In Bad Oeynhausen fährt die erste elektrisch angetriebene Touristenbahn Deutschlands Emil der Wolkenschieber
„Emil – der Wolkenschieber“ – die erste elektrisch angetriebene Touristenbahn Deutschlands (Bild: NRW.BANK / Lord Otto)
Siegel: Energieeffizienz lohnt sich

Umwelt & Energie

//Entspannende Elektromobilität

„Ich fahre Ökostrom“, steht auf der Lokomotive. „Emil – der Wolkenschieber“ ist die erste elektrisch angetriebene Touristenbahn in Deutschland. Das ebenso umweltfreundliche wie sympathische Gefährt hat Alfred Dalpke, Inhaber der 2012 gegründeten E-Mobilitäts GmbH & Co. KG, mithilfe des Programms NRW.BANK.Elektromobilität angeschafft.

Weder Auspuffgase noch Benzinmotorlärm stören die Fahrt durch Bad Oeynhausen – und wenn doch, dann stammen sie von einem überholendem Fahrzeug. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 Kilometern pro Stunde surrt „Emil“ umweltfreundlich im Linienbetrieb über die Straßen und Parkwege. Fahrer Uwe Schmidt sagt: „Früher hatte ich als Busfahrer genug Hektik. Aber jetzt lebe ich unseren Passagieren Ruhe und Entspannung vor!“

Alfred Dalpke steigert mit „Emil“ die Attraktivität von Bad Oeynhausen (Bild: NRW.BANK / Lord Otto) Alfred Dalpke steigert mit „Emil“ die Attraktivität von Bad Oeynhausen (Bild: NRW.BANK / Lord Otto)

Informationen in acht Sprachen

Mitfahrer sind vornehmlich Kurgäste und Patienten von Kliniken. 48 Fahrgäste finden Platz in den drei Waggons. Über Kopfhörer und Bildschirm gibt es Informationen zu 40 Haltepunkten und dies – entsprechend der internationalen Gäste im Kurort – in acht Sprachen.

Gründung eines Fahrgastbetriebs

„Als Pioniere mussten wir eine ganze Reihe Hürden nehmen, weil wir zum Beispiel einen eigenen Fahrgastbetrieb gründen mussten“, erklärt Alfred Dalpke. Ein Dreivierteljahr hat es gedauert, alle Genehmigungen einzuholen. Aber nun ist „Emil – der Wolkenschieber“ schon in der vierten Saison in Bad Oeynhausen unterwegs. Der Zusatzname „Wolkenschieber“ verweist übrigens augenzwinkernd auf die Geschichte des Kurorts: „Wolkenschieber“ wurden Rollstuhl-Schieber genannt – und auch „Emil“ kann dank einer ausklappbaren Rampe Rollstuhlfahrer mitnehmen.

Umwelt- und Ressourcenschutz

250.000 Euro hat Alfred Dalpke mithilfe des Förderprogramms NRW.BANK.Elektromobilität investiert. Mit dem Darlehen können prinzipiell 100 Prozent der förderfähigen Ausgaben in den Bereichen Batterietechnik, Fahrzeugtechnik, Karosseriebau und technische Infrastruktur finanziert werden. Dabei werden bis zu fünf Millionen Euro pro Projekt vergeben, zwei tilgungsfreie Jahre inklusive. Die NRW.BANK fördert so den Umwelt- und Ressourcenschutz sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Zukunftstechnologien. Bei der E-Mobilitäts GmbH & Co. KG fanden drei Fahrer Beschäftigung.

Wandel im Gesundheitswesen

Der Unternehmer Alfred Dalpke, der mit seiner Dalpke Group erfolgreich im Facility Management, in der Gebäudereinigung, im Catering und in der Gastronomie tätig ist, bewertet sein Engagement als Attraktivitätssteigerung für Bad Oeynhausen. „Die Kurstadt stellt sich dem Wandel im Gesundheitswesen“, sagt er – und „Emil“ ist ein Teil der neuen Freizeitinfrastruktur, die auch eingeschränkt mobilen Personen einen Freizeitwert verschafft.

Stand: 8. Juli 2016

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