Duisburgs modernster Schulkomplex gewinnt Preis beim NRW.BANK.Ideenwettbewerb 2013
Eine gläserne Magistrale verbindet die zwei Gebäudekörper des Duisburger ZBW (Bild: NRW.BANK)
Siegel: Energieeffizienz lohnt sich

Bildung

//Duisburgs modernster Schulkomplex

Das „Zentrum für berufliche Bildung und Weiterbildung“, kurz ZBW, das die Stadt Duisburg in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Goldbeck gebaut hat, beeindruckt in vielerlei Hinsicht. Es ist nicht nur eines der bundesweit größten Public-Private-Partnership-Projekte, sondern verfügt auch über die größte kommunal genutzte Geothermieanlage in Deutschland. Der High-End-Schulkomplex gehört zu den modernsten in Europa – und zu den Preisträgern des NRW.BANK.Ideenwettbewerbs 2013.

Hochmoderne Technik legt die Grundlage für gutes Klima im ZBW. 180 Sonden mit einer Gesamtlänge von mehr als 24.000 Bohrmetern sorgen in der Geothermieanlage des ZBW für die Wärmeversorgung und die Gebäudekühlung. Eine hocheffiziente Wärmepumpe wurde speziell für die Anforderungen des Schulkomplexes entwickelt. Kälte- bzw. Wärmedecken, Fühler für Raumtemperatur und Belüftung sowie Bewegungsmelder für die Beleuchtung komplettieren die Gebäudetechnik. So wird eine vollkommen emissionsfreie, CO2-neutrale Energieerzeugung erreicht. Gleichzeitg erbringt das 2011 eingeweihte Gebäude den Beweis, dass eine so große Anlage alltagstauglich ist. „Energieeffizienz ist nicht das einzige Thema, das im ZBW groß geschrieben wird. Die Klassenräume verfügen über modernste Unterrichtsmittel in Werkstätten, Laboren und Klassenräumen. Zudem ist das Gebäude barrierefrei“, erklärt Claas Frein, Bereichsleiter und Gesamtprojektverantwortlicher für das ZBW des städtischen Immobilien-Managements Duisburg (IMD). Im IMD als eigenbetriebsähnlicher Einrichtung sind alle immobilienspezifischen Dienstleistungen der Stadt zusammengefasst.

Ein Labor für neue Bildungsorte

Eine weitere Besonderheit des ZBW ist, dass auf den insgesamt 55.900 Quadratmetern Bruttogeschossfläche drei Schulen mit zusammen rund 5.000 Schülern untergebracht sind: das technische Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg, das Kaufmännische Berufskolleg Mitte und das Weiterbildungskolleg der Stadt Duisburg. „Durch die Zusammenführung von drei Schultypen unter einem Dach werden nicht nur ökologische, sondern auch räumliche Synergien geschaffen. Aula, Mensa und Sporthalle werden aber nicht nur von den Schulen gemeinsam genutzt, sondern auch von der Volkshochschule, örtlichen Sportvereinen, lokalen Unternehmern und den Anwohnern“, erklärt Diplom-Ingenieur Uwe Rohde, Geschäftsführer des IMD. Eine so starke öffentliche Nutzung ist für ein Schulgebäude ungewöhnlich. „Das ZBW ist in vielerlei Hinsicht ein Leuchtturmprojekt und gleichzeitig eine Art Labor. Wir wollen hier Erfahrungen sammeln, wie die Schule der Zukunft aussehen kann, was alles möglich ist“, berichtet Uwe Rohde. Der Idee, wie die Schule der Zukunft aussehen könnte, wurde auch bei der Standortwahl Rechnung getragen. In unmittelbarer Nähe zur Universität Duisburg-Essen und zur FOM Open Business School gelegen trägt das ZBW dazu bei, Duisburg-Neudorf als Bildungsstadtteil zu stärken. Auch architektonisch geht der Schulkomplex neue Wege: Die zwei Gebäudekörper sind über eine gläserne Brücke miteinander verbunden. Unter dieser sogenannten Magistrale können die Schüler in den Pausen zusammenkommen.
 

Christian Schröder von der Goldbeck Public Partner GmbH und Claas Frein, Gesamtprojektverantwortlicher für das ZBW des städtischen Immobilien-Managements Duisburg (IMD). (Bild: NRW.BANK) Christian Schröder von der Goldbeck Public Partner GmbH und Claas Frein, Gesamtprojektverantwortlicher für das ZBW des städtischen Immobilien-Managements Duisburg (IMD). (Bild: NRW.BANK)

Praktische Partnerschaft

Für die Realisierung des anspruchsvollen Schulbau-Projekts fand das IMD in einer europaweiten Ausschreibung den passenden Partner und die passende Finanzierungslösung. Die Goldbeck Public Partner GmbH errichtete den Komplex in nur 19 Monaten und ist für die nächsten 25 Jahre mit der Instandhaltung und Bewirtschaftung sowie dem Energiemengen-Management des ZBW betraut. 
Dank der vorausschauenden Planung von Goldbeck konnte die Stadt Duisburg bei den Investitionskosten sechs Millionen Euro einsparen. Zudem garantiert die Anlage trotz steigender Energiekosten und technischer Ansprüche gleichbleibende Energiemengen. „Wir sind sicher, dass sich das Public-Private-Partnership-Modell beim ZBW absolut rechnen wird“, ist Uwe Rohde überzeugt.

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