Jahresbilanz
der NRW.BANK zum 31. Dezember 2021
s. Anhang Ziffer 31.12.2020
Tsd. €
1. Barreserve
a) Kassenbestand 10.222,42 10
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 4.123.404.637,19 4.301.343
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 4.123.404.637,19 € (4.301.343)
4.123.414.859,61 4.301.353
2. Forderungen an Kreditinstitute 1, 10, 22, 25, 26
a) täglich fällig 3.742.383.351,55 4.969.641
b) andere Forderungen 42.566.695.198,65 41.367.880
46.309.078.550,20 46.337.521
3. Forderungen an Kunden 2, 10, 22, 25, 26 57.858.730.845,81 60.410.489
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert 682.305,03 € (1.030)
Kommunalkredite 41.283.188.264,03 € (42.293.289)
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3, 7, 11, 22, 25, 26
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von öffentlichen Emittenten 21.088.453.483,30 21.135.125
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 18.517.782.065,72 €
(17.758.378)
ab) von anderen Emittenten 17.026.317.570,96 17.480.583
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 13.805.479.710,35 €
(14.380.988)
38.114.771.054,26 38.615.708
38.114.771.054,26 38.615.708
Übertrag: 146.405.995.309,88 149.665.071
Aktivseite
1/4
Anlage 1.1
s. Anhang Ziffer 31.12.2020
Tsd. €
Übertrag: 146.405.995.309,88 149.665.071
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4, 7 11.874.068,44 16.963
6. Beteiligungen 5, 7 2.409.193.154,01 2.390.321
darunter: an Kreditinstituten 2.243.772.546,20 € (2.243.773)
7. Anteile an verbundenen Unternehmen 5, 7 25.653.161,87 28.287
8. Treuhandvermögen 6 2.081.781.756,59 1.894.704
darunter: Treuhandkredite 2.075.982.924,40 € (1.836.474)
9. Immaterielle Anlagewerte 7 2.810.191,30 3.407
10. Sachanlagen 7 254.226.366,58 258.994
11. Sonstige Vermögensgegenstände 8, 22, 31, 33 1.452.657.779,02 999.245
12. Rechnungsabgrenzungsposten 9, 22, 33 488.021.088,22 529.805
Summe der Aktiva 153.132.212.875,91 155.786.797
2/4
Anlage 1.1
Passivseite
s. Anhang Ziffer 31.12.2020
Tsd. €
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12, 22, 25, 26
a) täglich fällig 1.755.966.206,26 1.156.496
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 38.284.813.667,88 39.308.175
40.040.779.874,14 40.464.671
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 13, 22, 26
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 358.698.403,25 336.066
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 10.653.275.222,08 11.126.570
11.011.973.625,33 11.462.636
3. Verbriefte Verbindlichkeiten 14, 22, 26
a) begebene Schuldverschreibungen 74.129.246.200,49 75.109.691
74.129.246.200,49 75.109.691
3a. Handelsbestand 15 105.768,80 97
4. Treuhandverbindlichkeiten 16 2.081.781.756,59 1.894.704
darunter: Treuhandkredite 2.075.982.924,40 € (1.836.474)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 17, 22, 33 1.232.388.966,52 2.243.459
6. Rechnungsabgrenzungsposten 18, 22, 33 850.680.148,34 970.165
7. Rückstellungen 19
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.493.076.905,00 2.372.547
b) Steuerrückstellungen 7.983.915,41 753
c) Rückstellungen für Zinsvergünstigungen 154.293.095,15 139.596
d) andere Rückstellungen 615.645.361,67 585.326
3.270.999.277,23 3.098.222
Übertrag: 132.617.955.617,44 135.243.645
3/4
Anlage 1.1
s. Anhang Ziffer 31.12.2020
Tsd. €
Übertrag: 132.617.955.617,44 135.243.645
8. Nachrangige Verbindlichkeiten 20 1.490.420.207,00 1.550.020
darunter: vor Ablauf von 2 Jahren fällig 118.200.000,00 € (119.000)
9. Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.038.190.000,00 1.008.095
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 3.190.000,00 € (3.095)
10. Eigenkapital 21
a) gezeichnetes Kapital 17.000.000.000,00 17.000.000
b) Kapitalrücklage 729.899.923,05 729.290
c) Gewinnrücklagen
ca) satzungsmäßige Rücklagen 36.100.000,00 36.100
cb) andere Gewinnrücklagen 219.647.128,42 219.647
d) Bilanzgewinn 0,00 0
17.985.647.051,47 17.985.037
Summe der Passiva 153.132.212.875,91 155.786.797
1. Eventualverbindlichkeiten 22, 23, 32
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 14.990.402.551,82 14.199.040
2. Andere Verpflichtungen 22, 24
Unwiderrufliche Kreditzusagen 7.954.318.364,79 7.979.824
3. Verwaltungsvermögen 18.667.657,56 20.097
4/4
Anlage 1.1
Gewinn- und Verlustrechnung
der NRW.BANK für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
s. Anhang Ziffer 1.1. – 31.12.2020
Tsd. €
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 2.326.202.621,10 2.657.886
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 369.206.315,68 449.018
2.695.408.936,78 3.106.904
darunter: aus negativen Zinsen 86.655.377,30 € (81.893)
2. Zinsaufwendungen 2.043.378.581,26 2.399.480
darunter: aus positiven Zinsen 186.132.888,47 € (124.431)
652.030.355,52 707.424
3. Laufende Erträge aus
a) Beteiligungen 16.619.736,23 8.329
b) Anteilen an verbundenen Unternehmen 130.692,98 3.081
16.750.429,21 11.410
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen 168.104,98 230
5. Provisionserträge 27 89.449.057,05 91.144
6. Provisionsaufwendungen 8.219.060,20 8.251
81.229.996,85 82.893
7. Nettoertrag des Handelsbestands 854.698,79 361
8. Sonstige betriebliche Erträge 28 30.807.426,61 13.193
Übertrag: 781.841.011,96 815.511
Anlage 1.2
1/2
s. Anhang Ziffer 1.1. – 31.12.2020
Tsd. €
Übertrag: 781.841.011,96 815.511
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand 34
aa) Löhne und Gehälter 119.997.249,41 115.895
ab) Soziale Abgaben und Aufwen dun gen für Altersversorgung und
für Unterstützung 35.478.908,21 38.314
155.476.157,62 154.209
darunter: für Altersversorgung 11.304.310,07 € (19.106)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 30, 35 109.493.444,46 113.913
264.969.602,08 268.122
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte
und Sachanlagen 8.038.507,09 4.341
11. Sonstige betriebliche Aufwendungen 29 248.589.478,67 235.164
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte
Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 417.080.933,52 399.486
darunter: Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 30.000.000,00 € (50.000)
13. Erträge aus der Zuschreibung zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen
Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 179.849.321,88
109.914
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 23.011.812,48 18.312
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 17.217.305,23 11.236
17. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten „Sonstige betriebliche
Aufwendungen“ ausgewiesen 284.697,21 137
17.502.002,44 11.373
18. Jahresüberschuss 5.509.810,04 6.939
19. Zur Erfüllung gesetzlicher Ausschüt tungserfordernisse vorgesehen 36 5.509.810,04 6.939
20. Bilanzgewinn 0,00 0
Anlage 1.2
2/2
Angaben zur Identifikation der Bank
Zur Identifikation der NRW.BANK werden geß § 264 Abs. 1a
Handelsgesetzbuch (HGB) folgende Angaben gemacht:
Firma
NRW.BANK
Anstalt des öffentlichen Rechts
Sitz
Düsseldorf Münster
Kavalleriestraße 22 Friedrichstraße 1
40213 Düsseldorf 48145 Münster
Handelsregister (HR)
HR A 15277 Amtsgericht Düsseldorf
HR A 5300 Amtsgericht Münster
Aufstellung des Jahresabschlusses der NRW.BANK
Der Jahresabschluss der NRW.BANK wird nach den Vorschriften
des Handelsgesetzbuchs (HGB), der Verordnung über die
Rechnungs legung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungs-
institute (RechKredV), des Gesetzes über die NRW.BANK
(NRW.BANK G) und der Satzung der NRW.BANK aufgestellt.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht
werden können, erfolgen im Anhang. Im Anhang werden Beträge
grundsätzlich in Mio. € angegeben.
Im vorliegenden Jahresabschluss werden die Aktiva und Passiva
wie im Vorjahr mit den fortgeführten Werten gemäß §§ 252 ff. HGB
angesetzt.
Die Tochtergesellschaften im Verbund der NRW.BANK sind
jeweils einzeln und zusammen von untergeordneter Bedeutung.
Ein Konzernabschluss wird nicht aufgestellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Bewertung der Vermögensgegenstände, der Schulden und
der schwebenden Geschäfte erfolgt geß §§ 340 ff. HGB in
Verbindung mit §§ 252 ff. HGB.
1. Allgemeines
Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungs-
kosten, gegebenenfalls um Disagien vermindert, ausgewiesen.
Agien und Disagien aus Anleihen und Schuldverschreibungen
werden bis zum Laufzeitende aufgelöst. Verbindlichkeiten sind
Anhang
der NRW.BANK für das Geschäftsjahr 2021
1/50
Anlage 1.3
Termin mit demselben Kontrahenten. Wertpapiere, die mit einer
Verkaufsverpflichtung gekauft wurden (Reverse Repo-Geschäfte),
und solche, die mit einer Rückkaufsverpflichtung verkauft wurden
(Repo-Gescfte), werden in der Regel als besicherte Finanz-
gescfte betrachtet. Die bei Repo-Geschäften in Pension gege-
benen Wertpapiere (Kassaverkauf) werden weiterhin als Wert-
papierbestand bilanziert. Die im Rahmen des Repo-Geschäfts
erhaltene Bareinlage einschließlich aufgelaufener Zinsen wird
passiviert. Bei Reverse Repo-Geschäften wird eine entsprechende
Forderung einschließlich aufgelaufener Zinsen bilanziert. Die dem
Geldgeschäft zugrundeliegenden in Pension genommenen Wert-
papiere (Kassakauf) werden nicht in der Bilanz ausgewiesen.
Bei Wertpapierleihgeschäften überträgt der Verleiher dem Ent-
leiher Wertpapiere für eine bestimmte Zeit aus seinem Bestand.
Der Entleiher verpflichtet sich, nach Ablauf der Leihfrist Wert-
papiere gleicher Ausstattung und Menge zurück zu übertragen.
Rechtlich handelt es sich nach herrschender Meinung um ein
Sachdarlehen. Der Verleiher ist verpflichtet, dem Entleiher die
Wertpapiere zu übereignen; der Entleiher tritt in alle Rechte aus
den Wertpapieren ein. Dessen ungeachtet bleibt der Verleiher
von Wertpapieren nach herrschender Meinung wirtschaftlicher
Eigentümer der verliehenen Wertpapiere. Demzufolge werden
entliehene Wertpapiere nicht in der Bilanz ausgewiesen, ver-
liehene Wertpapiere werden aufgrund des wirtschaftlichen
Eigen tums weiterhin bilanziert.
Erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung
von Einzelwertberichtigungen (EWB) und Rückstellungen aus-
reichend Rechnung getragen.
mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert; die zugehörigen Disagien
sind als aktive Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. Agien
zu Forderungen oder Verbindlichkeiten werden als aktive
beziehungs weise passive Rechnungsabgrenzungsposten aus-
gewiesen. Die Auflösung dieser Posten erfolgt linear. Die zum
Bilanzstichtag ermittelten anteiligen Zinsen werden grundsätz-
lich mit der zugrundeliegenden Forderung oder Verbindlichkeit
bilanziert. Unverzinsliche Mitarbeiterdarlehen sind entsprechend
den steuerlichen Vorschriften mit den fortgeführten Anschaf-
fungskosten ausgewiesen. Begebene Zerobonds sind mit dem
Emissionswert zuzüglich zeitanteiliger Zinsen bis zum Bilanz-
stichtag passiviert.
Gemäß dem Beschluss des Bankenfachausschusses (BFA) des
Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) vom 23. Juni 2015 sind
negative Zinsen in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
innerhalb des Zinsergebnisses separat auszuweisen. Der BFA
begründet dies damit, dass das Auftreten negativer Zinsen auf
Geld- und Kapitalmärkten ein außergewöhnliches Phänomen
darstellt. Die NRW.BANK nimmt dementsprechend den Ausweis
von negativen Zinsen durch offene Absetzung als „Darunter-
Vermerk“ innerhalb der GuV-Posten „Zinserträge“ (Reduzierung
der Zinserträge der Aktivseite) und „Zinsaufwendungen“ (Redu-
zierung der Zinsaufwendungen der Passivseite) vor. Negative
Zinsen aus Swapgeschäften unterliegen der Saldierung (Netting)
und sind somit nicht in diesem Ausweis enthalten.
Echte Pensionsgeschäfte beziehungsweise (Reverse) Repo-
Geschäfte sind Kombinationen aus Kassakäufen oder -verkäufen
von Wertpapieren mit gleichzeitigem Verkauf oder Rückkauf auf
2/50
Anlage 1.3
Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Die unter
dem Bilanzstrich ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten und
anderen Verpflichtungen wurden in Höhe der für diese Posten
gebildeten Rückstellungen für drohende Verluste gekürzt.
Die Grundsätze der IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung
Zur einheitlichen oder getrennten handelsrechtlichen Bilanzie-
rung strukturierter Finanzinstrumente (IDW RS HFA 22)“ finden
im vorliegenden Jahresabschluss Anwendung. Hiernach werden
strukturierte Finanzinstrumente des Anlagebuchs einschließlich
begebener Wertpapiere grundsätzlich als einheitlicher Vermögens
-
gegenstand oder einheitliche Verbindlichkeit bilanziert. In den
Fällen, in denen das strukturierte Finanzinstrument aufgrund des
eingebetteten Derivats im Vergleich zum Basisinstrument wesent-
lich erhöhte oder zusätzliche Risiken oder Chancen aufweist,
werden die jeweiligen Bestandteile des Vermögensgegenstands
oder der Verbindlichkeit unter Beachtung der maßgeblichen
handels rechtlichen Grundsätze als Grundgeschäft und derivative
Komponente getrennt bilanziert. Dagegen bleibt es in den Fällen
bei der einheitlichen Bilanzierung, in denen diese zu einer zutref-
fenden Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
führt.
Im Rahmen der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts stellt die
NRW.BANK auf einen Mark-to-Market-Ansatz ab, sofern ein aktiver
Markt vorhanden ist. In diesen Fällen basiert die Bewertung auf
liquiden Preisen anerkannter Marktdaten-Provider (zum Beispiel
Refinitiv oder Bloomberg). Darüber hinaus kommt zur Bewertung
im Sinne eines Mark-to-Model-Ansatzes die Discounted Cashflow-
Methode zum Einsatz. Bei der Discounted Cashflow-Methode
Die Ermittlung von Pauschalwertberichtigungen (PWB) für latente
Risiken von Forderungen, Eventualverbindlichkeiten und unwider-
ruflichen Kreditzusagen erfolgt seit dem Jahresabschluss 2020
unter vorzeitiger Anwendung der IDW-Stellungnahme zur
Rechnungslegung „Risikovorsorge für vorhersehbare, noch
nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kredit-
geschäft von Kreditinstituten (‘Pauschalwertberichtigungen)
(IDW RS BFA 7). Dafür greift die Bank bei der Ermittlung der
PWB auf das vereinfachte Verfahren zur Bewertung gemäß
IDW RS BFA 7 zurück. Demnach kann für Kreditgeschäfte die
zwölf Monats-Ausfallwahrscheinlichkeit (ohne eine Anrechnung
von Bonitätsprämien) verwendet werden, wenn eine Ausgegli-
chenheit zwischen Bonitätsprämien und Risikoerwartung zum
Zeitpunkt der Kreditausreichung angenommen werden kann und
keine deutliche Erhöhung des Adressenausfallrisikos zum Stich-
tag besteht. Hat sich das Ausfallrisiko des betreffenden Kredit-
bestands im Zeitablauf deutlich erhöht, so ist zu beurteilen, ob
ein höherer Betrag anzusetzen ist. Das Konzept der NRW.BANK
sieht hier als Beurteilungskriterium bestimmte Downgrade-
Konstellationen im Bonitätsrating vor. In diesen Fällen wird bei
der Berechnung dann der erwartete Verlust über die gesamte
Restlaufzeit zugrunde gelegt.
Auf der Grundlage von stresstestbasierten Annahmen wurde die
angesichts der coronabedingt außergewöhnlichen Unsicherheits-
situation bei der Bewertung von Kreditrisiken im Vorjahr gebildete,
zusätzliche Pauschalwertberichtigung unverändert beibehalten.
Die Wertberichtigungen wurden in der Bilanz aktivisch im längs-
ten Restlaufzeitband vom jeweiligen Forderungsposten abgesetzt.
3/50
Anlage 1.3
2. Förderkredite des Bereichs Wohnraumförderung
Im Hinblick auf die kongruente Finanzierung durch Eigenkapital
sowie den Ausgleich eines eventuell entstehenden negativen
Zinssaldos durch das Land Nordrhein-Westfalen (sogenannte
Zinssaldogarantie) für alle bis zum 31. Dezember 2009 bewillig-
ten Förderkredite des Bereichs Wohnraumförderung sind die
überwiegend un- und unterverzinslichen Förderkredite gegen-
über Kunden und Kreditinstituten zu Nominalwerten bewertet.
Zum Bilanzstichtag besteht kein negativer Zinssaldo für diese
Forderungen.
Für alle nach dem 31. Dezember 2009 bewilligten Kredite des
Bereichs Wohnraumförderung besteht keine Absicherung durch
die Zinssaldogarantie des Landes Nordrhein-Westfalen. Bis zum
Bilanzstichtag wurde für die Finanzierung der nicht zinssaldo-
garantierten Kredite ausschließlich Eigenkapital eingesetzt.
3. Verlustfreie Bewertung des Anlagebuchs
Die IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung „Einzelfragen
der
verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des
Bank
buchs (Zinsbuchs) (IDW RS BFA 3 n. F.)“ sieht vor, dass für
einen Verpflichtungsüberschuss, der sich aus dem Bank- / Zins-
buch bei einer Gesamtbetrachtung des Geschäfts ergibt, eine
Droh verlustrückstellung zu bilden ist. Die NRW.BANK hat im
Jahresabschluss 2021 entsprechende Berechnungen durchgeführt
und dabei die GuV-orientierte (periodische beziehungsweise
zeitraumbezogene) Betrachtungsweise gewählt. Der Barwert der
zukünftigen Zinsergebnisse des Anlagebuchs wurde um die
antei ligen Risiko- und Verwaltungskosten für die Gesamtlaufzeit
vermindert. Ein Verpflichtungsüberschuss, und damit die Not-
werden (für Instrumente ohne Optionen) die vertraglich fest-
gelegten Cashflows eines Instruments mithilfe risikoadjustierter
Zinssätze diskontiert (Einsatz von Spread-Kurven). Soweit möglich
werden dabei Zinskurven verwendet, die auf liquiden, am Markt
quotierten Kurven beruhen. In Ausnahmefällen werden die zur
Diskontierung herangezogenen Spreads entweder Research-
Veröffentlichungen entnommen oder alternativ durch dritte
Marktteilnehmer bereitgestellt und durch den Bereich Risiko-
controlling unabhängig verifiziert.
