Köln-Stammheim: Großklärwerk beheizt Wohnungen der GAG Immobilien AG
GAG-Vorstandsmitglied Kathrin Möller (Bild: NRW.BANK)
Siegel: Energieeffizienz lohnt sich

Wohnen

//Wohnen: Umweltfreundliche Wärme aus dem Klärwerk

Mit einem deutschlandweit einmaligen Konzept heizt die Kölner GAG Immobilien AG Wohnungen umweltfreundlich und kostengünstig. 1.700 Wohnungen werden mit Klärgas aus dem Großklärwerk Stammheim beheizt. Dazu kommen nach und nach 300 Wohnungen, die durch die soziale Wohnraumförderung der NRW.BANK entstehen.

In unmittelbarer Nähe zum Rhein im Kölner Stadtteil Stammheim lässt die GAG Immobilien AG nun dank der sozialen Wohnraumförderung der NRW.BANK 18 neue, moderne Wohnhäuser mit 300 Wohnungen und einer Seniorenwohngruppe errichten. Die Neubauten entstehen in vier Bauabschnitten auf einem 17.137 Quadratmeter großen Areal. Teile sind bereits fertig gestellt und bezogen. Auch werden die Wohnungen, die sich auf eine Gesamtwohnfläche von 21.255 Quadratmetern erstrecken, dem Anspruch der NRW.BANK gerecht, den Jürgen Jankowski von der Wohnraumförderung so auf den Punkt bringt: „Wir wollen Menschen, die es finanziell nicht leicht haben, nicht nur die Gelegenheit geben, in angemessenem Wohnraum zu leben“, sagt er. „Auch sollen modernste Energiestandards dazu beitragen, ihnen das Leben zu erleichtern.“

 

Nachhaltige Konzepte zum Schutz der Umwelt sind gefragt

Denn oft verschlingen die Betriebskosten einen Großteil des verfügbaren Einkommens. Die Kosten für fossile Brennstoffe steigen immer weiter. Und nicht nur das: Wer heute noch mit Gas oder Öl heizt, der erhöht nicht nur die Temperatur innerhalb seiner eigenen vier Wände – auch zur Erderwärmung trägt man auf diese Weise bei, denn der Ausstoß von Kohlendioxid, der auf diese Weise erzeugt wird, ist ein maßgeblicher Faktor, wenn es um den Klimawandel geht.

Die GAG Immobilien AG hat auf diese Entwicklungen reagiert. „Ökologische Nachhaltigkeit einerseits und die Verantwortung gegenüber den Mietern andererseits führten zu einem deutschlandweit einmaligen Konzept, das sowohl die Umwelt als auch den Geldbeutel der Bewohnerinnen und Bewohner in Köln-Stammheim schont“, erläutert GAG-Vorstandsmitglied Kathrin Möller. Die Idee: Wärme nutzen, die schon vorhanden ist. Und so entwickelte die GAG Immobilien AG zusammen mit den Stadtentwässerungsbetrieben Köln (StEB) und der RheinEnergie AG das Projekt, dessen Kernstück das Großklärwerk Stammheim ist.

Die GAG Immobilien AG ist mit rund 42.000 Wohnungen Kölns größte Vermieterin. (Bild: NRW.BANK) Die GAG Immobilien AG ist mit rund 42.000 Wohnungen Kölns größte Vermieterin. (Bild: NRW.BANK)

Überschuss fließt in die Wohnungen

Rund einen Kilometer von der Wohnsiedlung in dem Kölner Stadtteil entfernt liegt das Klärwerk mit seinen Faultürmen. Mit dem Klärgas, das sich in deren Inneren befindet, wurde schon seit längerem Strom und Wärme erzeugt – bisher allerdings überwiegend für den Eigenbedarf. Die 22.000 Megawattstunden Strom pro Jahr decken 60 Prozent des Strombedarfs der Anlage. Wärme allerdings wird weitaus mehr als genug erzeugt: 60 Prozent reichten, um die Anlage zu beheizen, der Rest ist ungenutzt geblieben. Bis jetzt: Nun fließt dieser Überschuss in Wohnungen der GAG im Stammheimer Süden. 1.700 dieser Wohnungen profitieren schon jetzt von dieser innovativen Idee. Bis zum Jahr 2015 kommen auch die letzten der 300 neuen Wohnungen hinzu – dann soll der letzte Bauabschnitt beendet sein.

4.100 Tonnen Kohlendioxid lassen sich pro Jahr auf diese Weise einsparen. Und auch die Mieter sollen die Veränderung in ihren Geldbeuteln zu spüren bekommen: Die Kilowattstunde Wärme wird so deutlich weniger kosten. „Das kommt unseren Bemühungen, die Betriebskosten für die Mieterinnen und Mieter so stabil wie möglich zu halten, sehr entgegen“, sagt GAG-Vorstandsmitglied Sybille Wegerich. „Mit diesem Konzept ist eine kostengünstige Wärmeversorgung in Stammheim auf lange Zeit gesichert.“

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