Mietwohnungsbauförderung macht Mehrgenerationen-Wohnen im Klostergarten Kevelaer-Geldern möglich
Frank Schwaighofer (links), Leiter des Klostergartens Kevaelar,  setzt auf moderne Technik. (Bild: NRW.BANK)
Siegel: Energieeffizienz lohnt sich

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//Wohnen: Mietwohnungsbauförderung macht Mehrgenerationen-Wohnen möglich

Eigentlich wollte der Caritasverband Geldern-Kevelaer lediglich ein neues Altenheim bauen. Da aber die Clemensschwestern ihren Standort in Kevelaer räumen wollten, wurde aus dem Altenheim eine fast 30.000 Quadratmeter große Wohnanlage – einschließlich Kirche, Hotel und Mehrgenerationenhaus. Nicht zuletzt dank der Mietwohnungsbauförderung der NRW.BANK entstand so ein attraktives Quartier für alle Generationen.

Heute wohnen und arbeiten rund 300 junge und alte Menschen im Klostergarten und gestalten zum Teil selbstständig, zum Teil mit Hilfe anderer ihr Leben. Bis es aber soweit war, musste der Caritasverband sich erst einmal darüber klar werden, was er mit dem riesigen Areal machen sollte, denn „ein Projekt von vergleichbarer Größe hatte es bis dahin bei unserem Verband nicht gegeben“, sagt Frank Schwaighofer, der die Einrichtung heute leitet.

Hotelbetrieb schließt Marktlücke am Wallfahrtsort

Schnell war man sich einig, dass eine komplett barrierefreie Anlage Sinn machen und eine Lücke im Wallfahrtsort Kevelaer schließen würde.„Insbesondere für reisende Menschen mit Behinderung gab es so gut wie keine Übernachtungs- und Tagungsmöglichkeiten“, sagt Frank Schwaighofer. Einen Hotelbetrieb sollte der Klostergarten daher in jedem Fall enthalten. Nicht zuletzt wollte die Caritas auf diese Weise die Tradition der Clemensschwestern fortsetzen. Sie hatten Reisenden ebenfalls Unterkunft geboten. Heute ist das Drei-Sterne-Hotel Klostergarten die erste völlig barrierefreie Herberge am Niederrhein. Mit annähernd 60 Betten bietet sie auch größeren Reisegruppen ausreichenden Raum, um in der Stadt Halt zu machen.

Weil in dem sogenannten Nachbarschaftshaus aber noch deutlich mehr Platz war, wurden gleich noch einige Mietwohnungen, eine Kindertagesstätte, ein Nachbarschaftscafé, ein Mehrgenerationenhaus und eine Großküche darin untergebracht. „Die Küche versorgt heute verschiedene Einrichtungen des Caritasverbands mit Essen. Dort und im Hotel arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen Hand in Hand“, erklärt Frank Schwaighofer. Und in dem vom Bundesfamilienministerium geförderten Projekt Mehrgenerationenhaus können Jung und Alt sich begegnen, gemeinsam ihre Freizeit gestalten und Gemeinschaft erleben.

Die Wohnanlage für Jung und Alt wird über ein Blockheizkraftwerk mit Strom und Wärme versorgt. (Bild: NRW.BANK) Die Wohnanlage für Jung und Alt wird über ein Blockheizkraftwerk mit Strom und Wärme versorgt. (Bild: NRW.BANK)

Jung und Alt wohnen rund um das Nachbarschaftshaus

Damit diese Begegnung der Generationen nicht nur eine Absichtserklärung bleibt, sind im Klostergarten Wohnmöglichkeiten für alle Altersstufen rund um das Nachbarschaftshaus angeordnet. Die älteren Semester haben mehrere Wohnmöglichkeiten zur Auswahl: Zum einen gibt es das ursprünglich geplante Seniorenheim mit 40 Plätzen im Clemenshaus. Dort leben jeweils zehn Bewohner in betreuten Hausgemeinschaften zusammen. „Jeder Bewohner hat sein eigenes Zimmer und beteiligt sich nach seinen Fähigkeiten an der anfallenden Hausarbeit“, sagt Frank Schwaighofer. Ein weiteres Haus beherbergt Senioren-Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. Auch sie sollen so weit wie möglich ihren Alltag selbstständig gestalten und zugleich die Sicherheit haben, dass im Zweifelsfall immer eine Fachkraft helfen kann.

Blockheizkraftwerk liefert Wärme und Strom

118 Miet- und Eigentumswohnungen vervollständigen die Anlage, die nach den gängigen Energiestandards saniert beziehungsweise gebaut wurde. Heizwärme und Strom bezieht der Klostergarten Kevelaer aus einem eigens errichteten Blockheizkraftwerk. „Das lohnte sich nicht zuletzt wegen der Produktionsküche, die eine Menge an Wärme und Energie benötigt“, sagt Frank Schwaighofer. Das fällt auch den Bewohnern auf: „Bei einer Umfrage bestätigten viele Mieter, dass die Wohnungen wirklich gut gedämmt sind“, freut sich Frank Schwaighofer.

„Durchgehende Barrierefreiheit und eine angemessene energetische Ausstattung sind Voraussetzung für die Förderung von Mietwohnraum durch die NRW.BANK“, sagt Martina Lüdeke, Förderberaterin der NRW.BANK. Außerdem dürfen die Wohnungen nur solchen Mietern zur Verfügung gestellt werden, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht überscheiten. „So tragen wir mit dazu bei, dass auch Menschen mit geringeren Einkommen in einem attraktiven Wohnumfeld leben können.“

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