Strukturierte Derivate beziehungsweise sonstige strukturierte
Produkte werden auf Basis anerkannter Modelle bewertet
(Normal- Black 76, Normal-Black 76 mit Erweiterung für CMS
Spread-Instrumente, Ein-Faktor-Zinsmodelle, Linear-Swap-Rate-
Modell, Hazard Rate-Modell). Auch hier wird auf Bewertungs-
parameter auf Basis branchenüblicher Marktdatenquellen zurück
-
gegriffen (zum Beispiel Refinitiv oder Markit).
Bei der Nutzung von Modellen werden marktübliche Modell-
annahmen getroffen. Bewertungsunsicherheiten ergeben sich
aus den Unsicherheiten der verwendeten Parameter und der den
Modellen zugrundeliegenden Annahmen.
Aufgrund der EU Benchmark-Verordnung werden alle kritischen
Referenzzinssätze durch neue risikofreie Zinssätze ersetzt. Die
einmaligen Ausgleichszahlungen für die Umstellung der Verzin-
sung von Barsicherheiten für besicherte Derivate werden ent-
sprechend der Verlautbarung des Bankenfachausschusses des
IDW für Derivate des Nichthandelsbestands direkt erfolgs-
wirksam in der GuV erfasst.
4/50
Anlage 1.3
rung der Gesamtzinsrisikoposition der Bank als Mikro-Hedge
beziehungs weise Makro-Hedge abgeschlossene Zins- und
Währungs derivate sowie um Credit Default Swaps (CDS) als
Kredit ersatzgeschäfte.
5. Wertpapiere der Liquiditätsreserve
Die Bewertung der Wertpapiere der Liquiditätsreserve erfolgt
nach dem strengen Niederstwertprinzip. Liegt der Buchwert
über dem beizulegenden Zeitwert, werden diese mit dem
niedrigeren Zeitwert am Abschlussstichtag angesetzt.
6. Finanzinstrumente des Handelsbestands
Die Bewertung der Finanzinstrumente des Handelsbestands
erfolgt gemäß § 340e Abs. 3 HGB zum beizulegenden Zeitwert
zuzüglich eines Risikoabschlags für Handelspassiva in Höhe von
0,1 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €).
Der Risikoabschlag wurde auf Basis des Value-at-Risk-(VaR-)
Modells berechnet, das der Bereich Risikocontrolling auch für die
interne Überwachung der Marktpreisrisiken des Handelsbuchs
einsetzt. Es wurden die aufsichtsrechtlichen Vorgaben eines
Konfidenzniveaus von 99% und einer Haltedauer von zehn Tagen
angewendet. Der historische Beobachtungszeitraum zur Bestim-
mung der statistischen Parameter umfasst 250 Tage, wobei Ereig
-
nisse der jüngeren Vergangenheit stärker gewichtet werden.
Die institutsintern festgelegten Kriterien für die Einbeziehung
von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand blieben im abge-
laufenen Geschäftsjahr unverändert.
wendigkeit zur Bildung einer Drohverlustrückstellung, ergab sich
dabei nicht.
4. Wertpapiere und Derivate des Anlagebestands
Die Bewertung der Wertpapiere, die wie Anlagevermögen
behandelt werden (Finanzanlagebestand), erfolgt zu fortgeführten
Anschaf fungskosten. Bei voraussichtlich dauernder Wert min de-
rung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden
Zeitwert vorgenommen. Soweit Wertpapiere des Finanzanlage-
bestands unter Anwendung des gemilderten Niederstwert-
prinzips zu Werten bilanziert sind, die über den aktuellen Markt-
oder Börsenwerten liegen, werden diese Unterschiede im
Anhang angegeben. Diese Angabe verändert sich im Zeitablauf
bestands-, aber auch zins- beziehungsweise risikoinduziert.
Für Wertpapiere des Finanzanlagebestands mit einem Buchwert
in Höhe von 12.654.424.192,13 € wurde ein niedrigerer Markt-
wert in Höhe von 12.463.038.758,04 € ermittelt.
Aufgrund der fristen- und zinskongruenten Refinanzierung
beziehungs weise Absicherung sowie fehlender nachhaltiger
Bonitäts verschlechterungen im Finanzanlagebestand (keine
voraus sichtlich dauernde Wertminderung) wurde auf eine
entsprechende Abschreibung auf den Markt- oder Börsenwert
verzichtet.
Die Bewertungsergebnisse aus derivativen Geschäften im
Finanz anlagebestand werden nicht erfasst. Es handelt sich dabei
um zur Absicherung einzelner Risikopositionen oder zur Steue-
5/50
Anlage 1.3
Die NRW.BANK hat die Beteiligung an der Portigon AG und die
Wertgarantie in eine Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB ein-
bezogen und nach der sogenannten Einfrierungsmethode bilan-
ziert. Demzufolge wird die Beteiligung an der Portigon AG zum
31. Dezember 2021 mit einem Wert in Höhe von 2.190,8 Mio. €
bilanziert.
8. Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte
Sachanlagen und entgeltlich erworbene immaterielle Anlage-
werte, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend
den jeweiligen steuerlichen Vorschriften abgeschrieben. Außer-
planmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauern-
der Wertminderung vorgenommen.
9. Rückstellungen
Rückstellungen bestehen für ungewisse Verbindlichkeiten und
drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe des
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags.
Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2
Satz 1 HGB mit dem restlaufzeitäquivalenten durchschnittlichen
Marktzinssatz abgezinst, der sich aus den vergangenen zehn
Geschäftsjahren ergibt. Sonstige Rückstellungen mit einer Rest-
laufzeit von mehr als einem Jahr sind demgegenüber mit dem
restlaufzeitäquivalenten durchschnittlichen Marktzinssatz der
vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Gemäß § 340e Abs. 4 HGB ist dem Sonderposten „Fonds für
allgemeine Bankrisiken“ nach § 340g HGB in jedem Geschäfts-
jahr ein Betrag, der mindestens 10% der Nettoerträge des
Handels bestands entspricht, zuzuführen und dort gesondert
auszuweisen. Die Zuführung zu dem Sonderposten ist der Höhe
nach begrenzt und hat so lange zu erfolgen, bis der Sonderposten
eine Höhe von 50% des Durchschnitts der letzten fünf vor dem
Berechnungsstichtag erzielten jährlichen Nettoerträge des
Handels bestands erreicht. Die NRW.BANK hat dementsprechend
im Jahresabschluss 2021 einen Betrag in Höhe von 95,0 Tsd. €
(Vj. 41,0 Tsd. €) aus dem Nettoergebnis des Handelsbestands
dem Sonderposten „Fonds für allgemeine Bankrisiken“ nach
§ 340g HGB zugeführt und dort einen gesonderten Ausweis der
kumulierten Zuführungen zu dem Sonderposten als „Darunter-
Vermerk“ vorgenommen.
7. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden
zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von bestehenden
Sicherheiten angesetzt; bei voraussichtlich dauernder Wertmin-
derung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegen-
den Zeitwert vorgenommen.
Im Hinblick auf die Beteiligung an der Portigon AG hat das Land
Nordrhein-Westfalen gegenüber der NRW.BANK eine unbe-
fristete Wertgarantie ausgesprochen, die das Beteiligungsrisiko
absichern soll. Im Fall einer Veräußerung wird die Differenz
zwischen dem Veräußerungserlös und einem Wert in Höhe von
2.200,0 Mio. € garantiert.
6/50
Anlage 1.3
Bei der Bemessung der Rückstellung für Beihilfeleistungen wurde
ein Steigerungsfaktor für Gesundheitsleistungen von jährlich
3,5% berücksichtigt. Als Grundlage wurde der Durchschnitts-
satz der Beihilfezahlungen der letzten drei Jahre herangezogen.
Der GuV-Ausweis der Zinseffekte aus der Bewertung der
Pen sions-, Beihilfe- und sonstigen Personalrückstellungen
erfolgt im sonstigen betrieblichen Ergebnis.
Um den staatlichen Förderaufgaben der NRW.BANK gerecht
zu werden, wurde wie bereits in den Vorjahren für bestimmte
Kredite das Instrument der Zinsvergünstigung eingesetzt. Bei
Kreditvergabe wird die Zinsvergünstigung in Höhe des Barwert-
betrags zurückgestellt.
Das Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 des Einführungs-
gesetzes zum Handelsgesetzbuch (EG-HGB) wurde im Geschäfts
-
jahr 2010 in der Art in Anspruch genommen, dass bisherige
Rückstellungen aufgrund von Überdeckungen beibehalten
werden, da der aufzulösende Betrag einer an sich erforderlichen
Rückstellungsauflösung bis spätestens zum 31. Dezember 2024
wieder zugeführt werden muss. Zum 31. Dezember 2021 besteht
für eine sonstige Rückstellung eine Überdeckung in Höhe von
0,3 Tsd. € (Vj. 1,2 Tsd. €).
10. Währungsumrechnung
Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß § 256a HGB in Ver-
bindung mit § 340h HGB sowie der IDW-Stellungnahme zur
Rechnungslegung „Besonderheiten der handelsrechtlichen
Fremdwährungsumrechnung bei Instituten (IDW RS BFA 4)“. Auf
Gemäß dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB hat die
NRW.BANK Rückstellungen für Altersversorgungsverpflich-
tungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen
pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst,
der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren
ergibt. Der zur Abzinsung verwendete Zinssatz in Höhe von
1,87% (Vj. 2,30%) wurde von der Deutschen Bundesbank vor-
gegeben.
Der gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB für Rückstellungen für
Alters versorgungsverpflichtungen ermittelte Unterschiedsbetrag
zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des
entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den
vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rück-
stellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren
in Höhe von 210,1 Mio. € (Vj. 269,0 Mio. €) unterliegt einer Aus-
schüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Demnach
dürfen Gewinne nur dann ausgeschüttet werden, wenn die nach
der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen
zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlust-
vortrags mindestens dem Unterschiedsbetrag entsprechen.
Die Bewertung der Pensions-, Beihilfe- und sonstigen Personal-
rückstellungen erfolgt nach dem international anerkannten
Anwart schaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method)
unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenentwick-
lungen. Auf Basis der „Heubeck-Richttafeln 2018 G“ von der
Heubeck-Richttafeln-GmbH in Köln wurde hierfür eine Gehalts-
und Rentendynamik in Höhe von 2,5% zugrunde gelegt.
7/50
Anlage 1.3
11. Latente Steuern
Aufgrund der Ertragsteuerbefreiung der NRW.BANK entfallen
latente Steuern auf die im Interesse des Landes gehaltene Betei-
ligung an einer Personenhandelsgesellschaft. Latente Steuern
auf die insgesamt zu einer Steuerentlastung führenden abzugs-
fähigen temporären Differenzen wurden gemäß § 274 Abs. 1
Satz 2 HGB nicht angesetzt.
Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände, Schulden und
schwebende Geschäfte werden mit dem Devisenkassamittelkurs
am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die NRW.BANK
nutzt hierfür den Referenzkurs des Europäischen Systems der
Zentralbanken (ESZB). Bei Devisentermingeschäften wird der
Terminkurs in einen Kassakurs und einen Swapsatz aufgespalten.
Für die Währungsumrechnung ermittelt die NRW.BANK die
Währungspositionen durch Gegenüberstellung der Ansprüche
und Verpflichtungen aller auf Fremdwährung lautenden Vermö-
gensgegenstände, Schulden und schwebenden Geschäfte in der
jeweiligen Währung. Diese Geschäfte werden gemäß § 256a HGB
in Verbindung mit § 340h HGB in jeder Währung als besonders
gedeckt eingestuft und bewertet. Dementsprechend werden
alle Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung
gemäß § 340h HGB in der GuV erfasst und als „Devisenergebnis“
im „Nettoaufwand des Handelsbestands“ oder im „Nettoertrag
des Handelsbestands“ ausgewiesen.
Nicht monetäre Vermögensgegenstände werden abweichend zu
dieser grundsätzlichen Vorgehensweise gemäß § 256a HGB zum
Zugangszeitpunkt in Euro umgerechnet und in Euro geführt.
Das zum 31. Dezember 2021 aus der Währungsumrechnung von
Devisentermingeschäften resultierende positive Bewertungs-
ergebnis wird als „Ausgleichsposten aus der Währungsumrech-
nung gemäß § 340h HGB“ im Bilanzposten „Sonstige Vermö-
gensgegenstände“ ausgewiesen.
8/50
Anlage 1.3
Angaben zur Bilanz
Forderungen an Kreditinstitute (1)
Gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht, werden Forderungen in Höhe von 143,4 Mio. €
(Vj. 87,3 Mio. €) ausgewiesen.
Fristengliederung
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
täglich fällig 3.742,4 4.969,6
andere Forderungen
bis drei Monate 1.965,3 2.280,9
mehr als drei Monate bis ein Jahr 3.695,4 3.649,0
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 16.378,6 16.061,0
mehr als fünf Jahre 20.527,4 19.377,0
Bilanzausweis 46.309,1 46.337,5
Forderungen an Kunden (2)
Gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht, werden Forderungen in Höhe von 8,2 Mio. €
(Vj. 6,2 Mio. €) ausgewiesen.
Fristengliederung
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
bis drei Monate 2.561,3 3.558,5
mehr als drei Monate bis ein Jahr 3.911,6 3.983,2
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 17.715,3 17.571,0
mehr als fünf Jahre 33.670,5 35.297,8
Bilanzausweis 57.858,7 60.410,5
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere (3)
Börsennotierung
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wert-
papiere
– börsennotiert 35.081,2 35.222,1
– nicht börsennotiert 3.033,6 3.393,6
Bilanzausweis 38.114,8 38.615,7
Von den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen
Wertpapieren sind 3.450,1 Mio. € (Vj. 5.724,1 Mio. €) im Folge-
jahr fällig.
Gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht, werden keine Schuldverschreibungen und andere fest-
verzinsliche Wertpapiere ausgewiesen (Vj. 75,0 Mio. €).
Vom Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festver-
zinslichen Wertpapieren werden 0,1 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €) als
Liquiditätsreserve und 38.114,7 Mio. € (Vj. 38.615,6 Mio. €) als
Finanzanlagebestand geführt.
9/50
Anlage 1.3
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (4)
Alle Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere
sind dem Finanzanlagebestand zuzurechnen.
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen (5)
Die NRW.BANK hält Beteiligungen in Höhe von 2.409,2 Mio. €
(Vj. 2.390,3 Mio. €) und Anteile an verbundenen Unternehmen
in Höhe von 25,7 Mio. € (Vj. 28,3 Mio. €). Von den Beteiligungen
sind 2.202,7 Mio. € (Vj. 2.201,4 Mio. €) in börsenfähigen Wert-
papieren verbrieft. Börsennotierte Wertpapiere werden nicht
gehalten.
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der NRW.BANK gemäß § 285
Nr. 11 und 11a HGB erfolgt in einer gesonderten Aufstellung im
Abschnitt „Sonstige Angaben“.
Die NRW.BANK ist an folgenden großen Kapitalgesellschaften
mit mehr als 5% der Stimmrechte beteiligt:
Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)
Portigon AG
Treuhandvermögen (6)
Das Treuhandvermögen gliedert sich in folgende Aktivposten:
Börsennotierung
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
Aktien und andere nicht
fest verzinsliche Wertpapiere
– börsennotiert 11,9 17,0
– nicht börsennotiert
Bilanzausweis 11,9 17,0
Der Anstieg des Treuhandvermögens ist nahezu ausschließlich
auf das Förderprogramm „KfW-Schnellkredit 2020“ zurück-
zuführen.
Aufgliederung nach Aktivposten
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
Forderungen an Kreditinstitute 984,2 690,2
Forderungen an Kunden 1.091,8 1.146,3
Beteiligungen und Anteile an
verbundenen Unternehmen 5,8 58,2
Bilanzausweis 2.081,8 1.894,7
10/50
Anlage 1.3
Entwicklung des Anlagevermögens (7)
Von den Grundstücken und Gebäuden sind 238,9 Mio. €
(Vj. 243,4 Mio. €) betrieblich genutzt.
Anlagen spiegel
Schuldver schrei bungen
und andere fest ver-
zinsliche Wertpapiere
des Anlage vermögens
Mio. €
Aktien und andere
nicht festverzins liche
Wertpapiere des
Anlagevermögens
Mio. €
Beteiligungen
Mio. €
Anteile an
verbundenen
Unter nehmen
Mio. €
Immaterielle
Anlagewerte
Mio. €
Grundstücke und
Gebäude
Mio. €
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Mio. €
Anschaffungs kosten /
Herstellungskosten
Stand am 1.1.2021 38.365,3 17,0 3.986,4 53,8 76,7 258,7 34,3
Zugänge
Nettoveränderung
gemäß § 34 Abs. 3 Satz 2 RechKredV:
−2.060,9 Mio. €
0,3 1,0 1,3
Abgänge −0,5 −4,0
Stand am 31.12.2021 76,5 259,7 31,6
Abschreibungen
Stand am 1.1.2021 −73,3 −15,3 −18,7
Abschreibungen −0,9 −5,5 −1,6
Änderung der gesamten
Abschreibungen aus Abgängen 0,5 4,0
Stand am 31.12.2021 −73,7 −20,8 −16,3
Restbuchwerte
Stand am 31.12.2021 37.914,8 11,9 2.409,2 25,7 2,8 238,9 15,3
Stand am 31.12.2020 38.365,3 17,0 2.390,3 28,3 3,4 243,4 15,6
11/50
Anlage 1.3
Sonstige Vermögensgegenstände (8) Aktive Rechnungsabgrenzungen (9)
Nachrangige Vermögensgegenstände (10)
Nachrangige Vermögensgegenstände sind enthalten in:
In Pension gegebene Vermögensgegenstände (11)
Von den ausgewiesenen Aktiva wurden keine Vermögensgegen-
stände (Vj. 4,0 Mio. €) im Rahmen von echten Pensionsgeschäften
an Pensionsnehmer übereignet.
