Im Bonner Cassius-Garten kommen Vegetarier und auch Veganer mit abwechslungsreicher Selbstbedienungsküche voll auf ihre Kosten
Jan Lüth, selbst kein Vegetarier, will niemanden zur Vollwertkost missionieren (Bild: NRW.BANK)

Mittelstand

//Cassius-Garten investierte in Küche und Gastraum

Schon seit 24 Jahren kann man im Cassius-Garten in Bonn schnell satt werden – und das ohne konventionelles Fast Food. Vielmehr stehen ausschließlich vegetarische Speisen auf der Karte des Selbstbedienungsrestaurants. Und alle sind frisch zubereitet. Wohl nicht zuletzt deshalb hat das nach dem Schutzpatron der Stadt benannte Lokal viele Freunde: Vegetarier und solche, die es noch werden könnten, aber – wenn es nach dem Chef des Hauses geht – nicht müssen. Damit das so bleibt, gab es Unterstützung durch den NRW.BANK.Mittelstandskredit.

Der gebürtige Leipziger Jan Lüth führt den Cassius-Garten, der in unmittelbarer Nähe des Bonner Hauptbahnhofs verkehrsgünstig gelegen ist. „Ich selbst bin kein Vegetarier und möchte auch niemanden zum Vegetarismus bekehren. Die Idee mit dem vegetarischen Restaurant stammt ursprünglich von meinem Vater. Sie klappt schon lange gut“, sagt der 41-Jährige. Es gibt also keinen Grund, etwas an dem Konzept zu ändern.

Im Jahr 2013 musste ein Teil der Küchenausstattung und des Inventars im Restaurantbereich ersetzt werden (Bild: NRW.BANK) Im Jahr 2013 musste ein Teil der Küchenausstattung und des Inventars im Restaurantbereich ersetzt werden (Bild: NRW.BANK)
In unmittelbarer Nähe des Bonner Hauptbahnhofs liegt der Cassius-Garten (Bild: NRW.BANK) In unmittelbarer Nähe des Bonner Hauptbahnhofs liegt der Cassius-Garten (Bild: NRW.BANK)

Gelegentlich auch beim Burger-Brater in der Schlange

Und Jan Lüth hat auch überhaupt kein Problem damit, hin und wieder bei bekannten Fast-Food-Ketten in der Schlange zu stehen und einen Burger zu essen. Gelegentlich braucht er den Fleischgeschmack selbst auf der Zunge, um zu wissen, was ein Großteil seiner Gäste schmecken möchte. „Mit der richtigen Zusammensetzung und Zubereitung bekommen nämlich auch vegetarische Gerichte den Geschmack, den wir normalerweise vom Fleisch her kennen“, sagt der gelernte Koch.

Zufriedene Stammkunden brauchen keine Abwechslung

Mit dem Ergebnis sind anscheinend auch seine Kunden zufrieden: Etwa neun von zehn Gästen kommen nach seiner Auskunft regelmäßig und stellen sich das Essen aus einer großen Auswahl an Gerichten zusammen. Pro Tag verarbeiten seine Mitarbeiter dafür weit über eine Tonne Lebensmittel. Und zwischen morgens acht und abends acht besuchen dann um die 1.200 Gäste das Restaurant. „Manche Leute fahren in ihrer Mittagspause von Bad Godesberg mit der Straßenbahn extra die 20 Minuten bis hierhin, weil sie unser Essen mögen“, sagt Jan Lüth. Dafür würde man aber im Cassius-Garten mit dem Selbstbedienungsprinzip auch schneller an sein Essen kommen als in einem Fast-Food-Restaurant, wo man schon mal zehn Minuten in der Schlange stehen und warten muss. Und man zahlt nur, was man essen möchte: Jede Portion wird abgewogen. Der Preis orientiert sich also am Hunger des Gastes, nicht an der Vorstellung, die der Koch von der Größe einer Portion hat.

Und offenbar haben viele dieser regelmäßigen Gäste auch kein großes Interesse an Abwechslung auf der Speisenkarte. „Hin und wieder möchte ich ja etwas Neues ausprobieren. Wenn ich dann aber zum Beispiel mal einen von den Standardsalaten nicht anbiete, kommt ziemlich sicher irgendwann im Laufe des Tages jemand und fragt ‚Wo ist mein Salat?’“, sagt er. So kocht Jan Lüth seit 24 Jahren mehr oder weniger das gleiche Essen – höchstens ein Viertel der Speisekarte tauscht er gelegentlich aus.

Investition im sechsstelligen Bereich

Bei so viel selbst zubereitetem Essen braucht man in der Küche einiges an technischer Unterstützung: etwa maschinenbetriebene Kartoffelschäler oder Mühlen zum Mahlen von frischem Mehl und natürlich die Standardausrüstung, die jede große Küche braucht. 2013 standen da einige Investitionen an: Teile der Küchenausstattung und des Inventars im 1.000 Quadratmeter großen Restaurantbereich galt es zu ersetzen. Außerdem musste ein Teil der Räume von Grund auf renoviert werden. Die dafür erforderliche Summe war so groß, dass Jan Lüth das nicht mit eigenen Mitteln machen konnte – insgesamt fiel ein sechsstelliger Betrag an. Allein zwei 80 Liter fassende Kipp-Bratpfannen schlugen mit je 10.000 Euro zu Buche. „Das Geld kam aus verschiedenen Töpfen und letztlich war ich für die guten Konditionen des NRW.BANK.Mittelstandskredits dankbar. Von so einem Restaurantbetrieb wird man ja nicht reich und ich will mich auf keinen Fall finanziell übernehmen“, sagt Jan Lüth. Und Dirk Bremer, Teamleiter Förderprogrammgeschäft bei der NRW.BANK, unterstreicht seine Erfahrung: „Wir können oft Konditionen anbieten, die eine Hausbank einfach nicht darstellen kann. Und wenn dann, wie im Fall des Cassius-Garten, Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen gesichert werden können, steht dem Kredit von der NRW.BANK in den meisten Fällen nichts mehr im Weg.“

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