Existenzgründung Freizeitbranche - Fallschirmspringen und Skydiving
Gründung: Zwei Skydiver im Tunnel - einer verglasten Kammer, viereinhalb Meter im Durchschnitt, vier Meter hoch. (Bild: NRW.BANK)

Gründung

//Freizeit: Fallschirmspringen drinnen - der Himmel auf Erden

Boris Nebe ist der Newcomer unter den Anbietern von Freizeitattraktionen in Nordrhein-Westfalen. Er hat sich in Bottrop direkt am Ende der Skihalle niedergelassen. Es geht um Adrenalin, um Spaß am Extremen.

Im Haus wummern vier riesige Ventilatoren mit insgesamt 2.170 PS Leistung. Innen gibt es zudem eine verglaste Kammer, viereinhalb Meter im Durchmesser, vier Meter hoch. Dort entstehen Windgeschwindigkeiten von mehr als 280 km/h – das ist vergleichbar mit der Wucht, die ein ausgewachsener Hurrikan entwickelt. Boris Nebe hat den Sturm für das Indoor Skydiving – Fallschirmspringen drinnen – gezähmt. „Tunnel“ heißen solche Anlagen in der Szene.

Ein Leben in der Luft

Seit April 2009 – nach nur zwei Jahren Planungs- und Bauzeit – kann hier jeder den freien Fall, also den schönsten Teil eines Fallschirmsprungs, erleben. „Man muss es nicht machen, aber von den Sachen, die Spaß machen, ist das ganz weit vorne“, grinst Boris Nebe. Der 38-Jährige war Hubschrauberpilot, steuerte einige Jahre Boeings durch die Lüfte, und wenn beides nicht greifbar war, nahm er den Fallschirm.
4,6 Millionen Euro investierte er in die Anlage, zum Teil finanziert durch die NRW.BANK. Bei Jochen Schweizer, der durch Bungee-Jumping europaweit bekannt wurde, rannte er mit der Idee offene Türen ein. Über dessen Unternehmen lief in den ersten Monaten ein Teil der Vermarktung. Bald ist das erste Jahr um und die Zahlen stimmen. „Wenn ich gewusst hätte, dass es so gut läuft, hätte ich die vergangenen zwei Jahre ruhiger geschlafen“, sagt Boris Nebe zufrieden. Die Besucherzahlen stimmen und die Anlage läuft wirtschaftlicher als vorab berechnet. Von Krise keine Spur. „Im Winter schließen wir hier für Fallschirmspringer ein Saisonloch“, erklärt er. „Was wir von der Krise merken, ist, dass die Leute weniger wegfahren“, berichtet Peter Volk, der sich um PR und Marketing kümmert. „Wir spüren, dass sich die Leute dann lieber hier vor Ort etwas leisten.“

Der Traum des Fliegens

„Fliegen ist der älteste Traum der Menschheit“, erklärt Peter Volk. „Wir haben hier eine künstliche Welt geschaffen, in der der Mensch tatsächlich fliegen kann.“ Sogar Einheiten der Bundeswehr und der Polizei trainieren hier. „Zudem trainieren viele professionelle Springer und Fallschirmspringer-Vereine bei uns“, erzählt Peter Volk.  Nicht zuletzt wollen immer mehr Firmen hier Events veranstalten. Boris Nebe ist überzeugt: „Die Form von Entertainment, die wir hier bieten, ist die Zukunft!“

Gründung: Außenaufnahme des Indoor Skydiving-Gebäudes in Bottrop (Bild: NRW.BANK) Indoor Skydiving Bottrop (Bild: NRW.BANK)

Indoor Skydiving Bottrop GmbH

Sitz: Bottrop
Gegründet: 2009
Mitarbeiter: 7 Festangestellte, 6 Stundenkräfte
Zielgruppe: alle, die den freien Fall erleben wollen, Fallschirmspringer, Unternehmen


Technische Basis des Indoor Skydivings sind die Windkanäle, in denen Automobilhersteller die Aerodynamik neuer Modelle testen. Der Standort, die ehemalige Abraumhalde an der Prosperstraße, mausert sich zum Freizeitparadies: Skihalle, Sommerrodelbahn, künstliche Welle im Sommer 2009, demnächst eventuell ein Tauchcenter.

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