Aufgliederung nach Einzelposten
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
Ausgleichsposten aus der
Währungsumrechnung
gemäß § 340h HGB 512,2
Zinsforderungen an das Land
Nordrhein- Westfalen aus der
Wertgarantie für die Beteiligung
an der Portigon AG 502,4 559,6
Noch nicht erhaltene
Options prämien 202,5 191,5
Gezahlte Optionsprämien 167,8 176,7
Erstattungsansprüche an die
Helaba Landesbank Hessen-Thürin-
gen aus Pensionsrückstellungen
für Beschäftigte mit Doppelvertrag 46,8 43,7
Geleistete Barsicherheit im
Rahmen der EU-Bankenabgabe 12,3 12,3
Steuervorauszahlungen für
Tochtergesellschaften 0,3 3,4
Sonstiges 8,4 12,0
Bilanzausweis 1.452,7 999,2
Aufgliederung des aktiven
Rechnungsabgrenzungspostens
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
Im Voraus gezahlte Swapgebühren 196,7 231,5
Im Voraus gezahlte CDS-Gebühren 142,4 159,2
Disagio aus Emissionsgeschäft 130,8 119,6
Agio aus Darlehensgeschäft 14,5 16,3
Sonstiges 3,6 3,2
Bilanzausweis 488,0 529,8
Aufgliederung nach Bilanzposten
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
Forderungen an Kreditinstitute 0,8 0,8
Forderungen an Kunden 77,0 76,4
Bilanzausweis 77,8 77,2
12/50
Anlage 1.3
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (12)
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (13)
Gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht, werden Verbindlichkeiten in Höhe von 0,3 Tsd. €
(Vj. 6,4 Tsd. €) ausgewiesen.
Gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht, werden Verbindlichkeiten in Höhe von 0,2 Mio. €
(Vj. 0,4 Mio. €) ausgewiesen.
Fristengliederung
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
täglich fällig 1.756,0 1.156,5
andere Verbindlichkeiten
bis drei Monate 8.525,3 2.734,3
mehr als drei Monate bis ein Jahr 4.247,7 2.091,0
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 11.167,7 19.082,8
mehr als fünf Jahre 14.344,1 15.400,1
Bilanzausweis 40.040,8 40.464,7
Verbriefte Verbindlichkeiten (14)
Von den begebenen Schuldverschreibungen sind 24.519,3 Mio. €
(Vj. 25.656,9 Mio. €) im Folgejahr fällig.
Der Bilanzausweis des Risikoabschlags basiert auf einer Perioden
-
betrachtung.
Aufgliederung der verbrieften
Verbindlichkeiten
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
Begebene Schuldverschreibungen
– Pfandbriefe 0,6 0,6
– Kommunalschuldverschreibungen
321,6 305,8
– sonstige Schuldverschreibungen 73.807,0 74.803,3
Bilanzausweis 74.129,2 75.109,7
Fristengliederung
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
täglich fällig 358,7 336,1
andere Verbindlichkeiten
bis drei Monate 375,9 374,4
mehr als drei Monate bis ein Jahr 762,5 340,5
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 3.470,1 1.855,8
mehr als fünf Jahre 6.044,8 8.555,8
Bilanzausweis 11.012,0 11.462,6
Handelsbestand (passiv) (15)
Aufgliederung des Handels-
bestands (passiv)
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
Risikoabschlag gemäß
§ 340e Abs. 3 Satz 1 HGB 0,1 0,1
Bilanzausweis 0,1 0,1
13/50
Anlage 1.3
Sonstige Verbindlichkeiten (17)Treuhandverbindlichkeiten (16)
Die Treuhandverbindlichkeiten gliedern sich in folgende Passiv-
posten:
Aufgliederung nach Passivposten
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 975,5 673,2
Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden 1.106,3 1.221,5
Bilanzausweis 2.081,8 1.894,7
Aufgliederung nach Einzelposten
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
Verbindlichkeiten gegenüber dem
Land
Nordrhein-Westfalen aus für
Wohnraumförder ungs
programme
gewährten Tilgungsnachlässen 824,7 796,4
Noch nicht gezahlte
Options prämien 202,5 191,5
Erhaltene Optionsprämien 167,8 176,7
Verbindlichkeiten gegenüber
Beschäftigten der NRW.BANK
aus der Festzulage 12,9 12,9
Abführungsverbindlichkeiten
gegenüber dem Land Nordrhein-
Westfalen 5,5 6,9
Sonstiges 19,0 19,3
Ausgleichsposten aus der
Währungsumrechnung gemäß
§ 340h HGB 1.039,8
Bilanzausweis 1.232,4 2.243,5
14/50
Anlage 1.3
Erstattungs anspruch der NRW.BANK mit Ausnahme des zukünf-
tigen Dienstzeitaufwands durch eine Einmalzahlung endgültig
abzugelten. Mit der Einmalzahlung ist die Verantwortung für die
Verwaltung und Abwicklung der Pensionszahlungen auf die
NRW.BANK übergegangen. Darüber hinaus sind in den Pensions-
rückstellungen weitere Pensionsverpflichtungen in Höhe von
46,8 Mio. € (Vj. 43,7 Mio. €) gegenüber Beschäftigten der Helaba
Landesbank Hessen-Thüringen enthalten, die ebenfalls einen
vertraglichen Anspruch auf Gewährung einer Versorgung nach
beamtenrechtlichen Grundsätzen oder eine Anwartschaft auf
eine solche Versorgung haben. Die NRW.BANK hat einen
Erstattungs anspruch gegenüber der Helaba Landesbank Hessen-
Thüringen in gleicher Höhe, der unter den sonstigen Vermögens-
gegenständen ausgewiesen wird. Zusätzlich sind 894,8 Mio. €
(Vj. 812,5 Mio. €) für Pensionsansprüche von Beschäftigten der
NRW.BANK für deren Ruhestand zurückgestellt worden.
Beihilferückstellungen bestehen in der NRW.BANK in Höhe von
468,1 Mio. € (Vj. 435,7 Mio. €). Hierbei sind Verpflichtungen für
einen durch den alten Pensionsvertrag der ehemaligen West-
deutschen Landesbank Girozentrale gekennzeichneten Personen-
kreis, für den die öffentlich-rechtliche NRW.BANK die Beihilfe-
zahlungen seit der Abspaltung von der ehemaligen Westdeut-
schen Landesbank Girozentrale übernommen hat, in Höhe von
361,7 Mio. € (Vj. 339,3 Mio. €) berücksichtigt. Zusätzlich sind
106,4 Mio. € (Vj. 96,4 Mio. €) für Beihilfeansprüche von Beschäf-
tigten der NRW.BANK für deren Ruhestand zurückgestellt
worden.
Rückstellungen für mögliche Erstattungsansprüche aus der
Wertgarantie bestehen unverändert in Höhe von 76,7 Mio. €.
Rückstellungen (19)
In den ausgewiesenen Pensionsrückstellungen in Höhe von
2.493,1 Mio. € (Vj. 2.372,5 Mio. €) sind 1.551,5 Mio. €
(Vj. 1.516,3 Mio. €) Pensionsverpflichtungen gegenüber
Beschäftigten der Portigon AG enthalten, die einen vertraglichen
Anspruch auf Gewährung einer Versorgung nach beamtenrecht-
lichen Grundsätzen oder eine Anwartschaft auf eine solche
Versorgung haben. Diese Verpflichtungen sind nach Art. 1 § 4
Abs. 1 Satz 4 Neuregelungsgesetz vom 2. Juli 2002 von der
ehemaligen Westdeutschen Landesbank Girozentrale auf die
NRW.BANK übergegangen. Gemäß den Regelungen im Fest-
stellungsbescheid vom 1. August 2002 haben die Portigon AG
und die NRW.BANK im Gescftsjahr 2013 einvernehmlich
geregelt, die Forderungen aus dem daraus resultierenden
Passive Rechnungsabgrenzungen (18)
Aufgliederung des passiven
Rechnungsabgrenzungspostens
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
Agio aus Emissionsgeschäft 490,4 556,4
Im Voraus erhaltene
Swap gebühren 307,9 353,7
Übertragung der Gehälter für
Beschäftigte der Portigon AG
mit Doppelvertrag 32,2 36,7
Im Voraus erhaltene
CDS- Gebühren 20,1 23,1
Disagio aus Darlehensgeschäft 0,0 0,1
Sonstiges 0,1 0,2
Bilanzausweis 850,7 970,2
15/50
Anlage 1.3
Die Umwandlung der nachrangigen Mittel in Kapital oder in eine
andere Schuldform ist nicht vereinbart oder vorgesehen.
Für nachrangige Verbindlichkeiten fielen Zinsaufwendungen in
Höhe von 0,5 Mio. € (Vj. 2,2 Mio. €) an.
Eigenkapital (21)
Am 31. Dezember 2021 beträgt das gezeichnete Kapital der
NRW.BANK unverändert 17.000,0 Mio. €. Die Rücklagen
erreichen insgesamt 985,6 Mio. € (Vj. 985,0 Mio. €).
Das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital der NRW.BANK
setzt sich im Einzelnen wie folgt zusammen:
Nachrangige Verbindlichkeiten (20)
Die nachfolgend beschriebene nachrangige Verbindlichkeit über-
steigt zehn vom Hundert des Gesamtbetrags aller nachrangigen
Verbindlichkeiten in Höhe von 1.490,4 Mio. € (Vj. 1.550,0 Mio. €):
Das Land Nordrhein-Westfalen hat gegenüber dem Bund Tilgungs-
leistungen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von
Darlehen des Bundes zur Wohnraumförderung zu leisten. Es hat
der NRW.BANK gesetzlich auferlegt, die dafür erforderlichen
Mittel aus Tilgungsrückflüssen von Wohnraumförderdarlehen an
den Landeshaushalt abzuführen. Diese Abführungspflicht wurde in
Form eines unverzinslichen Nachrangdarlehens des Landes Nord
-
rhein-Westfalen an die NRW.BANK in Höhe von 2.413,9 Mio. €
ausgestaltet, welches nach einem festgelegten Tilgungsplan bis
zum Jahr 2044 zurückzuführen ist. Nach den bisher erfolgten
Tilgungen wird das Nachrangdarlehen zum 31. Dezember 2021
mit 1.330,4 Mio. € ausgewiesen.
Die übrigen nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von
160,0 Mio. € haben Ursprungslaufzeiten zwischen 20 und
30 Jahren und werden zu Zinssätzen zwischen 0,0% und 4,72%
verzinst. Die Durchschnittsverzinsung dieser nachrangigen
Verbind lichkeiten beträgt wie im Vorjahr 1,2%. Es besteht keine
vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung. Die von der NRW.BANK
eingegangenen übrigen nachrangigen Verbindlichkeiten entspre-
chen den Anforderungen des Art. 63 der Capital Requirements
Regulation (CRR).
In den nachrangigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten
mit einer Restlaufzeit von weniger als zwei Jahren in Höhe von
118,2 Mio. € (Vj. 119,0 Mio. €) enthalten.
Handelsrechtliches Eigenkapital
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
Gezeichnetes Kapital 17.000,0 17.000,0
Kapitalrücklagen 729,9 729,3
Gewinnrücklagen
– satzungsmäßige 36,1 36,1
– andere 219,6 219,6
Bilanzgewinn
Bilanzausweis 17.985,6 17.985,0
Die bankaufsichtsrechtlichen Eigenmittel der NRW.BANK gemäß
§ 10 Kreditwesengesetz (KWG) betragen nach Feststellung des
Jahresabschlusses 18.739,2 Mio. € (Vj. 18.730,8 Mio. €).
16/50
Anlage 1.3
programme vergebene Darlehen sowie um Betriebsmittelkredite
mit schwankender Inanspruchnahme und zur Risikoentlastung
von Mittelstandsfinanzierungen eingegangene Risikounterbeteili-
gungen. Als Voraussetzung für eine mögliche Inanspruchnahme
aus diesen Bürgschaften ist die nicht vertragsgemäße Erfüllung
bestehender Verpflichtungen des Hauptschuldners gegenüber
dem Begünstigten anzusehen. Diese entsteht beispielsweise bei
nicht fristgerechter Rückzahlung von Krediten oder nicht sach-
gerechter Fertigstellung zugesagter Leistungen. Das Risiko einer
künftigen Inanspruchnahme aufgrund solcher Pflichtverletzungen
der Hauptschuldner wird von der NRW.BANK insgesamt als gering
eingeschätzt. In den Fällen, in denen eine Inanspruchnahme
wahrscheinlich ist, sind entsprechende Rückstellungen zur
Berück sichtigung des Risikos einer Inanspruchnahme gebildet.
Andere Verpflichtungen (24)
Die anderen Verpflichtungen bestehen aus unwiderruflichen
Kreditzusagen in Höhe von 7.954,3 Mio. € (Vj. 7.979,8 Mio. €).
Davon entfallen 1.784,8 Mio. € (Vj. 1.523,7 Mio. €) auf ent-
sprechende Verpflichtungen im Bereich Wohnraumförderung.
Die unwiderruflichen Kreditzusagen resultieren aus Geschäften,
bei denen die NRW.BANK eine verbindliche Zusage gegenüber
ihren Kunden gegeben hat und die Bank somit einem künftigen
Kreditrisiko ausgesetzt ist. Es wird aufgrund von Erfahrungs-
werten aus den Vorjahren damit gerechnet, dass die unwider-
ruflichen Kreditzusagen mit einer Wahrscheinlichkeit von nahezu
100% in Anspruch genommen werden. In einzelnen Fällen, in
denen ein drohender Verlust aus einer zu erwartenden Inanspruch-
Fremdwährungsaktiva und Fremdwährungspassiva (22)
Am Bilanzstichtag bestehen auf Fremdwährung lautende
Aktiva in Höhe von 6.532,7 Mio. € (Vj. 7.136,4 Mio. €) und auf
Fremdwährung lautende Passiva in Höhe von 27.508,9 Mio. €
(Vj. 31.794,2 Mio. €). Darüber hinaus bestehen 10.858,1 Mio. €
(Vj. 10.075,3 Mio. €) auf Fremdwährung lautende Eventual-
verbindlichkeiten und andere Verpflichtungen.
Eventualverbindlichkeiten (23)
Die Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 14.990,4 Mio. €
(Vj. 14.199,0 Mio. €) resultieren mit 13.669,2 Mio. €
(Vj. 13.129,1 Mio. €) aus Kreditderivaten und mit 1.321,2 Mio. €
(Vj. 1.069,9 Mio. €) aus sonstigen Bürgschaften und Gewähr-
leistungsverträgen.
Bei den ausgewiesenen Kreditderivaten handelt es sich um
Credit Default Swaps, bei denen die NRW.BANK als Sicherungs-
geber auftritt. Sie hat dabei gegen Erhalt einer Prämie vom
Siche rungsnehmer das Risiko übernommen, dass ein zwischen
beiden Vertragspartnern vereinbartes Kreditereignis im Hinblick
auf den Referenzschuldner eintritt. Die von der NRW.BANK ein-
gegangenen Credit Default Swaps referenzieren überwiegend auf
Staaten und befinden sich nahezu ausschließlich im sehr guten
und guten Investment Grade-Bereich. Mit einer Inanspruch-
nahme wird derzeit nicht gerechnet.
Bei den sonstigen Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen
handelt es sich im Wesentlichen um Haftungsfreistellungen zu-
gunsten der Hausbanken für im Rahmen verschiedener Förder-
17/50
Anlage 1.3
Deckungsrechnung (26)
Alle Emissionen der NRW.BANK waren, soweit deckungs-
pflichtig, den gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorschriften
entsprechend gedeckt.
Die Deckungsrechnung zu Nominalwerten stellt sich zum
31. Dezember 2021 wie folgt dar:
nahme wahrscheinlich ist, sind entsprechende Rückstellungen
zur Berücksichtigung des Risikos dieser Inanspruchnahme
gebildet.
Als Sicherheit übertragene Vermögensgegenstände (25)
Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Forde-
rungen mit einem Nominalvolumen in Höhe von 641,2 Mio. €
(Vj. 662,6 Mio. €) als Sicherheit abgetreten.
Zur Besicherung von Refinanzierungsfazilitäten wurden Anleihen
und Schuldverschreibungen mit einem Nominalvolumen in Höhe
von 8.363,8 Mio. € (Vj. 11.260,1 Mio. €) an die Deutsche Bundes
-
bank verpfändet. Zudem wurden Kommunaldarlehen, Namens-
wertpapiere und Schuldscheindarlehen mit einem Nominal-
volumen in Höhe von 25.142,3 Mio. € (Vj. 26.419,1 Mio. €) bei
der Deutschen Bundesbank über das Verfahren „Mobilisation
and Administration of Credit Claims“ (MACCs) eingereicht.
Zur Besicherung von Termingeschäften wurden für die Eurex
(elektronische Terminbörse) Wertpapiere mit einem Nominal-
volumen in Höhe von 21,1 Mio. € (Vj. 21,2 Mio. €) hinterlegt.
Zusätzlich wurden Wertpapiere für den Ausgleich von Kurs-
schwankungen bei Eurex Repo-Geschäften mit einem Nominal-
volumen in Höhe von 15,1 Mio. € (Vj. 10,1 Mio. €) eingereicht.
Im Vorjahr waren darüber hinaus zur Besicherung von außer-
börslich gehandelten Derivaten Wertpapiere mit einem Nominal-
volumen in Höhe von 84,0 Mio. € übertragen und als Sicherheit
beim Kontrahenten hinterlegt.
Deckungsrechnung
31.12.2021
Kommunalschuld-
verschreibungen
(Deckungs-
register II)
Mio. €
31.12.2020
Kommunalschuld-
verschreibungen
(Deckungs-
register II)
Mio. €
Begebene Kommunalschuld-
verschreibungen 1.506,9 1.498,3
Deckungspflichtige Verbind lich-
keiten 1.506,9 1.498,3
Kommunaldarlehen 2.179,7 2.158,7
Sichernde Überdeckung 49,6 49,6
Deckungsmasse 2.229,3 2.208,3
Überdeckung 722,4 710,0
In der dargestellten Deckungsrechnung ist nur das Deckungs-
register für Kommunalschuldverschreibungen (Deckungs-
register II) enthalten, da die NRW.BANK derzeit keine Pfand-
briefe (Deckungsregister I) im Bestand hat und aktuell auch
keine neuen Pfandbriefe mehr emittiert.
18/50
Anlage 1.3
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Für Dritte erbrachte Dienstleistungen (27)
In den Provisionserträgen sind 10,0 Mio. € (Vj. 8,8 Mio. €) aus
dem Treuhand- und Verwaltungsgeschäft enthalten.
Sonstige betriebliche Erträge (28)
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten als wesentliche
Einzelbeträge 22,9 Mio. € (Vj. 5,7 Mio. €) Erträge aus der
Auf lösung von Rückstellungen sowie 1,4 Mio. € (Vj. 1,5 Mio. €)
Erträge aus Ausgleichszahlungen und Geldleistungen aufgrund
einer nicht zweckgerechten Nutzung von geförderten Woh-
nungen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen (29)
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten als
wesent liche Einzelbeträge 227,2 Mio. € (Vj. 224,1 Mio. €) Zins-
effekte aus der Bewertung der Pensions-, Beihilfe- und sonstigen
Personalrückstellungen sowie 19,9 Mio. € (Vj. 10,8 Mio. €) zins-
unabhängige Zuführungen zu Pensions- und Beihilferückstellun-
gen für Beschäftigte der Portigon AG, die einen vertraglichen
Anspruch auf Gewährung einer Versorgung nach beamtenrecht-
lichen Grundsätzen oder eine Anwartschaft auf eine solche
Versorgung haben.
