Delia Krater gründete in Bochum mit dem NRW/EU.Mikrodarlehen ihr Designbüro
Bei der Arbeit setzt Delia Krater auf modernste Technik. (Foto: NRW.BANK)

 

//Durchgestartet zum Designbüro

Ihre Designs sind mal puristisch, mal illustrativ. Nur eins bleibt immer gleich: der hohe Qualitätsanspruch. Damit hat Delia Krater seit der Gründung ihres Designbüros im Januar 2011 immer mehr Kunden begeistern können. Gelungene Überzeugungsarbeit leistete sie auch mit dem Businessplan für ihre Existenzgründung bei der NRW.BANK. Damit sicherte sie sich das NRW/EU.Mikrodarlehen als Starthilfe für den Sprung in die Freiberuflichkeit.

Spezialisiert auf die Entwicklung von maßgeschneiderten Corporate Designs gemäß ihrem Unternehmensmotto „kreative Ideen - stilvolle Umsetzungen" hat sich die Gründerin mit ihrem Unternehmen Delia Krater Design erfolgreich etabliert. Der Weg in die Freiberuflichkeit war für die alleinerziehende Mutter nicht einfach. „Da ich sehr früh meinen Sohn bekam, habe ich parallel zur Kindererziehung auf dem zweiten Bildungsweg alle Schulabschlüsse bis zum Abitur nachgeholt und in mehreren Jobs gleichzeitig gearbeitet“, berichtet sie. „Obwohl für mich immer klar war, dass ich noch Kommunikationsdesign studieren will, scheiterte die Realisierung lange an fehlenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten, die ein effizientes Studium ohne Unterbrechung erst möglich gemacht hätten.“ Zudem fehlte die Zeit für die sehr aufwändige Vorbereitung wie etwa einer Mappe, um die Zulassungsvoraussetzungen zu erfüllen. Also bewarb Delia Krater sich ungewöhnlich spät – erst mit 39 Jahren. Sie wurde sofort zugelassen und absolvierte ihr Bachelor-Studium in der Mindeststudienzeit mit der Note 1,0. In der Endphase des Studiums tüftelte sie bereits an ihrem Businessplan.

Passender Coach, passende Finanzierung

Im Herbst 2009 hielt Delia Krater ihre Bachelor-Urkunde in Händen. Allein das Startkapital fehlte. Der frischgebackenen Kommunikationsdesignerin war klar, dass die Existenzgründung nicht einfach sein würde. Aber wie schwer sich unter anderem ihre Hausbank mit der Vergabe eines Darlehens tat, hatte sie nicht erwartet. „Fast niemand schien einer alleinerziehenden Mutter zuzutrauen, dass sie erfolgreich ein Unternehmen gründen kann. Doch es gab auch Ausnahmen: Wie zum Beispiel der Coach aus dem Netzwerk SeniorCoach NRW, den mir das STARTERCENTER NRW zur Seite stellte“, erzählt sie. Er war sofort von ihrem Konzept überzeugt und auch davon, dass sie die richtige Unternehmerpersönlichkeit hat. „Er hat sich für mich eingesetzt und das NRW/EU.Mikrodarlehen über das STARTERCENTER NRW mit mir beantragt.“ Dann ging alles ganz schnell und sie konnte sich die Büroeinrichtung und Hardware anschaffen. Nach einer harten Zeit der Kaltakquise hat sie heute einen festen Kundenstamm und freut sich dank Mundpropaganda über interessantes Neugeschäft aus den unterschiedlichsten Branchen.

Die Realisierung guter Kommunikationsmaßnahmen erfordert ausführliche Kundengespräche. (Foto: NRW.BANK) Die Realisierung guter Kommunikationsmaßnahmen erfordert ausführliche Kundengespräche. (Foto: NRW.BANK)

Mutig gegründet

Delia Krater kalkulierte ihr Vorhaben genau durch und stellte auch im Businessplan ihre Kosten plausibel dar. Margrit Rieger aus dem Bereich Förderprogrammgeschäft der NRW.BANK sagt dazu: „Für uns ist auch wichtig zu sehen, ob jemand sein Vorhaben wirklich zu Ende gerechnet hat und die nötige Vorsicht walten lässt. Bei Frau Krater war das eindeutig der Fall.“

Gezeigt hat sich bei Delia Krater auch, wie sinnvoll ein Kernelement des NRW/EU.Mikrodarlehens ist: die professionelle Beratung durch einen erfahrenen Coach während der ersten zwei Jahre. Delia Kraters Coach gab nicht nur den entscheidenden Tipp für die Finanzierung. Er brachte das unternehmerische Know-how mit, das bei vielen Existenzgründern fehlt. Margrit Rieger betont: „Eine wichtige Rolle spielt dabei, ob der Gründer bereit ist, die Ratschläge des Coachs anzunehmen. Das ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Denn wer sich selbstständig macht, möchte nicht unbedingt, dass jemand anders seine Entscheidungen hinterfragt.“ Für Delia Krater war das kein Problem: „Zwischen meinem Coach und mir stimmte die Chemie.“

Krisen gemeistert

Ihr Coach sorgte auch dafür, dass eine anfängliche Durststrecke, wie sie fast jedes junge Unternehmen durchmacht, nicht zu einem Problem bei der Finanzierung wurde. Schließlich muss Delia Krater, wie alle Mikrodarlehensnehmer, während der sechsjährigen Laufzeit nach den ersten tilgungsfreien sechs Monaten ihr Darlehen in monatlichen Raten tilgen. Und das ist eine nicht zu unterschätzende Belastung bei einem Gründungsvorhaben. Das Fazit von Delia Krater zu ihrer Existenzgründung: „Ich bin glücklich, dass ich unter anderem dank des NRW/EU.Mikrodarlehens beweisen konnte, dass auch alleinerziehende Mütter erfolgreich ein Unternehmen gründen können und möchte mit meinem Beispiel auch anderen Mut machen.“

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Innovation

Prof. Dr. Tobias Kollmann (links) und Dr. Peter Güllmann unterstützen die Digitale Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Foto: NRW.BANK

Initiative Digitale Wirtschaft NRW fördert innovative Potenziale

Die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) gehört zu den Wachstumsmotoren Nordrhein-Westfalens. Im Jahr 2011 haben dort rund 200.000 Beschäftigte etwa 93 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entsprach fast 17 Prozent des NRW-Inlandsprodukts. Mit der Initiative Digitale Wirtschaft NRW will die Landesregierung die digitale Wirtschaft weiter fördern, aber auch klassische Industriebranchen und Dienstleistungsunternehmen für digitale Themen sensibilisieren. Prof. Dr. Tobias Kollmann, Landesbeauftragter der Initiative, und Dr. Peter Güllmann, Leiter des Bereichs Unternehmensfinanzierung bei der NRW.BANK, im Gespräch.

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Géry Ziemer hat in Köln seine eigene Film- und Videoproduktion gérinafilm gegründet. (Foto: NRW.BANK)

Film ab für: Existenzgründung

Der Markt ist eng, die Konkurrenz groß. „Wer in der Film- und Videobranche Erfolg haben will, muss in jeder Hinsicht immer auf der Poleposition stehen, in puncto Kreativität, Vielseitigkeit und Erfahrung“, weiß Géry Ziemer. Sich des Risikos einer Existenzgründung in der hart umkämpften Medienszene wohl bewusst, wagte er 2010 trotzdem mit seiner eigenen Film- und Videoproduktion den Schritt in die Selbstständigkeit. Finanzielle Starthilfe bekam er in Form des NRW/EU.Mikrodarlehens.

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