NRW.BANK-Förderberaterin Martina Lüdeke erläutert die Möglichkeiten des vom Land initiierten Förderbausteins Reduzierung von Barrieren
Effektiver Schutz gegen Einbrüche wird vom Land finanziell gefördert (Bild: NRW.BANK / Lokomotiv)

Wohnen

//Finanzierung von Einbruchschutz

Ein Einbruch ist für Betroffene oft ein Schock: Sachschaden und der Verlust von Geld, Wertgegenständen und persönlichen Erinnerungsstücken gehen bei vielen Betroffenen einher mit psychischen Belastungen. Die Erfahrung der Polizei zeigt jedoch, dass man Tätern erfolgreich einen Riegel und mehr vorschieben kann. Die NRW.BANK unterstützt Maßnahmen zum Einbruchschutz. Förderberaterin Martina Lüdeke erläutert die Möglichkeiten des vom Land initiierten Förderbausteins „Reduzierung von Barrieren“.

Dass sich Einbruchschutz durch den Förderbaustein „Reduzierung von Barrieren“ finanzieren lässt, führt zu der Frage: Auf welcher Seite steht die NRW.BANK eigentlich?

Martina Lüdeke: Auf jeden Fall nicht auf der Seite der Einbrecher. Wir wollen für Bewohner Barrieren mindern. Wenn Menschen beispielsweise aus Angst vor Einbrechern nicht im Erdgeschoss wohnen wollen, so reduziert der Einbruchschutz ihre Befürchtungen. Einbruchschutz ist auch ein Thema, bei dem es um bequemes sicheres Wohnen geht. Einbruchschutz ist Komfort.

Wie wird konkret gefördert?

Martina Lüdeke: Mit dem Förderbaustein „Reduzierung von Barrieren“ können in ganz Nordrhein-Westfalen bei Mietwohnungen 80 Prozent und bei selbst genutztem Eigentum 85 Prozent der anerkannt förderfähigen Kosten finanziert werden. Pro Wohnung sind Förderdarlehen bis zu 25.000 Euro möglich, jedoch muss das Darlehen mindestens 1.500 Euro betragen. Die Bewohner müssen dabei hinsichtlich ihres Alters, ihrer Mobilität und ihres Einkommens keine besonderen Voraussetzungen erfüllen.

Einbrecher nutzen einfache Werkzeuge für Ihre Taten, umso schwerer muss man es ihnen machen (Bild: NRW.BANK / Lokomotiv) Einbrecher nutzen einfache Werkzeuge für Ihre Taten, umso schwerer muss man es ihnen machen (Bild: NRW.BANK / Lokomotiv)

Welche Maßnahmen können finanziert werden?

Martina Lüdeke: Gefördert wird alles, was die Polizei an Sicherheitstechnik zum Schutz gegen Einbruch und zur Verbesserung der Sicherheit am und im Gebäude empfiehlt. Das können zum Beispiel Türspione, Querriegelschlösser, Fenster- und Kellertürenverriegelungen oder mit Bewegungsmeldern gekoppelte Beleuchtungen sein. Es bietet sich an, Einbruchschutz mit weiteren durch das Programm abgedeckte Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnkomforts zu kombinieren – beispielsweise bei einer Badezimmermodernisierung die ebenerdige Dusche.

Einbruchschutz kann auch im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz gefördert werden. Jedoch ist eine Förderung des Einbruchschutzes mit dem Förderbaustein „Verbesserung der Energieeffizienz“ nicht alleine möglich.

 

Wo wird der Antrag auf das Förderdarlehen gestellt?

Martina Lüdeke: Prinzipiell ist die erste Ansprechpartnerin die Bewilligungsbehörde – das ist immer die Stadt- oder Kreisverwaltung, in deren Bereich die Immobilie steht. Dort werden kostenlos und neutral alle Fragen zum Verfahren beantwortet, sogar vor Ort beraten und der Antrag entgegengenommen. Je nach Maßnahme sind neben Kostenvoranschlägen weitere Unterlagen nötig. Auch die Höhe des Förderdarlehens spielt eine Rolle. So weiß die Bewilligungsbehörde, dass bis zu einer Summe von 15.000 Euro keine Sicherung im Grundbuch nötig ist. Die Bewilligungsbehörde vor Ort erteilt auch die Förderzusage. Die NRW.BANK schließt den Darlehensvertrag ab und zahlt die Mittel aus, sodass sich die Menschen alsbald sicherer und wohler in ihrer Wohnung fühlen. In unserer Übersicht „Schritt für Schritt zum Einbruchschutz“ erläutern wir das Prozedere.

Stand: 19. September 2016

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