Honorar für den Abschlussprüfer (30)
Im Geschäftsjahr 2021 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamt-
honorar in Höhe von 1,6 Mio. € (Vj. 1,5 Mio. €) berechnet. Davon
entfallen 1,4 Mio. € (Vj. 1,2 Mio. €) auf die Abschlussprüfungs-
leistungen und 0,2 Mio. € (Vj. 0,3 Mio. €) auf andere Bestäti-
gungs leistungen.
Leistungen, die der Abschlussprüfer für die NRW.BANK oder
deren Tochterunternehmen zusätzlich zur Abschlussprüfung
erbracht hat
Im Geschäftsjahr 2021 hat der Abschlussprüfer für die NRW.BANK
und deren Tochterunternehmen zulässige Nichtprüfungsleistungen
im Sinne des Art. 5 Abs. 3 EU-Abschlussprüferverordnung
(EU-APrVO) erbracht. Hierbei handelt es sich insbesondere um
die freiwilligen Jahresabschlussprüfungen der rechtlich unselb-
ständigen NRW.BANK.Fonds, die Abgabe eines Comfort Letters,
die Erstellung von Prüfvermerken und Prüfungshandlungen un-
ter Anwendung des ISAE 3000, wie unter anderem die Durch-
führung einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit der
nichtfinanziellen Erklärung sowie die Durchführung eines Pillar
Assessments im Zusammenhang mit dem Programm InvestEU.
Darüber hinaus wurden für Tochtergesellschaften vereinbarte
Untersuchungshandlungen gemäß ISRS 4400, eine Prüfung
gemäß ISAE 3000, eine Prüfung gemäß ISAE 3402 Typ 2 sowie
freiwillige Jahresabschlussprüfungen erbracht.
19/50
Anlage 1.3
Sonstige Haftungsverpflichtungen (32)
Es bestehen Haftungsverpflichtungen geß Art. 1 § 3 Satz 1
des Neuregelungsgesetzes vom 2. Juli 2002.
Neben der Stammeinlage in Höhe von 55,0 Mio. € haftet die
NRW.BANK für die Investitionsbank des Landes Brandenburg
(ILB) unverändert mit weiteren 110,0 Mio. €.
Für den Europäischen Investitionsfonds (EIF) besteht wie im
Vorjahr eine Nachschussverpflichtung in Höhe von 16,0 Mio. €.
Sowohl die übernommene Haftung für die Investitionsbank des
Landes Brandenburg (ILB) als auch die Nachschussverpflichtung
für den Europäischen Investitionsfonds (EIF) sind in den sonstigen
Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen des Bilanzpostens
„Eventualverbindlichkeiten“ enthalten.
Derivative Geschäfte (33)
Das Nominalvolumen der derivativen Gescfte zum 31. Dezem-
ber 2021 beträgt insgesamt 185.002 Mio. € (Vj. 183.845 Mio. €).
Die derivativen Geschäfte sind zu einem wesentlichen Teil zur
Deckung von Zins-, Wechselkurs- oder Marktpreisschwankungen
abgeschlossen worden und entfallen fast ausschließlich auf das
Anlagebuch.
Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen (31)
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen bis zum Ende
der Vertragslaufzeit in Höhe von 271,9 Mio. € (Vj. 132,1 Mio. €).
Davon entfallen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 35,9 Mio. €
auf das Geschäftsjahr 2022. Die verbleibenden sonstigen finan-
ziellen Verpflichtungen in Höhe von 236,0 Mio. € verteilen sich
auf die Geschäftsjahre 2023 bis 2036. Zusätzlich bestehen jähr-
liche sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 4,0 Mio. €
(Vj. 3,9 Mio. €) mit einer unbestimmten Vertragslaufzeit nach
dem Bilanzstichtag. Diese sonstigen finanziellen Verpflichtungen
resultieren im Wesentlichen aus Gebäudemietverträgen, Software
-
pflegeverträgen, Wartungs- und IT-Serviceverträgen, Facility
Management-Verträgen sowie aus anderen Dienstleistungs-
verträgen.
Weiterhin bestehen im Beteiligungsgeschäft der NRW.BANK
sonstige finanzielle Verpflichtungen aus ausstehenden Einzah-
lungsverpflichtungen und Zeichnungszusagen gegenüber Beteili-
gungen und Fonds in Höhe von 160,1 Mio. € (Vj. 147,2 Mio. €).
Im Rahmen der EU-Bankenabgabe besteht darüber hinaus wie
im Vorjahr eine sonstige finanzielle Verpflichtung in Höhe der
unwiderruflichen Zahlungsverpflichtung von 12,3 Mio. €. Die in
gleicher Höhe geleistete Barsicherheit ist im Bilanzposten
„Sonstige Vermögensgegenstände“ enthalten.
20/50
Anlage 1.3
Anlagebuch
Nominalwerte
31.12.2021
Mio. €
Nominalwerte
31.12.2020
Mio. €
Marktwerte positiv
31.12.2021
Mio. €
Marktwerte negativ
31.12.2021
Mio. €
Zinsderivate
Zinsswaps 143.172 139.635 5.802 −7.513
Zinsoptionen
– Käufe (long) 2.915 3.024 54
– Verkäufe (short) 3.174 3.452 −40
Börsenkontrakte
– Käufe (long)
– Verkäufe (short) 620 1
Sonstige Zinstermingeschäfte 87 125 10 −4
Zinsderivate gesamt 149.968 146.236 5.867 −7.557
Währungsderivate
Devisentermingeschäfte, -swaps 16.684 19.694 250 −6
Währungsswaps / Zins-Währungsswaps 18.346 17.911 632 −752
Währungsderivate gesamt 35.030 37.605 882 −758
Anlagebuch gesamt 184.998 183.841 6.749 −8.315
21/50
Anlage 1.3
Die durchschnittlichen Nominalwerte für den Zeitraum vom
1. Januar bis 31. Dezember 2021 bei derivativen Geschäften
und übrigen Termingeschäften lagen bei 184.285 Mio. €
(Vj. 189.018 Mio. €).
Die Marktwerte der derivativen Geschäfte werden ohne auf-
gelaufene Stückzinsen angegeben.
Bei der Darstellung der derivativen Gescfte werden auch
trennungs pflichtige eingebettete Derivate mit einem Nominal-
volumen in Höhe von 3.224,1 Mio. € (Vj. 3.347 Mio. €) berück-
sichtigt. Darüber hinaus bestehen im Förderbereich Eigenkapital-
finanzierungen eingebettete aktienrisikobasierte Derivate aus
Wandeldarlehen mit einem Nominalwert in Höhe von 10,1 Mio. €
(Vj. 7,2 Mio. €) und einem positiven Marktwert in Höhe von
2,5 Mio. € (Vj. 1,9 Mio. €).
Handelsbuch
Nominalwerte
31.12.2021
Mio. €
Nominalwerte
31.12.2020
Mio. €
Marktwerte positiv
31.12.2021
Mio. €
Marktwerte negativ
31.12.2021
Mio. €
Zinsderivate
Börsenkontrakte
– Käufe (long) 4 4 0
– Verkäufe (short)
Zinsderivate gesamt 4 4 0
Handelsbuch gesamt 4 4 0
Anlage- und Handelsbuch
Nominalwerte
31.12.2021
Mio. €
Nominalwerte
31.12.2020
Mio. €
Marktwerte positiv
31.12.2021
Mio. €
Marktwerte negativ
31.12.2021
Mio. €
Zinsderivate gesamt 149.972 146.240 5.867 −7.557
Währungsderivate gesamt 35.030 37.605 882 −758
Anlage- und Handelsbuch gesamt 185.002 183.845 6.749 −8.315
22/50
Anlage 1.3
weise „Sonstige Verbindlichkeiten“ ausgewiesen, im Voraus
gezahlte beziehungsweise erhaltene Swapgebühren im entspre-
chenden Rechnungsabgrenzungsposten.
Die derivativen Geschäfte gliedern sich nach Kontrahenten fol-
gendermaßen auf:
Bei der Berechnung der Marktwerte werden Börsen- und Markt-
kurse herangezogen, sofern solche verfügbar sind. Wenn diese
nicht existieren oder nicht verlässlich feststellbar sind, werden
die beizulegenden Zeitwerte auf Basis von marktüblichen Preis-
modellen oder diskontierten Cashflows ermittelt.
Gezahlte beziehungsweise erhaltene Optionsprämien werden in
den Bilanzposten „Sonstige Vermögensgegenstände“ beziehungs
-
Anlagebuch
Nominalwerte
31.12.2021
Mio. €
Nominalwerte
31.12.2020
Mio. €
Marktwerte positiv
31.12.2021
Mio. €
Marktwerte negativ
31.12.2021
Mio. €
Banken OECD 178.616 171.573 6.632 −8.168
Öffentliche Stellen OECD 102 5.325 14 0
Sonstige Kontrahenten 6.280 6.943 103 −147
Anlagebuch gesamt 184.998 183.841 6.749 −8.315
Handelsbuch
Nominalwerte
31.12.2021
Mio. €
Nominalwerte
31.12.2020
Mio. €
Marktwerte positiv
31.12.2021
Mio. €
Marktwerte negativ
31.12.2021
Mio. €
Banken OECD 4 4 0
Handelsbuch gesamt 4 4 0
Anlage- und Handelsbuch
Nominalwerte
31.12.2021
Mio. €
Nominalwerte
31.12.2020
Mio. €
Marktwerte positiv
31.12.2021
Mio. €
Marktwerte negativ
31.12.2021
Mio. €
Anlage- und Handelsbuch gesamt 185.002 183.845 6.749 −8.315
23/50
Anlage 1.3
Die Fristigkeit verteilt sich bei Zinskontrakten über das gesamte
Laufzeitspektrum. Rund 51% (Vj. 49%) der Zinskontrakte haben
eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.
Die Zinsderivate, die nicht dem Handelsbuch zugeordnet sind,
dienen als einzelgeschäftsbezogene Sicherungsgescfte
(Mikro-Hedges) oder zur Steuerung der Gesamtzinsrisikoposition
(Makro- Hedges) ausschließlich dem Eigengeschäft. Ihr Ergebnis
wird im Zinsüberschuss erfasst.
Anlagebuch
Nominalwerte
Zinsderivate
31.12.2021
Mio. €
Zinsderivate
31.12.2020
Mio. €
Währungs derivate
31.12.2021
Mio. €
Währungs derivate
31.12.2020
Mio. €
nach Restlaufzeiten
bis drei Monate 4.796 8.683 10.119 20.124
mehr als drei Monate bis ein Jahr 16.732 13.950 10.303 5.081
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 51.520 51.241 12.557 10.270
mehr als fünf Jahre 76.920 72.362 2.051 2.130
Anlagebuch gesamt 149.968 146.236 35.030 37.605
Handelsbuch
Nominalwerte
Zinsderivate
31.12.2021
Mio. €
Zinsderivate
31.12.2020
Mio. €
Währungs derivate
31.12.2021
Mio. €
Währungs derivate
31.12.2020
Mio. €
nach Restlaufzeiten
bis drei Monate 4 4
Handelsbuch gesamt 4 4
Anlage- und Handelsbuch
Nominalwerte
Zinsderivate
31.12.2021
Mio. €
Zinsderivate
31.12.2020
Mio. €
Währungs derivate
31.12.2021
Mio. €
Währungs derivate
31.12.2020
Mio. €
Anlage- und Handelsbuch gesamt 149.972 146.240 35.030 37.605
24/50
Anlage 1.3
Anzahl der Beschäftigten
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
1)
2021
Frauen
2021
Männer
2021
Gesamt
2020
Frauen
2020
Männer
2020
Gesamt
Vollzeitbeschäftigte 377 631 1.008 333 533 866
Teilzeitbeschäftigte 398 137 535 412 181 593
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt gesamt 775 768 1.543 745 714 1.459
1)
Ohne Vorstand, Trainees, Auszubildende, Praktikanten sowie Beschäftigte in Elternzeit und ähnlichen Beurlaubungen.
Aktiv Beschäftigte zum 31.12.
2021
Frauen
2021
Männer
2021
Gesamt
2020
Frauen
2020
Männer
2020
Gesamt
Vollzeitbeschäftigte 358 602 960 340 554 894
davon befristet Beschäftigte 19 19 38 17 17 34
Teilzeitbeschäftigte 402 138 540 406 174 580
davon befristet Beschäftigte 12 12 24 8 15 23
Aktiv Beschäftigte zum 31.12. gesamt 760 740 1.500 746 728 1.474
Darüber hinaus zum 31.12.
Vorstand 1 3 4 1 3 4
Trainees und Auszubildende 13 31 44 16 36 52
Außerhalb der NRW.BANK Beschäftigte (Beurlaubungen,
Entsendungen, Arbeitnehmerüberlassungen) 12 18 30 12 23 35
25/50
Anlage 1.3
Vergütung des Vorstands (34)
Erfolgsunabhängige und erfolgsabhängige Komponenten der
Vorstandsvergütung sowie die Mandatsbezüge, die die Vorstands-
mitglieder in den Jahren 2021 und 2020 erhalten haben:
Erfolgsunabhängige Vergütung Gesamtvergütung Mandats bezüge
4)
Fixe Bezüge
1)
Sonstige Bezüge
2)
Betriebliche
Alters versorgung
3)
2021
2020
2021
2020
2021
2020
2021
2020
2021
2020
Eckhard Forst 765.155 769.574 14.864 14.355 221.346 183.579 1.001.365 967.508 45.097 33.988
Gabriela Pantring 556.374 544.856 14.261 16.819 243.519 150.265 814.154 711.940 0 0
Michael Stölting 601.519 605.594 1.600 6.992 616.030 558.190 1.219.149 1.170.776 51.002 54.022
Dietrich Suhlrie 627.706 628.721 14.907 14.244 563.888 518.190 1.206.501 1.161.155 0 3.400
Vorstand gesamt 2.550.754 2.548.745 45.632 52.410 1.644.783 1.410.224 4.241.169 4.011.379 96.099 91.410
1)
Inkl. geldwerter Vorteile und Sachbezügen.
2)
Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung und Beihilfezahlungen.
3)
Direktzusage, ausgewiesen ist die Zuführung zur Rückstellung inkl. Zinsaufwand für das Jahr 2021.
4)
Beträge inkl. Umsatzsteuer, soweit Umsatzsteuerpflicht besteht.
Zusagen für den Fall einer vorzeitigen beziehungsweise regulären
Beendigung der Tätigkeit:
Die Vorstandsmitglieder erhalten im Falle eines vorzeitigen Aus-
scheidens, welches nicht auf einer außerordentlichen Kündigung
aus wichtigem Grund beruht, bis zum Ablauf der jeweiligen
Vertragslaufzeit die vereinbarte Vergütung. Bei Herrn Forst und
Frau Pantring ist diese Zahlung auf den Wert von maximal zwei
Jahresvergütungen begrenzt. Herr Stölting und Herr Suhlrie
erhalten anschließend bis zum Erreichen der Altersgrenze ein
vorgezogenes Ruhegeld in Anlehnung an die Versorgung im Falle
des Eintritts der Invalidität.
26/50
Anlage 1.3
ihnen ein persönliches Versorgungskonto eingerichtet, in das
jedes Jahr ein Versorgungsbaustein eingestellt wird.
Veränderungen der Zusagen zur Alters- / Invaliditäts- und Hinter-
bliebenenversorgung hat es im Geschäftsjahr 2021 für kein
Vorstands mitglied gegeben.
Aufwendungen und Barwerte der den Vorstandsmitgliedern im
Falle der regulären Beendigung ihrer Tätigkeit zugesagten
Leistungen:
Den Mitgliedern des Vorstands stehen bei Erreichen der Alters-
grenze und bei Invalidität – sowie im Todesfall deren Hinter blie-
benen – Versorgungsleistungen zu. Alle Zusagen sind entweder
vertraglich oder aufgrund der bereits erbrachten Dienstjahre
gesetzlich unverfallbar. Herrn Stölting wurde aus früherer Tätig-
keit eine beamtenähnliche Versorgungszusage mit Anrechnung
der Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie der
Rente aus einer Zusatzpensionsversicherung erteilt. Herr Forst,
Frau Pantring und Herr Suhlrie haben eine beitragsorientierte
Versorgungszusage. Im Rahmen dieser Versorgungszusage wurde
Aufwand
1)
2021
Aufwand
1)
2020
Barwert der Verpflichtung
2021
Barwert der Verpflichtung
2020
Eckhard Forst 221.346 183.579 834.485 613.139
Gabriela Pantring 243.519 150.265 752.339 508.820
Michael Stölting 615.621 558.190 6.039.287 5.423.666
Dietrich Suhlrie 563.888 518.190 4.374.227 3.810.339
Vorstand gesamt 1.644.374 1.410.224 12.000.338 10.355.964
1)
Der hier dargestellte Aufwand setzt sich aus dem Personal- und dem Zinsaufwand zusammen.
27/50
Anlage 1.3
Zahlungen an pensionierte und ausgeschiedene Vorstände sowie
deren Hinterbliebene sowie die Barwerte ihrer Alters versor gungs
-
leistungen:
Zahlungen
aus aktiver
Beschäftigung
1)
2021
Zahlungen
aus aktiver
Beschäftigung
1)
2020
Zahlungen
aus Pensions-
ansprüchen
2021
Zahlungen
aus Pensions-
ansprüchen
2020
Barwert der
Verpflichtung
2021
Barwert der
Verpflichtung
2020
Ehemalige Vorstände 29.250 50.250 1.579.469 1.557.575 32.131.685 31.146.159
1)
Auszahlungen aus zurückbehaltenen variablen Vergütungsanteilen der Vorjahre.
28/50
Anlage 1.3
Vergütung der Mitglieder der Gewährträgerversammlung, des
Verwaltungsrats und seiner Ausschüsse sowie der Beiräte (35)
In den nachstehenden Übersichten sind die Vergütungen der
Mitglieder der Gewährträgerversammlung, des Verwaltungsrats
und seiner Ausschüsse sowie der Beiräte individuell aufgeführt.
Die Vergütungen der Mitglieder des Verwaltungsrats variieren
in Abhängigkeit von der jeweiligen Ausschusszugehörigkeit.
Aufstellung der in der Gewährträgerversammlung bezogenen
Vergütungen
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 8 Abs. 1 Buchstabe a bis c der Satzung
Prof. Dr. Andreas Pinkwart
Vorsitzender
Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie
des Landes Nordrhein-Westfalen
5.600
Lutz Lienenkämper, MdL
Stellvertretender Vorsitzender
Minister der Finanzen
des Landes Nordrhein-Westfalen
5.600
Ina Scharrenbach
Stellvertretende Vorsitzende
Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung
des Landes Nordrhein-Westfalen
5.600
1. Auf Basis der in der Gewährträgerversammlung beschlossenen Regularien erstattet die
Bank auf Anforderung anfallende Umsatzsteuer und Reisekosten.
2. Die Arbeitsvergütungen werden bei einem unterjährigen Eintritt oder Ausscheiden
zeitanteilig für jeden begonnenen Kalendermonat gezahlt.
