NRW.BANK baut Fördervolumen weiter aus – 11,6 Milliarden Euro für nordrhein-westfälische Projekte

NRW.BANK baut Fördervolumen weiter aus

11,6 Milliarden Euro für nordrhein-westfälische Projekte

Düsseldorf/Münster, 20. März 2018

  • Höchste Steigerung im Förderfeld Wirtschaft
  • Venture Capital: Jeder 5. Euro kommt in NRW von der NRW.BANK
  • Förderung von Energiewende und Umweltschutz: Programme förderfeldübergreifend stärker gefragt
  • NRW.BANK erweitert Angebot: Mehr Eigenkapitalfinanzierung und Beratung
 

Große Nachfrage nach Förderung in Nordrhein-Westfalen: Die NRW.BANK hat mit einem Neuzusagevolumen in Höhe von 11,6 Milliarden Euro (Vj. 11,2 Mrd. €, +4%) an die positive Entwicklung der Vorjahre angeknüpft.

„Förderung in Nordrhein-Westfalen lohnt sich und kommt gut an – das belegen unsere erneut gestiegenen Förderzahlen“, erklärte Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK, im Rahmen der Jahrespressekonferenz. „Aber Förderung ist mehr als der Zugang zu günstigen Förderdarlehen. Damit wir auch weiterhin unserem Ziel gerecht werden, für jeden Anlass die passende Förderung bereit zu halten, erweitern wir unser Angebot in der Eigenkapitalfinanzierung und der Beratung.“

Wirtschaft

Die höchste Steigerung verzeichnete die NRW.BANK im Förderfeld „Wirtschaft“ – hier baute sie ihr Vorjahrsergebnis um 14 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro aus (Vj. 3,2 Mrd. €). Der Anteil für Gründungs- und Innovationsvorhaben belief sich dabei auf 683,5 Millionen Euro (Vj. 698,5 Mio. €, -2%) und blieb somit nahezu konstant, während die Anzahl der Gründungen in Nordrhein-Westfalen aufgrund des guten konjunkturellen Umfelds insgesamt rückläufig war. In der Mittelstandsförderung stieg das Neuzusagevolumen um 19 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro (Vj. 2,5 Mrd. €).

Auch der Bestand des Beteiligungsengagements ist weiter gestiegen: Zum 31.12.2017 hatte die Förderbank für NRW über ihre Fonds 244,9 Millionen Euro investiert, im Vorjahr waren es noch 212,6 Millionen Euro (+15%). Davon entfielen 138,1 Millionen Euro auf frühe Unternehmensphasen. „In NRW kommt jeder fünfte Euro Venture Capital von der NRW.BANK, hieran wollen wir weiter anknüpfen“, sagte Vorstandsmitglied Michael Stölting. „Wir wollen Nordrhein-Westfalen als Standort für Venture Capital weiter nach vorne bringen und mehr Investoren und Start-ups motivieren, nach NRW zu kommen.“

Eine ähnlich große Rolle wie die Finanzierung spielt in der Förderung die Beratung – gerade im Förderfeld „Wirtschaft“. Im Jahr 2017 wurden hier rund 17.000 Einzelberatungen und Seminare durchgeführt. Zusätzlich interessierten sich etwa ein Drittel der rund 1 Million Website-Besucher für Themen im gewerblichen Umfeld.

Wohnraum

Mit einem Neuzusagevolumen in Höhe von 2,6 Milliarden Euro (Vj. 2,7 Mrd. €, -5%) blieb die Nachfrage nach Programmen im Förderfeld „Wohnraum“ auf hohem Niveau. Hierin enthalten sind die Mittel des Wohnraumförderungsprogramms. Vorstandsmitglied Dietrich Suhlrie: „Die Wohnraumförderung der NRW.BANK sorgt dafür, dass ein signifikanter Anteil der dringend benötigten Wohnungen im preisgünstigen Segment entsteht. Dank günstiger Konditionen lohnt sich sozialer Wohnraum für Investoren und Mieter gleichermaßen.“ So finanzierte die NRW.BANK 2017 den Neubau, den Erwerb und die Modernisierung von fast 10.000 Wohnungen und Heimplätzen. Da insbesondere deutlich weniger Mittel für die Flüchtlingsunterbringung benötigt wurden, lag das Neuzusagevolumen im Wohnraumförderungsprogramm bei 906,6 Millionen Euro (Vj. 1,1 Mrd. €, -14%).

