Wohnen: Wohnquartier Südliche Furth im Hintergrund; im Vordergrund ein Spielplatz

Wohnen

//Neuss: Von der Industriebrache zum lebendigen Wohnquartier

Das Gelände des ehemaligen Neusser Containerbahnhofs lag lange Jahre brach. Bis die Neusser Bauverein AG der Industriebrache neues Leben einhauchte – mit dem Wohnquartier Südliche Furth.

Wohnen: Die wundervolle Begrünung ist eines der Kennzeichen des Wohnquartiers Südliche Furth Südliche Furth: Hier wurden Maßstäbe für den innerstädtischen Wohnungsbau und das Wohnen mit Service für ältere Bevölkerungsgruppen gesetzt.

Mit dem Wohnquartier errichtete die Neusser Bauverein AG zugleich eine besondere Wohnform: ein Mehrgenerationen-Quartier. In der Südlichen Furth trifft Jung auf Alt, lebt man als Single oder in der Familie in Zwei- bis Sechszimmerwohnungen oder als älterer und pflegebedürftiger Mensch in einer Gemeinschaftswohnung. Qualitativ hochwertig, bezahlbar, generationengerecht – so lautete der Anspruch, den die Neusser Bauverein AG im Auge hatte.

Insgesamt sind von 2006 bis 2008 auf mehr als 18.000 Quadratmetern 255 Wohneinheiten entstanden: 219 barrierefreie Mietwohnungen, zwei Wohngruppen, zwei betreute Wohngruppen, eine betreute Wohngruppe für demente Menschen und zwei Wohnungen für Übergangspflege oder Gäste sowie ein Quartierzentrum mit Bürgerbüro.

Maßstäbe gesetzt

Mit dem Wohnquartier in der Südlichen Furth hat die Neusser Bauverein AG Maßstäbe für den innerstädtischen Wohnungsbau und das Wohnen mit Service für ältere Bevölkerungsgruppen gesetzt. Das Quartier, realisiert mit Fördermitteln der NRW.BANK, gilt als Referenzprojekt des experimentellen Wohnungsbaus, denn die gewonnenen Erfahrungen haben wesentlich zur Ausformulierung der Förderrichtlinien des Landes Nordrhein-Westfalen für neue Wohnformen im Alter mit Gruppenwohnungen/Wohngemeinschaften und Pflegewohnplätze beigetragen. In der Südlichen Furth wurden erstmalig besondere Außenanlagen für demente Menschen geschaffen und auch die notwendige Ausstattung für die ambulante und stationäre Pflege wurde im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus gefördert.

Wohnen: Eine kleine Teichanlage ist im Wohnquartier Südliche Furth integriert Eine gelungene Stadt-Reparatur – das Quartier Südliche Furth ist dafür das Paradebeispiel.

Ausgezeichnete Architektur: energiefreundlich und zukunftsweisend

„Ein überzeugendes Konzept, das Anregungen für viele zukunftsweisende Projekte gibt“, so lautete die Begründung der Jury für die Vergabe des Landespreises 2008 für Architektur, Wohnungs- und Städtebau Nordrhein-Westfalen mit dem Schwerpunkt Energieeffizienz für das Quartier. Die Neusser Bauverein AG hat diesen Preis zusammen mit dem Büro für Architektur und Stadtplanung Agirbas & Wienstroer sowie dem Ingenieurbüro Wolfgang Hollmann für die gemeinschaftliche Realisation erhalten.

Das Energiekonzept der Südlichen Furth beinhaltet unter anderem eine konsequente Ausrichtung aller Gebäude nach Süden und Westen und eine Kraft-Wärme-Kopplung, aus der Strom ins Netz eingespeist wird.

Der Landespreis sollte nicht der einzige bleiben: Seit 2008 hat die Neusser Bauverein AG mit Agirbas & Wienstroer insgesamt acht Auszeichnungen erhalten, neben dem Landespreis unter anderem noch den Deutschen Bauherrenpreis 2009/2010 sowie die „Auszeichnung für vorbildliche Bauten in NRW 2010“ und den „PROM des Jahres 2011“, eine Initiative der RWE Vertrieb AG für Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und soziale Integration bei Immobilien.

Eine gelungene Stadt-Reparatur – das Quartier Südliche Furth ist dafür das Paradebeispiel.

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