3. Etwaige bestehende Abführungspflichten für die Mandatsträgerinnen und Mandatsträger
bzw. erfolgte Abführungen bleiben unberücksichtigt.
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 8 Abs. 1 Buchstabe d der Satzung
Nathanael Liminski
Staatssekretär sowie Chef der Staatskanzlei
des Landes Nordrhein-Westfalen
5.600
Mathias Richter
Staatssekretär
Ministerium für Schule und Bildung
des Landes Nordrhein-Westfalen
5.600
Ständige Gäste
Matthias Elzinga
Personalrat
NRW.BANK
600
Frank Lill
Personalrat
NRW.BANK
600
29/50
Anlage 1.3
Aufstellung der im Verwaltungsrat und seinen Ausschüssen
bezogenen Vergütungen
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 12 Abs. 1 Buchstabe a bis c der Satzung
Prof. Dr. Andreas Pinkwart
Vorsitzender
Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie
des Landes Nordrhein-Westfalen
29.700
Lutz Lienenkämper, MdL
Stellvertretender Vorsitzender
Minister der Finanzen
des Landes Nordrhein-Westfalen
36.200
Ina Scharrenbach
Stellvertretende Vorsitzende
Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung
des Landes Nordrhein-Westfalen
35.000
Gesamtvergütung
Ständige Vertreterinnen oder Vertreter gemäß § 12 Abs. 2
der Satzung
Dr. Johannes Velling
Leitender Ministerialrat
Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie
des Landes Nordrhein-Westfalen
27.400
Gerhard Heilgenberg
Ministerialdirigent
Ministerium der Finanzen
des Landes Nordrhein-Westfalen
30.600
Dr. Christian von Kraack
Ministerialdirigent
Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung
des Landes Nordrhein-Westfalen
33.000
30/50
Anlage 1.3
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 12 Abs. 1 Buchstabe e der Satzung
Matthias Elzinga
Personalrat
NRW.BANK
20.300
Tanja Gossens
Personalrätin
NRW.BANK
24.500
Frank Lill
Personalrat
NRW.BANK
25.000
Yvonne Rohde
Prokuristin
NRW.BANK
18.000
Torben Wittenberg
Personalrat
NRW.BANK
18.300
1. Auf Basis der in der Gewährträgerversammlung beschlossenen Regularien erstattet die
Bank auf Anforderung anfallende Umsatzsteuer und Reisekosten.
2. Die Arbeitsvergütungen werden bei einem unterjährigen Eintritt oder Ausscheiden
zeitanteilig für jeden begonnenen Kalendermonat gezahlt.
3. Etwaige bestehende Abführungspflichten für die Mandatsträgerinnen und Mandatsträger
bzw. erfolgte Abführungen bleiben unberücksichtigt.
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 12 Abs. 1 Buchstabe d der Satzung
Martin Börschel, MdL
Mitglied der SPD-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
24.500
Ute Gerbaulet
Persönlich haftende Gesellschafterin / CFO
Dr. August Oetker KG
17.700
Ursula Heinen-Esser
Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und
Verbraucherschutz
des Landes Nordrhein-Westfalen
12.400
Bernd Krückel, MdL
Mitglied der CDU-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
18.000
Dr. Birgit Roos
Sparkassendirektorin i. R.
20.000
Dirk Wedel
Staatssekretär
Ministerium der Justiz
des Landes Nordrhein-Westfalen
6.200
Hendrik Wüst, MdL (bis 15.11.2021)
Ministerpräsident
des Landes Nordrhein-Westfalen
5.783
31/50
Anlage 1.3
Gesamtvergütung
Mitglied gemäß § 23 Abs. 1 Buchstabe a der Satzung
Ina Scharrenbach
Vorsitzende
Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung
des Landes Nordrhein-Westfalen
3.600
Mitglieder gemäß § 23 Abs. 1 Buchstabe b der Satzung
Günther Bongartz
Ministerialdirigent
Ministerium der Finanzen
des Landes Nordrhein-Westfalen
3.600
Dr. Michael Henze
Ministerialdirigent
Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie
des Landes Nordrhein-Westfalen
3.600
Sven-Axel Köster
Leitender Ministerialrat
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales
des Landes Nordrhein-Westfalen
3.600
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 23 Abs. 1 Buchstabe c der Satzung
Roger Beckamp (bis 26.1.2022)
Mitglied der AfD-Fraktion NRW (bis 26.10.2021)
Landtag Nordrhein-Westfalen
3.300
Andreas Becker, MdL
Mitglied der SPD-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
3.600
Martin Börschel, MdL
Mitglied der SPD-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
3.600
Arndt Klocke, MdL
Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
3.600
Jochen Ott, MdL
Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
3.600
Stephen Paul, MdL
Mitglied der FDP-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
3.600
Fabian Schrumpf, MdL
Mitglied der CDU-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
3.600
Daniel Sieveke, MdL
Stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
3.600
Klaus Voussem, MdL
Mitglied der CDU-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
3.600
Aufstellung der im Beirat für Wohnraumförderung der
NRW.BANK bezogenen Vergütungen
32/50
Anlage 1.3
1. Auf Basis der in der Gewährträgerversammlung beschlossenen Regularien erstattet die
Bank auf Anforderung anfallende Umsatzsteuer und Reisekosten.
2. Die Arbeitsvergütungen werden bei einem unterjährigen Eintritt oder Ausscheiden
zeitanteilig für jeden begonnenen Kalendermonat gezahlt.
3. Etwaige bestehende Abführungspflichten für die Mandatsträgerinnen und Mandatsträger
bzw. erfolgte Abführungen bleiben unberücksichtigt.
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 23 Abs. 1 Buchstabe d der Satzung
Ass. jur. Erik Amaya
Verbandsdirektor
Haus & Grund Rheinland Westfalen
3.600
RAin Elisabeth Gendziorra
Geschäftsführerin
BFW Landesverband Nordrhein-Westfalen e. V.
3.600
Alexander Rychter
Verbandsdirektor
Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland
Westfalen e. V.
3.600
Mitglieder gemäß § 23 Abs. 1 Buchstabe e der Satzung
Dr. Olaf Gericke (ab 2.4.2021)
Vizepräsident
Landkreistag Nordrhein-Westfalen e. V.
3.350
Rudolf Graaff
Beigeordneter
Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen e. V.
3.600
Thomas Hendele (bis 31.1.2021)
Präsident
Landkreistag Nordrhein-Westfalen e. V.
250
Hilmar von Lojewski
Beigeordneter
für Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen und Verkehr
Städtetag Nordrhein-Westfalen
3.600
Stefan Raetz (bis 13.4.2021)
Bürgermeister a. D.
Stadt Rheinbach
1.000
Bernd Schwuchow (ab 13.4.2021)
Bürgermeister
Stadt Büren
2.850
Gesamtvergütung
Mitglied gemäß § 23 Abs. 1 Buchstabe f der Satzung
Hans-Jochem Witzke
Erster Vorsitzender des Vorstands
Deutscher Mieterbund Nordrhein-Westfalen e. V.
3.600
Mitglied gemäß § 23 Abs. 1 Buchstabe g der Satzung
Dipl.-Ing. Ernst Uhing
Präsident
Architektenkammer Nordrhein-Westfalen
3.300
Ständige Vertreterin des vorsitzenden Mitglieds gemäß
§ 23 Abs. 2 der Satzung
Deborah Dautzenberg (ab 1.6.2021)
Leitende Ministerialrätin
Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung
des Landes Nordrhein-Westfalen
2.050
Sigrid Koeppinghoff (bis 31.5.2021)
Ministerialdirigentin
Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung
des Landes Nordrhein-Westfalen
1.250
33/50
Anlage 1.3
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 25 der Satzung
Prof. Dr. Andreas Pinkwart
Vorsitzender
Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie
des Landes Nordrhein-Westfalen
2.600
Kai Abruszat
Bürgermeister
Gemeinde Stemwede
2.600
Michael Ackermann
Geschäftsführer
Klinikum Bielefeld gem. GmbH
2.600
Klaus Baumann (ab 1.11.2021)
Vorsitzender
Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe
0
Uwe Berghaus
Mitglied des Vorstands
DZ BANK AG
Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank
2.600
Dr.-Ing. Heinrich Bökamp
Präsident und Vorstand
Ingenieurkammer-Bau NRW
2.600
Michael Breuer
Präsident
Rheinischer Sparkassen- und Giroverband
2.600
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 25 der Satzung
Prof. Dr. Liane Buchholz
Vorsitzende des Vorstands
Sparkassenverband Westfalen-Lippe
2.600
Dr. Andre Carls
Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands
Bankenverband Nordrhein-Westfalen e. V.
2.600
Pit Clausen
Vorsitzender des Vorstands
Städtetag Nordrhein-Westfalen
2.600
Heinrich Otto Deichmann
Vorsitzender des Verwaltungsrats und
der geschäftsführenden Direktoren
Deichmann SE
2.300
Paolo Dell’ Antonio
Sprecher des Vorstands
Wilh. Werhahn KG
2.600
Andreas Ehlert
Präsident
Handwerkskammer Düsseldorf
2.600
Thomas Eiskirch
Oberbürgermeister
Stadt Bochum
2.600
Aufstellung der im Beirat der NRW.BANK bezogenen
Vergütungen
34/50
Anlage 1.3
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 25 der Satzung
Dorothee Feller
Regierungspräsidentin
Bezirksregierung Münster
2.600
Heinz Fiege
FIEGE Logistik Holding Stiftung & Co. KG
2.000
Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick (ab 1.4.2021)
Wissenschaftlicher Geschäftsführer
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
2.100
Prof. Dr. Ursula Gather
Vorsitzende des Kuratoriums
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
2.600
Dieter Gebhard (bis 14.4.2021)
Vorsitzender
Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe
967
Dr. Olaf Gericke (ab 1.11.2021)
Vizepräsident
Landkreistag Nordrhein-Westfalen e. V.
0
Pfarrer Dr. iur. Antonius Hamers
Direktor
Katholisches Büro NRW
2.600
Thomas Hendele (bis 30.4.2021)
Präsident
Landkreistag Nordrhein-Westfalen e. V.
967
Anne Henk-Hollstein
Vorsitzende
Landschaftsversammlung Rheinland
2.600
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 25 der Satzung
Thomas Hunsteger-Petermann
Oberbürgermeister a. D.
Stadt Hamm
2.600
Sibylle Keupen (ab 1.4.2021)
Oberbürgermeisterin
Stadt Aachen
2.100
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Arndt G. Kirchhoff
Geschäftsführender Gesellschafter und CEO
KIRCHHOFF Holding GmbH & Co. KG
2.600
Prof. Dr. Lambert T. Koch
Vorsitzender
Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW
2.600
Monika Kocks (ab 1.4.2021)
1. Vorsitzende des Vorstands
automotiveland.nrw e. V.
2.100
Stefan Koetz
Vorsitzender der Geschäftsführung
Ericsson GmbH
2.300
Daniel Krahn
Chief Executive Officer
Urlaubsguru GmbH
2.600
Dr. Arne Kupke
Juristischer Vizepräsident
Evangelische Kirche von Westfalen
2.000
Markus Lewe
Oberbürgermeister
Stadt Münster
2.600
35/50
Anlage 1.3
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 25 der Satzung
Matthias Löb
LWL-Direktor
Landschaftsverband Westfalen-Lippe
2.600
Ulrike Lubek
LVR-Direktorin
Landschaftsverband Rheinland
2.300
Wolfgang Lubert
Geschäftsführer
EnjoyVenture Management GmbH
2.600
Dr.-Ing. Hinrich Mählmann
Persönlich haftender und geschäftsführender Gesellschafter
Otto Fuchs KG
2.600
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt
Vorsitzender der Geschäftsführung
Forschungszentrum Jülich GmbH
2.600
Thomas Meyer (bis 28.2.2021)
Ehem. Präsident
IHK NRW – Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-
Westfalen e. V.
333
Dr. Michael Müller (ab 1.11.2021)
Mitglied des Vorstands
RWE AG
0
Roland Oetker
Geschäftsführender Gesellschafter
ROI Verwaltungsgesellschaft mbH
2.600
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 25 der Satzung
Prof. Dr. Uli Paetzel
Vorsitzender des Vorstands
EMSCHERGENOSSENSCHAFT und LIPPEVERBAND
2.600
Dr. Paul-Josef Patt
Vorsitzender des Vorstands
eCAPITAL entrepreneurial Partners AG
2.600
Guntram Pehlke
Vorsitzender des Vorstands
Verband kommunaler Unternehmen e. V.
− Landesgruppe Nordrhein-Westfalen −
2.600
Judith Pirscher
Regierungspräsidentin (bis 23.12.2021)
Bezirksregierung Detmold
2.600
Birgitta Radermacher
Regierungspräsidentin
Bezirksregierung Düsseldorf
2.300
Henriette Reker
Oberbürgermeisterin
Stadt Köln
2.300
Dr. Eckhard Ruthemeyer (ab 1.11.2021)
Präsident
Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen e. V.
0
Roland Schäfer (bis 31.5.2021)
Ehem. Präsident
Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen e. V.
1.133
36/50
Anlage 1.3
1. Auf Basis der in der Gewährträgerversammlung beschlossenen Regularien erstattet die
Bank auf Anforderung anfallende Umsatzsteuer und Reisekosten.
2. Die Arbeitsvergütungen werden bei einem unterjährigen Eintritt oder Ausscheiden
zeitanteilig für jeden begonnenen Kalendermonat gezahlt.
3. Etwaige bestehende Abführungspflichten für die Mandatsträgerinnen und Mandatsträger
bzw. erfolgte Abführungen bleiben unberücksichtigt.
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 25 der Satzung
Carola Gräfin von Schmettow
Ehem. Sprecherin des Vorstands
HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
2.600
Prof. Dr. Christoph M. Schmidt
Präsident
RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung
2.300
Dr. Rolf Martin Schmitz (bis 30.4.2021)
Ehem. Vorsitzender des Vorstands
RWE AG
667
Frank Sportolari (†) (bis 13.7.2021)
Generalbevollmächtigter
United Parcel Service LLC & Co. OHG
1.300
Ralf Stoffels (ab 1.4.2021)
Präsident
IHK NRW – Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-
Westfalen e. V.
2.100
Hans-Josef Vogel
Regierungspräsident
Bezirksregierung Arnsberg
2.600
Gisela Walsken
Regierungspräsidentin
Bezirksregierung Köln
2.600
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 25 der Satzung
Anja Weber
Bezirksvorsitzende
Deutscher Gewerkschaftsbund NRW
2.300
Matthias Zachert
Vorsitzender des Vorstands
LANXESS AG
2.600
Bernd Zimmer
Vorsitzender des Vorstands
Verband Freier Berufe im Lande Nordrhein-Westfalen e. V.
2.600
37/50
Anlage 1.3
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 26 der Satzung
Dr. Marcus Optendrenk, MdL
Vorsitzender
Stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
250
Ralf Witzel, MdL
Stellvertretender Vorsitzender
Stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
250
Inge Blask, MdL (ab 16.6.2021)
Mitglied der SPD-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
125
Ralph Bombis, MdL
Mitglied der FDP-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
250
Marc Herter, MdL (bis 27.1.2021)
Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion NRW
(bis 31.10.2020)
Landtag Nordrhein-Westfalen
0
Olaf Lehne, MdL
Mitglied der CDU-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
250
Nadja Lüders, MdL (bis 16.6.2021)
Mitglied der SPD-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
0
Mehrdad Mostofizadeh, MdL
Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion Bündnis 90 /
Die Grünen NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
125
Gesamtvergütung
Mitglieder gemäß § 26 der Satzung
Elisabeth Müller-Witt, MdL
Mitglied der SPD-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
250
Dr. Patricia Peill, MdL
Mitglied der CDU-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
250
Romina Plonsker, MdL
Mitglied der CDU-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
250
André Stinka, MdL (ab 29.1.2021)
Mitglied der SPD-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
250
Herbert Strotebeck, MdL
Mitglied der AfD-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
250
Petra Vogt, MdL
Stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
250
Markus Herbert Weske, MdL
Mitglied der SPD-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
250
Aufstellung der im Parlamentarischen Beirat der NRW.BANK
bezogenen Vergütungen
1. Auf Basis der in der Gewährträgerversammlung beschlossenen Regularien erstattet die
Bank auf Anforderung anfallende Umsatzsteuer und Reisekosten.
2. Etwaige bestehende Abführungspflichten für die Mandatsträgerinnen und Mandatsträger
bzw. erfolgte Abführungen bleiben unberücksichtigt.
38/50
Anlage 1.3
Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 und 11a HGB
Name und Sitz der Gesellschaft
Direkt (D) /
Indirekt (I)
Kapitalanteil
in %
Eigenkapital
in Tsd.
Jahresüber-
schuss /
-fehlbetrag
in Tsd. Währung Stand
Verbundene Unternehmen
Nordwestlotto in Nordrhein-Westfalen GmbH, Münster D 100,00% 257 0 EUR 31.12.2020
NRW.BANK.Fonds Beteiligungs-GmbH i. L., Düsseldorf D 100,00% 68 0 EUR 25.09.2019
Unterstützungseinrichtungs GmbH der Westdeutsche Lotterie GmbH & Co. OHG, Münster D / I 100,00% 26 −3.041 EUR 31.12.2020
Westdeutsche Lotterie GmbH & Co. OHG, Münster
1)
D 100,00% 145.096 16.205 EUR 31.12.2020
Westdeutsche Lotto-VertriebsGmbH, Münster I 100,00% 18 −2 EUR 31.12.2020
Westdeutsche Spielcasino Service GmbH, Duisburg D 100,00% 156 131 EUR 31.12.2020
WestEvent GmbH & Co. KG, Münster I 100,00% 1.890 373 EUR 31.12.2020
Beteiligungen
4TEEN4 Pharmaceuticals GmbH, Henningsdorf D 3,58% 2.486 −2.620 EUR 31.12.2020
ABALOS THERAPEUTICS GmbH, Essen D 20,15% 1.195 −2.742 EUR 31.12.2020
aifora GmbH, Düsseldorf D 4,27% −2.390 −2.541 EUR 31.12.2020
Algiax Pharmaceuticals GmbH, Erkrath D 8,89% 1.723 −1.161 EUR 31.12.2020
AMEPA Angewandte Messtechnik und Prozessautomatisierung GmbH, Würselen D 16,67% 7.697 2.114 EUR 31.12.2020
Ananda Impact Fund IV GmbH & Co. KG, München
3)
D 7,89%
AYOXXA Biosystems GmbH, Köln D 18,05% 2.962 −5.093 EUR 31.12.2020
BE Beteiligungen Fonds GmbH & Co. geschlossene Investmentkommanditgesellschaft, Köln D 4,08% 85.861 4.870 EUR 31.12.2020
BGB Ges. Bankenkonsortium ZENIT GmbH, Mülheim an der Ruhr D 33,40% 2.651 −164 EUR 31.12.2020
BLSW Seedfonds GmbH & Co. KG, Wuppertal D 48,20% 6.445 −102 EUR 31.12.2020
Bomedus GmbH, Bonn D 22,80% −1.237 −199 EUR 31.12.2020
Bright Capital SME Debt Fund I GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main D 3,86% 38.170 −261 EUR 31.12.2020
btov Industrial Technologies SCS SICAR, Munsbach D 5,19% 28.146 −2.486 EUR 31.12.2020
39/50
Anlage 1.3
Name und Sitz der Gesellschaft
Direkt (D) /
Indirekt (I)
Kapitalanteil
in %
Eigenkapital
in Tsd.