Infrastruktur/Kommunen

Das volumenstärkste Förderfeld „Infrastruktur/Kommunen“ ist im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro gestiegen (Vj. 5,2 Mrd. €) – allein für Infrastruktur-Projekte stellte die NRW.BANK insgesamt 2,6 Milliarden Euro (Vj. 2,1 Mrd. €) bereit und steigerte damit das Volumen um 27 Prozent. Über das zu Jahresbeginn eingeführte Programm NRW.BANK.Gute Schule 2020 riefen 240 Kommunen insgesamt 222,5 Millionen Euro für Sanierungen und Modernisierungen von Schulen ab. 500 Millionen Euro wurden hierfür bereitgestellt. Im Jahr 2017 nicht abgerufene Mittel stehen den Kommunen jedoch auch 2018 noch zur Verfügung. Vorstandsmitglied Gabriela Pantring: „Viele Kommunen haben den Mittelabruf bewusst ins Jahr 2018 geschoben, weil sie entweder mehr Vorlaufzeit für die Planungen benötigen, oder weil sie größere Projekte planen und 2018 auf zwei Jahreskontingente zugreifen können. Als zuverlässiger Partner der Kommunen helfen wir, die Schulen in Nordrhein-Westfalen zu modernisieren und so junge Menschen und deren Bildung zu fördern.“

Energiewende/Umweltschutz als Querschnittsthema in allen Förderfeldern

Die Programme zur Förderung der Energiewende und des Umweltschutzes wurden förderfeldübergreifend stärker nachgefragt als in den Vorjahren. Hierfür wurden insgesamt 2,2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt (Vj. 1,8 Mrd. €, +21%).

Refinanziert wird diese Förderung beispielsweise über den NRW.BANK.Green Bond. Im September 2017 platzierte die NRW.BANK bereits den fünften Green Bond, nachdem sie 2013 die erste regionale Förderbank in Europa war, die einen Green Bond emittierte. Zusätzlich baut sie bis 2020 ein eigenes Green Bond Investment Portfolio auf, das ein Mindestvolumen von 200 Millionen Euro erreichen soll. So leistet sie nun auch als Investor einen weiteren wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Zum 31.12.2017 betrug das Portfolio bereits 94,5 Millionen Euro.

Ertragslage und Kennzahlen der NRW.BANK

Zum 31. Dezember 2017 betrug die Bilanzsumme der NRW.BANK 147,6 Milliarden Euro (Vj. 142,1 Mrd. €). Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge/Bewertungsergebnis lag bei 395,4 Millionen Euro
(Vj. 465,2 Mio. €) und das Handelsrechtliche Eigenkapital bei 18 Milliarden Euro. Die Kernkapitalquote (CRR) betrug 41,34% (Vj. 41,76%).

Ausblick 2018

Die NRW.BANK will 2018 zwei Felder weiter ausbauen: die Eigenkapitalfinanzierung mit einem Schwerpunkt auf der Frühphase und die Beratung. Deshalb stellt sie seit Dezember 2017 214 Millionen Euro und damit 85 Prozent mehr Eigenkapital für Gründer (gesamt: 465,0 Mio. €) und 26 Millionen Euro also 7 Prozent mehr Eigenkapital für mittelständische Unternehmen (gesamt: 380,7 Mio. €) zur Verfügung. In der Beratung wird sie zum einen ihr Venture Center ausbauen – eine spezialisierte Beratungseinheit für technologieorientierte Gründungswillige aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie für neu gegründete, innovative Start-ups. Zum anderen will sie ihre Beratung im gewerblichen Umfeld stärken. Hierfür baut sie eine themenorientierte Beratung auf, die nicht nur NRW.BANK-eigene Programme umfasst. Im Fokus stehen Förderangebote in den Bereichen Gründung, Innovation/Digitalisierung sowie Umweltschutz/ Ressourceneffizienz. Das Angebot richtet sich an Multiplikatoren, wie die örtlichen Kammern oder Wirtschaftsförderungseinrichtungen.

Download: Raum für Innovation: Eckhard Forst, Michael Stölting, Gabriela Pantring und Dietrich Suhlrie auf der Jahrespressekonferenz der NRW.BANK 2018. (Bild: NRW.BANK / Fotostudio Schmidt-Dominé)[JPG, 7,44 MB ]

Förderbeispiele:

Über die NRW.BANK

Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer, das Land NRW, bei dessen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. In ihren drei Förderfeldern „Wirtschaft“, „Wohnraum“ und „Infrastruktur/Kommunen“ setzt die NRW.BANK ein breites Spektrum an Förderinstrumenten ein: von zinsgünstigen Förderdarlehen über Eigenkapitalfinanzierungen bis hin zu Beratungsangeboten. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen. In ihrer Förderung berücksichtigt die NRW.BANK auch bestehende Angebote von Bund, Land und Europäischer Union.

Weitere Informationen unter www.nrwbank.de

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Kontakt

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Gesatzki

Pressesprecherin

Tel.:0 211 91741-1847

Fax:0 211 91741-1260

E-Mail:caroline.gesatzki@nrwbank.de

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