Wohnungsmarktbarometer der NRW.BANK: Situation am Wohnungsmarkt verschärft sich

Wohnungsmarktbarometer der NRW.BANK

Situation am Wohnungsmarkt verschärft sich

Düsseldorf/Münster, 7. Juni 2017

Der Wohnungsmarkt in Nordrhein-Westfalen bleibt weiterhin angespannt. Während Wohnungen im preisgünstigen Segment nach wie vor Mangelware sind, verschärft sich die Situation für Mieter und Wohnungssuchende zunehmend auch im mittleren Preissegment. Ursache ist sowohl die gestiegene Nachfrage als auch der Rückgang  des Bestands an preisgünstigen Wohnungen. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Wohnungsmarktbarometers, das die NRW.BANK jährlich veröffentlicht und zu dem landesweit über 350 Wohnungsmarktexperten befragt werden.

Die Experten schätzen die Lage auf den nordrhein-westfälischen Wohnungsmärkten ähnlich angespannt ein wie Mitte der 90er-Jahre. Damals war die Nachfrage nach günstigem Wohnraum aufgrund der Zuwanderung in Folge der Wiedervereinigung und des Balkankrieges stark gestiegen.

Auch heute spielt die Zuwanderung eine bedeutende Rolle. Darüber hinaus wollen zunehmend mehr Menschen in Groß- und Universitätsstädten leben. Die Folge: Es wird insbesondere in den Ballungszentren mehr bezahlbarer Wohnraum benötigt.

Doch das Angebot an geförderten Mietwohnungen schrumpft, da viele ältere Bestände in den vergangenen Jahren aus der Preisbindung gefallen sind und zu wenig neu gebaut worden ist. Die Investitionsbedingungen sind zwar gut, doch als Hemmnis wirken sich zunehmend die hohen Baulandkosten sowie die kurzfristige Verfügbarkeit von Bauland aus.

„Es zeigt sich, dass der Neubau geförderter Mietwohnungen und der Erhalt preisgünstiger Bestandswohnungen weiterhin sehr wichtig bleiben“, sagt Dietrich Suhlrie, Vorstand der NRW.BANK. „Als Förderbank für Nordrhein-Westfalen bieten wir ein breites Spektrum an Förderangeboten für Investoren, um preisgünstige Wohnungen zu schaffen sowie zu erhalten und damit Quartiere aufzuwerten.“

Situation im mittleren Preissegment zunehmend angespannt
Der Druck im unteren Preissegment weitet sich zunehmend auf das mittlere Segment aus. War dieser Markt 2011 noch ausgewogen, bewerten die Experten dieses Segment heute zunehmend als angespannt. Die Nachfrage steigt, Neubau findet aber weiterhin vor allem im hochpreisigen Segment statt. Zumindest kurzfristig erwarten die Experten eine weiter zunehmende Marktanspannung.

Das Wohnungsmarktbarometer ist ein Stimmungsbild für die Wohnungsmärkte.  Befragt wurden 370 Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen wie Wohnungs-, Bau- und Finanzwirtschaft, Kommunen und Kreisen, Wissenschaft und Interessenverbänden. Die Fragen beziehen sich auf die Marktlage und aktuelle Entwicklungen der NRW-Wohnungsmärkte. Die Befragten beurteilen die Marktlage aus Sicht der Nachfrager.

Mehr zum Thema Wohnen erfahren Sie unter www.nrwbank.de/wohnen

Ansprechpartnerin für Rückfragen:
Birgit Kranzusch, stv. Pressesprecherin, Tel.: 0211 91741-1997


Über die NRW.BANK
Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer, das Land NRW, bei dessen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. In ihren drei Förderfeldern „Wirtschaft“, „Wohnraum“ und „Infrastruktur/Kommunen“ setzt die NRW.BANK ein breites Spektrum an Förderinstrumenten ein: von zinsgünstigen Förderdarlehen über Eigenkapitalfinanzierungen bis hin zu Beratungsangeboten. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen. In ihrer Förderung berücksichtigt die NRW.BANK auch bestehende Angebote von Bund, Land und Europäischer Union.

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Kontakt

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E-Mail:caroline.gesatzki@nrwbank.de

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