Jahresüber-
schuss /
-fehlbetrag
in Tsd. Währung Stand
Beteiligungen
Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH, Potsdam D 19,85% 31.101 1.077 EUR 31.12.2020
Bürgschaftsbank NRW GmbH – Kreditgarantiegemeinschaft, Neuss D 15,75% 39.244 1.022 EUR 31.12.2020
Capnamic United Venture Fund I GmbH & Co. KG, Köln D 7,69% 14.284 −2.121 EUR 31.12.2020
Capnamic Ventures Fund II GmbH & Co. KG, Köln D 4,35% 61.188 −2.962 EUR 31.12.2020
Capnamic Ventures Fund III GmbH & Co. KG, Köln
3)
D 6,60%
Capza 5 Private Debt SCSp-RAIF, Luxemburg D 0,18% 731.996 31.845 EUR 31.12.2020
CellAct Pharma GmbH, Dortmund D 38,56% 242 −163 EUR 31.12.2020
CEVEC Pharmaceuticals GmbH, Köln D 18,09% 5.476 1.390 EUR 31.12.2020
Cherry Ventures Fund III GmbH & Co. KG, Berlin D 2,80% 36.020 −4.444 EUR 31.12.2020
Chronext AG, Zug D 4,57% 1.636 −12.053 CHF 31.12.2020
citadelle systems AG, Essen D 8,91% 1.206 −962 EUR 31.12.2020
CMP German Opportunity Investors Fund II (SCA) SICAR, Luxemburg D 1,71% 58.193 −20.575 EUR 31.12.2020
CMP German Opportunity Investors Fund II (SCS) SICAR, Luxemburg D 1,68% 77.200 −29.344 EUR 31.12.2020
CMP German Opportunity Investors Fund III SCSp, Luxemburg D 2,00% 89.528 −13.665 EUR 31.12.2020
COMPEON GmbH, Düsseldorf D 3,57% 718 −8.520 EUR 31.12.2020
Creathor Venture Fund IV (SCSp) SICAR, Luxemburg D 13,85% 24.074 5.534 EUR 31.12.2020
CryoTherapeutics SA, Awans D 14,98% 191 1 EUR 31.12.2020
DBAG Expansion Capital Fund GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main D 9,79% 29.276 40.460 EUR 31.12.2020
DEINZER Holding GmbH, München D 35,56% 8.603 3.698 EUR 31.03.2021
Deutsche Arzt AG, Essen D 11,32% 2.012 4.245 EUR 31.12.2020
DIMATE GmbH, Bochum D 8,55% 342 −442 EUR 31.12.2020
DIREVO Industrial Biotechnology GmbH, Köln D 25,45% −43 −422 EUR 31.12.2020
40/50
Anlage 1.3
Name und Sitz der Gesellschaft
Direkt (D) /
Indirekt (I)
Kapitalanteil
in %
Eigenkapital
in Tsd.
Jahresüber-
schuss /
-fehlbetrag
in Tsd. Währung Stand
Beteiligungen
DroidDrive GmbH, Aachen D 5,47% 431 −210 EUR 31.12.2020
Earlybird GmbH & Co. Beteiligungs KG 2012, München D 3,33% 55.760 −2.997 EUR 31.12.2020
Earlybird Health GmbH & Co. Beteiligungs KG, Köln D 8,54% 41.196 −577 EUR 31.12.2020
eCAPITAL Cybersecurity Fonds GmbH & Co. KG, Münster D 10,00% 10.533 −100 EUR 31.12.2020
ECBF I SCSp, Munsbach D 3,65% 448 −1.520 EUR 31.12.2020
ELS Fonds GmbH & Co. KG i. L., Recklinghausen D 32,30% 617 −1.025 EUR 31.12.2020
Emergence Therapeutics AG, Duisburg D 11,19% 2.298 −1.660 EUR 31.12.2020
Enerthing GmbH, Köln D 20,40% 2.174 −1.327 EUR 31.12.2020
EOS Beteiligungs GmbH & Co. KG, München D 2,50% 13.937 −1.231 EUR 31.12.2020
Europäischer Investitionsfonds (EIF), Luxemburg D 0,44% 1.978.727 128.597 EUR 31.12.2020
everwave GmbH, Aachen D 3,95% 16 −8 EUR 31.12.2020
Evoco TSE III SCSp SICAV-RAIF, Luxemburg D 3,09% 2.062 −1.761 EUR 31.12.2020
femtos GmbH, Bochum D 13,89% 440 −511 EUR 31.12.2020
FLEX Capital Fund II GmbH & Co. KG, Berlin D 3,95% 8.930 −2.587 EUR 31.12.2020
Gardeur Beteiligungs GmbH, Mönchengladbach
2)
D 49,00%
GENUI I GmbH & Co. KG, Hamburg D 1,72% 209.439 143.987 EUR 31.12.2020
GENUI II GmbH & Co. KG, Hamburg D 1,00% 92.189 −16.577 EUR 31.12.2020
GreenPocket GmbH, Köln D 10,18% −595 −1.521 EUR 31.12.2020
Gründerfonds Ruhr GmbH & Co. KG, Essen D 43,48% 9.183 −647 EUR 31.12.2020
Harbert / Claret European Growth Capital Fund III SCSp, Luxemburg D 3,06% 8.805 −1.195 EUR 31.12.2020
Harbert European Growth Capital Fund I L.P., London D 1,67% 35.436 8.273 EUR 31.12.2020
Harbert European Growth Capital Fund II SCSp, London D 1,55% 201.319 26.578 EUR 31.12.2020
41/50
Anlage 1.3
Name und Sitz der Gesellschaft
Direkt (D) /
Indirekt (I)
Kapitalanteil
in %
Eigenkapital
in Tsd.
Jahresüber-
schuss /
-fehlbetrag
in Tsd. Währung Stand
Beteiligungen
HAVERKAMP GmbH, Münster D 49,00% 1.105 −104 EUR 31.12.2020
HF Private Debt Fonds II SCSp, Senningerberg
3)
D 2,86%
HF Private Debt Fonds SCSp, Senningerberg D 3,05% 107.376 12.091 EUR 31.12.2020
Ideenreich Invest GmbH, Köln D 50,00% 10.528 143 EUR 31.12.2020
Innolume GmbH, Dortmund D 0,40% 953 −95 EUR 31.12.2020
Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), Potsdam D 50,00% 237.950 11.154 EUR 31.12.2020
IPF Fund I SCA, SICAV-FIS, Luxemburg D 1,19% 40.157 −7.063 EUR 31.12.2020
JADO Technologies GmbH, Dresden
2)
D 18,02%
Kapitalbeteiligungsgesellschaft für die mittelständische Wirtschaft in NRW mbH, Neuss D 49,63% 5.331 783 EUR 31.12.2020
Kleffmann Holding GmbH i. L., Lüdinghausen D 50,00% 1 −19 EUR 31.12.2020
Kreos Capital VI (Expert Fund) LP, St. Helier D 0,59% 422.452 10.406 EUR 31.12.2020
Kurma Biofund III FPCI, Paris D 3,92% 16.901 −2.660 EUR 31.12.2020
LSI Pre-Seed-Fonds GmbH, Bonn D 35,13% 8.081 −636 EUR 31.12.2020
Marondo Small-Cap Growth Fund I GmbH & Co. KG, München D 5,88% 20.099 −534 EUR 31.12.2020
MotionMiners GmbH, Dortmund D 1,59% 58 −37 EUR 31.12.2020
neoteq ventures Rheinland One GmbH & Co. KG, Köln D 48,84% 1.103 −377 EUR 31.12.2020
Novihum Technologies GmbH, Dortmund D 12,34% −7.532 −6.958 EUR 31.12.2020
Occlutech Holding AG, Schaffhausen D 0,14% 2.451 −6.046 CHF 31.12.2020
ODDSET Sportwetten GmbH, München I 34,00% −280 3.013 EUR 31.12.2020
Odewald KMU GmbH & Co. Beteiligungsgesellschaft für Vermögensanlagen KG, Berlin D 7,32% 5.243 −1.361 EUR 31.12.2020
Odewald KMU II GmbH & Co. Beteiligungsgesellschaft für Vermögensanlagen KG, Berlin D 5,87% 107.521 2.353 EUR 31.12.2020
operaize GmbH, Köln D 5,26% 3 −18 EUR 31.12.2020
42/50
Anlage 1.3
Name und Sitz der Gesellschaft
Direkt (D) /
Indirekt (I)
Kapitalanteil
in %
Eigenkapital
in Tsd.
Jahresüber-
schuss /
-fehlbetrag
in Tsd. Währung Stand
Beteiligungen
Peppermint CBF 1 GmbH & Co. KG, Berlin D 14,66% 17.694 −1.174 EUR 31.12.2020
Personal MedSystems GmbH, Berlin D 5,68% 969 −142 EUR 31.12.2020
Phenox GmbH, Bochum D 27,61% 14.697 3.652 EUR 31.12.2020
Pinova GmbH & Co. Beteiligungs 2 KG, München D 5,56% 97.644 1.219 EUR 31.12.2020
Pinova GmbH & Co. Erste Beteiligungs KG, München D 10,26% 31.927 11.095 EUR 31.12.2020
Portigon AG, Düsseldorf D 23,10% 236.301 −600.880 EUR 31.12.2020
Pride Capital II Feeder C.V., Amsterdam
3)
D 2,69%
Pride Mezzanine Capital I FGR, Amsterdam D 1,67% 30.484 1.859 EUR 31.12.2020
Project A Ventures III GmbH & Co. KG, Berlin D 2,42% 73.120 −6.726 EUR 31.12.2020
Rehappy GmbH, Aachen D 4,41% −300 −300 EUR 31.12.2020
RESADO GmbH, Köln
3)
D 8,52%
Resolve BioSciences GmbH, Monheim am Rhein D 5,96% 9.288 −3.571 EUR 31.12.2020
Rheinland Venture Capital GmbH & Co. KG, Köln D 39,92% 621 −433 EUR 30.06.2020
RiverRock European Opportunities Feeder Fund II, London D 1,07% 138.822 −37.746 EUR 31.12.2020
RiverRock European Opportunities Fund Ltd., London D 1,49% 36.062 −4.251 EUR 31.12.2020
saperatec GmbH, Dessau-Roßlau D 6,83% 3.386 −558 EUR 31.12.2020
SeedCapital Dortmund GmbH & Co. KG i. L., Dortmund D 46,51% 3.834 −18 EUR 31.12.2020
SeedCapital Dortmund II GmbH & Co. KG, Dortmund D 47,62% 4.428 −304 EUR 31.12.2020
SeedCapital Dortmund III GmbH & Co. KG, Dortmund D 47,62% 1.067 4 EUR 31.12.2020
Seed Fonds für die Region Aachen GmbH & Co. KG i. L., Aachen D 47,06% 15 1.213 EUR 31.12.2020
Seed Fonds II für die Region Aachen GmbH & Co. KG, Aachen D 47,02% 7.458 199 EUR 31.12.2020
Semalytix GmbH, Bielefeld D 14,55% 3.716 −1.805 EUR 31.12.2020
43/50
Anlage 1.3
Name und Sitz der Gesellschaft
Direkt (D) /
Indirekt (I)
Kapitalanteil
in %
Eigenkapital
in Tsd.
Jahresüber-
schuss /
-fehlbetrag
in Tsd. Währung Stand
Beteiligungen
SET Fund III C.V., Amsterdam D 5,00% 11.675 −2.371 EUR 31.12.2020
Sirius Seedfonds Düsseldorf GmbH & Co. KG i. L., Düsseldorf D 44,68% 828 26 EUR 31.12.2020
talpasolutions GmbH, Essen D 8,52% 2.583 2.201 EUR 31.12.2020
Technologiefonds OWL GmbH & Co. KG, Paderborn D 42,90% 3.525 −637 EUR 31.12.2020
TechVision Fonds I für die Region Aachen, Krefeld und Mönchengladbach GmbH & Co. KG,
Aachen D 31,48% 4.958 −39 EUR 31.12.2020
TEV Ventures Vintage III GmbH & Co. KG, Essen
3)
D 2,82%
ubirch GmbH, Köln D 7,97% −763 −2.203 EUR 31.12.2020
Unternehmertum VC Fonds III GmbH & Co. KG, Garching D 2,35% 2.861 −1.775 EUR 31.12.2020
unu GmbH, Berlin D 0,86% −10.531 −13.425 EUR 31.12.2020
VENTECH GmbH, Marl
2)
D 19,98%
Vimecon GmbH i. L., Herzogenrath
2)
D 8,28%
windtest grevenbroich gmbh, Grevenbroich D 25,00% 1.011 115 EUR 31.12.2020
World of sonoro Holding GmbH, Neuss D 23,66% 3.720 −135 EUR 31.07.2020
1)
Die NRW.BANK ist persönlich haftende Gesellschafterin der Westdeutschen Lotterie GmbH & Co. OHG, Münster.
2)
Aufgrund von Insolvenz oder Liquidation wurde von der Gesellschaft kein Jahresabschluss aufgestellt.
3)
Aufgrund von Neugründungen / -engagements liegen keine relevanten Informationen vor.
44/50
Anlage 1.3
Mandate der Beschäftigten
Ute Hagedorn
Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), Potsdam
Mitglied des Verwaltungsrats
Simone Merk
Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), Potsdam
Mitglied des Verwaltungsrats
Dr. Aristotelis Nastos
BICO Group AB, Göteborg
Mitglied des Aufsichtsrats
Klaus Rupprath
Erste Abwicklungsanstalt, Düsseldorf
Mitglied des Verwaltungsrats
Dr. Peter Stemper
Portigon AG, Düsseldorf
Mitglied des Aufsichtsrats
Angabe der Mandate gemäß § 340a Abs. 4 Nr. 1 HGB
Mandate des Vorstands
Eckhard Forst
Portigon AG, Düsseldorf
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Société de Financement Local (SFIL), Issy-Les-Moulineaux
Administrateur indépendant, membre du Conseil d‘ Administration
de SFIL
Michael Stölting
Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), Potsdam
Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats
Dietrich Suhlrie
Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), Potsdam
Mitglied des Verwaltungsrats
45/50
Anlage 1.3
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss
des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und
Verlust rechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen
nicht vor.
Gewinnverwendungsbeschluss (36)
Die Gewährträgerversammlung der NRW.BANK fasst den
nachstehenden Gewinnverwendungsbeschluss:
Gemäß § 30 der Satzung werden zur Erfüllung der gesetzlichen
Ausschüttungserfordernisse nach § 14 Abs. 1 NRW.BANK G
5.509.810,04 € für nach dem 31. Dezember 2021 fällig werdende
Zinsbeträge, die das Land Nordrhein-Westfalen aufgrund der
Inanspruchnahme von Darlehen des Bundes zur Förderung des
Wohnungsbaus und der Modernisierung (Finanzhilfen gemäß
Art. 104a Abs. 4 Grundgesetz [GG] in der bis zum 31. August 2006
geltenden Fassung) zu leisten hat, an den Bund abgeführt.
46/50
Anlage 1.3
Mitglieder gemäß § 8 Abs. 1 Buchstabe d der Satzung
Nathanael Liminski
Staatssekretär sowie Chef der Staatskanzlei
des Landes Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Mathias Richter
Staatssekretär
Ministerium für Schule und Bildung
des Landes Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Ständige Gäste
Matthias Elzinga
Personalrat
NRW.BANK
Münster
Frank Lill
Personalrat
NRW.BANK
Düsseldorf
Organe der Bank
Gewährträgerversammlung
Mitglieder gemäß § 8 Abs. 1 Buchstabe a bis c der Satzung
Prof. Dr. Andreas Pinkwart
Vorsitzender
Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie
des Landes Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Lutz Lienenkämper, MdL
Stellvertretender Vorsitzender
Minister der Finanzen
des Landes Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Ina Scharrenbach
Stellvertretende Vorsitzende
Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung
des Landes Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
47/50
Anlage 1.3
Ina Brandes (ab 1.1.2022)
Ministerin für Verkehr
des Landes Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Ute Gerbaulet
Persönlich haftende Gesellschafterin / CFO
Dr. August Oetker KG
Bielefeld
Ursula Heinen-Esser
Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und
Verbraucherschutz
des Landes Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Bernd Krückel, MdL
Mitglied der CDU-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Dr. Birgit Roos
Sparkassendirektorin i. R.
Meerbusch
Dirk Wedel
Staatssekretär
Ministerium der Justiz
des Landes Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Verwaltungsrat
Mitglieder gemäß § 12 Abs. 1 Buchstabe a bis c der Satzung
Prof. Dr. Andreas Pinkwart
Vorsitzender
Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie
des Landes Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Lutz Lienenkämper, MdL
Stellvertretender Vorsitzender
Minister der Finanzen
des Landes Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Ina Scharrenbach
Stellvertretende Vorsitzende
Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung
des Landes Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Mitglieder gemäß § 12 Abs. 1 Buchstabe d der Satzung
Martin Börschel, MdL
Mitglied der SPD-Fraktion NRW
Landtag Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
48/50
Anlage 1.3
Ständige Vertreterinnen oder Vertreter gemäß
§ 12 Abs. 2 der Satzung
Dr. Johannes Velling
Leitender Ministerialrat
Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie
des Landes Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Gerhard Heilgenberg
Ministerialdirigent
Ministerium der Finanzen
des Landes Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Dr. Christian von Kraack
Ministerialdirigent
Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung
des Landes Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Hendrik Wüst, MdL (bis 15.11.2021)
Ministerpräsident
des Landes Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Mitglieder gemäß § 12 Abs. 1 Buchstabe e der Satzung
Matthias Elzinga
Personalrat
NRW.BANK
Münster
Tanja Gossens
Personalrätin
NRW.BANK
Düsseldorf
Frank Lill
Personalrat
NRW.BANK
Düsseldorf
Yvonne Rohde
Prokuristin
NRW.BANK
Düsseldorf
Torben Wittenberg
Personalrat
NRW.BANK
Münster
49/50
Anlage 1.3
Vorstand
Eckhard Forst
Vorsitzender des Vorstands
Gabriela Pantring
Mitglied des Vorstands
Michael Stölting
Mitglied des Vorstands
Dietrich Suhlrie
Mitglied des Vorstands
Düsseldorf / Münster, den 15. Februar 2022
NRW.BANK
Der Vorstand
Eckhard Forst Gabriela Pantring
Michael Stölting Dietrich Suhlrie
50/50
Anlage 1.3
Lagebericht
der NRW.BANK für das Geschäftsjahr 2021
verlässlicher Marktteilnehmer etabliert. Die NRW.BANK erwirt-
schaftet eigene Erträge im Rahmen ihrer konservativen Invest-
mentstrategie und setzt diese für das Fördergeschäft, die Sicher-
stellung der Leistungsfähigkeit der Bank – auch im Sinne der
Schaffung eigener unverzinslicher Rücklagen und Reserven –
sowie für die Unterhaltung des Bankbetriebs ein. Die Unterstüt-
zung der Förderung aus eigener Kraft, zum Beispiel zur Zinsver-
günstigung von Förderdarlehen, ist ein wesentlicher Bestandteil
des Geschäftsmodells der NRW.BANK. Als Förderinstrumente
finden insbesondere Darlehen mit im Vergleich zum allgemeinen
Marktniveau günstigen Zinskonditionen und / oder langfristigen
Zinsbindungsmöglichkeiten, die Bereitstellung von Eigen- und
Mezzanine-Kapital, Risikoteilungen mit Hausbanken sowie Bera-
tungsangebote Anwendung. Die NRW.BANK berücksichtigt bei
der Ausgestaltung ihrer Förderung bestehende Angebote der
Bundesförderinstitute und unterstützt eine Nutzung von Förder-
mitteln des Bundes sowie europäischer Institutionen im Land
Nordrhein-Westfalen.
