Aktuelles Wohnungsmarktbarometer der NRW.BANK: Situation am Wohnungsmarkt weiterhin deutlich angespannt

Aktuelles Wohnungsmarktbarometer der NRW.BANK

Situation am Wohnungsmarkt weiterhin deutlich angespannt

Düsseldorf/Münster, 5. Juni 2018

Von einer Entspannung der Wohnungsmärkte in Nordrhein-Westfalen kann derzeit keine Rede sein. Wohnungen im preisgünstigen Segment sind nach wie vor Mangelware und auch im mittleren Preissegment verschärft sich die Situation für Mieter und Wohnungssuchende. Barrierefreie Wohnungen sowie kleine Wohnungen sind ebenfalls stark von der Marktanspannung betroffen. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Wohnungsmarktbarometers, das die NRW.BANK jährlich veröffentlicht und zu dem landesweit über 330 Wohnungsmarktexperten befragt werden.

Die befragten Experten schätzen die Lage auf den nordrhein-westfälischen Wohnungsmärkten ähnlich angespannt ein wie zuletzt Mitte der 90er-Jahre. Damals war die Nachfrage nach günstigem Wohnraum aufgrund der Zuwanderung in Folge der Wiedervereinigung und des Balkankriegs stark gestiegen.

Auch heute spielt die Zuwanderung nach Nordrhein-Westfalen eine große Rolle für den Wohnungsmarkt. Zudem wollen immer mehr Menschen in Groß- und Universitätsstädten leben. Infolgedessen wird insbesondere in den Ballungszentren mehr bezahlbarer Wohnraum benötigt.

Zeitgleich schrumpft das Angebot an geförderten Mietwohnungen, da in den vergangenen Jahren viele ältere Bestände aus der Preisbindung gefallen sind und in den vergangenen Jahren zu wenig neu gebaut wurde. Neun von zehn befragten Experten sind der Meinung, dass in ihrer Region derzeit nicht ausreichend Wohnungen mit Mitteln der Wohnraumförderung gebaut werden. Zwar sind die Investitionsbedingungen weiterhin gut, doch stellen unter anderem die hohen Baulandpreise und die niedrige Baulandverfügbarkeit Hemmnisse dar.

„Es zeigt sich, dass der Neubau geförderter Mietwohnungen und der Erhalt preisgünstiger Bestandswohnungen weiterhin sehr wichtig bleiben“, sagt Dietrich Suhlrie, Vorstand der NRW.BANK. „Als Förderbank für Nordrhein-Westfalen bieten wir ein breites Spektrum an Förderangeboten für Investoren, um preisgünstige Wohnungen zu schaffen sowie zu erhalten und damit Quartiere aufzuwerten.“

Anspannung im mittleren Preissegment nimmt weiter zu

Mit den angespannten Preisen im unteren Preissegment nimmt auch der Druck im mittleren Preissegment deutlich zu. Die Nachfrage steigt, der Neubau findet jedoch eher im hochpreisigen Segment statt. Die befragten Experten sehen für die kommenden Jahre keine deutliche Entspannung dieser Situation.

Das Wohnungsmarktbarometer ist ein Stimmungsbild für die Wohnungsmärkte.
Befragt wurden mehr als 330 Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen wie Wohnungs-, Bau- und Finanzwirtschaft, Kommunen und Kreisen, Wissenschaft und Interessenverbänden. Die Fragen beziehen sich auf die Marktlage und aktuelle Entwicklungen der NRW-Wohnungsmärkte. Die Befragten beurteilen die Marktlage aus Sicht der Nachfrager.


Ansprechpartnerin für Rückfragen
Birgit Kranzusch, stv. Pressesprecherin, Tel.: 0211 91741-1997


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Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer, das Land NRW, bei dessen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. In ihren drei Förderfeldern „Wirtschaft“, „Wohnraum“ und „Infrastruktur/Kommunen“ setzt die NRW.BANK ein breites Spektrum an Förderinstrumenten ein: von zinsgünstigen Förderdarlehen über Eigenkapitalfinanzierungen bis hin zu Beratungsangeboten. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen. In ihrer Förderung berücksichtigt die NRW.BANK auch bestehende Angebote von Bund, Land und Europäischer Union.

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