Die Energiekosten steigen und steigen. Jahr für Jahr herrscht deshalb in den meisten Familien helle Aufregung, wenn die Abrechnungen für Heizung und Warmwasser in den Briefkästen landen. Markus Wulf aus Mönchengladbach-Neuwerk und Dieter Hunold aus dem westfälischen Geseke, sehen dieser Post hingegen seit einiger Zeit mit großer Gelassenheit entgegen. Beide bezogen mit ihren Familien 2010 ein sogenanntes KfW-Effizienzhaus 55. Ihre neue Immobilie benötigt also 45 Prozent weniger Primärenergie im Jahr als ein vergleichbarer Neubau. „Der Energieverbrauch ist genau dort, wo er sein sollte“, freut sich Wulf. Und Hunold ist sich sicher: „Ich würde mich immer wieder für so ein Haus entscheiden.“ Neben der Variante 55 gibt es die Alternativen KfW-Effizienzhaus 70, 40 oder Passivhaus. Das ist ein Gebäude, das im Sommer oder Winter ohne ein separates Heiz- beziehungsweise Klimasystem auskommt.
Spezialistin für Wohnungsbaufinanzierung bei der NRW.BANK Sandra Notz.
Energiesparhaus statt „Energiefresser“
Die beiden Energiespar-Profis haben ihre Projekte mithilfe des KfW-Programms Energieeffizient Bauen realisiert. Diese Fördermittel werden über die NRW.BANK zu den Sparkassen und von dort zu den Endkunden geleitet. Finanzielle Hilfe bekommen Antragsteller, die entweder ein Effizienzhaus errichten, herstellen oder erwerben wollen. Die technischen Anforderungen an solche Immobilien sind allerdings hoch und müssen die geltende Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) einhalten. „Aus unserer Sicht werden jedoch die meisten Anträge durch die KfW zugesagt“, berichtet Sandra Notz, Spezialistin für Wohnungsbaufinanzierung bei der NRW.BANK. Die NRW.BANK Expertin empfiehlt aber trotzdem „eine gute Vorbereitung und Planung der Maßnahme. Es ist sehr hilfreich, einen Architekten und/oder Sachverständigen einzuschalten.“
Wohnungsbau: Michaela Wulf freut sich über niedrigen Verbrauch in ihrem KfW Effizienzhaus 55.
Hightech im Einfamilienhaus
Markus Wulf hat sich von einem kompetenten Architekten beraten lassen. Beim gemeinsamen Vergleich der vorhandenen Varianten kam heraus, dass für den Diplomingenieur aus Mönchengladbach-Neuwerk das KfW-Energieeffizienzhaus 55 genau richtig ist. Kein Wunder, dass er heute voll Begeisterung sagt: „Alles ist toll. Wir haben keine Probleme mit hohen Energierechnungen.“ Auch die Technologie erfüllt höchste Anforderungen an die Energieeffizienz. Es gibt unter anderem eine Wärmepumpe sowie ein Lüftungs- und ein Beschattungssystem. Darüber hinaus lässt sich die gesamte Elektrotechnik steuern und überprüfen.
Die Rückschau von Markus Wulf und Dieter Hunold auf ihren Hausbau fällt rundum positiv aus. Denn auch die Zusammenarbeit mit der Sparkasse, bei der sie die öffentliche Förderung beantragt hatten, war, so Hunold „sehr angenehm“.