1.2 Ziele und Strategie
Die Gesamtbankstrategie besteht aus den Grundsätzen, die
gemäß Satzung von der Gewährträgerversammlung beschlossen
werden, und aus der vom Vorstand beschlossenen Strategie
gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement
(MaRisk). Die Grundsätze der Geschäfts-, Förder- und Risiko-
politik bilden den Rahmen des strategischen Handelns. Die
1 Grundlagen der NRW.BANK als Förderbank für Nordrhein-
Westfalen
Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen.
Sie unterstützt im öffentlichen Auftrag ihren Eigentümer und
Gewährträger, das Land Nordrhein-Westfalen, bei der Erfüllung
seiner struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. Die
NRW.BANK führt ihre Geschäfte nach kaufmännischen Grund-
sätzen unter Berücksichtigung des Gemeinwohls auf nicht
wettbewerblicher und nicht gewinnorientierter Basis. Für ihr
Fördergeschäft nutzt die NRW.BANK ein breites Spektrum an
Förder instrumenten und bringt hierbei insbesondere kredit-
wirtschaftliche Expertise in den Förderprozess ein.
1.1 Geschäftsmodell
Das Geschäftsmodell der NRW.BANK, einer weitgehend
haus halts unabhängigen Förderbank, dient der Um set zung
ihres öffentlichen Förderauftrags. Nach dem Gesetz über die
NRW.BANK ist sie als rechtlich selbstständige Förderbank
mit wettbewerbsneutralem Fördergeschäft dauerhaft mit den
Haftungsinstrumenten Anstaltslast und Gewährträgerhaftung
ausgestattet und verfügt über eine explizite, gesetzlich verankerte
Refinanzierungsgarantie ihres Gewährträgers. Die NRW.BANK
ist damit jederzeit in der Lage, kurzfristig im notwendigen Um-
fang Liquidität zu generieren. Für die Erfüllung ihres Auftrags
nutzt die NRW.BANK die hierdurch eröffneten Möglichkeiten zur
Refinanzierung über den internationalen Kapitalmarkt und ist als
1/56
Anlage 1.4
Nachhaltigkeit ist für die NRW.BANK ein zentrales Leitmotiv und
wesentliches Kriterium bei ihren geschäftspolitischen Entschei-
dungen. Einzelheiten ergeben sich aus den Nachhaltigkeitsleit-
linien der NRW.BANK sowie aus dem jährlichen, jeweils gegen
Mitte des Folgejahrs erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht.
Der nichtfinanzielle Bericht der NRW.BANK ist abrufbar
unter:
http://www.nrwbank.de/Finanzpublikationen.
Geschäfts-, Förder- und Risikostrategie konkretisiert die in den
Grundsätzen festgelegte strategische Ausrichtung der Bank und
mündet in einer mehrjährigen quantitativen Geschäftsplanung.
Der Vorstand der NRW.BANK steht in stetiger, enger Abstim-
mung mit den Gremien der Bank und gewährleistet die adres -
satengerechte Transparenz bei der Durchführung und Weiter-
entwicklung ihrer Aufgaben und Strategie.
Grundsätze der
Gescfts- bzw.
Ressourcenstrategie
Kapitalmarktstrategie
Personalplanungs- und
-entwicklungsstrategie
Organisations- und
IT-Strategie
...
Strategischer Fokus
Förderagenda
Entwicklung der
Förderzahlen
...
Förderstrategie
Angemessenheit
der Kapital-
ausstattung
Angemessenheit
der Liquiditäts-
ausstattung
Konzen trations-
limite
Fördergeschäft
Kapitalmarktgeschäft
...
Risikostrategie
> Strategische Analyse der Einflussfaktoren
> Eckpfeiler der strategischen Ausrichtung
> Kernaussagen der Teilstrategien / quantitativen Planung
QUANTITATIVE GESCHÄFTSPLANUNG
Beschluss der
Gewährträger-
versammlung
(gem. Satzung)
Strategie gem.
MaRisk
Zuständigkeit des
Vorstands unter
Einbeziehung des
Verwaltungsrats und
seiner Aus schüsse
Geschäftspolitik
Förderpolitik
Risikopolitik
2/56
Anlage 1.4
rung ihres Fördergeschäfts. Aber auch abseits des Megatrends
Digitalisierung verändert sich das Marktumfeld für das Förder-
gescft der NRW.BANK zunehmend und zugleich schneller als
früher. Die Leitlinie Agile Förderung trägt dieser Tatsache Rech-
nung: Sie drückt den Anspruch der NRW.BANK aus, zeitnah auf
geänderte Marktlagen und -herausforderungen zu reagieren und
Förderangebote an neue Förderb
edürfnisse anzupassen. Die
Leitlinie Europäische Förderung stellt auf die Zielsetzung der
NRW.BANK ab, (zusätzliche) EU-Mittel für Förderungen in
Nordrhein-Westfalen zu akquirieren. Von besonderer Bedeutung
sind hierbei Risikoteilungen mit europäischen Institutionen. Ein
zentra ler Baustein ist das neue EU-Programm InvestEU, bei dem
die NRW.BANK erstmals als Durchführungspartner der Euro-
päischen Kommission fungiert.
Das Fördergeschäft der NRW.BANK ist themenorientiert ausge-
richtet. Es wird in die drei Förderfelder Wirtschaft, Wohnraum
sowie Infrastruktur / Kommunen unterteilt. Zielsetzungen sind
insbesondere die Verbesserung der Finanzierungssituation für
die mittelständische Wirtschaft, die Förderung von Innovations-
und Digitalisierungsvorhaben in Unternehmen, die Schaffung
bezahlbaren Wohnraums sowie Förderimpulse zugunsten der
technischen und sozialen Infrastruktur. Daneben zählt die Unter-
stützung der nordrhein-westfälischen Kommunen, beispielsweise
bei der Erhaltung, Erweiterung und Modernisierung der Bildungs
-
infrastruktur, zu einem zentralen Ziel der NRW.BANK. Die Förde-
rung von Nachhaltigkeitsvorhaben findet sich angesichts der
Bedeutung der Thematik als Zielsetzung in allen drei Förder-
feldern.
Kern der Gesamtbankstrategie ist die Förderstrategie, worin die
hervorgehobene Bedeutung des Fördergeschäfts zum Ausdruck
kommt. In der Geschäfts- beziehungsweise Ressourcenstrategie
werden die Kapitalmarktstrategie mit ihren Teilstrategien Liqui-
ditätsmanagementstrategie, Refinanzierungsstrategie und
Invest ment- / Handelsbuchstrategie sowie ressourcenbezogene
Themen, wie zum Beispiel Personal und IT, formuliert. Die Risiko-
strategie schreibt die risikorelevanten Aspekte fest und ist mit
der Förder- und der Geschäftsstrategie verzahnt.
Die Gesamtbankstrategie ist am öffentlichen Auftrag der
NRW.BANK ausgerichtet, das Land Nordrhein-Westfalen und
seine kommunalen Körperschaften bei der Erfüllung ihrer Auf-
gaben zu unterstützen sowie der Landesregierung als erster
Ansprechpartner in finanzwirtschaftlichen Themen und Förder-
fragen zur Verfügung zu stehen. Wesentliche Geschäftsaktivi-
täten im Sinne der MaRisk sind das Fördergeschäft und das die
Förderaktivitäten unterstützende Kapitalmarktgeschäft (Förder-
hilfsgeschäft).
Die Förderstrategie gibt zentrale Leitlinien für die Weiterentwick-
lung des Fördergeschäfts der NRW.BANK vor. Diese Förderleit-
linien beinhalten ausgewählte Faktoren zur Sicherung der Effi-
zienz und Effektivität der Förderung. Im Jahr 2021 umfasste die
Förderstrategie die drei Leitlinien Digitale Förderung, Agile
Förde rung und Europäische Förderung.
Digitale Förderung als Leitlinie berücksichtigt explizit die wach-
senden Anforderungen an Förderbanken zur weiteren Digitalisie-
3/56
Anlage 1.4
fassen den Zins- und Provisionsüberschuss, das Handelsergebnis
sowie das sonstige betriebliche Ergebnis. Der Verwaltungs-
aufwand setzt sich aus dem Personal- und dem Sachaufwand
zusammen.
Bei der CIR (vor Förderleistung) wird der Verwaltungsaufwand
ohne Förderaufwand in Relation zu den Größen Zins- und Pro-
visionsüberschuss vor Förderleistung gesetzt. Die CIR reflektiert
die Entwicklung von Kosten-Ertrags-Relationen und dient daher der
Effizienzmessung. Um keine dem Förderzweck wider spre chen den
Anreize zu setzen und um die CIR mit anderen (Förder-)Ins tituten
vergleichbar zu machen, erfolgt eine Bereinigung um die Förder-
leistung.
Das Geschäftsvolumen errechnet sich aus der Bilanzsumme, den
Eventualverbindlichkeiten, den anderen Verpflichtungen sowie
dem Verwaltungsvermögen.
2 Wirtschaftsbericht
2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
2.1.1 Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und
Nordrhein- Westfalen
Der Verlauf der Corona-Pandemie prägte auch im Jahr 2021
wesent lich die deutsche und nordrhein-westfälische Wirtschaft.
Die Konjunktur verlief dabei zunehmend zweigeteilt. Während
sich die kontaktintensiven Dienstleistungsbereiche zeitweise
kräftig von der Corona-Krise erholen konnten, bremsten globale
1.3 Steuerungssystem
Die NRW.BANK nutzt für ihre Steuerung grundsätzlich bank-
betrieblich übliche und erprobte Steuerungskonzepte und
Methoden. Das Zielsystem der NRW.BANK orientiert sich an der
dauerhaften Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen als
Gewährträger bei seinen struktur- und wirtschaftspolitischen
Aufgaben.
Als Rahmenbedingung für die Steuerung ist die dauerhafte Erhal-
tung des Substanzwerts der Bank festgelegt. Die NRW.BANK
definiert den Substanzwert als bilanzielles Eigenkapital in all
seinen Komponenten zuzüglich der Vorsorgereserven.
Wesentliche Kenngrößen für die Steuerung sind neben dem Neu-
zusagevolumen und der Förderleistung im Fördergeschäft die
operativen Erträge, der Verwaltungsaufwand, die Cost Income-
Ratio (CIR) vor Förderleistung, die Bilanzsumme und das Geschäfts
-
volumen. Die entsprechenden Budgetwerte werden im Rahmen
der Gesamtbanksteuerung regelmäßig Plan-Ist-Vergleichen
sowie Szenario- und Prognoserechnungen unterzogen, um ent-
sprechende Steuerungsimpulse setzen zu können.
Das Neuzusagevolumen beinhaltet die im aktuellen Geschäftsjahr
ausgesprochenen Zusagen für Fördermittel. Unter dem Begriff
der Förderleistung werden die monetären und nichtmonetären
Leistungen der NRW.BANK zur Erfüllung ihres Förderauftrags
sowie zur Unterstützung der wirtschafts- und strukturpolitischen
Ziele ihres Eigentümers subsumiert. Die operativen Erträge um-
4/56
Anlage 1.4
frage nach deutschen Industriegütern stieg zwar aufgrund der
global anziehenden Konjunktur seit Jahresbeginn stark an und
die Auftragsbestände verzeichneten ein neues Rekordniveau.
Gleichzeitig wurde die Industrie aber angesichts der weltweit
simultan anziehenden Konjunktur und Störungen der internatio-
nalen Lieferketten von einer bislang beispiellosen Knappheit an
Vorleistungsgütern sowie starken Preissteigerungen bei Roh-
stoffen getroffen. Außergewöhnlich viele Unternehmen berich-
teten in Umfragen, dass ihre Produktion durch Materialengpässe
beeinträchtigt wurde. Die Störungen der Lieferketten erwiesen
sich im Laufe des Jahres als wesentlich gravierender und lang-
wieriger als zunächst angenommen und dauerten bis zum Jahres-
ende an. Die industrielle Schwäche schlug sich in einer geringen
Dynamik der Unternehmensinvestitionen sowie der Exporte nieder.
Die Schere zwischen Auftragseingängen und Produktion ging
insbesondere bei den Investitionsgüterherstellern – und dort
verstärkt im Fahrzeug- und Maschinenbau – im Jahresverlauf
immer weiter auseinander. Besonders der Automobilbranche
machte die weltweite Knappheit an elektronischen Bauteilen zu
schaffen.
Dabei gab es zwischen der Entwicklung in Deutschland und
Nordrhein-Westfalen Unterschiede. So war die Herstellung von
Kraftwagen und -teilen in Nordrhein-Westfalen bis zum Sommer
nicht so stark betroffen und die Produktion wurde erst ab Herbst
gedrosselt. In anderen Wirtschaftszweigen wie der Metallerzeu-
gung und -verarbeitung sowie dem Maschinenbau wurde die
Produktion in Nordrhein-Westfalen bis zum Sommer gesteigert,
während sie in Deutschland weitgehend stagnierte.
Lieferengpässe zunehmend die Produktion der Industrie. Der
Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) blieb in der
Folge mit 2,7% insgesamt hinter den Erwartungen zu Jahres-
beginn zurück.
Nach einem pandemiebedingten Rückgang der Wirtschafts-
leistung in den ersten Monaten des Jahres 2021 belebte sich die
wirtschaftliche Aktivität ab Mai spürbar. Die zunehmende Zahl
geimpfter Erwachsener in der Bevölkerung unterstützte den
raschen Rückgang der Neuinfektionen, wodurch weitreichende
Öffnungsschritte in den zuvor eingeschränkten Wirtschafts-
sektoren ermöglicht wurden. Dies führte zu einer Erholung der
privaten Nachfrage. Besonders die Umsätze in den kontakt-
intensiven Dienstleistungsbereichen und den im Winter noch
eingeschränkten Teilen des stationären Einzelhandels stiegen
deutlich an.
Zusätzlich stützend wirkten vor dem Hintergrund des Impf-
fortschritts auch die günstigeren Einkommens- und Beschäfti-
gungsaussichten. So beschleunigte sich im Jahresverlauf der
Beschäftigungsaufbau in den Dienstleistungsbereichen kräftig,
die Arbeitslosigkeit sank im Jahresverlauf deutlich und die Kurz-
arbeit wurde spürbar abgebaut. Ab November führte dann eine
vierte Corona-Infektionswelle zusammen mit dem Auftreten einer
neuen Virusvariante wieder zu regional teilweise deutlich ver-
schärften Eindämmungsmaßnahmen, die den gesamtwirtschaft-
lichen Erholungsprozess erneut abbremsten.
Im Gegensatz zu den Dienstleistungsbereichen ging die Wirt-
schaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe zurück. Die Nach-
5/56
Anlage 1.4
Die Verbraucherpreise zogen im Jahresverlauf spürbar an. Neben
Sondereffekten durch die zu Jahresbeginn 2021 ausgelaufene
temporäre Umsatzsteuersenkung führte das im Jahr 2020 pan de-
mie bedingt niedrige Preisniveau automatisch zu erhöhten Jahres-
raten in 2021. Gleichzeitig befeuerte die Einführung der CO
2
-Be-
preisung in den Bereichen Verkehr und Wärme die Teuerung und
stark steigende Ölpreise sowie schlechte Witterungsbedingungen
führten zu kräftigen Preissteigerungen bei Energie und Nahrungs-
mitteln. Die Inflationsrate stieg im Jahresdurchschnitt auf 3,1%
und war damit so hoch wie zuletzt vor 28 Jahren.
2.1.2 Finanzmärkte
Im Laufe der ersten Jahreshälfte 2021 erholten sich die Finanz-
märkte aufgrund einer Reihe positiver Entwicklungen. Die Markt-
akteure standen unter dem Eindruck der im Jahr 2020 erzielten
Erfolge in der Impfstoffforschung gegen das Corona-Virus sowie
des Beginns flächendeckender Impfkampagnen in zahlreichen
Ländern. Im zweiten Quartal 2021 wurden in Deutschland die
Corona-Beschränkungen gelockert. Das Wachstum zeigte darauf-
hin eine starke Gegenbewegung zu den vorangegangenen BIP-
Rückgängen. Die merklich verbesserte konjunkturelle Lage führte
zu steigenden Inflationserwartungen. Die zehnjährige Bund-
rendite erhöhte sich von leicht unter −0,6% zu Jahresbeginn auf
0,1% im Mai 2021.
Im Sommer verschlechterte sich allerdings die Stimmung an den
Finanzmärkten wieder. Treiber waren teils enttäuschende Wirt-
schaftsdaten in wichtigen Volkswirtschaften sowie die Erkenntnis,
Die Bautätigkeit entwickelte sich im Jahresverlauf verhalten. Im
Sommer wurden die Bauinvestitionen trotz voller Auftragsbücher
nur wenig ausgeweitet. Hierfür dürften nicht zuletzt gravierende
Materialengpässe bei wichtigen Baurohstoffen wie Holz und Stahl
eine Rolle gespielt haben. Die aus der Knappheit resultierende
Preisexplosion am Weltmarkt sorgte darüber hinaus für enorme
Anstiege bei den Baupreisen und dämpfte auch im weiteren Ver-
lauf die
Entwicklung der Bauinvestitionen, zumal angesichts des
kräftigen Preisanstiegs ein Teil der privaten Haushalte Pro bleme
bekam, einen Hausbau zu finanzieren.
Nach der Flutkatastrophe im Sommer spielte der anlaufende
Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten eine Sonderrolle für
die bauwirtschaftliche Entwicklung in Nordrhein-Westfalen. Im
Juli verursachten Starkregen und Hochwasser in einigen Regionen
Deutschlands Zerstörungen in historischem Ausmaß. Die Gesamt-
schäden beliefen sich allein in Nordrhein-Westfalen nach ersten
Ermittlungen auf mehr als 13 Mrd. €. Der Wiederaufbau dürfte
Schätzungen zufolge mindestens fünf Jahre in Anspruch nehmen.
