In der von der NRW.BANK geförderten Aachener Studierendenwohnanlage „Kawo 3“, wird künftig der Energieverbrauch aus der Ferne geregelt
Mit dem Studierendenwohnheim "Kawo 3" geht das Studierendenwerk Aachen neue Wege (Bild: Puppendahl Architektur)

Wohnen

//Studenten wohnen digital

Vorbei sind die Zeiten, in denen Studierende froh sein konnten, überhaupt einen Internetzugang im Wohnheim zu haben. Heutzutage halten digitale Systeme längst auch Einzug in preisgünstige Wohneinrichtungen für den akademischen Nachwuchs. Ein Beispiel ist die von der NRW.BANK geförderte Aachener Studierendenwohnanlage „Kawo 3“, in der künftig der Energieverbrauch aus der Ferne geregelt und der Wohnkomfort per Chip optimiert werden kann.

Für bis zu 344 Bewohner errichtet das Studierendenwerk Aachen das Wohnheim „Kawo 3“ auf dem Areal des neuen Campus Melaten am Kastanienweg. Voraussichtlich Anfang 2017 können Studierende bereits in das erste der vier Gebäude einziehen. Bei der Finanzierung nutzt der Investor das Programm „Förderung von Wohnraum für Studierende – Wohnheimplätze für Studierende“ der NRW.BANK.

Digitale Vernetzung erhöht den Wohnkomfort

Die zukunftsfähige Wohnanlage bietet erstklassigen, an den Bedürfnissen junger Menschen ausgerichteten Komfort. Im Umfeld der RWTH Aachen, der größten technischen Universität Deutschlands, ist die Anbindung an digitale Systeme selbstverständlich. Daher kommen die künftigen Bewohner des „Kawo 3“ in den Genuss unterschiedlicher digitaler Serviceleistungen, die das Leben der Studierenden vereinfachen. So können sie zum Beispiel im Waschsalon die Nutzung von Waschmaschinen und Trocknern mit dem Studierendenausweis per Datenchip bargeldlos bezahlen. Auch beim Webzugang profitieren die Mieter von der Infrastruktur der Universität und haben Zugang zum wissenschaftlichen Hochleistungsnetz Eduroam mit einer Übertragungsrate von einem Gigabit pro Sekunde.

Neben der technischen Ausstattung sorgen mehrere Gemeinschaftseinrichtungen für modernen Wohnkomfort in „Kawo 3“. Begrünte Innenhöfe stehen als soziale Treffpunkte zu Verfügung. Ebenso werden im Zentrum der aus vier Modulen bestehenden Anlage ein Klubraum, ein Kiosk, mehrere Lernräume und ein Mehrzweckraum gebaut.

Moderne, digitale Gebäudeleittechnik

Um die benachbarten Wohnanlagen „Kawo 1“ und „Kawo 2“ auf dem Stand der steigenden Anforderungen an die Energieeffizienz zu halten, musste häufig in komplexere Anlagentechnik investiert werden. „Unser Ziel war es, den Verbrauch von Wasser, Strom und Gas zu senken – und damit Kosten zu reduzieren. Doch die Anschaffungen waren zunächst weit davon entfernt, wirtschaftlich zu arbeiten. Erst die digitale Gebäudeleittechnik löste den gordischen Knoten“, sagt Jochen Kühn, Bereichsleiter für das Gebäudemanagement.

„Wir haben via Fernüberwachung einen stets aktuellen, optimalen Überblick über den Verbrauch aller Ressourcen“, erklärt Kühn. „Ohne zeitliche Verzögerung regulieren wir Betriebszustände, Laufzeiten, Temperaturen und Mengen aller Heizungs-, Lüftungs- sowie Kälteanlagen.“ Auf unvorhergesehene  Verbrauchsspitzen reagieren Kühn und sein Team ebenso schnell wie auf Störungen – mit überzeugendem ökonomischen, ökologischen und den Service betreffenden Ergebnis. Kühn: „Probleme beheben wir so rasch, dass die hier lebenden Studierenden sie nicht einmal bemerken.“

Von den Erfahrungen bei der Optimierung der Gebäudeleittechnik in den bestehenden Wohnanlagen profitiert auch das „Kawo 3“. Im neuen Studierendenwohnheim wird unter anderem ein Blockheizkraftwerk für die Versorgung aller Wohnanlagen gebaut. Dieses wird der zentrale Knotenpunkt für das hochmoderne, digital gesteuerte Energienetz.

Stand: 4. Oktober 2016

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