Die NRW.BANK fördert nicht nur Nachhaltigkeit, sondern lebt sie auch. Wie, erläutert Vorstandsmitglied Michael Stölting im Gespräch.
Michael Stölting, Vorstandsmitglied der NRW.BANK (Foto: NRW.BANK)

Nachhaltigkeitsbericht 2016

//Nachhaltigkeit als zentrales Leitmotiv

Von der Förderung umweltschonender Verfahren und Technologien über den klimaneutralen und mitarbeiterfreundlichen Bankbetrieb bis hin zum Engagement für gesellschaftliche Belange: die NRW.BANK fördert nicht nur Nachhaltigkeit, sondern lebt sie auch. Wie, erläutert Vorstandsmitglied Michael Stölting im Gespräch.

Nachhaltigkeitsbericht 2016

Nachhaltigkeitsbericht 2016 (tatomm / Fotolia.com)

73 Seiten Nachhaltigkeit: Der Nachhaltigkeitsbericht 2016 der NRW.BANK kann kostenlos hier heruntergeladen werden.

Herr Stölting, wie nachhaltig arbeitet die NRW.BANK?

Michael Stölting: Nachhaltigkeit ist für die NRW.BANK ein zentrales Leitmotiv. Sozial-, wirtschafts- und umweltpolitische Ziele und ethische Belange stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander. Danach handeln wir auch als Förderbank für Nordrhein-Westfalen.

 

Welche nachhaltige Wirkung kann die NRW.BANK dabei entfachen?

Michael Stölting: Für ihr Fördergeschäft nutzt die NRW.BANK das gesamte Spektrum kreditwirtschaftlicher Förderprodukte, insbesondere zinsgünstige Förderkredite, Risikoübernahmen und Eigenkapitalfinanzierungen. 2016 wurden Fördermittel mit einem Gesamtvolumen von 11,2 Milliarden Euro zugesagt – deutlich mehr als 2015 mit dem bisherigen Höchststand von 9,7 Milliarden Euro. Davon fließt ein großer Teil in nachhaltige Projekte. Mit passgenauen Förderprodukten stärkt die NRW.BANK das Thema Nachhaltigkeit im Land.

 

Zum Beispiel?

Michael Stölting: Wir sind ein starker Partner für den Ausbau einer nachhaltigen Infrastruktur und für die Energiewende: Über das Programm NRW.BANK.Energieinfrastruktur haben wir 2016 zum Beispiel unter anderem Windpark- und Solarparkprojekte mit 471 Millionen Euro unterstützt.

 

Wie sieht es beim Thema Wohnraum aus?

Michael Stölting: Nachhaltigkeit umfasst neben Umweltbewusstsein natürlich auch soziale Verantwortung: 2016 unterstützten wir mit den Angeboten der sozialen Wohnraumförderung die Schaffung bezahlbaren, qualitativ hochwertigen Wohnraums für einkommensschwächere Haushalte mit 1,1 Milliarden Euro. So wird insbesondere für Haushalte mit Kindern und Menschen mit Behinderungen gewährleistet, dass sie auch in Ballungsgebieten mit steigenden Mietpreisen bezahlbaren Wohnraum finden.

 

Die NRW.BANK hat gerade zum zweiten Mal einen eigenständigen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Gibt es darin Ergebnisse, die Sie selbst überrascht haben?

Michael Stölting: Eher erfreut als überrascht. So zeigt sich deutlich, dass sich die jährlichen Green Bond-Emissionen als wichtiges Instrument zur Förderung von Nachhaltigkeit seit 2013 etabliert haben. Damit geben wir Investoren die Möglichkeit, ihr Geld nachhaltig und ökologisch anzulegen. Gleichzeitig refinanzieren wir damit unsere nachhaltigen Förderprogramme wie den NRW.BANK.Effizienzkredit oder das Programm NRW.BANK.Energieinfrastruktur. Das Wuppertal Institut hat berechnet, dass die 2016 aus den Umweltprogrammen ausgewählten Projekte über ihre zehnjährige Laufzeit rund 3,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermeiden. Insgesamt wurden Förderprojekte in den Themenbereichen Wasser und Energie mit einem Gesamtvolumen von 523 Millionen Euro identifiziert.

 

Wo beginnt für die NRW.BANK nachhaltiges Handeln?

Michael Stölting: Natürlich bei uns selbst. So setzt die NRW.BANK bei eigenen Neu- und Umbauvorhaben auf modernste technische – natürlich umweltschonende und energieeffiziente – Lösungen. Wir haben auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Blick: Der faire und wertschätzende Umgang sorgt nachhaltig für ein attraktives Betriebsklima. Die preisgekrönte Ausbildung junger Menschen sowie die mögliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie zeigen die gesellschaftliche Dimension der in der NRW.BANK gelebten Nachhaltigkeit.

 

Stand: 29. Juni 2017

 

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