NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima Juli 2014: Deutliche Abkühlung des guten Geschäftsklimas

NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima Juli 2014

Deutliche Abkühlung des guten Geschäftsklimas

Düsseldorf/Münster, 5. August 2014

Das ifo-Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft Nordrhein-Westfalens hat sich im Juli wieder merklich abgekühlt. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle geschäftliche Lage im Juli zwar weiterhin meist positiv, im Vergleich zum Vormonat verschlechterte sie sich jedoch spürbar.

Für die kommenden sechs Monate erwarten die Unternehmen per saldo keine Verbesserung, rechnen aber auch nicht mit einer Verschlechterung ihrer Geschäfte. Die vermehrten geopolitischen Unruhen haben die Unternehmen spürbar verunsichert und belasten die Wirtschaft. Der Blick auf wichtige Absatzmärkte bereitet zunehmend Sorge. Die grundsätzliche Erholung ist zwar nicht in Gefahr – das Fundament für den derzeitigen Aufschwung ist weiter stabil –, aber die Risiken wachsen.

Im Verarbeitenden Gewerbe war das Geschäftsklima weniger freundlich als in den elf Monaten zuvor. Die Industrieunternehmen bewerteten sowohl ihre aktuelle Geschäftssituation als auch ihre Geschäftsaussichten nicht mehr so gut wie in den vorangegangenen Monaten.

Das Bauhauptgewerbe ist der einzige Bereich in Nordrhein-Westfalen, in dem sich das Geschäftsklima im Juli etwas verbesserte. Während die Unternehmen ihre aktuelle Lage weniger ungünstig einstuften, schätzten sie ihre Perspektiven ähnlich skeptisch ein wie zuletzt.

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Im Einzelhandel ist der Klimaindikator im Juli stark gesunken. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Situation wieder überwiegend negativ. Auch im Hinblick auf die weitere Entwicklung waren sie wesentlich pessimistischer als im Juni.

Im Großhandel hat sich das Geschäftsklima ebenfalls spürbar eingetrübt. Dies war vor allem auf eine weniger positive Beurteilung der aktuellen Geschäftslage zurückzuführen, aber auch auf eine nachlassende Zuversicht in den Geschäftserwartungen.

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