Eiwaffelnhersteller aus Gelsenkirchen liefert in die ganz Welt und achtet auf ENergie- wie Ressourceneffizienz
Thomas Oexmann, Inhaber und Geschäftsführer der Oexmann GmbH & Co. KG (Bild: NRW.BANK)
Siegel: Energieeffizienz lohnt sich

Innovation

//Effizienz: Eiswaffel-Bäckerei setzt auf Perfektion in der Produktion

Von Gelsenkirchen in alle Welt – das Unternehmen Oexmann produziert mitten im Ruhrgebiet Eiswaffeln, die ins In- und Ausland geliefert werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Effizienz. Eine der jüngsten Innovationen wurde mit dem NRW.BANK.Effizienzkredit finanziert. 2014 soll bei der Produktion nun die Marke von einer Milliarde Eiswaffeln geknackt werden.

„So eine Eiswaffel ist ein ausgeklügeltes Produkt, das hohen Ansprüchen gerecht werden muss: Sie muss nicht nur schmecken, sondern sie muss auch sehr stabil sein, damit man sie ineinander stapeln kann“, erklärt Thomas Oexmann, Inhaber und Geschäftsführer der Oexmann GmbH & Co. KG. Die Eiswaffeln von Oexmann sind ein sogenanntes Halbfertigprodukt, mit dem nicht Eisdielen, sondern Unternehmen wie der Markenhersteller Nestlé-Schöller beliefert werden.

Rund 450.000 Eiswaffeln laufen am Tag über jede einzelne der 13 Produktionslinien (Bild: NRW.BANK) Rund 450.000 Eiswaffeln laufen am Tag über jede einzelne der 13 Produktionslinien (Bild: NRW.BANK)
Effizienz bei gleichbleibend hoher Qualität ist der Anspruch von Thomas Oexmann (Bild: NRW.BANK) Effizienz bei gleichbleibend hoher Qualität ist der Anspruch von Thomas Oexmann (Bild: NRW.BANK)
Oexmann liefert die Waffeln mit Umverpackung an Markenhersteller (Bild: NRW.BANK) Oexmann liefert die Waffeln mit Umverpackung an Markenhersteller (Bild: NRW.BANK)

Drei Jahre wurde allein an der perfekten Geometrie der Eiswaffeln getüftelt. Das Ziel: Die gestapelten Waffeln dürfen nicht kaputt gehen, aber sich auch nicht ineinander verkannten. „Wir sind Technologieführer in der industriellen Produktion von Eiswaffeln“, sagt Thomas Oexmann. „Wir können hier in Gelsenkirchen günstiger produzieren als Hersteller anderswo auf der Welt.“ Deshalb liefert er seine Waffeln überall dorthin, wohin es seine Kunden wünschen: „In Finnland wird fast doppelt so viel Eis gegessen wie in Deutschland. Dort haben wir einen Marktanteil von 65 Prozent.“ Der Kernmarkt liegt für Oexmann in Europa, der deutsche Markt macht etwa 30 Prozent aus.

Generationswechsel als Chance

Im Alter von 27 Jahren übernahm Thomas Oexmann die Leitung des Unternehmens von seinem Vater. Schon zuvor hatte er lange im Unternehmen gearbeitet. Angefangen hatte er bei den Schlossern im Unternehmen. „Es ist keine Schande, sich die Hände schmutzig zu machen“, hatte Thomas Oexmann von seinem Vater mit auf den Weg bekommen. Den Respekt der Mitarbeiter musste er sich selbst erarbeiten. „Einen Bonus als Sohn vom Chef gab es nicht.“

Eine gute Basis für die später folgenden Veränderungen, die er um die Jahrtausendwende vornehmen musste: „Dem Unternehmen ging es gut, aber es war klar, dass wir radikale Veränderungen brauchten, um auch in Zukunft am Markt bestehen zu können.“ Dazu gehörte, dass er das gesamte Unternehmen auf Technologieführerschaft und Effizienz bei gleichbleibend hoher Qualität ausrichtete. Teig formen, backen, zur fertigen Waffel rollen und verpacken – jede einzelne der 13 völlig unabhängigen Produktionslinien schafft das heute rund 450.000 Mal am Tag.

Effizienz auf allen Ebenen

Thomas Oexmann tüftelt ununterbrochen mit seinen Technikern und den Anlagenbauern an noch effizienteren Verfahren. „Ich könnte allein über die Backplatten, die wir einsetzen, einen vierstündigen Vortrag halten.“ In der jüngsten Anlagengeneration kommen nun völlig neuartige Erdgasbrenner zum Einsatz. Finanzieren konnte Thomas Oexmann die Innovation über den NRW.BANK.Effizienzkredit: „Das Förderprogramm wurde uns direkt von unserer Hausbank empfohlen.“ Sabine Hill, Teamleiterin im Förderprogrammgeschäft der NRW.BANK, erklärt: „Oexmann zeigt, dass selbst in Anlagen, die seit vielen Jahren immer weiterentwickelt werden, noch Potenzial für Effizienzsteigerungen steckt. Um den NRW.BANK.Effizienzkredit zu erhalten, muss eine Steigerung der Energieeffizienz von mindestens 20 Prozent erreicht werden.“ Eine Hürde, die Thomas Oexmann locker übersprungen hat: Die neuen Brenner für die Backplatten sparen sogar 30 bis 35 Prozent des Energieträgers ein.

Energieeffizienz trifft Ressourceneffizienz

Um die Technologieführerschaft zu behalten, gehört auch der Verkauf gebrauchter Produktionslinien zum Geschäftskonzept: Im Durchschnitt sind die Anlagen nur drei Jahre alt. „Nach spätestens sieben Jahren verkaufen wir die Anlagen und bauen komplett neue, weiterentwickelte Produktionslinien auf“, erklärt Thomas Oexmann.

Zugleich widmet Thomas Oexmann noch einem anderen Bereich seine Aufmerksamkeit: der Ressourceneffizienz. „Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir einen Ausschuss von 1,5 Prozent der gesamten Produktion hatten“, erklärt er. „Inzwischen liegt unser Ausschuss bei nur noch 0,3 Prozent.“ Grund dafür sind die immer besseren Maschinen und die hohe Auslastung der Produktionslinien: „In der Hochsaison von März bis August laufen die Maschinen im Drei-Schicht-Betrieb sieben Tage die Woche ununterbrochen. „Ein Herunterfahren der Anlagen für eine nächtliche Pause würde viel zu viel Ausschuss verursachen.“ Und damit auf die Effizienz drücken.

Die Oexmann GmbH & Co. KG wurde gefördert mit:

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