Möglichkeiten, wie Sportplätze mithilfe von Public-private-Partnerships und weiteren Fördermitteln neugebaut und umgestaltet werden können
Der neue Sportplatz in Nordwalde (Bild: NRW.BANK / Lord Otto)

Kommunen

//Attraktive Förderinstrumente für Sportplätze

Viele Menschen sind in der Freizeit in Bewegung. Sie profitieren von einer Infrastruktur mit modernen Sportanlagen, die nicht nur bei der Freizeitgestaltung hilft, sondern auch die Gesundheit der Bevölkerung fördert. Bei der Finanzierung hilft die NRW.BANK Kommunen und Vereinen zum Beispiel durch Beratungsleistungen im Bereich der öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP).

Sonja Schemmann, Bürgermeisterin von Nordwalde (Bild: NRW.BANK / Lord Otto) Sonja Schemmann, Bürgermeisterin von Nordwalde, auf der Baustelle des neuen Sportzentrums. (Bild: NRW.BANK)

Profitiert hat davon auch die münsterländische Gemeinde Nordwalde. Der Bau ihres neuen Sportzentrums zeigt, wie die Spezialisten der NRW.BANK öffentliche Entscheidungsträger bei der Schaffung neuer Infrastrukturen individuell, fachlich versiert und wettbewerbsneutral unterstützen. Ziel des Projekts war es, den alten Ascheplatz des örtlichen Fußballclubs, dem 1. FC Nordwalde, durch einen Rasenplatz abzulösen und Platz für weitere Trainingsmöglichkeiten zu schaffen. Für Bürgermeisterin Sonja Schemman stand dabei die Frage nach der Finanzierung im Vordergrund: „Als Kommune in der Haushaltssicherung haben wir uns gefragt, ob wir uns ein neues Sportzentrum überhaupt leisten können und wenn ja, in welcher Konstellation.“

Passende Lösung

Gesucht wurde die wirtschaftlichste Lösung – und die von Ralph Ishorst, Förderberater Öffentliche Kunden bei der NRW.BANK, vorgestellte Finanzierung überzeugte: eine Kombination des Darlehens NRW.BANK.Kommunal Invest mit einer speziellen ÖPP-Variante. Ralph Ishorst erklärt: „Bei einer ÖPP übernimmt ein privater Partner die Planung, den Bau und auch die Finanzierung eines solchen Projekts, das heißt, er realisiert alles im eigenen Namen – natürlich in enger Abstimmung mit dem öffentlichen Partner, mit der Kommune.“

Mogendorfer Modell

Beim Mogendorfer Modell erfolgt bereits in einzelnen Bauphasen eine Teiltestierung bzw. Teilabnahme der erbrachten Bauleistungen. Der öffentliche Auftraggeber stellt Forderungen der Banken einredefrei. Daher können schon vor der Endabnahme Zahlungen erfolgen, der Auftragnehmer kann dadurch die Finanzierungskosten senken und in der Regel liegen auch die Gesamtkosten für den Auftraggeber niedriger.

 

Damit auch mittelständische Unternehmen die Möglichkeit einer Angebotsabgabe haben, wurde in Nordwalde zudem das sogenannte Mogendorfer Modell (siehe Infokasten) gewählt. Der Vorteil: Das komplette Bauvorhaben wird in kleinere, sinnvolle Bauabschnitte untergliedert und das Unternehmen braucht das Investitionsvolumen von hier drei Millionen Euro nicht komplett vorzufinanzieren. Im Fall von Nordwalde wurden zwei Bauabschnitte gewählt. Mit dem Ergebnis sind alle Beteiligten zufrieden: Für den 1. FC Nordwalde, aber auch für andere Vereine und den Schulsport entstand auf 42.000 Quadratmetern ein neuer Sportplatz mit Naturrasen und Kunstrasenspielfeld, Trainingsflächen, Umkleiden, Vereinsheim sowie Parkplätzen. Die Verantwortung für das neue Gelände und den Betrieb hat seit der Fertigstellung der 1. FC Nordwalde.

Einweihung des neuen Sportplatzes in Rommerskirchen (Bild: SG Rommerskirchen/Gilbach) Einweihung des neuen Sportplatzes: Die SG Rommerskirchen/Gilbach konnte die Modernisierung und Erweiterung mithilfe des Programms NRW.BANK.Sportstätten finanzieren (Bild: SG Rommerskirchen / Gilbach).

Vereine nutzen NRW.BANK.Sportstätten

Direkt an Vereine und Verbände richtet sich das Darlehen NRW.BANK.Sportstätten. Genutzt hat es zum Beispiel der SG Rommerskirchen/Gilbach. Deren Mitglieder mussten lange unter sehr beengten Umständen trainieren. Deshalb investierte der Verein 480.000 Euro in die Erweiterung des Sportplatzes am Nettesheimer Weg. „Wir konnten das problemlos über das Darlehen NRW.BANK.Sportstätten finanzieren“, sagt Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Wandke. Mit einem jährlichen Zuschuss von rund 32.000 Euro unterstützt die Gemeinde Rommerskirchen die Tilgung. Der Verein hat zur Finanzierung zudem genug Sponsoring und Werbepartner gefunden. Einige Arbeiten, wie Pflastersteine verlegen, haben Mitglieder selbst in die Hand genommen. Seit Sommer 2013 trainieren 14 Fußballmannschaften auf dem neuen, von Laufbahnen gesäumten Sportplatz mit Kunstrasen und zusätzlichem Kleinfeld. Mit der Modernisierung stieg die Zahl der Mitglieder um 17 Prozent. „Dank des Kunstrasenfeldes kriegen wir nun Spieler, die wir sonst nicht bekommen hätten“, erläutert Wandke. Und so rückt das Ziel näher, mit der A-Mannschaft in die Bezirksliga aufzusteigen.

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