NRW.BANK-Förderprodukte hinausgehende Fördermittelberatung in den Schwerpunktthemen Gründung, Innovation/Digitalisierung sowie Umweltschutz/Ressourceneffizienz anbietet.

Um einen spürbaren Anreiz zu geben, künftig verstärkt in das Thema Digitalisierung zu investieren und damit Nordrhein-Westfalen zu einem noch attraktiveren Standort zu machen, führt die NRW.BANK zum 1. September den NRW.BANK.Digitalisierungskredit ein – der Zinssatz startet je nach Bonität des Unternehmens bereits bei 0 Prozent.
 
Die einzelnen Förderfelder im Überblick:

Wirtschaft
Das Neuzusagevolumen im Förderfeld „Wirtschaft“ blieb mit 1,8 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahresniveau (Vj. 1,9 Mrd. €, -7%). Volumentreiber war erneut das Breitenprogramm NRW.BANK.Universalkredit – dieses Programm blieb auf hohem Niveau (913,4 Mio. €, Vj. 902,2 Mio. €, +1%).

Wohnraum
Die Nachfrage nach Programmen im Förderfeld „Wohnraum“ ist mit 0,9 Milliarden Euro auf dem gewohnten Niveau geblieben (Vj. 1,0 Mrd. €, -15%). Programme der sozialen Wohnraumförderung werden traditionell überwiegend in der zweiten Jahreshälfte abgerufen – dies wurde in diesem Jahr dadurch verstärkt, dass zu Jahresbeginn ein neues mehrjähriges Wohnraumförderungsprogramm mit veränderten Konditionen eingeführt wurde.

Infrastruktur/Kommunen
Das Volumen im stärksten Förderfeld „Infrastruktur/Kommunen“ sank um 35 Prozent (Vj. 3,1 Mrd. €) auf 2,0 Milliarden Euro. Nach einer außergewöhnlich hohen Kreditvergabe in den Jahren 2016 und 2017 erreichten die Programme dieses Förderfelds wieder das gute Niveau des Jahres 2015.

Einen deutlichen Anstieg in der Nachfrage verzeichnete das Programm NRW.BANK.Gute Schule 2020: Das Neuzusagevolumen ist im Vergleich zum vergangenen Jahr um 65 Prozent gestiegen. Im ersten Halbjahr 2018 haben die Kommunen 110,1 Millionen Euro abgerufen (Vj. 66,7 Mio. €). „Wir gehen weiterhin davon aus, dass bis Ende 2018 das vollständige Kontingent für 2017 und große Teile von 2018 abgerufen sein werden“, so Stölting. Nicht abgerufene Mittel aus dem Programm NRW.BANK.Gute Schule 2020 der Jahre 2017 bis 2019 stehen automatisch auch noch im jeweiligen Folgejahr zur Verfügung – die damit an den Schulen umgesetzten Vorhaben reichen von Neu- und Umbauten bis hin zu Digitalisierungsmaßnahmen.
 


Über die NRW.BANK
Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer, das Land NRW, bei dessen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben und setzt ein breites Spektrum an Förderinstrumenten ein: von zinsgünstigen Förderdarlehen über Eigenkapitalfinanzierungen bis hin zu Beratungsangeboten. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen. In ihrer Förderung berücksichtigt die NRW.BANK auch bestehende Angebote von Bund, Land und Europäischer Union.

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