Der sieben Hektar große Photovoltaik-Park wurde im Oktober 2008 errichtet. Nach drei Jahren hat die Gemeinde rund 2.800 Tonnen CO2 eingespart und eine Vergütung von mehr als 1.300.000 Euro erzielt.
Städtische Programme fördern die Sanierungen älterer Wohnhäuser. So werden etwa Dachflächen für Photovoltaik-Anlagen verpachtet und der Gewinn in Energiesparmaßnahmen investiert. Auch Dachbegrünungen werden gefördert. Bocholt trägt seit 2009 den Titel „NRW-Klimakommune der Zukunft“.
Bis Ende 2012 werden vier Mehrfamilienhäuser und zehn Eigenheime im Passivhausstandard und als Drei-Liter-Häuser gebaut. Neben Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung über Erdreich-Wasser-Wärmepumpen beziehungsweise Gas-Brennwertgeräte sind solarthermische Kollektoren vorgesehen.
Nachdem im Januar 2007 der Orkan Kyrill in Krefeld rund 1.200 Bäume gefällt hatte, riefen der Künstler Caco und die Weiterbildungsstätte Werkhaus eine Initiative zur Wiederaufforstung der Stadt ins Leben. Seitdem pflanzen sie jährlich mehr als 100 Bäume.
In einem Pilotprojekt zur Reduktion von Feinstaub plant Aachen den Einsatz neuer Filtertechnik für private Einzelraumfeuerungen. Ziel ist ein flächendeckender Einsatz der Technologie, um die Umsetzung der Bundesimmissionsschutzverordnung von 2010 zu erleichtern.
Seit 1997 veranstaltet die Stadt jährlich eine Umweltwoche mit vielen Projekten für lokale Initiativen, Vereine, Verbände, Schulen und Kindergärten. Ein eintägiger Markt für Energie und Ökologie informiert umfassend zu Themen wie Energieeffizienz und ökologisches Bauen.
Damit diese Vision Wirklichkeit wird, errichtet der Ennepe-Ruhr-Kreis in Witten eine Biogasanlage. Um jährlich rund 4,5 Millionen Kilowattstunden zu produzieren, wird Haushalts-Bioabfall eingesetzt. Der Inhalt einer 240-Liter-Tonne bringt 22 Kilowattstunden, was 22 Waschmaschinengängen entspricht.
Für stabile Gaspreise soll eine Kooperation zwischen der Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH (ewmr), der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21), der Stadtwerke Essen AG und der GELSENWASSER AG sorgen: In vier Kavernen in Epe wollen sie Gas speichern, das sie zu Zeiten einkaufen, wenn Gas billig ist. So machen sie sich unabhängig von Großlieferanten.
Den Ideenwettbewerb der NRW.BANK konnte die Stadt Dortmund mit dem Konsultationskreis Energieeffizienz und Klimaschutz (KEK) für sich entscheiden. 28 Organisationen haben sich darin zusammengeschlossen, um Klima- und Energieaktivitäten in Dortmund zu koordinieren. Der Preis ermöglicht es dem KEK, an einem Ideen-Mining der Uni Dortmund teilzunehmen.
Das Wasser im Landhotel Struck kommt aus dem Dorfbrunnen, das Essen aus der Region. Vier Blockheizkraftwerke verbessern durch eine Kraft-Wärme-Kopplung die Klimaeffizienz. Zudem unterstützt das Hotel ein Klimaprojekt in Panama.
Das erste Bioenergiedorf in NRW setzt auf das nachhaltige Zusammenspiel verschiedener Energieträger: Windenergie, Sonnenenergie und Energie aus Biomasse decken den gesamten Strom- und Wärmebedarf. Damit ist der 30-Einwohner-Ort energieautark und CO2-neutral.