In Nordrhein-Westfalen gab es am Ende des Jahres 2008 rund 8,4 Millionen Wohnungen. Der Anteil des preisgebundenen Segments am gesamten Wohnungsbestand betrug nur noch 9,5 Prozent. Der preisgebundene Wohnungsbestand umfasst 797.300 Wohnungen und setzt sich aus 660.300 Mietwohnungen und 137.000 selbst genutzten Wohnungen zusammen. Der Bestand ist im Jahr 2008 um 56.300 Wohnungen (Saldo aus Zugängen und Abgängen) zurückgegangen, das entspricht einem prozentualen Rückgang von rund knapp 7 Prozent.
Gegenüber dem Vorjahr ist der planmäßige Wegfall der Sozialbindungen deutlich angestiegen: Im Jahr 2008 endeten für rund 10.500 Wohnungen die Bindungen planmäßig; davon entfielen 8.400 auf Mietwohnungen.
Auch die Bestandskorrekturen haben gegenüber dem Vorjahr sehr stark zugenommen. Insgesamt entfielen über 12.000 Bindungen aus sonstigen Gründen, das ist ein Zuwachs von über 57 Prozent. Im Mietwohnungssegment lag deren Anzahl mit rund 9.700 Einheiten um knapp 100 Prozent über dem Vorjahreswert. Gründe dafür liegen in der Korrektur fehlerhafter Bestandsfortschreibungen der Vergangenheit.
Außerplanmäßig, durch vorzeitige Rückzahlung der Förderdarlehen, sind für rund 11.600 Wohnungen die Bindungen weggefallen; das entspricht einem Rückgang von 38 Prozent. Ein Grund für diese Entwicklung ist unter anderem in der durch niedrige Kapitalmarktzinsen verringerten Zinsdifferenz zwischen Förderdarlehen und Kapitalmarktdarlehen zu sehen.
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