Wir schreiben das Jahr 2020, in den vergangenen zehn Jahren hat sich in der InnovationCity eine Menge getan: Dank Smart-Grid-System kann die InnovationCity-Familie entspannt in den Tag starten, denn die Kaffeemaschine hat durch ihre Timer-Programmierung schon gearbeitet und hält den frisch gebrühten Kaffee zum Frühstück bereit. Das Geschirr ist ebenfalls schon gespült, denn Smart Grid weiß, dass Strom nachts billiger ist, und lässt die energieintensiven Maschinen dann laufen, wenn sonst alles schläft.
Auch der morgendliche Gang ins Badezimmer läuft ökologisch sinnvoll ab: Zisternen sammeln Regenwasser, das für die Toilettenspülungen genutzt werden kann. Bei schönem Wetter zieht es die Familie zum Frühstück in den grünen Innenhof – zum Konzept von InnovationCity gehört auch die Verbesserung der Aufenthaltsqualität.
Zur Arbeit fährt der Vater mit seinem Elektroauto: 2020 rollen 300 davon auf Bottrops Straßen. Ans Auftanken muss er nicht denken – das macht das Auto automatisch im Carport, wo der Wagen etwas von der Energie abbekommt, die die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach gesammelt hat. Die Mutter benutzt den öffentlichen Nahverkehr: Wasserstoffbusse lassen kaum schädliche Emissionen entstehen. Und die Tochter nimmt ganz altmodisch das Rad, um zur Hochschule Ruhr West zu gelangen: Der Zero Emission Campus kommt praktisch ohne CO2-Ausstoß aus. Nicht zuletzt dank Papa, der im Energie- und Technologiepark Welheimer Mark an der Entwicklung von Zukunftstechnologien arbeitet.
Zum Entspannen am späten Nachmittag lockt ein Spaziergang in eine Gegend, in der man sich früher noch die Nase zuhalten musste: Die Emschergenossenschaft hat den Bereich um ihre Kläranlagen an der Welheimer Mark aufwändig renaturiert – grüne Lunge statt Fauleier. Für den sicheren Heimweg sorgt Strom sparende LED-Beleuchtung.
Und während die Tochter abends ins Kino geht, verbinden Mama und Papa Energiebewusstsein mit purer Romantik: Und das geht selbstredend auf keine Weise besser als bei einem Essen im Kerzenschein.