In Dortmund entsteht auf dem Gelände des stillgelegten Stahlwerks Phoenixhütte ein neues Wohn-, Geschäfts- und Freizeitquartier
Rund um den Phoenix-See entstand ein anspruchsvolles Wohn-, Dienstleistungs- und Freizeitquartier (Bild: NRW.BANK)

Wohnen

//PHOENIX See und renaturierte Emscher sorgen für Impulse

Über 20 Ingenieurbüros fertigten im Vorfeld Gutachten an. Auch viele Studierende zerbrachen sich den Kopf. Die Frage lautete: Sollte es wirklich gelingen, aus der Industriebrache des 2001 stillgelegten Stahlwerks Phoenixhütte ein anspruchsvolles Wohn-, Geschäfts- und Freizeitquartier zu machen? Die Antwort ist heute in Dortmund zu erleben: das Quartier PHOENIX See. 230 Millionen Euro flossen bereits in die Entwicklung des Konversionsprojekts. Die Finanzierung unterstützte die NRW.BANK unter anderem mit Mitteln der Wohnraumförderung.

Die Renaturierung des Emschersystems im Verbund mit den Planungskonzepten der Stadt Dortmund bot die Chance für einen vollständigen Neubeginn auf der 100 Hektar großen Fläche. Aus der über viele Jahrzehnte abwasserführenden und technisch ausgebauten Emscher hat die Emschergenossenschaft wieder einen naturnahen, sauberen Flusslauf entwickelt, der um den neuen, grundwassergespeisten See herumgeführt wird. Angesiedelt haben sich bereits viele Tier- und Pflanzenarten. Die Dortmunder nehmen das Gesamtensemble PHOENIX See, Emscher und Hörder Bach als Naherholungsgebiet an. Radfahrer, Ausdauerläufer und Fußgänger nutzen intensiv die kilometerlangen Wege rund um den See und an den Gewässern entlang.

Ursula Klischan vermarktet das Quartier PHOENIX See in Dortmund (Bild: NRW.BANK) Ursula Klischan vermarktet das Quartier PHOENIX See in Dortmund (Bild: NRW.BANK)
700.000 Kubikmeter Wasser fasst der neu angelegte See (Bild: NRW.BANK) 700.000 Kubikmeter Wasser fasst der neu angelegte See (Bild: NRW.BANK)
Rund um den See wurde ein kilometerweites Wegenetz angelegt (Bild: NRW.BANK) Rund um den See wurde ein kilometerlanges Wegenetz angelegt (Bild: NRW.BANK)
Intensiv wird das Naherholungsgebiet von Radfahrern, Läufern und Spaziergängern genutzt (Bild: NRW.BANK) Intensiv wird das neue Naherholungsgebiet von Radfahrern, Läufern und Spaziergängern genutzt (Bild: NRW.BANK)

Beitrag für NRW.BANK.Ideenwettbewerb für Kommunen 2013

Mit dem Projekt hat sich die Emschergenossenschaft am NRW.BANK.Ideenwettbewerb für Kommunen 2013 beteiligt. In der Dokumentation dazu heißt es, dass nicht nur der Stadtteil Dortmund-Hörde mit der Renaturierung der Emscher eine deutliche Aufwertung erfuhr. „Durch die vollständige Neuanlage des Gesamtareals wurde eine Innovation und Aufwertung geschaffen, die über den Standort hinausgeht.“ Der PHOENIX See sei „ein gutes Beispiel dafür, welche Impulse vom Umbau der Emscher ausgehen können“.

Rund 1.000 Wohneinheiten

Ein tragender Pfeiler des Projekts ist die PHOENIX See Entwicklungsgesellschaft, eine hundertprozentige Tochter des kommunalen Versorgungs- und Dienstleistungsunternehmens DSW21. Geschäftsführerin Ursula Klischan erläutert: „Insgesamt werden weit über 1.000 Wohneinheiten rund um den See gebaut.“ Neben exklusiven Einfamilienhäusern entstanden und entstehen Doppel- und Reihenhäuser sowie Mehrfamilienhäuser mit Eigentums- und Mietwohnungen. „Ihnen ist eins gemeinsam: die hervorragende Lage mit Blick auf den See und die qualitätsvolle Architektur.“ Begehrt ist vor allem die Südlage. Öffentlich geförderter Wohnraum entsteht im Südosten mit Unterstützung der NRW.BANK.

Hörde profitiert vom Quartier

Das Zentrum des Büro- und Dienstleistungsviertels des PHOENIX Sees ist das Seequartier. Um diesen Binnenhafen mit seinen 45 Anlegeplätzen sind Bürogebäude, Penthäuser und Wohnungen sowie Ladenzeilen für den Einzelhandel und die Gastronomie gruppiert. Von der Kaufkraft der neuen Bewohner, Nutzer und Erholungssuchenden profitiert auch der Dortmunder Stadtteil Hörde. „Man merkt deutlich, dass die Fußgängerzone belebter ist“, hat Ursula Klischan beobachtet. Eigentümer benachbarter Immobilien fangen an, in ihre Bestände zu investieren. Der Erfolg zeigt: Die drei Millionen Kubikmeter Erde wurden offenbar nicht umsonst in Dortmund für die Entwicklung des Areals bewegt.
 

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