Katjes setzt auf ressourcenschonende Produktion
Die Geschäftsführer von Katjes: Tobias Bachmüller und Bastian Fassin (Foto: Katjes Fassin Gmbh & Co. KG)
Siegel: Energieeffizienz lohnt sich

Innovation

//Innovation: Effizienz-jes-jes-jes – Katjes setzt auf ressourcenschonende Produktion

„Katjes-jes-jes-jes“ – den Werbeslogan des drittgrößten deutschen Süßwarenherstellers kennt wohl jedes Kind. Das nahe der niederländischen Grenze gelegene Unternehmen ist berühmt für die namensgebenden Katzenkinder aus Lakritz, die auf niederländisch „Katjes“ heißen, oder für die Yoghurt Gums – 1971 eine absolute Innovation im Süßigkeitensektor. Innovativ, weil äußerst effizient, ist auch das Stichwort bei der Produktion. 2012 wurden dafür mehrere Investitionen mithilfe des NRW.BANK.Effizienzkredits getätigt.

Bereits 1988 setzte Katjes als erster Süßigkeitenproduzent keine künstlichen Farbstoffe mehr ein und ist heute mit seinen vegetarischen, also ohne tierische Gelatine produzierten Fruchtgummis ein Vorreiter der Branche. Doch nicht nur bei den Produkten geht das Unternehmen neue Wege, auch bei der Produktion. 

„Energie wird ein immer kostbareres Gut. Deshalb muss die Industrie sukzessive daran arbeiten, auf effizientere Prozesse umzustellen“, meint Dirk Ossenbrink, technischer Leiter beim Süßwarenhersteller Katjes. „Außerdem schließen Umweltschutz und unternehmerischer Erfolg sich ja nicht aus. Im Gegenteil: Wer konkurrenzfähig bleiben will, darf heute ökologische Faktoren nicht mehr aus den Augen lassen.“ 2012 hat das Unternehmen am Hauptstandort Emmerich sowohl die Anlage zur Abwasserbehandlung optimiert als auch eine neue Kälteanlage mit einem höheren Wirkungsgrad integriert. Für beide Investitionen kam der NRW.BANK.Effizienzkredit zum Einsatz, dessen Konditionen den 1950 gegründeten und heute noch in Familienbesitz befindlichen Betrieb überzeugten.

Der Pufferbehälter optimiert die Anlage zur Abwasserbehandlung. (Bild: NRW.BANK) Der Pufferbehälter optimiert die Anlage zur Abwasserbehandlung. (Bild: NRW.BANK)
Klaus Theunissen, technischer Leiter des Katjes-Werks Emmerich, und Heinz Flintrop, Leiter der Elektrowerkstatt, sind sehr zufrieden mit der neuen Kälteanlage. (Bild: NRW.BANK) Klaus Theunissen, technischer Leiter des Katjes-Werks Emmerich, und Heinz Flintrop, Leiter der Elektrowerkstatt, sind sehr zufrieden mit der neuen Kälteanlage. (Bild: NRW.BANK)

Unerwünschtes Zuckerwasser

Am Hauptstandort in Emmerich produzieren circa 300 Mitarbeiter pro Jahr rund 40.000 Tonnen Süßigkeiten – von salzigen Lakritz-Heringen bis hin zu süß-fruchtigen Yoghurt Gums. Damit Geschmack und Farbe der völlig unterschiedlichen Leckereien konstant stimmen, müssen die riesigen Behälter auf den Produktionsstraßen beim Produktwechsel natürlich gespült werden. Anschließend kommt die werkseigene biologische Kläranlage ins Spiel. Zu Zeiten mit besonders hoher Auslastung oder am Wochenende fällt besonders viel vorwiegend zuckerhaltiges Abwasser an. Klaus Theunissen, ebenfalls technischer Leiter bei Katjes: „Eine Erweiterung unserer Abwasseranlage war erforderlich, weil die Mikroorganismen in der bestehenden Kläranlage sensibel auf Schwankungen der Wassermenge reagieren. Diese konnten aber bisher aufgrund des zu geringen Volumens der alten Anlange nicht ausgeglichen werden. Seit Beginn des Jahres 2013 verfügen wir nun über einen Pufferbehälter der 770 Kubikmeter Wasser fasst. Damit vergrößern wir die Vorbehandlungsanlage auf insgesamt 950 Kubikmeter.“ Mit der optimierten Anlage kann Katjes die Abwasserfracht, die ins öffentliche Kanalnetz eingeleitet wird, um ein Viertel reduzieren.

Eiskalt effizient

Zeitgleich mit den Planungen für die Erweiterung der Abwasseranlage begannen Anfang 2011 auch erste Ideen für die neue Kälteanlage Gestalt anzunehmen. „Das alte Kühlwassersystem stammte von 1988 und entsprach einfach nicht mehr heutigen Effizienzkriterien. Die neuen Anlagen arbeiten daher nicht nur mit einem klimafreundlichen Kältemittel. Bezogen auf den gleichen Stromverbrauch erreichen wir mit der neuen Maschine jetzt bis zu 172 Prozent mehr Kälteleistung“, freut sich Dirk Ossenbrink.

Er sieht zudem noch weiteres Potenzial für Verbesserungen in Sachen Ressourcenschonung und nachhaltigere Produktion. „Natürlich lässt sich nicht alles auf einmal ändern, aber wir arbeiten jetzt schon daran, sukzessive noch weitere Verbesserungen durchzuführen – so wird etwa mehr Effizienz bei der Kältetechnik auch weiterhin ein wichtiges Thema bleiben.“

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