Infolgedessen verbesserte sich im Herbst in Kontrast zum nega-
tiven Bundestrend das Geschäftsklima im regionalen Baugewerbe.
Das finanzpolitische Umfeld war von umfangreichen staatlichen
Maßnahmen geprägt, die die gesundheitlichen und wirtschaft-
lichen Folgen der Corona-Pandemie eindämmen sollten. In der
Folge schloss der öffentliche Haushalt mit einem deutlichen
Minus von 153,9 Mrd. € ab (das entspricht einer Defizitquote
von 4,3%).
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Anlage 1.4
der Anleihekäufe begann. Lediglich die Dynamik der Anleihekäufe
im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms (PEPP) wurde
im vierten Quartal zurückgefahren und im Dezember das Ende
des Notfallankaufprogramms für März 2022 verkündet.
2.2 Geschäftsverlauf
Die NRW.BANK blickt erneut auf ein herausforderndes Geschäfts-
jahr zuck. So waren im gesamten Jahr 2021 die gesellschaft-
lichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie
weiterhin beträchtlich und machten eine Verstetigung der im
Vorjahr eingeführten speziellen Förderangebote notwendig.
In der zweiten Jahreshälfte erforderten darüber hinaus die in
mehreren nordrhein-westfälischen Regionen aufgetretenen
Starkregenereignisse schnelle Hilfsmaßnahmen für die Beseiti-
gung der Schäden sowie den Wiederaufbau.
Im Fördergescft erreichte die Bank erneut ein im Vergleich zu
den vorpandemischen Geschäftsjahren sehr hohes Neuzusage-
volumen von 12,0 Mrd. € (Vj. 17,0 Mrd. €). Hierzu trugen insbe-
sondere die im Jahresverlauf hinzugewonnenen Spielräume für
Zinsverbilligungen bei. So konnte die Attraktivität vieler Förder-
programme durch die Einführung negativer Bankeneinstände im
Hausbankenverfahren sowie negativer Zinsen im programm-
basierten kommunalen Direktgeschäft erhöht werden. Zusätz-
liche Förderimpulse erfahren hierdurch beispielsweise Vorhaben
im Kontext der nachhaltigen Transformation oder Investitionen
zur Modernisierung der Infrastruktur. Angesichts der zwischen-
zeitlich verbesserten Liquiditätsausstattung vieler Unternehmen
dass die Corona-Pandemie trotz des allgemeinen Impf fort schritts
nicht überwunden war. Zwar ging die Wirtschafts erholung in
Deutschland weiter, doch der Schwung ließ erheblich nach und
die Abwärtsrisiken erhielten wieder deutlich mehr Gewicht. Mit
den stark steigenden Infektionszahlen gegen Jahresende wurden
diese teils auch schlagend.
Die Aktienmärkte blieben von der Entwicklung ab Sommer
unbeeindruckt und tendierten innerhalb einer nicht allzu großen
Schwankungsbreite freundlich. Dagegen fiel die zehnjährige
Bundrendite im Zuge der Konjunkturabkühlung bis August unter
0,5%. Die spürbar anziehende Teuerung stand jedoch einer
Konsolidierung auf diesem Niveau entgegen, sodass die zehn-
jährige Bundrendite bis Oktober erneut sehr nah an die Marke
von −0,1% stieg.
Der Verlauf der Bundrendite blieb weiter volatil. Im November war
sie wieder rückläufig, denn die Europäische Zentralbank (EZB)
blieb ihrer Linie treu, bei Ausbruchsversuchen der Renditen nach
oben gegenzusteuern. Wichtige EZB-Vertreter positionierten
sich im vierten Quartal kommunikativ klar gegen die aufgekom-
menen Spekulationen um eine kurz bevorstehende restriktivere
Geldpolitik. Die Stellungnahmen standen im Einklang mit der
„Forward Guidance“, deren auf Grundlage der Mitte 2021 von
der EZB beschlossenen neuen Strategie entwickelten Kriterien
für eine geldpolitische Straffung nicht erfüllt waren. Praktisch
entschied sich die EZB damit, der amerikanischen Notenbank
(Fed) nicht zu folgen, die zum Jahresende mit einer Reduzierung
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ferner die Spielräume für die Aufnahme von Liquiditätskrediten
deutlich erhöht. Über ihr Kreditgeschäft hinaus unterstützt die
NRW.BANK das Land Nordrhein-Westfalen zudem als ein
zen traler Akteur im Rahmen der Wiederaufbauhilfen. So agiert
sie als Zahlstelle für die Gewährung der Billigkeitsleistungen.
Darüber hinaus übernimmt die Bank bei den Anträgen gewerb-
licher Unternehmen die Bewilligungsfunktion.
Für Programme der öffentlichen Wohnraumförderung nach
dem Gesetz zur Förderung und Nutzung von Wohnraum für das
Land Nordrhein-Westfalen (WFNG NRW) wurden 957 Mio. €
(Vj. 1.037 Mio. €) zugesagt. In den einzelnen Förderfeldern
wurden Mittel für die Energiewende und den Umweltschutz in
Höhe von 3,3 Mrd. € (Vj. 4,3 Mrd. €) vergeben.
Die Bilanzsumme lag mit 153,1 Mrd. € (Vj. 155,8 Mrd. €) und das
Geschäftsvolumen mit 176,1 Mrd. € (Vj. 178,0 Mrd. €) unterhalb
der Planung.
Die operativen Erträge fielen mit 533,0 Mio. € (Vj. 580,2 Mio. €)
erwartungsgemäß insbesondere aufgrund verbesserter Förder-
konditionen deutlich niedriger als im Vorjahr aus.
Der Verwaltungsaufwand blieb entgegen den Erwartungen mit
−273,0 Mio. € (Vj. −272,5 Mio. €) auf Vorjahresniveau.
Die Cost Income-Ratio vor Förderleistung belief sich auf 35,2%
(Vj. 34,5%).
sank jedoch insgesamt betrachtet deren Nachfrage nach Förder-
krediten. Das außerordentlich hohe Neuzusagevolumen des Vor-
jahrs konnte daher nicht erneut erreicht werden.
Bei der Weiterentwicklung des Förderangebots stand im Jahr 2021
die Unterstützung von Transformationsprozessen im Fokus. So
wurden zur Jahresmitte neue Angebote zugunsten eines nach-
haltigen, gewerblichen und wohnwirtschaftlichen Bauens einge-
führt. Zudem profitieren Kommunen seit August letzten Jahres
dank zusätzlicher Zinsvergünstigungen von besonders günstigen
Kondi tionen für Investitionen zugunsten des Klimaschutzes.
Zur Verbesserung der Finanzierungschancen junger, innovativer
Unternehmen hat die NRW.BANK im letzten Jahr den zur Ver-
fügung stehenden Rahmen für Investments in drittgemanagte
Venture Capital- und Private Equity-Fonds erhöht. Zudem erhiel-
ten die Venture Capital-Aktivitäten der NRW.BANK einen neuen,
zielgruppenoptimierten Marktauftritt.
Die Starkregenereignisse des Sommers machten ad hoc zusätz-
liche Förderangebote erforderlich. Die Bank ergänzte daher ihr
Förderangebot zugunsten der betroffenen Privatpersonen,
Unter nehmen und Kommunen um stark zinsvergünstigte Dar-
lehen speziell zur Finanzierung von Aufräumarbeiten und des
Wiederaufbaus. Im Rahmen der gewerblichen Unwetterhilfen
werden in Zusammenarbeit mit dem nordrhein-westfälischen
Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und
Energie zudem erstmals ergänzend Tilgungsnachlässe zu Kredi-
ten angeboten. Für Kommunen in den betroffenen Regionen
wurden neben verbesserten Konditionen für Investitionskredite
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Anlage 1.4
Die betriebswirtschaftliche Darstellung der Ertragslage nach
Segmenten gliedert sich wie folgt:
Programmförderung
Sonstige Förderung /
Liquiditätssteuerung Stäbe / Dienste NRW.BANK gesamt
Ertragslage
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
31.12.2021
Mio. €
31.12.2020
Mio. €
Zinsüberschuss 202,3 241,3 412,7 389,5 53,9 88,3 668,9 719,1
Provisionsüberschuss 29,8 21,0 55,1 65,3 −3,6 −3,4 81,3 82,9
Handelsergebnis 0,0 0,0 0,9 0,4 0,0 0,0 0,9 0,4
Sonstiges betriebliches Ergebnis 4,6 7,4 0,7 0,1 −223,4 −229,7 −218,1 −222,2
Operative Erträge 236,7 269,7 469,4 455,3 −173,1 −144,8 533,0 580,2
Personalaufwand −46,8 −44,5 −7,6 −7,3 −101,1 −102,4 −155,5 −154,2
Sachaufwand −52,4 −47,9 −30,9 −28,6 −34,2 −41,8 −117,5 −118,3
Verwaltungsaufwand −99,2 −92,4 −38,5 −35,9 −135,3 −144,2 −273,0 −272,5
Betriebsergebnis vor Risikovorsorge / Bewertungsergebnis 137,5 177,3 430,9 419,4 −308,4 −289,0 260,0 307,7
Risikovorsorge / Bewertungsergebnis 17,1 −64,4 −78,0 −67,3 −176,4 −157,9 −237,3 −289,6
darunter: Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken −30,0 −50,0 0,0 0,0 0,0 0,0 −30,0 −50,0
Ertragsteuern −1,3 −2,0 −3,8 −4,4 −12,1 −4,8 −17,2 −11,2
Jahresüberschuss / -fehlbetrag 153,3 110,9 349,1 347,7 −496,9 −451,7 5,5 6,9
Anzahl der Beschäftigten* 579 570 57 56 864 848 1.500 1.474
* Ohne Vorstand, Trainees, Auszubildende, Praktikanten sowie Beschäftigte in Elternzeit und ähnlichen Beurlaubungen.
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Provisionsüberschuss
Zum Provisionsüberschuss in Höhe von 81,3 Mio. €
(Vj. 82,9 Mio. €) trugen zu einem großen Teil Erträge aus dem
Kreditersatzgeschäft bei, die in einem verschlechterten Markt-
umfeld im Vorjahresvergleich zurückgingen. Die NRW.BANK
tritt bei diesen Geschäften als Sicherungsgeber (Verkauf von
Absicherungen) auf. Gegenläufig verzeichneten die Förder-
bereiche ein höheres Provisionsergebnis.
Handelsergebnis
Die NRW.BANK nimmt in geringem Umfang kurzfristige
Handels buchgeschäfte vor. Im Geschäftsjahr 2021 ergab sich
daraus ein Handelsergebnis von 0,9 Mio. € (Vj. 0,4 Mio. €).
Sonstiges betriebliches Ergebnis
Das sonstige betriebliche Ergebnis betrug −218,1 Mio. €
(Vj. −222,2 Mio. €) und ist im Wesentlichen durch den weiter
gesunkenen Rechnungszins zur Bewertung von Pensions-, Bei-
hilfe- und sonstigen Personalrückstellungen geprägt. Insgesamt
beliefen sich die zinsbedingten Aufwendungen auf −227,2 Mio. €
(Vj. −224,1 Mio. €). Darüber hinaus entstanden deutlich niedri-
gere zinsunabhängige Aufwendungen in Höhe von −0,8 Mio. €
(Vj. −9,2 Mio. €) für Pensions- und Beihilferückstellungen für
Bescftigte und Pensionäre der Portigon AG, die einen Anspruch
auf Gewährung einer Versorgung nach beamtenrechtlichen
Grundsätzen haben.
Verwaltungsaufwand
Der Verwaltungsaufwand der NRW.BANK blieb mit −273,0 Mio. €
(Vj. −272,5 Mio. €) auf dem Niveau des Vorjahrs.
Die Segmentberichterstattung gibt einen weiteren Einblick in
die Unternehmenssteuerung und leitet sich aus dem internen
Manage ment-Informations-System ab. Die Bildung der Segmente
folgt der Organisationsstruktur der Bank.
Das Segment Programmförderung besteht aus den Bereichen
Wohnraumförderung, Förderprogrammgescft, Spezialfinan-
zierungen, Eigenkapitalfinanzierungen sowie Förderberatung
und Kundenbetreuung.
Dem Segment Sonstige Förderung / Liquiditätssteuerung werden
das die Förderaktivitäten unterstützende Kapitalmarktgeschäft
(Förderhilfsgeschäft) sowie die Kommunalen Direktfinanzierungen
in Nordrhein-Westfalen zugeordnet.
Das Segment Stäbe / Dienste setzt sich aus den Dienst- und
Stabs bereichen wie beispielsweise IT / Organisation / Interne
Dienste, Risikocontrolling, Finanzen sowie Unternehmens-
entwicklung einschließlich der Beteiligungen im öffentlichen
Interesse zusammen.
2.3 Lage
2.3.1 Ertragslage
Zinsüberschuss
Der Zinsüberschuss der NRW.BANK fiel mit 668,9 Mio. € niedri-
ger aus als im Vorjahr (Vj. 719,1 Mio. €). Einem gestiegenen
Zinsergebnis im Kapitalmarktgeschäft standen ein aufgrund von
verbesserten Förderkonditionen gesunkenes Zinsergebnis in den
Förderbereichen und geringere Ergebnisbeiträge aus Beteiligun-
gen im öffentlichen Interesse gegenüber.
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Die NRW.BANK nutzte wie in den Vorjahren das operative
Ergebnis zur Dotierung der Vorsorgereserven in Höhe von
410,2 Mio. € (Vj. 226,7 Mio. €). Davon entfielen 30,0 Mio. €
(Vj. 50,0 Mio. €) auf den Fonds für allgemeine Bankrisiken.
Jahresüberschuss
Die NRW.BANK weist im Geschäftsjahr 2021 einen Jahresüber-
schuss in Höhe von 5,5 Mio. € (Vj. 6,9 Mio. €) aus. Wie in den
Vorjahren entspricht der Jahresüberschuss exakt dem Zinsdienst
gemäß § 14 des Gesetzes über die NRW.BANK, der zur Abführung
an den Bund vorgesehen ist.
Segmentergebnisse
Der Zinsüberschuss im Segment Programmförderung setzt sich
aus den Ergebnissen der Förderbereiche zusammen und belief
sich auf 202,3 Mio. € (Vj. 241,3 Mio. €).
Mit 158,4 Mio. € (Vj. 180,1 Mio. €) entfiel der größte Teil des
Zinsergebnisses wie im Vorjahr auf den Bereich Wohnraumförde-
rung. Der Rückgang resultiert überwiegend aus einer Änderung
bei der Erhebung des Verwaltungskostenbeitrags, die aus Sicht
der Fördernehmer zu einer Verbesserung der Kreditkonditionen
führte. Darüber hinaus machten im Zusammenhang mit dem
Niedrigzinsumfeld weiterhin viele Kreditnehmer von dem ihnen
vertraglich zugesicherten Recht Gebrauch, ohne Vorfälligkeits-
entschädigung jederzeit das Darlehen ganz oder in Teilbeträgen
zurückzuzahlen. Diese außerplanmäßigen Tilgungen führten zu
einem geringeren Forderungsbestand und dementsprechend
weniger Zinserträgen.
Der Personalaufwand lag mit −155,5 Mio. € insbesondere
infolge eines moderaten Personalaufbaus im Zusammenhang
mit der Übernahme neuer Aufgaben sowie aufgrund von Tarif-
steigerungen geringfügig über dem Vorjahresergebnis in Höhe
von −154,2 Mio. €. Die Aufwendungen für Altersversorgung
gingen vor allem aufgrund geringerer Zuführungen zu den
Pensionsrückstellungen zurück.
Der Sachaufwand reduzierte sich mit −117,5 Mio. €
(Vj. −118,3 Mio. €) geringfügig.
Risikovorsorge / Bewertungsergebnis
Im Geschäftsjahr 2021 ergab sich ein Risikovorsorge / Bewer-
tungsergebnis in Höhe von −237,3 Mio. € (Vj. −289,6 Mio. €).
Das positive Ergebnis von 37,8 Mio. € (Vj. −56,2 Mio. €) der
Risikovorsorge im Kreditgeschäft entstand vor allem durch die
Auflösung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7
im Zusammenhang mit einer methodischen Weiterentwicklung
sowie den Anpassungen der Modellparameter zum Bewertungs-
stichtag. Darüber hinaus konnte im Bereich Wohnraumförderung
mehr Risikovorsorge aufgelöst werden als gebildet werden
musste.
Im Beteiligungsgeschäft resultierte das Ergebnis in Höhe von
153,3 Mio. € (Vj. 12,9 Mio. €) insbesondere aus dem Verkauf der
Beteiligung an der Westdeutschen Spielbanken GmbH.
Auf Veräußerungs- und Bewertungsergebnisse im Wertpapier-
und Derivategeschäft entfiel ein Nettoergebnis in Höhe von
18,2 Mio. € (Vj. −19,6 Mio. €).
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Das Risikoergebnis im Beteiligungs- und Wertpapiergeschäft
betrug 25,8 Mio. € (Vj. 13,4 Mio. €) und war wiederum vor allem
durch Abgangserlöse aus dem Venture Capital-Portfolio geprägt.
Im Jahr 2021 dotierte die NRW.BANK die Vorsorgereserven für
die Förderbereiche mit insgesamt 52,6 Mio. € (Vj. 47,7 Mio. €).
Im Segment Sonstige Förderung / Liquiditätssteuerung wurde der
Zinsüberschuss des Vorjahrs mit 412,7 Mio. € (Vj. 389,5 Mio. €)
übertroffen. Ausschlaggebend für den Anstieg waren insbeson-
dere die mit der Teilnahme am Programm „Targeted Longer-Term
Refinancing Operations“ (TLTRO III) der EZB vereinnahmten
Prämien.
Der Provisionsüberschuss betrug 55,1 Mio. € (Vj. 65,3 Mio. €).
Das Ergebnis aus dem Kreditersatzgeschäft ging als Folge von
Spread-Einengungen spürbar zurück.
Das sonstige betriebliche Ergebnis war mit 0,7 Mio. €
(Vj. 0,1 Mio. €) nahezu ausgeglichen.
Das Risikovorsorge / Bewertungsergebnis betrug in diesem
Segment −78,0 Mio. € (Vj. −67,3 Mio. €).
Aus der Rücknahme und der Kündigung eigener Emissionen
resultierte ein Kursergebnis von −49,2 Mio. € (Vj. −116,4 Mio. €).
Der freiwillige Rückkauf eigener Emissionen erfolgt ausschließlich
auf Veranlassung des Investors. Gründe der Investoren für die
Rückgabe sind zum Beispiel die Veränderung der Laufzeit, der
Tausch der Nominalverzinsung oder die Optimierung vorhandener
Im Förderprogrammgeschäft konnten im Jahr 2021 mit der
Einfüh rung nega tiver Einstände im Hausbankenverfahren und
im kommunalen Direktgeschäf<