Mit dem GBB Plusenergiehaus wird in Bottop landesweit erstmalig ein geförderter mehrgeschossiger Wohnungsbau realisiert
Eingang zum GBB Plusenergiehaus (Foto: InnovationCity Ruhr)
Siegel: Energieeffizienz lohnt sich

 

//Modellprojekt: Plusenergiehaus im sozialen Wohnungsbau

Das Haus produziert mehr Energie als seine Bewohner verbrauchen: Mit dem GBB Plusenergiehaus entwickelte die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Bottrop mbH (GBB) das landesweit erste öffentlich geförderte mehrgeschossige Plusenergiehaus. Als Modellprojekt der InnovationCity Ruhr und Teil der KlimaExpo.NRW soll es Grundlage für ähnliche Vorhaben im sozialen Wohnungsbau in ganz Nordrhein-Westfalen sein. Bei der Finanzierung unterstützte die NRW.BANK.

Die sechs 72 Quadratmeter großen Wohnungen des GBB Plusenergiehauses am Südring sind für Mieter vorgesehen, die über einen Wohnberechtigungsschein verfügen. Die Nachfrage war groß. Schon vor Fertigstellung waren alle der ab Mai 2015 bezugsbereiten Wohnungen vergeben. Landesbauminister Michael Groschek betonte bei der Einweihung: „Die Steigerung der Energieeffizienz bei Bestandsgebäuden sowie die energetische Optimierung bei Neubauten ist mit der wichtigste Hebel zur Reduktion der CO2-Emissionen. Dass nun auch Mieter im sozialen Wohnungsbau vom Plusenergie-Niveau und damit von niedrigen Energiekosten profitieren können, ist ein weiterer wichtiger Schritt.“

GBB Plusenergiekonzept Das GBB Plusenergiehaus wurde vom Bottroper Architekturbüro Strelzig und Klump entworfen. Für das Energiekonzept zeichnet sich das Ingenieurbüro Jung verantwortlich (Foto: InnovationCity Ruhr)

Hochwertige Baustoffe

Das GBB Plusenergiehaus wurde auf Basis des Passivhaus-Standards errichtet. Verbaut wurden ausschließlich hochwertige Baustoffe, zeitgemäße Dämmstoffe und dreifach verglaste Fenster. Zum Einsatz kommt eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Die Abluft erwärmt dabei die einströmende Frischluft. Abwasserwärme wird ebenfalls zurückgewonnen.

Energieüberschuss

Eine zusätzliche Photovoltaik-Anlage und eine Geothermie-Wärmepumpe sorgen dafür, dass der Energieverbrauch im Haus für Heizung, Warmwasser, Belüftung, Allgemeinstrom sowie der prognostizierte Stromverbrauch der Mieter abgedeckt werden. Erzeugte Energieüberschüsse werden im benachbarten Verwaltungsgebäude der GBB genutzt. Energieertrag und -verbrauch werden permanent im Eingangsbereich des Gebäudes digital angezeigt.

Für das mehrgeschossige Plusenergiehaus stellte die NRW.BANK Mittel für den sozialen Wohnungsbau in Höhe von 712.000 Euro bereit. Die KfW unterstützte den Bau mit 300.000 Euro.

Barrierefreier Zugang

„Wir sammeln mit dem GBB Plusenergiehaus wertvolle Erfahrungen“, sagt Hans-Jürgen Bode, Geschäftsführer der GBB, die bereits sukzessive ihren Wohnungsbestand im KfW-55-Standard modernisiert. „Die Wohnungswirtschaft ist im Umbruch, energetisches Bauen, aber auch Barrierefreiheit nehmen massiv an Bedeutung zu.“ Letzterem trägt man im GBB Plusenergiehaus mit einem Aufzug und barrierefreiem Zugang Rechnung.

Modellprojekt der InnovationCity Ruhr

Das GBB Plusenergiehaus ist ein Modellprojekt der InnovationCity Ruhr. Diese demonstriert weltweit erstmalig in Bottrop, wie ein klimagerechter Stadtumbau unter Berücksichtigung der Sicherung des Industriestandorts aussehen kann. Mit dem GBB Plusenergiehaus kommt die InnovationCity Ruhr ihrem erklärten Ziel ein Stück näher, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 im Pilotgebiet zu halbieren und die Lebensqualität zu steigern.

Schritt der KlimaExpo.NRW

Aufmerksam auf das GBB Plusenergiehaus wurde bereits die KlimaExpo.NRW. Diese sucht im gesamten Bundesland nach Projekten, die den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt besonders gut demonstrieren, der durch Klimaschutzmaßnahmen entsteht. In 1.000 Schritten will die Landesinitiative bis 2022 zum Mitmachen anregen. Als einer dieser Schritte wurde das GBB Plusenergiehaus als Vorreiter-Projekt der KlimaExpo.NRW ausgezeichnet.

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